Helga Hammer Durch alle Zeiten

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Inhaltsangabe zu „Durch alle Zeiten“ von Helga Hammer

Ein echtes ganzes Leben

Elisabeth ist eine einfache Frau aus den österreichischen Alpen. Mit siebzehn Jahren verliebt das Mädchen mit dem Madonnengesicht sich in einen jungen Mann aus angesehener Familie. Diese Liebe darf nicht sein und lässt doch beide ihr Leben lang nicht mehr los. Klar und tiefbewegend schildert Helga Hammer eine archaische Bergwelt, geprägt von harter Arbeit und gesellschaftlichen Zwängen, von den 50er Jahren bis in die Gegenwart.

Guter Debütroman von Helga Hammer

— lesemaus301

Gutes Buch mit ein paar Mängeln

— Bucheule787

Ein Buch über eine Frau die mich gleichzeitig berührt und abgestoßen hat

— hannelore259

interessant

— EOS

Eine Geschichte, die berührt, auch wenn die Heldin nicht unbedingt immer mit Sympathie punktet...

— Svanvithe

Schöne Berge und starke Charaktere

— Privee2801

Nach einer sehr starken Leseprobe habe ich leider keinen emotionalen Zugang gefunden, fand die ständigen Zeitwechsel etwas viel.

— Isaopera

Starke Schilderung eines Frauenlebens jenseits der Komfortzonen in einer Bilderbuchlandschaft.

— jamal_tuschick

Die Lebensgeschichte einer Frau, die aus einfachen Verhältnissen stammt - leise, berührend und ident.

— kaha38

Bewegetes Frauenschicksal in Österreichs Bergwelt.

— ulrikerabe

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    Durch alle Zeiten

    lesemaus301

    08. January 2018 um 20:44

    Helga Hammers "Durch alle Zeiten" schildert das bewegende Leben von Elisabeth. Elisabeth verliebt sich in jungen Jahren in Niklas, ein junger Mann aus reichem Hause. Auch verliebt sich in sie, aber er entscheidet sich gegen sie und so nimmt das Leben seinen Lauf. Elisabeth verlässt das Land und geht nach England. Als ihre Mutter stirbt, kommt sie zurück... schwanger und unverheiratet. Ein Mann muss her und sie heiratet den liebevollen Martin, der sie und das Kind über alles liebt. Doch Elisabeth sehnt sich nach mehr und trifft sich heimlich mit Richard. Als Martin sie erwischt, ist sie auf sich allein gestellt. So kommt es dazu, dass sie den gewalttätigen Josef heiratet. Und Niklas ist immer da... Die Autorin erzählt abwechselnd die Geschehnisse der Vergangenheit und der Gegenwart und erzeugt so Spannung bis zum Ende des Buches. Auf jeden Fall empfehlenswert.

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  • Irrungen und Wirrungen eines ganzen Lebens

    Durch alle Zeiten

    Bucheule787

    02. January 2018 um 23:03

    In ihrem Debütroman "Durch alle Zeiten" erzählt Helga Hammer die Geschichte von Elisabeths Leben. Die junge Elisabeth verliebt sich in Niklas, einen jungen Mann aus wohlhabender Familie. Als dieser sie enttäuscht, verlässt sie ihre Heimat und will ihn nie wieder sehen. Aber das Leben führt sie immer wieder zueinander. So auch als er der einzige ist, der ihr bei der Geburt ihres dritten Kindes das Leben retten kann.Elisabeth bewegtes Leben wird von der Autorin gekonnt erzählt, wenn abwechselnd die Geschehnisse der Gegenwart und die der Vergangenheit beleuchtet werden. Man fragt sich, wie die junge lebensfrohe Frau von einst, bei diesem gewalttätigen Mann enden konnte und wo sie die Kraft herbekommt, um jeden Tag weiter zu machen.Auch die teilweise Verwendung des Dialekts trägt zur passenden Atmosphäre bei.Ein Buch, dass ich jedem empfehlen kann!

