Helge Malchow

Lebenslauf von Helge Malchow

Hinter den Kulissen: Helge Malchow, geboren 1950 in Bad Freienwalde an der Oder, ist im Alter von drei Jahren mit seiner Familie aus der DDR geflüchtet und in Düsseldorf aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er in Köln Germanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie. Er legte das Staatsexamen ab und arbeitete bis 1981 als Gymnasial- und Gesamtschullehrer. Es folgte eine Promotion in Erziehungs- und Literaturwissenschaften, bevor er 1983 ein Volontariat beim Kiepenheuer & Witsch-Verlag begann. Noch im selben Jahr wurde er Lektor für die KiWi-Paperbackreihe. Er verbrachte einige Zeit als Cheflektor für den Verlag in New York, von 2002 bis 2018 war Malchow Verlagsleiter bei Kiepenheuer & Witsch, 2005 wurde er zum Verleger des Jahres gewählt.

Alle Bücher von Helge Malchow

Cover des Buches Mai, Juni, Juli (ISBN: 9783462317183)

Mai, Juni, Juli

 (8)
Erschienen am 09.03.2017
Cover des Buches Sieben Versuche zu lieben (ISBN: 9783462054378)

Sieben Versuche zu lieben

 (2)
Erschienen am 13.02.2020
Cover des Buches Der schöne Überfluss (ISBN: 9783462034615)

Der schöne Überfluss

 (0)
Erschienen am 18.02.2005
Cover des Buches Am Beispiel eines Autors (ISBN: 9783462054422)

Am Beispiel eines Autors

 (0)
Erschienen am 05.03.2020

Neue Rezensionen zu Helge Malchow

Cover des Buches Mai, Juni, Juli (ISBN: 9783462317183)K

Rezension zu "Mai, Juni, Juli" von Joachim Lottmann

Schriftsteller ohne Buch
kaellevor 7 Monaten

Dieser Roman aus dem Jahr 1987 handelt von einem Schriftsteller, der bislang kaum mehr als eine Kurzgeschichte veröffentlicht hat. Er ist auf der Suche nach DER Idee für einen Roman. Mögliche Ideen werden hier mal mehr, mal weniger ausführlich geschildert. Statt sich aber endlich mal hinzusetzen und zu schreiben, bemitleidet sich der Erzähler selbst, besucht Bekannte (wirkliche Freunde scheint er nicht zu haben) und versucht, sich auch ohne zu arbeiten finanziell über Wasser zu halten. Eine richtige Handlung ist nicht erkennbar.

Ich fand das Buch total langweilig. Mir hat sich weder dessen Gesamtsinn noch der Sinn des Endes erschlossen.

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Cover des Buches Sieben Versuche zu lieben (ISBN: 9783462054378)yellowdogs avatar

Rezension zu "Sieben Versuche zu lieben" von Maxim Biller

Sammlung von Billers Familiengeschichten
yellowdogvor einem Jahr

Maxim Billers Auftreten als fieser Literaturkritiker im Fernsehen, lässt ihn wenig sympathisch erscheinen, doch seine Kurzprosa hat Qualitäten.
Person und Werk zu trennen ist in seinem Fall auch nicht so einfach. Manche Wurzeln seiner Geschichte sind persönlich.
Es sind Geschichten, die schon erschienen waren und in diesem Band gesammelt wurden. Gemeinsam ist ihnen das Thema Familie und Beziehungen.
Obwohl die Figuren in den Geschichten immer andere sind, haben sie Gemeinsamkeiten in Konstellation und Background, den sie manchmal mit Maxim Biller selbst teilen. Dadurch wirken die Geschichten in der Summe komplex zusammenhängend, obwohl sie zu den verschiedensten Zeitpunkten entstanden sind.

