Helga Schubert Judasfrauen - Zehn Fallgeschichten weiblicher Denunziation im Dritten Reich

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Inhaltsangabe zu „Judasfrauen - Zehn Fallgeschichten weiblicher Denunziation im Dritten Reich“ von Helga Schubert

Dies ist Helga Schuberts bisher wichtigstes Buch. Noch in der DDR fertig gestellt, wurde es zuerst 1990 im Westen im Luchterhand-Verlag veröffentlicht und erlebte Neuauflagen im Aufbau-Verlag, in der Büchergilde Gutenberg und im dtv. Es erschien in Japan, Italien und Frankreich. Die US-amerikanische Purdue-Uni verlieh der Autorin dafür den Doctor of humane letters. Nach dem umfangreichen Studium von Gerichtsakten westdeutscher Nachkriegsgerichte erzählt die Autorin mit literarischen Mitteln die tödliche Beziehung der Verräterinnen zu ihren Opfern (dem Ehemann, dem Sohn der Freundin, dem zunächst unbekannten Mitreisenden, dem früher verehrten Bürgermeister und nun steckbrieflich gesuchten Mitverschworenen gegen Hitler, Dr. Goerdeler).Einmal schreibt sie den Monolog einer Täterin. Der Text „Die Vertrauensperson“ ist auch im Theater aufgeführt worden. Helga Schubert zeigt, wie die Diktatur diese Frauen verführt, zu Täterinnen zu werden. „Die Diktatur ist die Täterin“, betitelte die TAZ das Interview mit der Autorin, die das alles nur schreiben konnte, weil sie als ausgebildete klinische Psychologin insgesamt 23 Jahre in der Psychotherapie arbeitete.
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