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  • Eine beeindruckende Frau

    Durch alle Zeiten

    echidna

    09. December 2017 um 11:23

              Um ehrlich zu sein, hat mich das Cover des Buches zunächst ein wenig abgeschreckt. Es erweckt Assoziationen zu schwarzweißen Heimatfilmen aus den Fünfzigern. Doch das Buch hat mich positiv überrascht.Es wird die Lebensgeschichte von Elisabeth erzählt, einer einfachen Frau auf dem Lande, die nach ihrem persönlichen Glück sucht. Mir imponiert diese Frau, die sich von ihren eher ärmlichen Verhältnissen nicht von dem Versuch abgehalten lassen hat, mehr zu erreichen. Manchmal wirkt sie rücksichtslos, selten sogar unverantwortlich, doch dabei hat sie nur ihr Glück vor Augen und das Wohlergehen ihrer Kinder. Elisabeth wirkt ihrer Zeit voraus zu sein. Sie ist eine moderne, starke, unabhängige Frau, die gefangen ist in den gesellschaftlichen Zwängen der früheren Zeit.Ihre Geschichte wird in zwei zeitlich getrennten Erzählsträngen erzählt. Der erste beginnt mit der Geburt ihres dritten Kindes und setzt somit weit nach dem zweiten Strang ein, der in ihrer Kindheit anfängt. Die abwechselnde Erzählweise ist zunächst ein wenig verwirrend, doch man gewöhnt sich schnell daran und so wird es auch nie langweilig.Nach der Lektüre der Geschichte wird einem klar, dass der Titel und das Cover des Buches sehr sorgsam ausgewählt wurden und trotz der etwas antiquitären Assoziationen sehr gut passen. Schließlich begleitet man Elisabeth durch alle Zeiten, sie wächst an ihren Erfahrungen und scheint aus der schwarzweißen, heilen Welt der Heimatfilme herauszuspringen in die farbenfrohe Moderne.Dass Elisabeth auf einer realen Person basiert (auch wenn laut Autorin vieles fiktiv ist), macht das Buch noch authentischer und Elisabeth noch beeindruckender. Insgesamt ein wunderbares Buch, wenn man sich auf die einfache Welt in den österreichischen Alpen einlassen kann.        

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  • Eine interessante Lebensgeschichte

    Durch alle Zeiten

    gaby2707

    04. December 2017 um 14:19

    Daich die Region Schladming-Dachstein, in der die Geschichte spielt,sehr gut kenne, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Elisabeth,aufgewachsen mit einigen Geschwistern in einem ärmlichen Bergbauernhof in der österreichischen Ramsau, istdie Protagonistin in dieser Geschichte. Sie will sich mit dem kargenLeben auf ihrem Bauernhof nicht abfinden, setzt bei ihren Elterndurch, dass sie eine Ausbildung auf der Haushaltungsschule machendarf. Sie trifft auf Niklas, ihre große Liebe, die aber nicht gelebt werden kann. Als Kindermädchen in London wird sie vom Hausherrn schwanger. Um nicht den Makel einer ledigen Mutter zu haben, heiratet sie in der Steiermark Mertin, einen Nachtwächter. Sechs Jahre später bekommt sie ein Kind von ihrem Cousin Richard und Martin reicht die Scheidung ein... Elisabeth ist eine Frau, die sich auf der Suche nach sich selbst immer wiederauf die falschen Männer einlässt. Sie fühlt sich zerrissen und ist immer auf der Suche nach dem Glück bzw. der großen Liebe. Helga Hanner, die die einen Teil der Lebensgeschichte einer Freundinerzählt, schreibt ihr Buch in zwei Zeitsträngen. Einmal ab demZeitpunkt der Geburt von Elisabeths drittem Kind Alfons, dann immer wieder in Rückblicken ab Elisabeths Geburt. Habe ich mich beim Lesen zuerst etwas schwer getan mit den dauernden Zeitsprüngen, haben sie mir aber dann geholfen, Elisabeths Tun besser zu verstehen und sie haben eine gewisse Spannung in die Geschichte gebracht. Elisabeth ist mir nie richtig sympathisch geworden. Manchmal tat sie mir leid, wie sie immer wieder neue Schicksalsschläge hat hinnehmen müssen. Andererseits finde ich sie sehr egoistisch und hart, wie sie teilweise ihrem Umfeld begegnet. Nur für ihre Kinder kämpft  sie wie eine Löwenmutter. Der schnörkellose, lebendige und offene Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Detaillierte und farbige Beschreibungen lassen sofort Bilder in meinem Kopf entstehen. Es ist kaum vorstellbar, dass noch bis vor einigen Jahren – vielleicht sogar heute noch – in einigenRegionen in unserer Umgebung das Leben der Frau durch ihren Mann bzw. ihre Herkunft bestimmt war. Einestarke Frau, deren Leben geprägt ist von harter Arbeit, den falschenMännern und der Liebe zu ihren Kindern; die versucht, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Spannende und fesselnde Unterhaltung.

