Hellmut Flashar Aristoteles

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Inhaltsangabe zu „Aristoteles“ von Hellmut Flashar

<p>"Aristoteles ist eins der reichsten und umfassendsten wissenschaftlichen Genies gewesen, die je erschienen sind, ein Mann, dem keine Zeit ein gleiches an die Seite zu stellen hat." (G.W.F. Hegel)<br /> Der Wertschätzung, die Aristoteles durch Hegel erfuhr, wird man sich unumwunden anschließen: Der Lehrer Alexanders des Großen war der bedeutendste Philosoph der Antike, auf dessen Denken die gesamte abendländische Philosophie beruht.<br /> Der Herausgeber der deutschen Aristoteles-Gesamtausgabe, Hellmut Flashar, erzählt in diesem umfassenden Werk, was wir heute über das Leben des großen Denkers (384 - 322 v. Chr.) wissen, und erläutert jedes seiner erhaltenen Bücher. Die sehr konkrete und anschauliche biographische Skizze erhellt die private, politische und natürlich insbesondere die geistige Welt, in der Aristoteles als Sohn eines erfolgreichen Arztes, später als Schüler und Freund Platons und schließlich als Begründer seiner eigenen Schule, des Peripatos, seinen Weg nimmt. Vor diesem Hintergrund werden die naturwissenschaftlichen, musischen, literaturtheoretischen, psychologischen und philosophischen Denkansätze, Forschungen und Lehren des Aristoteles Schritt für Schritt allgemeinverständlich entwickelt und erklärt.</p>

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  • Rezension zu "Aristoteles" von Hellmut Flashar

    Aristoteles
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    05. March 2013 um 15:08

    Die Basis der abendländischen Philosophie Es ist nicht zuviel gesagt, wenn Aristoteles als der Philosoph bezeichnet wird, auf dessen Denken die gesamte abendländische Philosophie (und damit ein großer Teil des Wertekanons des Abendlandes) zurückgeführt wird. Ein Mann, dessen Werk und Wirken aber nicht „einfach so vom Himmel gefallen ist“, sondern der in einer konkreten Zeit durch bestimmte Einflüsse geprägt wurde, die im Gesamten die Basis für seine eigenes Denken und Schaffen gelegt hat. Dies ist in bester Weise auch der Ansatzpunkt der Darstellung durch Hellmut Flashar. Soweit, wie es der Quellenlage nach möglich ist, vollzieht Flasher den biographischen Werdegang nach. Dies funktioniert natürlich nicht in gleich lückenloser Weise, wie es Biographien „moderner“ Menschen leisten können. Wohl aber gelingt es Flashar (und dies nicht zuletzt durch seine fließende, intensive sprachliche Darstellung), in Form einer „biographischen Skizze“ das Aufwachsen als Sohn eines Arztes, die „Lehrjahre“ bei Platon und schließlich die Ausformulierung einer eigenen „Schule“ mit den geistigen Strömungen der Zeit im 4. Jahrhundert vor Christi und den einzelnen Entwicklungsschritten des Aristoteles in enge Beziehung zu setzen. Eine „biographische Skizze“, die Flashar ebenso auf das Werk des Philosophen selbst anwendet („Das Werk und seine Überlieferung“). Ein Überlieferungsweg, auf dem im Übrigen bereits knapp die Hälfte des Gesamtwerkes verloren gegangen ist, vor allem jene Werke sind hier betroffen, die nicht mit dem Schulbetrieb zusammenhingen. Das Erhaltene an Werk allerdings scheint relativ sicher aus der Feder des Aristoteles selber zu stammen. Nach solcherart eröffnender Einführung , welche vor allem die Person selbst dem Leser durchaus nahe zu bringen versteht, wendet sich Flashar ausgiebig (und ergiebig) den einzelnen, überlieferten Werken zu und strukturiert dieses Darstellung thematisch. In Bezug auf die Ethik (als „Wege zum Glück), die Politik, Rhetorik, Poetik („Handeln im Drama“), Logik, Sprache und Dialektik, Metaphysik und Physik, Kosmologie, Meteorologie, Elementenlehre, Chemie, Psychologie und Biologie („der Sekretär der Natur“) stellt Flashar in stets ruhiger und souveräner Weise zunächst die Grundlagen des jeweiligen „Denkgebäudes“ vor, stellt dieses je in den Bezug der geistigen Zeitgeschichte, erläutert die Konzeption des jeweiligen menschlichen „Grundthemas“ in der Herangehensweise durch Aristoteles (mit dem sich durchziehenden Grundtenor des Aristoteles, immer und überall, „sei es auch schmerzlich“, der „Wahrheit den Vorzug zu geben“) und stellt sodann die Inhalte der einzelnen Gedankengebäude ausführlich und detailliert, zudem vor allem sehr verständlich, vor. Wobei ein Auge immer und immer wieder auf die Querverbindungen zu vorliegenden Ideen und philosophischen Ansätzen blickt, so dass jederzeit die Ergänzungen, Weiterentwicklungen, aber auch Abgrenzungen zu bereits Gedachtem und Gesagten durch Aristoteles dem Leser nachvollziehbar gemacht werden. Im Gesamten legt Hellmut Flashar eine umfassende, wohl strukturierte, sehr verständliche und fundierte Gesamtdarstelljung von Person und Werk des wichtigsten klassischen, abendländischen Philosophen vor. Ein Werk, an dem Grundlagen vieler „moderner“ Werte und Haltungen abzulesen und nachzuvollziehen sind. Eine Tendenz, die durch die ebenso fundierte und ausführliche „Geschichte der Rezeption“ als Abschluss dieses Werkes nachhaltig noch verankert wird.

