Hellmuth Karasek

 3.7 Sterne bei 99 Bewertungen

Lebenslauf von Hellmuth Karasek

Hellmuth Karasek, geboren am 04.01.1934 in Brünn, ist ein deutscher Journalist, Buchautor, Kritiker (Film, Theater, Bücher) und Professor für Theaterwissenschaft. Er schrieb unter dem Pseudonym 'Daniel Doppler' auch drei Theatersrücke. Karasek leitete über zwanzig Jahre lang das Kulturressort des Spiegel, war Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegel und ist jetzt Autor von Welt und Welt am Sonntag. Darüber hinaus hat er zahlreiche Bücher veröffentlicht. Nach seinem Erfolg "Soll das ein Witz sein?", das er gemeinsam mit Eckart von Hirschhausen verfasst hat, erscheint nun im November 2014 sein aktuelles Buch unter dem Titel "Das find ich aber gar nicht komisch! Worüber wir lachen oder nicht lachen können".

Alle Bücher von Hellmuth Karasek

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Billy Wilder

Billy Wilder

 (11)
Erschienen am 22.10.2015
Auf der Flucht

Auf der Flucht

 (7)
Erschienen am 13.02.2006
Briefe bewegen die Welt, Bd 5

Briefe bewegen die Welt, Bd 5

 (4)
Erschienen am 02.10.2012
Soll das ein Witz sein?

Soll das ein Witz sein?

 (5)
Erschienen am 14.10.2011
Auf Reisen

Auf Reisen

 (4)
Erschienen am 08.09.2014
Briefe bewegen die Welt, Bd 3

Briefe bewegen die Welt, Bd 3

 (3)
Erschienen am 07.10.2011

Neue Rezensionen zu Hellmuth Karasek

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Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Nach dem Krieg" von Hellmuth Karasek

(K)eine Biografie mit viel Zeitgeschehen und Kultur
Kinderbuchkistevor 7 Monaten

(K)eine Biografie und dennoch viel biografisches gespickt mit jede Menge Zeitgeschehen

Lange hatte ich mich auf das Buch gefreut. Ein letztes Mal Karasek dachte ich doch was ich dann in dem Buch vorfand war nicht ganz das, was ich erwartet hatte.
Nein, das wird kein Verriss, aber ich möchte auch keine falschen Erwartungen hervorrufen.
Das Buch selbst ist nicht vollständig von Hellmuth Karasek selbst geschrieben da ihn, sein leider viel zu früher Tod, die Möglichkeit nahm es zu Ende zu bringen.
Sein guter Freund Michael Seufert hat sich der Aufzeichnungen angenommen und es , bestimmt in Karaseks, Sinn zu dem gemacht was uns nun vorliegt. Besonders intensiv führt uns das wunderbar geschriebene Vorwort seiner Frau in das Buch und das Leben ihres Mannes. Wer noch nichts von Karasek gelesen hat und auch nicht viel über den Menschen weiß, der wird erstaunt sein was für ein vielseitiger Mann er war. Kennen ihn doch die meisten nur in Verbindung mit Marcel Reich Raniki und dem literarischen Quartett sowie als Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegels.
ER war ein weltoffener, unglaublich vielseitig interessierter Mensch und ein fantastischer Autor zahlreicher Bücher. In erster Linie geht das Buch auf den Menschen ein. Auf seine Jugend, sein bewegtes Leben, das 1936 im mährischen Brünn begann und 2015 in Hamburg endete.
Immer aber im Kontext des jeweiligen Zeitgeschehens, das uns unmittelbar mit vermittelt wird. Ältere Leser werden mehr von dem in Erinnerung haben als die Jüngeren. Für die einen ist es erinnern für den anderen ein Gefühl dafür zu bekommen wie es damals war. Hellmuth Karasek ist ein Kulturmensch gewesen und so erfahren wir auch genau aus diesen Bereichen mehr als vom reinen politischen Geschehen, das durchaus aber auch Einfluss nimmt.
Alles in allem ist es ein sehr gut geschriebenes , sehr informatives Buch, das einen auf eine Zeitreise zurück gehen lässt, Stimmungen vermittelt und auch Musik hören lässt,  in Jahre, die wir nie vergessen sollten und von Entwicklungen die unser aller Leben bis heute prägen.

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Peter_Waldbauers avatar

Rezension zu "Karambolagen" von Hellmuth Karasek

ideenarm
Peter_Waldbauervor einem Jahr

Das ideenärmste Buch, das man sich vorstellen kann. Karasek zählt einfach alle prominenten Namen auf, die er in seinem Journalistenleben kurz gestreift hatte. Billy Wilder, über den er eine Biographie geschrieben hatte, gleich dreimal. Steven Spielberg, Günter Grass (zweimal), Peter Handke, Friedrich Dürrenmatt, Heinz Rühmann, Romy Schneider, Marlene Dietrich, Wolf Biermann, Helmut Kohl und andere.

Aggressives Namedropping, getragen von Geltungsbedürfnis, denn die kurzen Essays von zwei, drei Seiten sind an Banalität kaum zu überbieten. Zwei Fälle seien hierfür exemplarisch gewählt.

Seine Begegnung mit Brigitte Bardot beschränkte sich darauf, dass er sie, den Wunschtraum seiner Jugend, beim Urlaub in St. Tropez einmal am Strand von weitem gesehen habe. Von weitem!

Laut Karasek habe B.B. ihm zugenickt und gelächelt. Oder hat Karasek sich dies nur eingebildet? Haben zwanzig Jahre die Erinnerung womöglich verklärt?

Karasek schlief auch nicht im Bett von Marilyn Monroe, wie er in der Kapitelüberschrift suggeriert. (Schon gar nicht gleichzeitig mit ihr, wie mancher Leser vielleicht vermuten könnte.)