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  • Die vergebliche Suche nach Glück

    Durch alle Zeiten

    Xanaka

    28. November 2017 um 20:04

    Die Zeiten sind hart in den 60er Jahren. Besonders für Elisabeth. Sie lebt in den österreichischen Alpen und bewirtschaftet einen Hof. Glücklich mit ihrem Leben ist sie nicht. Wie und warum sie ihr hartes Leben so leben muss erfährt der Leser in Rückblenden. Elisabeth wollte als junge Frau alles richtig machen. Sie ist auf der Suche nach Glück und der wahren, großen Liebe. Doch in der damaligen Zeit ist es alles noch viel schwieriger. Als sie sich verliebt, ist ihr schnell klar, dieser Mann ist einer anderen versprochen und wird sich auch nicht zu ihr bekennen. Rastlos zieht sie weiter, verliebt sich erneut und auch dieses Mal kann sich der Mann nicht zu ihr bekennen. Jedoch ist diese Liebe nicht ohne Folgen geblieben. Sie ist schwanger und braucht dringend einen Mann und Vater für dieses Kind. Es fällt ihr nicht schwer einen geeigneten Kandidaten zu finden, auch wenn sie diesen Mann nicht liebt.Es gelingt der Autorin durch den Wechsel der Zeitebenen ein Gefühl für das Leben in der damaligen Zeit zu wecken und dabei auch noch die Lebensgeschichte von Elisabeth zu erzählen. Als Leser habe ich mich oft gefragt, ist sie mir sympathisch diese Elisabeth? Wenn es um die Liebe geht, agiert sie ohne Überlegung und sehr selbstsüchtig. Ohne Rücksicht auf andere und auch ohne Nachzudenken über mögliche Konsequenzen gibt sie sich dem augenblicklichen Gefühlen hin. Das sie dabei immer wieder enttäuscht wird ist schon fast zu ahnen. Jedoch die Liebe zu ihren Kindern ist ihr trotz allem das Wichtigste. Letztendlich fand ich dieses Buch trotzdem ausgesprochen lesenswert und interessant. Es zeigt mehr als anschaulich, wie beschwerlich das Leben in den Bergen zu dieser Zeit war. Ich hätte nicht tauschen mögen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und verdiente vier Lesesterne.

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  • ein Buch, das berührt

    Durch alle Zeiten

    Klassikfan

    21. November 2017 um 11:01

    " Durch alle Zeiten " , hier ist der Titel Programm. Ein Buch , das einen von der ersten Seite an packt, einen weinen und lachen lässt und das Leben einer Frau offen legt , deren Lieben die Liebe und das Arbeiten war und die immer versucht hat, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Elisabeth wächst im letzten Jahrhundert in den österreichischen Bergen in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Leben besteht zum großen Teil aus Arbeit, vor allem , als ihre Mutter stirbt.Doch sie will mehr vom Leben und versucht immer das Beste daraus zu machen, doch sie trifft immer auf die falschen Männer. Dieses Buch, was lange auf meinen SUB lag, hat mich von der ersten Seite an in seinen Sog gezogen. Elisabeth, die Protagonistin hat mich von Anfang an fasziniert, wie sie ihr kärgliches Leben gemeistert hat, in dem die alten Strukturen vorherrschten, der Mann hat das Sagen, die Frauen das Nachsehen und die Arbeit. Trotzdem versucht sie das Beste aus allem zu machen, sich der Liebe zu verschreiben hindert sie allerdings immer daran ihrem Schicksal zu entkommen, denn die Männer sind ihr Schicksal und nicht immer das  beste. Doch Elisabeth ist stark und meistert ihr Leben mit all der vielen Arbeit, gibt sich mit dem zufrieden was sie hat und das ist nicht viel. Drei Kinder , von drei Männern setzt sie in die Welt , die ihr Freude und Kummer bereiten. Ein Leben, prall gefüllt , mehr kann ein Mensch nicht ertragen.Unterhaltsam, aber vor allem berührend wird diese Geschichte erzählt, die, was die Arbeit und die Stellung der Frau angeht, sicherlich kein Einzelfall ist.Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten. 

