Helga Schneider Laß mich gehen

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(2)
(4)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Laß mich gehen“ von Helga Schneider

Berlin 1941: Die kleine Helga ist gerade mal vier Jahre alt, als die Mutter die Koffer packt, zur Tür hinausgeht und nie wiederkommt. Im Weggehen beugt sie sich noch einmal zu Helga hinab und schärft ihr ein, ja nicht zu weinen, um das Brüderchen Peter nicht zu wecken. Seitdem klafft eine tiefe Wunde in Helgas Seele. Nie wird sie den Moment vergessen, als ihre Mutter sie verlassen hat, nie verstehen, warum sie es tat. Und dann, Jahrzehnte später, erfährt sie die Wahrheit - und die läßt ihr das Blut in den Adern gefrieren: Ihre Mutter verließ Mann und Kinder, um in den Konzentrationslagern von Ravensbrück und Auschwitz-Birkenau als Aufseherin zu arbeiten. Entsetzt schwört sich Helga Schneider, ihre Mutter zu hassen, zu vergessen, aus ihrem Herzen zu bannen. Aber dann kommt ein Anruf aus Wien: Traudi Schneider lebt, alt und vereinsamt, in einem Seniorenheim. Helga kann nicht anders - sie muß sie sehen, sie sprechen, ein letztes Mal . . . Die ergreifende Geschichte einer Tochterliebe, das literarische Zeugnis einer vom Fanatismus geblendeten Zeit.§

schwere Kost!

— Bambelino
Bambelino

Stöbern in Romane

Und jetzt auch noch Liebe

Es geht im Leben um viel mehr als den richtigen Zeitpunkt, den gibt es nämlich nur selten. Es ist wichtig, was man daraus macht!

unfabulous

Kukolka

Keine Kindheit in der Ukraine. Stattdessen: vergessen, verraten, verkauft. Ein hübsches Puppengesicht ist kein Garant für eine gute Zukunft.

Buchstabenliebhaberin

Ein Haus voller Träume

Ein stimmungsvoller Familienroman mit liebevoll ausgearbeiteten Charakteren.

Jashrin

Frühling in Paris

Zähe Geschichte. Aber ganz nett für zwischendurch..

Julchen77

Was man von hier aus sehen kann

Wundervolle Geschichte(n)! ♥️

PaulaAbigail

Der Frauenchor von Chilbury

Eine Hommage an die Kraft der Musik und das Singen in harten Zeiten des 2. Weltkriegs - chapeau den Frauen des Chors und J. Ryan ! 5* +

SigiLovesBooks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Lass mich gehen

    Laß mich gehen
    Bambelino

    Bambelino

    19. June 2014 um 08:56

    Berlin 1941: Die kleine Helga ist gerade mal vier Jahre alt, als die Mutter die Koffer packt, zur Tür hinausgeht und nie wiederkommt. Im Weggehen beugt sie sich noch einmal zu Helga hinab und schärft ihr ein, ja nicht zu weinen, um das Brüderchen Peter nicht zu wecken. Seitdem klafft eine tiefe Wunde in Helgas Seele. Nie wird sie den Moment vergessen, als ihre Mutter sie verlassen hat, nie verstehen, warum sie es tat. Und dann, Jahrzehnte später, erfährt sie die Wahrheit - und die läßt ihr das Blut in den Adern gefrieren: Ihre Mutter verließ Mann und Kinder, um in den Konzentrationslagern von Ravensbrück und Auschwitz-Birkenau als Aufseherin zu arbeiten. Entsetzt schwört sich Helga Schneider, ihre Mutter zu hassen, zu vergessen, aus ihrem Herzen zu bannen. Aber dann kommt ein Anruf aus Wien: Traudi Schneider lebt, alt und vereinsamt, in einem Seniorenheim. Helga kann nicht anders - sie muß sie sehen, sie sprechen, ein letztes Mal . . . Die ergreifende Geschichte einer Tochterliebe, das literarische Zeugnis einer vom Fanatismus geblendeten Zeit. Es war und ist für mich schwer vorstellbar, das die "ewig Gestrigen" der Nazizeit immer noch an ihren furchtbaren Meinungen und Vorstellungen kleben. Aber es sprengt meine Vorstellungskraft, würde dies die eigene Mutter tun. Ist soviel Ungeheuerlichkeit verarbeitbar? Das Buch ist sehr schwere Kost, weil es gut geschrieben ist und authentisch erscheint. Am Ende bleibt der Wunsch, das die Autorin mit ihrer Vergangenheit Frieden schließen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Laß mich gehen" von Helga Schneider