Karasek übernachtete in einer luxuriösen Bungalowsuite des Beverly Hills Hotel. Die Monroe „soll“ dort vor sechsundzwanzig Jahre auch übernachtet haben. Ob es genau die gleiche Suite-Nummer war, ist ebenso wenig bewiesen, wie die Frage, ob Maryiln Monroe in demselben Bett schlief wie Karasek.

Die Monroe könnte zwar im Hotel abgestiegen sein, aber woanders geschlafen haben. Oder das Bett könnte in den sechsundzwanzig Jahren ausgetauscht worden sein.

Zum Thema Bett berichtet Karasek noch stolz, er habe beim Dreh von Regisseur Woody Allen zusehen dürfen. Natürlich „eine sehr intime Szene, wo eine Frau und ein Mann miteinander ins Bett gingen“. Besagte Szene habe Woody Allen dann aber später aus dem fertigen Film herausgeschnitten, bedauert Karasek.

Und erst sein Schreibstil. Kein verrissener Autor des Literarischen Quartetts könnte jemals so schlecht formulieren wie Karasek. Sehen Sie sich einmal diesen Satz an (Seite 91, im Kapitel über Peter Handke, es ging um eine Tagung der Gruppe 47):

„Ich war erst zum zweiten Mal dabei und noch nicht so eingeschliffen in den Chor des als Regen über die Autoren nach der Lesung niederprasselnden Kritiker-Parlandos.“

Wo war bloß der Lekor?

„...in den Chor des als Regen über die Autoren nach der Lesung...“

Wieviele Substantive (nur durch Präpositionen getrennt) will Karasek denn noch aneinanderreihen?

 Schließen wir mit den Worten von Elke Heidenreich. Die frühere Moderatorin der ZDF-Büchersendung Lesen wurde im Focus gefragt, ob sie sich vorstellen könne, Hellmuth Karasek in ihre Sendung einzuladen.
„Nee“, antwortete sie.
Focus: „Warum nicht?“
Heidenreich: „Da hatten wir ja nun genug davon, all die Jahre. Das reicht erst mal.“

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Peter_Waldbauers avatar

Rezension zu "Auf der Flucht" von Hellmuth Karasek

Karasek als Klempner
Peter_Waldbauervor einem Jahr

In seinen Memoiren plaudert Karasek über sich selbst und kann sich nicht so recht entscheiden, in welcher Richtung sein Pferd steht. Einerseits sei er ein „Trittbrettfahrer“ gewesen, den andere immer mitschleppten: Rudolf Augstein, Billy Wilder und natürlich Marcel Reich-Ranicki. Er sei der „Harry Klein“ des Kulturbetriebs gewesen; jener Harry, der bei Derrick den Wagen vorfährt.

Andererseits will er im Literarischen Quartett hinter den Kulissen entscheidend mitbestimmt haben, welche Bücher in der Sendung besprochen wurden. Den Rausschmiss der Kollegin Sigrid Löffler habe eigentlich er, der zahme Karasek, vorangetrieben. Grund sei Löfflers vernichtendes Urteil gewesen über den Spielberg-Film Schindlers Liste. Karaseks Leidenschaft fürs Kino ist bekannt.

Auch dass Reich-Ranicki seine Autobiografie Mein Leben schrieb, die ein fulminanter Bestseller wurde, habe Karasek maßgeblich angeregt („Das musst du aufschreiben“).

„Reich“, wie Karasek seinen Mentor nennt, hatte ihm übrigens einmal finanzielle Hilfe angeboten, als er Probleme mit dem Finanzamt hatte.

Karasek kommt auch auf seinen ehemaligen Freund Martin Walser zu sprechen. Walser verfüge über eine „erotische Lebensstrategie“ und habe sich „seine libidinöse Welt an den Bodensee geholt“, sogenannte „Literatur-Groupies“.

In seiner Biographie erfahren wir auch, dass Karasek im Vahinger Schwimmbad „über die vielen Fettbäuche der Männer erschrak“; und, dass er seine Frau betrog und sie ihn.

Erotik ist und bleibt das Lieblingsthema des Kulturprofessors, im Quartett noch relativ bescheiden: „Ein hocherotisches Buch“, jubelte Karasek, als der Roman "Mann und Frau" der Israelin Zeruya Shalev besprochen wurde. In seiner Autobiographie dann wieder so: „Ich hatte die Tochter des Hausbesitzers gewonnen und weiß noch, dass ich das erste Mal mit einem Interruptus beendete, wie Onan im Alten Testament, nur ohne Wüstensand.“

Und für alle, die jetzt Mitleid mit dem armen Karasek haben:“... und mir das Mädchen als zweites Mal eine Fellatio anbot, absolut verhütungssicher.“

Karasek schildert uns die Begegnung mit einer amerikanischen Studentin in den fünfziger Jahren in Tübingen. Er wurde von ihr zum Tee eingeladen, musste dort auf die Toilette und lässt seine Leser wissen, dass er „im Stehen pinkelte“. (Wie interessant, Herr Karasek. Das richtige Thema für seine Memoiren.)

Alsbald trat der Supergau ein, denn „die Toilette war verstopft“, Karsek spülte noch einmal und es „kamen Exkremente“, die die Kloschüssel „bis zum Rand füllten.“

Und Karasek? Was machte er, während die Studentin mit dem Tee auf ihn wartete? Sie ahnen es schon. Karasek „starrte auf die Kloake“, zog Jacke und Hemd aus und „beseitigte mit dem nackten Arm die Verstopfung.“

Also, wenn wir das nächste Mal einen Klempner brauchen - wen laden wir dann wohl zum Tee ein?

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Hellmuth Karasek wurde am 04. Januar 1934 in Brünn (Tschechische Republik) geboren.

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