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  • Auf der Suche nach Glück

    Durch alle Zeiten

    Svanvithe

    29. October 2017 um 14:28

     „Durch alle Zeiten“ ist Helga Hammers erster Roman. Für ihr Debüt hat sie sich viel Zeit gelassen, denn mit 77 Jahren ist sie keine jugendliche Autorin. Genau wie ihre Protagonistin Elisabeth wurde sie 1940 geboren. Doch ihr Leben unterscheidet sich von dem ihrer Heldin.Elisabeth kommt aus einem österreichischen Alpendorf. Nach einer Kindheit in Armut, gelingt es der hübschen Elisabeth, ihr Elternhaus zu verlassen und zur Haushaltsschule zu gehen. Mit 17 verliebt sie sich in Niklas, der aus gutem Haus stammt und ihr ein besseres Leben bieten könnte. Indes bleibt sie nur ein Abenteuer für ihn. (Jahre später werden die beiden sich wiedersehen und dann nicht mehr voneinander loskommen.)Nach dem Desaster mit Niklas packt Elisabeth der Ehrgeiz, dem Leben nun alles abzuverlangen, was es ihr bietet. Sie geht als Kindermädchen nach London, beginnt ein Verhältnis mit Ariel, ihrem Arbeitgeber, und ist schwanger, als sie nach dem Tod ihrer Mutter nach Österreich zurückkehrt.Die Umstände zwingen sie, die nicht als uneheliche Mutter gebrandmarkt werden will, sich auf die Suche nach einem Vater für das ungeborene Kind zu begeben. Martin, ein Nachtwächter in der Lodenfabrik ihrer Tante, glaubt, mit Elisabeth nun endlich eine liebende Frau gefunden zu haben, hingegen ist er nur Mittel zum Zweck. Und die Idylle, die sie sich beide ersehnen, stellt sich nicht ein. Das Dasein bleibt hart und armselig...Nach einigen Jahren verliebt Elisabeth sich in Richard, ihren Cousin, und wieder wird sie schwanger. Es folgt erneut eine Trennung, nachdem Martin erschütternd erfahren muss, dass er weder der Vater von Franz noch der des zweiten Kindes ist. Als Geschiedene mit nunmehr zwei Kindern bleibt Elisabeth nur ein Ausweg: Sie heiratet den vermögenden Bauern Josef. Erst nach der Hochzeit offenbart sich Josefs wahrer Charakter – er ist ein Säufer und schlägt seine Frau.Ist das das Glück, das Elisabeth sich erträumt hat?Helga Hammer erzählt in zwei sich abwechselnden zeitlichen Handlungssträngen. Der erste setzt mit der Geburt des dritten Kindes ein und wird bis zur Gegenwart fortgeführt, während der andere die Kindheit und folgenden Jahre beleuchtet.In dichter, klarer und unsentimentaler Sprache, die fast ein wenig antiquiert anmutet, schildert die Autorin ein Leben auf dem Land, das aus heutiger Sicht so fremd erscheint, dass die Situation, in der sich Elisabeth befindet, gerade für junge Menschen nicht oder schwer verständlich ist. Eine Frau mit wechselnden Partnern passt nicht in das Bild, zumindest nicht in dem damaligen Zeitrahmen. In der modernen Welt gehören sich auflösende Beziehungen fast schon zum guten Ton und bleiben mehr oder weniger unbeachtet. Allerdings nicht in den Fünfigerjahren. Dabei basieren Elisabeths Erlebnisse auf der Biografie einer Freundin, sind aber in weiten Teilen fiktiv.Elisabeths Geschichte berührt durchaus, obwohl die junge Frau nicht unbedingt immer mit Sympathie punktet. Sie ist in eine Welt hineingeboren, die von harter Arbeit und gesellschaftlichen Zwängen geprägt ist, und muss sich in diesem Umfeld durchsetzen, um dem Leben etwas Glück abzutrotzen. In wenigen seltenen Momenten ist dies von Erfolg gekrönt. Und obwohl Elisabeth für vieles selbst Ursachen gesetzt hat, verlernt sie „Durch alle Zeiten“ nicht das Träumen und die Hoffnung, eines Tages wahrhaft glücklich zu sein. Das imponiert, wenngleich ihre manchmal doch auch rücksichtslose Art erschüttert. Elisabeth lebt mit ungezügelter Leidenschaft und unverhältnismäßig: drei Kinder von drei verschiedenen Männern, die auch charakterlich sehr unterschiedlich sind.Insgesamt geht Helga Hammer sehr respektvoll mit ihrer Protagonistin um, sie nimmt sie so, wie sie ist, ohne etwas zu beschönigen oder zu verschleiern. Sie macht deutlich, dass das Leben kein Wunschkonzert ist und dass es für einen ungetrübten und wertfreien Blick einer gewissen Lebenserfahrung bedarf.

