Helge Timmerberg Im Palast der gläsernen Schwäne

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Inhaltsangabe zu „Im Palast der gläsernen Schwäne“ von Helge Timmerberg

Indien war sein Jugendtraum. Als halbwüchsigen Vollblut-Hippie packte es ihn zum ersten Mal; als 32-Jährigen erneut – im Gepäck eine gesunde Portion Skepsis und zynische Vernunft, tauchte er ein in das Chaos der Großstädte, radelte mit seiner Freundin entlang der Paradiesstrände Goas und besuchte die Gurus, Babas und Sadhus im Süden. Und erreichte schließlich, inmitten satt grüner Dschungel, den heiligen Berg Lorkol. Klarsichtig und mit Humor erzählt Helge Timmerberg von einer frühen Reise in das Land, das er seit über vier Jahrzehnten immer wieder besucht und in dem anzukommen noch heute eine Herausforderung ist.
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  • Rezension "Im Palast der gläsernen Schwäne" von Helge Timmerberg

    Im Palast der gläsernen Schwäne
    ReadingVienna

    ReadingVienna

    17. July 2014 um 18:23

                                     Indien war Helge Timmerbergs Jugendtraum. Als halbwüchsigen Vollblut-Hippie packte es ihn zum ersten Mal; als 32-Jähriger besucht er es erneut. Mit Mitra taucht er ein in das Chaos der Großstädte, fährt auf altmodischen Rädern der Marke Hero entlang der Paradiesstrände Goas, besucht die Gurus, Babys und Sadhus im Süden. Und erreicht schließlich, inmitten des sattgrünen Dschungels, den heiligen Berg von Lorkol. Klarsichtig und mit Humor erzählt Helge Timmerberg in diesem frühen Buch, das endlich neu und erstmals mit Farbfotos vorliegt, von Indiens Faszination und den Abenteuern der Achtzigerjahre.  Von Fernweh gepackt, nahm ich mir vor mal in ein anderes Literaturgenre hineinzuschnuppern und war der Meinung, dass dieser aus der National Geographic Reihe geschriebene Reisebericht genau das richtige wäre. Promt bekam ich vom Piper Verlag ein Rezensionsexemplar zugesendet (Danke dafür!). Im Vorwort macht Helge Timmerberg klar, dass er das Buch nun 30 Jahre nach seiner damaligen Reise in den 1980er Jahren, erneut schreiben musste und sich dementsprechend auch sein Stil etc. verändert haben. Das Buch ist damals einfach von der Bildfläche verschwunden. Wir werden in "Im Palast der gläsernen Schwäne" Zeuge vom Anfang der Reise und erleben diese bis zu ihrem Finale mit. Welches das ist, darf jeder selbst herausfinden!Am Anfang finde ich den Autor um ehrlich zu sein etwas lästig. Es scheint mir, dass er viele Vorurteile hat und ich frage mich, warum er sich dann überhaupt zu dem Abenteuer aufbricht. Vieles wirkt zuerst äußerst aufgesetzt. Als müsse der Autor selbst irgendwelchen Erwartungen gerecht werden. Er wirkt nicht wie ein 32-Jähriger Mann, sondern wie ein Typ in seinen frühen Zwanzigern. Seine Begleiterin Mirta hat auf mich den Eindruck eines starken Schattens. Ich frage mich aus welchem Grund sie zu zweit reisen, doch auch der Autor scheint an seiner Entscheidung zu zweifeln. Die beiden landen in Goa, kiffen, baden, haben ein schwerwiegendes Beziehungsproblem und lernen natürlich viele Leute kennen.  Interessant wird es meiner Meinung nach erst, nachdem sie mit den Rädern aufbrechen um Indien zu erkunden und durch diverse kleine Dörfer und Städte fahren. Der Bericht ist mit einigen Tagebucheinträgen sowohl von Helge als auch von Mirta gefüllt, damit die Gefühle besser nachzuvollziehen sind.  Am besten fand ich die Tatsache, dass ich durch das Buch sehr viel lernen konnte. Ein bisschen über die Geschichte Indiens, dessen Kultur und auch religiöse Ansichten. Es ist nicht mit Fakten überladen, sodass einen schnell die Langeweile packt, sondern wirklich prägnant und interessant verfasst. Überhaupt gefällt mir mit jeder neuen Seite der Schreibstil Timmerbergs besser. Lebendig, ab und zu ganz witzig und auf den Punk gebracht.  Der Anfang und ein meiner Meinung nach unnötiges Kapitel über einen indischen Film haben mir nicht  wirklich zugesagt. Auch die Beziehung zwischen Mirta und Helge finde ich anstrengend, aber gleichzeitig natürlich sehr bedeutend für den Verlauf der Reise und dessen Ergebnis.  Alles in allem ein empfehlenswertes Buch. Ich werde mir definitiv noch weitere Bücher dieses Genres zu Gemüte führen! 

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