Helga Königsdorf Im Schatten des Regenbogens

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Inhaltsangabe zu „Im Schatten des Regenbogens“ von Helga Königsdorf

Mit Witz und Ironie erzählt Helga Königsdorf von Menschen, die drei Jahre nach der Wende in einem Ostberliner Mietshaus eine Wohngemeinschaft bilden. Da ist "der Alte", früher Direktor eines Zahlographischen Instituts, Ruth, seine einstige Sekretärin, Alice, ein ehemaliges Wunderkind, und weitere mehr oder weniger skurrile Personen. Jede muß auf ihre Weise mit der deutschen Vereinigung fertigwerden.

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  • Rezension zu "Im Schatten des Regenbogens" von Helga Königsdorf

    Im Schatten des Regenbogens
    anushka

    anushka

    10. June 2012 um 21:06

    Ein wichtiges Thema, aber ein anstrengendes Buch Ruth Makuleit hat eine skurrile WG gegründet. Kurz nach der Wende wohnen fünf Leidensgefährten in einer Berliner Wohnung ohne Mietvertrag. Der "Alte" war Leiter des Zahlographischen Instituts und Ruth Makuleit seine Sekretärin. Die Alice - ehemals ein Wunderkind - war wissenschaftliche Mitarbeiterin an diesem Institut. Außerdem gehört noch die alte Frau Franz zu dieser Gemeinschaft, deren Vergangenheit keiner so genau kennt und die keinen Kontakt mehr zu ihren Kindern hat. Und das Durchgangszimmer wird von wechselnden, nicht weniger denkwürdigen Charakteren bewohnt. Sie alle müssen sich an die veränderten Bedingungen, die sich durch die Wende ergeben haben, arrangieren. Wie ihnen dies gelingt und wie sie in ihren ehemaligen Funktionen von "den Anderen" abgewickelt werden, schildert Helga Königsdorf in diesem Buch. Dass die Autorin den Fokus auf den Wissenschaftsbetrieb legt, dürfte anhand ihrer eigenen Geschichte und ihres Hintergrunds als Akademikerin wenig verwundern. Allerdings wirkte dies sehr einseitig. Insgesamt war die Darstellung - trotz des Klappentextes "Es ist Zeit, die Vorurteile durch Urteile zu ersetzen. Dazu müssen die anderen Gesichter bekommen." - sehr einseitig und die anderen (also in diesem Fall die Westdeutschen) blieben alle sehr blass, oberflächlich und austauschbar. Die Ostdeutschen waren hier ganz klar und ausnahmslos die gelähmten, hilflosen Opfer und die Westdeutschen die mitleidlosen Täter, für die auch die Wissenschaft irgendwie ideologisch ist. Beides hat mich beim Lesen sehr gestört, besonders, dass sich die Charaktere so hilflos in ihr Schicksal ergeben haben. Aber auch die geschilderte Naivität, als sie zum ersten Mal Prostituierte und Punks sehen, ließ mich etwas an der Zurechnungsfähigkeit von ansonsten als ziemlich intelligent geschilderten Menschen zweifeln. Umständlich fand ich zudem den Schreibstil der Autorin, bei dem "Sagte sie." für abgeschlossene Sätze reicht und der sich wiederholt der Alliteration "Fragte Frau Franz." bediente. Thematisch fand ich dieses Buch ansonsten einen wichtigen Beitrag, da es zahlreiche Ansätze für Diskussionen liefert. Zumindest beim ehemaligen Institutsleiter und seiner ehemaligen Angestellten Alice spielen parteipolitische Machenschaften eine Rolle. Als Gesamtpaket hat es mich aber nicht überzeugen können. Ich kenne mich im Genre des Wenderomans nicht wirklich aus, bin aber überzeugt, dass es zu diesem Thema bessere Bücher als das hier vorliegende gibt. Der einzige Vorteil von "Im Schatten des Regenbogens" liegt wahrscheinlich in der relativ zeitnahen Entstehungszeit zum behandelten Ereignis des Mauerfalls (da dieser Roman bereits 1993 erschien).

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