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  • Entführung in die Bergwelt

    Durch alle Zeiten

    Privee2801

    25. October 2017 um 10:36

    "Elisabeth ist eine einfache Frau aus den österreichischen Alpen. Mit siebzehn Jahren verliebt das Mädchen mit dem Madonnengesicht sich in einen jungen Mann aus angesehener Familie. Diese Liebe darf nicht sein und lässt doch beide ihr Leben lang nicht mehr los. Klar und tiefbewegend schildert Helga Hammer eine archaische Bergwelt, geprägt von harter Arbeit und gesellschaftlichen Zwängen, von den 50er Jahren bis in die Gegenwart." So viel zur Kurzbeschreibung des Buches. Es gibt zwei Erzählstränge im Buch. Den ersten Erzählstrang findet man in den ungerade bezifferten Kapiteln. Er spielt in der Buchgegenwart und beginnt Anfang der 70er Jahre. Der zweite Erzählstrang verläuft in den gerade bezifferten Buchkapiteln und erzählt aus Elisabeths Kindheit und Jugend. Elisabeth ist die Hauptprotagonistin des Buches. Sie ist Bergbauerin und lebt an der Seite eines für den Leser sehr unsympathischen, gewalttätigen Mannes. Doch damit kann man Elisabeth nicht in die Schublade bemitleidenswerte Frau stecken. Der Autorin Helga Hammer ist eine facettenreiche Figur mit Elisabeth gelungen mit der man durch die Geschichte hindurch nicht nur sympathisiert. Die Sprache des Buches ist klar und einfach und doch emotional mitreißend. Man kann sich gut die Umgebung in der das Buch spielt vorstellen und meint die Figuren nach kennenzulernen. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen und kann es für die kommenden, regnerischen Herbsttage gut empfehlen.

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  • Hatte einfach mehr erwartet

    Durch alle Zeiten

    Isaopera

    23. October 2017 um 17:45

    "Durch alle Zeiten" hat mich mit einer sehr starken Leseprobe spontan überzeugt. Man erhält Einblick in ein hartes und entbehrungsreiches Frauenleben und fragt sich, was dieser Frau alles widerfahren ist. Wie ist sie in diese Lebenssituation geraten? Wie konnte aus der hoffnungsvollen jungen Frau mit guter Berufsausbildung eine abgezehrte Frau werden, die in einer lieblosen Ehe gefangen ist? Die Lebensgeschichte der Protagonistin, Elisabeth, beruht teilweise auf wahren Begebenheiten, ist aber auch zu vielen Teilen fiktiv. Für mich ist die Identifikation der Autorin mit dieser Geschichte durchaus deutlich geworden, u.a. durch das interessante Nachwort. Genauere Informationen zu den realen und fiktiven Elementen fehlen jedoch, was ich als Leserin immer sehr schätze.Mein Problem mit diesem Buch war wohl die hohe Erwartung, die ich nach der Leseprobe an das Buch gestellt habe. Was man dort noch nicht erfährt, ist, dass die zeitliche Ebene der Geschichte in jedem einzelnen Kapitel wechselt. Das fand ich persönlich auf Dauer zu häufig und recht anstrengend zu lesen. Die Protagonistin war für mich keine Identifikationsfigur, was ja auch nicht immer der Fall sein muss, aber hier fehlte mir auch der emotionale Zugang zu ihr. Natürlich ist das, was ihr widerfährt, oft hart, aber ihr eigenes Handeln und ihre Gedankenwelt sind für mich oft nicht nachvollziehbar und für mich hätten andere Figuren, wie z.B. Martin, deutlich stärker herausgearbeitet werden können. Eigentlich konnte ich dessen emotionale Welt deutlich besser nachvollziehen und ich finde es schade, dass man z.B. über sein Leben nach der Trennung von Elisabeth so wenig erfährt.Gegen Ende wurden mir die verschiedenen Wendungen etwas zu viel. Wenn diese vielen Personen und Handlungsstränge auf wahren Begebenheiten beruhen, ist es natürlich völlig richtig, die Komplexität der Sache darzustellen, aber dafür hätte ich mir dann mehr Ruhe und mehr Seiten gewünscht.Für mich leider insgesamt nicht richtig rund, nicht packend, nicht emotional genug. Schade! Ich merke, dass mich das wirklich enttäuscht hat, daher bleibt nach dem Lesen eine Enttäuschung zurück.