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Cover des Buches Sieben Versuche zu lieben (ISBN: 9783462054378)helena33s avatar

Rezension zu "Sieben Versuche zu lieben" von Maxim Biller

Dreizehn jüdisch-russische Familiengeschichten
helena33vor 2 Jahren

Erst kürzlich las ich Billers Roman "Sechs Koffer", der 2018 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreis stand. Er gefiel mir sehr gut, so dass es sich anbot, den vorliegenden Erzählband zu lesen. Hier sind 13 Erzählungen, die allesamt schon veröffentlicht wurden, unter dem (Unter-)Titel "Familiengeschichten" zusammengefasst. Sie beschäftigen sich mit Themen, Konstellationen und Motiven, mit denen sich auch "Sechs Koffer" auseinandersetzt. Dies geschieht sehr facettenreich, so dass es nie langweilig wird, ganz im Gegenteil, aufgrund der thematischen Dichte und der wiederkehrenden Motive gerät der Gesamtblick dadurch sehr eindrucksvoll und einprägsam.

Letztendlich sind dies zwar fiktionale Geschichten, Biller verwebt hier jedoch autobiographisch gefärbte Stoffe, immer auch im Kontext ganz konkreter politischer, gesellschaftlicher oder kultureller Begebenheiten. So  nimmt er oft auch Bezug zu anderen Schriftstellern oder Journalisten, wie Kafka, Ehrenburg, Zatewa, Schulz – Gerstein uva.

Im Kern geht es oft um Familiendynamiken. Die (jüdisch- russische) Familie besteht dabei zumeist aus Vater, Mutter und Sohn, wobei der Sohn häufig der Ich-Erzähler ist. Manchmal ist noch eine Schwester mit dabei, manchmal sind die Eltern getrennt, manchmal zusammen, manchmal schon verstorben. 

Der Sohn versucht Familiengeheimnisse zu lüften, geht verschwommenen Erinnerungen oder auch Lügen auf den Grund. Auf der Suche nach der einen "alles erklärenden"  Wahrheit, nicht zuletzt auch deshalb, um sich selbst besser zu verstehen. Familienstreitigkeiten, Grenzüberschreitungen, Verrat, Kindheitserlebnisse und natürlich die Beziehungen untereinander spielen immer wieder eine Rolle. Es gibt Krisen, es gibt Brüche, Schwierigkeiten im Beruf und in der Liebe sowie Schwierigkeiten dabei, den eigenen Weg zu finden.

Dies alles wird in einem historisch- politischen Kontext und immer auch aus einer jüdischen Perspektive betrachtet. So geht es um den Holocaust, um die Judenverfolgung in Russland/ Sowjetunion, es geht um den Prager Frühling, den Einmarsch der Russen, um eine erneute Flucht nach Deutschland. Der Verlust von Heimat, die Frage nach Herkunft, die Suche nach Wurzeln, das Ringen um Sprache und Kultur werden wiederkehrend thematsiert.  

"[...D]er Wahnsinn dieses ganzen Jahrhunderts und der Wahnsinn und Unsinn meines eigenen Lebens..." korrelieren miteinander. Zudem wird deutlich, wie prägend die Erlebnisse der Vorfahren sind und so politische Schrecknisse noch Jahrzehnte später Wirkkraft haben.

Ich mag Billers Schreibstil. Er beobachtet scharf und erzählt tiefgreifend. Die Erzählungen lesen sich komisch, lustig, liebenswürdig und weniger liebenswürdig, hart und provokant, aber auch weich und gefühlvoll. Die Erzählungen wirken ganz unterschiedlich, jede an sich ist aber lesenswert. Mal mit leiser Pointe, mal mit lauter Pointe; mal sehr intensiv, mal eher ruhig. Verdichtet oder auch ausschweifend, mal eher in Andeutungen, mal sehr direkt, zwingen sie in jedem Fall zur Auseinandersetzung. Sie berühren und hallen nach.

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Zusätzliche Informationen

Helge Malchow wurde am 21. Mai 1950 in Bad Freienwalde an der Oder (Deutschland) geboren.

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