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  • Rezension zu "Aristoteles" von Hellmut Flashar

    Aristoteles
    cosima73

    cosima73

    03. March 2013 um 22:05

    "Ohne Freunde möchte niemand leben, auch wenn er die übrigen Güter alle zusammen besässe: gerade auch den reichen Leuten und denen, die Amt und Herrschaft haben, tun Freunde bekanntlich ganz besonders not. Denn wozu ist solcher Wohlstand nütze, wenn die Möglichkeit des Wohltuns genommen ist, das doch vor allem und in seiner preiswürdigsten Form dem Freunde gegenüber sich entfaltet?" Diese Worte, die aktuell klingen und in die heutige Zeit passen, stammen von einem Philosophen, der vor über 2000 Jahren lebte. Aristoteles prägte mit seinem Denken die geistige Entwicklung des Abendlandes nachhaltig. Sein Name ist bis heute bekannt, seine Philosophie wird noch immer zitiert und hat in vielen Bereichen noch immer Geltung, ist noch aktuell in ihren Inhalten. Über Aristoteles ist viel geschrieben worden, Bücher über diesen griechischen Philosophen füllen ganze Regale. Das vorliegende von Hellmut Flashar ist nicht einfach eines mehr, sondern es sticht heraus durch seine umfassende und verständliche Darstellung des Lebens wie des Werkes von Aristoteles. Aus verschiedenen Quellen rekonstruiert Flashar Aristoteles’ Biographie, legt dabei auch die Tücken der Quellen offen. Er beleuchtet nicht nur die Familie des Philosophen, sondern zeichnet auch ein Bild der Stadt, der politischen Umstände zu seiner Zeit sowie der Einflüsse, die sein Denken prägten. Leider ging ein Teil von Aristoteles Werk verloren. Die noch erhaltenen Werke setzen sich aus Lehrschriften zusammen, welche aus dem Unterricht Aristoteles’ hervorgegangen sind. Flashar widmet den einzelnen Gebieten des umfassenden Werks von Aristoteles je ein Kapitel und behandelt so in verständlicher Art und doch fundiert sämtliche Themen mit einer Einleitung, der Zusammenfassung und Darlegung der wichtigsten Punkte sowie Hintergründe und Ausblicke. Den Abschluss dieses umfassenden Werkes bildet ein Kapitel über die Rezeption Aristoteles’ in der griechischen, arabischen, lateinischen Tradition sowie in der Neuzeit. Flashar beweist in diesem Buch sein grosses Wissen über diesen herausragenden Philosophen sowie seine Fähigkeit, den nicht immer einfachen Stoff verständlich und lesbar zu vermitteln. Fazit Informativ, fundiert, umfassend – ein grosser Philosoph und sein Werk werden hier mit viel Liebe und Wissen porträtiert. Sehr empfehlenswert.

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