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  • Ein kleines Denkmal für eine Freundin

    Durch alle Zeiten

    himbeerbel

    20. October 2017 um 10:16

    Helga Hammer erzählt in „Durch alle Zeiten“ die zum Teil aus Erinnerungen bestehende und zum Teil fiktive Geschichte von Elisabeth, einer einfachen Frau aus den österreichischen Alpen. Auf einer Hochzeit verliebt sie sich als siebzehnjährige in Niklas, einen jungen Mann aus einer angesehenen Familie. Ihre Liebe leben sie heimlich, denn Niklas ist bereits mit einer anderen, standesgemäßeren Frau verlobt. Enttäuscht verlässt Elisabeth ihre Heimat und geht als Kindermädchen nach England. Als ihre Mutter stirbt, kehrt sie zurück und merkt, dass sie ein Kind erwartet. Sie heiratet Martin, der nicht ahnt, dass seine schöne junge Frau nicht von ihm schwanger ist.Elisabeths einfaches wie hartes Leben ist geprägt von verlogener Moral – und der Sehnsucht nach der alles erfüllenden Liebe. Eine archaische Bergwelt, geprägt von harter Arbeit und gesellschaftlichen Zwängen. „Eine Frau, die sich ihren Weg nicht aussuchen kann und am Ende doch ihr Glück findet“, verrät bereits der Klappentext.Und im ‚Erinnerungen‘ genannten Epilog erzählt die Autorin:„Wenn ich an den späten Nachmittagen zu ihr den Berg hinunter ging, wir uns an den Kachelofen setzten, ein Glas Rotwein tranken, drehten sich unsere Gespräche meist ums Familienleben, die Aufzucht unserer Kinder, das Auf und Nieder mit den Männern, der Kampf um die Liebe und Gefühle, die Tragödien und Verletzungen; wir lachten viel, doch Tränen gab es auch.“ (S. 269)Genau dieses Gefühl hatte ich beim Lesen dieses Buches auch. Ich nahm in meinem Lesesessel platz und ließ mir von der Autorin ganz gemütlich die Geschichte ihrer besten Freundin erzählen. Die kurzen Kapitel lassen sich leicht weglesen und wechseln zwischen der jungen und älteren Elisabeth hin und her, bis alles aufgelöst ist und die Handlung in der Gegenwart endet. Irgendwie nett und ich mochte, wenn auch manchmal stirnrunzelnd, das Buch zuende lesen.Die Autorin wertet nicht, interpretiert nicht, schmückt nicht aus und so bleibt die Sprache meist relativ einfach, ergreifende Szenen bleiben eher oberflächlich, die Charaktere kommen einem nicht wirklich nah und bleiben blass. Helga Hammer erzählt die Geschichte ihrer „genialen Freundin“, wie sie sie selbst bezeichnet so vorsichtig mit angezogener Handbremse, dass man sich als Leser fragt, ob man Elisabeths Fehlverhalten tatsächlich nicht gut finden darf und man entgegen des Klappentextes doch der Meinung sein kann, dass auch zu damaligen Zeiten Frauen sich bereits bessere Wege gesucht haben, als die von der Protagonistin gewählten.Alles in allem hat die heute fast achtzigjährige Elisabeth ein hartes und bewegtes Leben geführt und es ist ihr zu gönnen, dass sie noch viele glückliche Jahre im restaurierten originalen Brandstätterhof verleben darf. Auch wünsche ich ihr, dass ihr die Lektüre dieses Buches Freude bereitet hat. Meine Erwartungen hat es – besonders nach der sehr eindringlichen Leseprobe – leider nicht erfüllen können, weil ich eigentlich mehr als ein nettes Buch für zwischendurch erwartet hatte.

