Helga van Beuningen Die blinden Passagiere

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Inhaltsangabe zu „Die blinden Passagiere“ von Helga van Beuningen

Eine Schiffsreise um die halbe Welt: von Rotterdam bis Valparaíso. Ein Roman voller Abenteuer. Zwei junge Polen wollen nach Amerika und schmuggeln sich in Rotterdam auf ein altes Frachtschiff - blinde Passagiere und Stürme auf hoher See, eine Liebesgeschichte und die Reise eines jungen Mannes zu sich selbst und in die eigene Vergangenheit. Ein literarisch rundum gelungenes Buch.

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  • Rezension zu "Die blinden Passagiere" von Helga van Beuningen

    Die blinden Passagiere

    emeraldeye

    22. December 2010 um 14:00

    Fast ein kammerspielartiges Szenario, das Jan Brokken entwirft. Indem er Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf einem in die Jahre gekommenen Containerfrachter auf dem Atlantik, dem Pazifik und deren Randmeere kreuzen läßt, wirft er sie auf sich selbst zurück. Auch der Blick auf den Horzont, der so gut wie immer leer bleibt, bringt keine, noch sol heiß ersehnte, Ablenkung. Sogar die Landgänge wirken fast nebensächlich und dienen hauptsächlich für Fluchtversuche, die jedoch nicht gelingen. Alle Protagonisten bringen ihren ganz speziellen Ballast aus Vergangenheit und Geheimnissen, vor dem sie so weit weg wie möglich flüchten wollen, mit an Bord der "Maria Reygersbergen". Flucht scheint das Hauptmotiv dieser Reisegeschichte.zu sein. Flucht vor Unterdrückung, Flucht vor unbewältigter Vergangenheit, Flucht vor unglücklicher Liebe, Flucht vor Langeweile... Und doch wählen alle diese Flüchtlinge ein Schiff, auf dem es nur sie, die Ladung und rundherum den unendlichen Ozean gibt. Genau deshalb können sie irgendwann nicht mehr fliehen, sondern müssen sich sich selbst und einander stellen und dann wird klar, dass die Flucht nie wirklich gelingen konnte. Maurice Schotel, der Gemälderestaurator, schafft es, anzunehmen, was geschieht und es zu nutzen, um tatsächlich etwas für sich zu verändern. Die meisten anderen entziehen sich, jeder auf seine Weise, der Konfrontation mit sich selbst. Sei es das Gefängnis irgendwo in Südamerika, der Tod, ein neuer Liebhaber oder der Flug zurück zum Ausgangspunkt, sie enden da, wo sie begonnen haben. Maurice bleibt der Schmerz über das Verlorene in seinem Leben, aber auch die Vergebung und damit die Chance, dass seine Hände aufhören, zu zittern. Eine Geschichte, die große Sehnsucht weckt, die Sehnsucht nach Leere, Ruhe, Zeit. Etwas, das es vielleicht wirklich nur noch mitten auf den Ozeanen dieser Welt gibt. Die Protagonisten von "Die blinden Passagiere" sind irgendwann so mit dem Wogen der gewaltigen Wassermassen verbunden, das fast alle nicht einmal mehr Lust haben, in den angelaufenen Häfen an Land zu gehen. Tun sie es doch, fühlen sie sich fehl am Platze und verloren. Sie wollen nur noch zurück auf den Ozean, wo es nichts gibt als sie selbst, das Wasser, den Himmel und den Wind. Irgendwann ist aus der Flucht vor der Vergangeheit für einige eine Reise zu sich selbst geworden, aus der neue Lebensziele und Träume wachsen können. Jan Brokken ist eine spannende, tiefsinnige Mischung aus menschlichen Schicksalen, Reisebeschreibung und nautischer Wissenschaft gelungen. Ich bin gespannt auf die Verfilmung!

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