In Aufbau und Namensgebung hat mich die „Aedon-Vohrn“-Reihe – Trugbild der Schatten – ein wenig an „Der Herr der Ringe“ erinnert. Das ist keineswegs schlecht; es kommt lediglich mit einem dunkleren Touch und bisher ohne Zwerge daher. Helmut Aigner entführt den Leser in eine fantasievoll ausgestaltete Welt voller magischer Konstrukte, Wesen und Organisationen, während die Götterwelt eher dezent im Hintergrund bleibt.
Die Welt ist bevölkert von zahlreichen Wesen, und ähnlich vielfältig hält es der Autor auch mit den Charakteren. Zu Beginn war ich von der Fülle an Namen und Informationen fast etwas überfordert, doch nach und nach bildet sich eine sympathische Gruppe heraus. Diese muss sich in einer ausgearbeiteten Fantasywelt gefährlichen Herausforderungen sowie dem Kampf gegen Orks, „böse“ Menschen und einen erst spät enthüllten Antagonisten stellen.
Das Grundthema ist für mich ein klassischer, epischer Kampf von Gut gegen Böse. Dabei festigen sich die Fronten beider Parteien erst im Laufe des ersten Bandes, wobei klassische Fantasy-Elemente geschickt mit einer Prise Horror und der gesamten Palette menschlicher Emotionen kombiniert werden. Man spürt deutlich, dass Helmut Aigner viel Herzblut in die Handlung investiert hat – inspiriert von großen Vorbildern, aber durch neu erdachte Facetten eigenständig erweitert und weitergesponnen.