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  • Im Kaltgebirge auf Bärenjagd

    Durch alle Zeiten

    jamal_tuschick

    19. October 2017 um 11:39

    Elisabeth wird als Tochter eines Bergbauern und Holzfällers im ersten Kriegsjahr geboren. Es gibt eine ältere Schwester, die übrigen Geschwister entstehen bis Fünfundvierzig in den Ferien des Vaters von der Front. Vier Jahre nach der großdeutschen Niederlage kehrt ein in russischer Kriegsgefangenschaft erloschener Mann heim zu einer verbrauchten Frau und „fünf halbverhungerten Kindern“. Der Verstummte spannt sich in ein Tagwerk, bis ihn eine Fichte fällt.Manche Leute, von denen Helga Hammer erzählt, leben mit ihrem Vieh zusammen, das sie im Winter wärmt. Die Autorin beschreibt Existenzen jenseits der Komfortzonen in einer Bilderbuchlandschaft, die Einheimische anders wahrnehmen als Touristen. Die fundamentalistisch patriarchalischen Bergkameraden verkarsten in unerbittlichem Materialismus vor malerischen Ansichten.Hammer lokalisiert die Schauplätze des Romangeschehens in der Steiermark. Der Gerichtsbezirk Schladming bietet sich Elisabeth zuerst als ein Raum voller Hoffnungen an. Sie besucht die Haushaltsschule in Öblarn. Mit einer Freundin eröffnet sie eine Schneiderstube. Sie verliebt sich in den vornehmen Niklas Steinrisser, der in Salzburg Veterinärmedizin studiert. Das Glück zerreißt ihr schier die Brust, bis sie Niklas einmal unangemeldet in seiner Studentenbude aufsucht. Doch lernen sich die beiden noch einmal anders kennen.Elisabeth bestimmt ein starker Eigensinn, der sie heraushebt, isoliert und zugleich harten Belastungen aussetzt. In der Larve eines Kindermädchens wird sie zum ersten Mal schwanger. Elisabeth erklärt einen invaliden Nachtwächter zum Vater. Sie macht ihn auch zu ihrem Ehemann.Hammer stellt die List ohne Verzierung und Psychologie dar. Sie verzichtet grundsätzlich auf Erklärungen und Entschuldigungen und beweist sich auch insofern als (ohne Vorlauf) versierte Erzählerin. Der Haupterzählstrang verfestigt sich in Ereignissen auf einem Passionsweg. Elisabeth heiratet in zweiter Ehe den grobschlächtigen, vor Gemeinheit triefenden Josef Brandstätter. Der Mann vergeht sich an einer Magd, bis sie Selbstmord begeht. Elisabeth schneidet sie vom Seil. Ihr Mitgefühl ist eine verkümmerte Konvention. Die ganze Person wirkt schroff wie ein Gipfel im Sturm.Ich finde die Darstellung überzeugend. Elisabeth fehlen Reserven aus dem Fett der Trägheit. Jeder Tag erschöpft sie bis zur Ohnmacht. Trotzdem bewahrt sie sich wunderbar in ihrer Liebe zu ihren Kindern und den Tieren auf dem zum Hotel avancierten Brandstätter Hof. Ihr Mann hält auch einen in der Gegend von Velike Lašče (Slowenien) gefangenen Bären als Touristenattraktion. Die Schilderung einer erwerbsmäßigen Freiheitsberaubung unter Alkoholeinfluss so wie der Verschleppung des Opfers nach Österreich ist ein Kleinod.Für Elisabeth bedeutet jede Liebe Betrug. Sie heiratet Männer aus einem Kalkül, das die Folgen ihres Leichtsinns in geregelte Bahnen lenken soll. Doch die Versuchung hat kein Ende. Schließlich nimmt das Schicksal von Elisabeth die Bürde des ungeliebten Mannes.

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  • Zwischen Konvention und Selbstbestimmung

    Durch alle Zeiten

    ulrikerabe

    15. October 2017 um 18:33

    Elisabeth kommt aus bescheidenen Verhältnissen. Geboren während des Zweiten Weltkrieges wächst sie im steirischen Ennstal auf. Ihre Ausbildung muss sie sich erkämpfen. Sie verliebt sich als 17-jährige in Niklas, einen jungen Mann aus angesehener Familie, doch diese Liebe scheint keine Zukunft zu haben. Sie verdingt sich in England als Kindermädchen, kehrt schwanger nach Österreich zurück, auf der Suche nach einem Job und einem Vater für ihr ungeborenes Kind. schließt eine Vernunftehe mit Martin, der sie vergöttert. Immer wieder gerät Elisabeth an den falschen Mann, verwechselt Begehren mit Liebe. Auch ihre zweite Ehe, mittlerweile hat sie drei Kinder von drei Vätern, ist unglücklich. Wenn da nicht noch immer Niklas immer wieder in ihrem Leben auftaucht.„Durch alle Zeiten“ beschreibt das Schicksal einer für die Zeit, und für die Gegend, ungewöhnlichen und starken Frau. Es ist ein untypischer Heimatroman, ohne Kitsch und Dirndlromantik. Anfänglich bekommt man bei den Schilderungen des häuslichen Ausgeliefertsein und der Abhängigkeit zwar fast Mitleid mit Elisabeth. Allen Widrigkeiten zum Trotz landet sie jedoch immer wieder auf den Füßen, teils mit Glück, teils mit Kalkül. Ihr Weg ist nicht immer geradlinig, eigentlich schert sie sich nicht um Konventionen, lebt ihre Sexualität aus. So sucht sie auch rücksichtslos immer wieder ihren eigenen Vorteil, will ihrem ersten Mann ohne Zögern zwei Kuckuckskinder ins Nest legen oder lässt ihre Kinder allein zurück, wenn sie ein Stelldichein mit ihrem Geliebten hat. Hin und hergerissen zwischen Konvention, bigotter Moral und der Emanzipation und Selbstbestimmung lässt uns die Autorin teilhaben an Elisabeths Leben. Kaum vorstellbar, dass diese Zeiten noch gar nicht so lange vorbei sind.