    Laß mich gehen
    Cassy296

    Cassy296

    31. December 2011 um 15:34

    Berlin 1941: Die kleine Helga ist gerade mal vier Jahre alt, als die Mutter die Koffer packt, zur Tür hinausgeht und nie wiederkommt. Im Weggehen beugt sie sich noch einmal zu Helga hinab und schärft ihr ein, ja nicht zu weinen, um das Brüderchen Peter nicht zu wecken. Seitdem klafft eine tiefe Wunde in Helgas Seele. Nie wird sie den Moment vergessen, als ihre Mutter sie verlassen hat, nie verstehen, warum sie es tat. Und dann, Jahrzehnte später, erfährt sie die Wahrheit - und die läßt ihr das Blut in den Adern gefrieren: Ihre Mutter verließ Mann und Kinder, um in den Konzentrationslagern von Ravensbrück und Auschwitz-Birkenau als Aufseherin zu arbeiten. Entsetzt schwört sich Helga Schneider, ihre Mutter zu hassen, zu vergessen, aus ihrem Herzen zu bannen. Aber dann kommt ein Anruf aus Wien: Traudi Schneider lebt, alt und vereinsamt, in einem Seniorenheim. Helga kann nicht anders - sie muß sie sehen, sie sprechen, ein letztes Mal . . . Die ergreifende Geschichte einer Tochterliebe, das literarische Zeugnis einer vom Fanatismus geblendeten Zeit. Es war und ist für mich schwer vorstellbar, das die "ewig Gestrigen" der Nazizeit immer noch an ihren furchtbaren Meinungen und Vorstellungen kleben. Aber es sprengt meine Vorstellungskraft, würde dies die eigene Mutter tun. Ist soviel Ungeheuerlichkeit verarbeitbar? Das Buch ist sehr schwere Kost, weil es gut geschrieben ist und authentisch erscheint. Am Ende bleibt der Wunsch, das die Autorin mit ihrer Vergangenheit Frieden schließen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Laß mich gehen" von Helga Schneider

    Laß mich gehen
    momo15

    momo15

    28. July 2011 um 14:04

    Eindrucksvoll wird hier eine Mutter beschrieben, die ihre Familie im Stich lässt um KZ-Aufseherin zu werden. Wenn man sich mit dem Thema schon befasst hat, stellt man fest, dass dieses Buch einem die Möglichkeit gibt, die Situation mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Aber man muss darauf gefasst sein, dass es nicht harmlos ist.

  • Rezension zu "Laß mich gehen" von Helga Schneider

    Laß mich gehen
    nic

    nic

    09. January 2010 um 19:36

    Auf Seite 13 befindet sich ein Auszug aus der eidesstattlichen Erklärung von Rudolf Höß, Mitglied der Waffen SS und vom 1. Mai 1940 bis zum 1. Dezember 1943 Kommandant des KZ Auschwitz. Beim Lesen dieses Berichtes ist mir fast die Luft weggeblieben. Er beschreibt die Massenvernichtungen duch Vergasung, dass größere Gaskammern gebaut wurden, um die Vernichtungen "effizienter" zu gestalten. Es ist weiter zu lesen "Kinder im zarten Alter wurden unterschiedslos vernichtet, da sie auf Grund ihrer Jugend unfähig waren zu arbeiten". Ebenso erschüttert war ich, als Helga Schneiders Mutter bei einem Treffen 1971 ihrer Tochter "Judengold" überlassen wollte- für schlechte Zeiten. Ohne Reue scheint diese Frau alt geworden zu sein, immer noch stolz auf die grausigen Taten und die "Endlösung". Die Mutter, die in meinen Augen niemals eine war, will Helga dazu bringen, ihre alte Uniform anzuprobieren, was mich fassungslos und wütend gemacht hat. Nicht schlimm genug, dass diese Frau ihre Familie im Stich gelassen hat, sie muss auch noch dem Führer und der Partei dienen und blinden Gehorsam ausüben- eiskalt und ohne Mitgefühl für die Menschen, an denen diese schrecklichen Verbrechen begangen werden. Nicht ein Funke Mitleid ist in dieser Frau gewesen, weder mit Kindern noch mit Erwachsenen. Frauen werden von ihr als Judenhuren betitelt. Und da aus Judenkindern ja Judenerwachsene geworden wären, mussten auch diese getötet werden, um die Rasse zu vernichten, erklärt sie. So viel Hass hat in mir eine abgrundtiefe Abscheu gegen dieses Miststück aufkommen lassen. Nach dem Lesen habe ich bei Recherchen folgende Aussage zu diesem Buch gefunden: "Schade, durch Fehler und Ungenauigkeiten verliert der Roman etwas an Wahrhaftigkeit." (Quelle:zdf.de) Ich kann leider nicht beurteilen, welche Fehler das sind. Ich finde das Buch aber gut geschrieben und das Thema ist erschütternd und wahr genug. Was in o.g. Text dann auch wieder bestätigt wird ("Die Stärke des Romans aber - und deswegen ist er unbedingt lesenswert - liegt in seiner Emotionalität.") Mich hat Helga Schneider mit "Lass mich gehen" sehr betroffen gemacht, ich war wütend und traurig und fassungslos. Dass die Autorin immer noch die Hoffnung hatte, sie könne eine Erklärung dafür bekommen, warum ihre Mutter sie im Stich gelassen hat, ist aber doch nachvollziehbar. Ich habe die Erzählung wohl eher aus der Sicht betrachtet, an welchen schrecklichen Verbrechen sich die Mutter beteiligt hat, deshalb ist das emotionale, was die Mutter-Tochter-Beziehung angeht, wohl auf der Strecke geblieben. Mein erster Eindruck war: dieser Hexe würde ich niemals verzeihen und sie für immer aus meinem Leben verbannen, ihr das schlimmste wünschen, das man sich vorstellen kann. Dass eine Tochter sich aber dennoch auch von solch einer Mutter wenigstens irgendetwas positives wünscht, sehe ich erst einige Zeit, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe. Für alle, die sich für das Thema interessieren ist "Lass mich gehen" mE absolut zu empfehlen.

    Mehr