Helge Sobik Urlaubslandsleute II

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Inhaltsangabe zu „Urlaubslandsleute II“ von Helge Sobik

Der erste Band „Urlaubslandsleute - jede Menge Vorurteile für die Reise“ erschien letztes Jahr zur Reisesaison und ging in kürzester Zeit in die 2. Auflage. Außerdem laufen die „Urlaubslandsleute“-Satiren in fünf großen deutschen Zeitungen als Serie und haben inzwischen so viele Fans gefunden, dass dieser zweite Band unausweichlich war: vom Argentinier bis zum Hawaiianer, vom Nepalesen bis zum Neuseeländer, vom Iren bis zum Ungarn - wieder vorlaut, mit jeder Menge auf die Spitze getriebener Missverständnisse, augenzwinkernder Bosheiten. Auch die Eigenheiten des Belgiers oder Brasilianers, des Grönländers, Kubaners oder Monegassen werden in den kurzweiligen Satiren nicht unter den Teppich gekehrt. Und ebenso fündig wird man, wenn man „endgültige Wahrheiten“ über den Polen, den Sizilianer oder den typischen Texaner sucht. Es geht also nach wie vor nichts über gepflegte Vorurteile, besonders im Urlaub und auf Reisen, erleichtern sie das Leben doch ungemein. Reisejournalist Helge Sobik setzt nun vor dem Hintergrund seiner vielfältigen Reiseerfahrungen seine satirische Typologie mit 38 neuen „Urlaubslandsleuten“ fort.

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  • Rezension zu "Urlaubslandsleute II" von Helge Sobik

    Urlaubslandsleute II
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. October 2010 um 10:26

    Der Reisejournalist und Buchautor holt zum zweiten Streich aus. Im Vorgänger lehrte er uns, keine falsche Scham vor unserer "gesunden Voreingenommenheit" zu haben. In "Urlaubslandsleute ... jede Menge Vorurteile für die Reise" (2006) bekam jeder sein Fett weg, ob es nun der "knoblauchumwitterte Grieche, der Blechkugeln schleudernde Franzose oder der nomadisierende Holländer" war. Auch in die eigenen Reihen wurde (augenzwinkernd) geschossen. So findet der "weltweit Einheimische" die Deutschen schlicht toll, denn mit nur "minimalem Druck ist er für jede Peinlichkeit zu haben" ... ! Doch hat wirklich jeder sein Fett wegbekommen? Natürlich nicht, denn unser Urlaubsplanet ist viel zu groß, um nur in einem einzigen Büchlein abgehandelt zu werden. Auch im zweiten Band ist Helge Sobik wieder unterwegs. Und zwar kreuz und quer. U.a. werden jetzt gepflegte Vorurteile über Südsee-Insulaner, Kroaten, Kalifornier, Nepalesen, Monegassen, Maledivier, Koreaner, Grönländer und Chilenen aufgefrischt bzw. runderneuert. Neben aller liebenswürdigen Bosheit entdecken wir auch diesmal jede Menge echte Wissenslücken, denn wer hätte geahnt, von was Nepalesen träumen und weshalb ein bestimmter Geburtstags-Song in Nepal nicht besonders beliebt ist. "Hoch soll er leben" ist im Prinzip zwar gut gemeint, jedoch möchte dies der Nepalese nicht verstehen - schon gar nicht im wörtlichen Sinne. Er will gar nicht immer "hoch leben", sondern lieber runter. Er könnte dann nämlich "endlich mal Propellermaschinen von unten sehen statt immer nur auf sie herabzuschauen". Nicht gewusst haben wir auch, dass beim Koreaner das Design technischer Geräte "ein kleines bisschen sozialistischer ist" als beim ungeliebten Inselnachbar. Aber auch "einen Hauch klappriger". Außerdem würzt der Koreaner sein Essen noch schärfer als der Japaner ... und nicht selten soll es vorkommen, dass ein gehäuteter Dackel in der Friteuse landet. Freche Satiren gibt es auch über den Sri Lanker, der sich irgendwie mit dem "latent vorhandenen Alltagsrisiko, von einer herabfallenden Kokosnuss erschlagen zu werden", arrangiert hat, den Polen, der "ständig neue Autos zur Verfügung hat" oder den Liechtensteiner, der keinen falschen Schritt oder gar einen zu viel machen darf, da er nur allzuschnell sein Fürstentum versehentlich verlassen könnte. Vorlaut, keck aber nie respektlos hält der Till Eulenspiegel des Reisejournalismus unseren Urlaubslandsleuten wieder den Spiegel vor die Nase. Landestypische Eigenarten sind mit nur wenigen aber sehr treffenden Formulierungen skizziert, und Sobik versteht es wie kein anderer, diese in charmante Übertreibungen zu verkleiden, hin und wieder gar ausarten aber nie entgleisen zu lassen. Und genau darin besteht seine Kunst. Er vermag die Gepflogenheiten anderer Nationen ordentlich durch den Kakao zu ziehen, verliert dabei aber niemals den Respekt vor dem "Rest der Welt". Helge Sobik ist heilfroh, kein Jurist geworden zu sein. Wir auch, denn die beiden (ziemlich) alternativen Reiseführer wären womöglich nie geschrieben worden. Fazit: Kess, intelligent und unglaublich witzig. Liebevolle Satire. © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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