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  • Bewegend...

    Durch alle Zeiten

    kaha38

    15. October 2017 um 17:45

    Bücher und die darin enthaltenen Geschichten sind etwas wunderbares. Im Besten Fall ist es eine Geschichte, die einen fesselt. Ob spannend oder unvorhersehbar, gruselig, aufregend oder leise dahin plätschernd - wie die Lebensgeschichte von Elisabeth. Eine Frau, die man vielleicht nicht immer mag, die oft so handelt, wie man selbst nicht handeln würde, die nicht immer aufrichtig und ehrlich ist aber trotzdem immer authentisch bleibt. Eine Frau, die oft unvernünftig handelt, auf ihr Herz hört und andere damit verletzt, niemals Entschuldigungen für ihr Handeln sucht und trotzdem aus Normen und Pflichten nicht ausbricht, wie es sich für Frauen in den 60er Jahren gehört. Elisabeths Geschichte ist leise, trotzdem habe ich sie gerne gelesen und konnte das Buch nur schwer aus den Händen legen.

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  • Bewegend...

    Durch alle Zeiten

    kaha38

    15. October 2017 um 17:45

    Bücher und die darin enthaltenen Geschichten sind etwas wunderbares. Im Besten Fall ist es eine Geschichte, die einen fesselt. Ob spannend oder unvorhersehbar, gruselig, aufregend oder leise dahin plätschernd - wie die Lebensgeschichte von Elisabeth. Eine Frau, die man vielleicht nicht immer mag, die oft so handelt, wie man selbst nicht handeln würde, die nicht immer aufrichtig und ehrlich ist aber trotzdem immer authentisch bleibt. Eine Frau, die oft unvernünftig handelt, auf ihr Herz hört und andere damit verletzt, niemals Entschuldigungen für ihr Handeln sucht und trotzdem aus Normen und Pflichten nicht ausbricht, wie es sich für Frauen in den 60er Jahren gehört. Elisabeths Geschichte ist leise, trotzdem habe ich sie gerne gelesen und konnte das Buch nur schwer aus den Händen legen.

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  • Durch alle Zeiten

    Durch alle Zeiten

    twentytwo

    15. October 2017 um 12:41

    Von ihrer ersten großen Liebe maßlos enttäuscht flieht Elisabeth nach England. Erst als ihre Mutter stirbt, beschließt sie in die Heimat zurückzukehren. Doch die Rückkehr ist alles andere als einfach. Elisabeth ist schwanger und mittellos. In ihrer Not nimmt sie eine Stelle als Näherin in einer Lodenwalkerei an. Dort begegnet sie Martin, der sich in die junge Frau verliebt. Die beiden heiraten und nach der Geburt des Kindes scheint ihr Glück perfekt. Aber die Ehe hält nicht und Elisabeth, die mittlerweile ihr zweites Kind bekommen hat, steht plötzlich wieder allein da. In ihrer Not und um der Kinder willen, heiratet sie erneut ohne zu ahnen welche Wende ihr Leben damit nehmen wird. Ihre Situation wird von Tag zu Tag unerträglicher und im Bemühen ums Überleben, wird ihr Leben immer mehr zu einem gefährlichen Seiltanz.FazitEine auf realen Begebenheiten beruhende Geschichte, mit einer, durch ihr rücksichtsloses und egoistisches Verhalten zunehmend unsympathisch werdenden Protagonistin.

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