Helmut Degner

 3 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Helmut Degner

Cover des Buches Carmilla, die Vampirin (ISBN: 9783257240870)

Carmilla, die Vampirin

 (34)
Erschienen am 07.03.2011
Cover des Buches Die Kristallkrähe (ISBN: 9783257238884)

Die Kristallkrähe

 (26)
Erschienen am 17.12.2008
Cover des Buches Fliegenpapier und andere Detektivstories. (ISBN: 9783257209112)

Fliegenpapier und andere Detektivstories.

 (6)
Erschienen am 01.01.1981
Cover des Buches Durchgebrannt (ISBN: 9783257607611)

Durchgebrannt

 (6)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Royal Flash (ISBN: 9783863461027)

Royal Flash

 (1)
Erschienen am 09.09.2012
Cover des Buches Der italienische Dolch (ISBN: 9783442053926)

Der italienische Dolch

 (1)
Erschienen am 01.01.2001
Cover des Buches Der letzte Kampf (ISBN: 9783806230260)

Der letzte Kampf

 (0)
Erschienen am 01.01.2015

Neue Rezensionen zu Helmut Degner

Cover des Buches Die Kristallkrähe (ISBN: 9783257201383)Stephanuss avatar

Rezension zu "Die Kristallkrähe" von Joan Aiken

Ungewöhnlicher Krimi - für Krimi-Liebhaber interessant
Stephanusvor einem Jahr

Charles erhält von seiner Schwester, die Ärztin ist, die Diagnose, dass er nur noch kurze Zeit zu Leben hat. Beide kaufen ein Haus in Cornwall und ziehen von London dorthin. Die Erzählerin und ihre Freundin besuchen die beiden und verbringen einige Wochen dort. Im dörflichen Leben ergeben sich erste Risse und die Erzählerin gerät zwischen die Fronten zur Schwester von Charles. Diese scheint die Fäden zu ziehen und allmählich stellt sich heraus, dass diese offenbar geisteskrank ist und sich panisch an Charles klammert. Die Erzählerin befindet sich in einem abschließenden Showdown in Lebensgefahr, bevor es schließlich doch noch zur Rettung kommt.

Aus der Ich-Perspektive erzählt die Autorin eine ungewöhnliche Krimi-Geschichte. Diese ist detailliert ausgearbeitet und erzeugt eine stetige Spannung. Etwas ungewöhnlich ist die Handlung und die Einordnung ins Krimi-Genre. Ich fand es aber ein interessantes Buch mit einer ungewöhnlichen Konstellation und Handlung.

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Cover des Buches Carmilla, die Vampirin (ISBN: 9783257240870)linguinedicremonas avatar

Rezension zu "Carmilla, die Vampirin" von Joseph Sheridan Le Fanu

Sheridan Le Fanu, Carmilla oder die Geschichte mit den zwei Meta-Ebenen
linguinedicremonavor 2 Jahren

Kann man von einer doppelten Meta-Ebene reden, wenn man durch das Werk eines Autors angeregt wird, das eines anderen zu lesen und in dem dann findet, dass es Anregung für ein Buch eines dritten Autors war?


So geschah es mir mit Carmilla, der Geschichte eines lesbischen vom irischen Autor Sheridan Le Fanu, in Deutschland zu Unrecht nicht sehr bekannt, was aber nichts an seiner Bedeutung als victorianischer Autor speziell in der frühen „Fantasy-Literatur“ ändert. Es war Dorothy L. Sayers, deren Harriet Wimsey Le Fanu verehrt, der mich darauf brachte, ihn zu lesen. Dann fand ich in Carmilla ganz offensichtlich die Vorlage zum Bram Stokers Dracula, vielleicht zu Unrecht des viel bekanntere Buch?


Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Le Fanu eigentlich die originellere Geschichte erzählt: Das einsame Mädchen, das auf einem Schloss herumgeistert; eines Tages kommt ein mysteriöser Gast ins Schloss, die Damen freunden sich an und es stellt sich heraus, dass die Unbekannte eine Untote ist, die als Vampirin unterwegs ist. Ein Liebesverhältnis ohne happy end, natürlich nur in subtilen Andeutungen dargestellt, entsteht – Carmilla wird getötet, Laura bleibt traumatisiert zurück.


Bei Carmilla sind aber schon fast alle Fähigkeiten vorhanden, die den Vampir in der Literatur auszeichnen: Schläft im Sarg, kann durch Wände gehen, kann sich in ein Tier verwandeln. Und im Roman treffen wir einen Ich-Erzähler, einen Wissenschaftler, der das ganze beobachtet – etwas, was wir bei Bram Stoker wieder erleben, ebenso wie die Fähigkeiten des Vampirs.


Allerdings kam Bram Stoker den Konventionen seiner Zeit entgegen: Sein Vampir ist ein Mann – hier manifestiert sich die Angst der Victorianer vor zu starker Weiblichkeit. Und seine Handlung spielt nicht wie Le Fanus in der Steiermark, also im „zivilisierten“ Europa, sondern in Transilvanien, also weit genug weg, nicht als Gesellschaftskritik angesehen zu werden.


Ich finde Carmilla spannender als Dracula – auch dadurch, dass es eben den Klischees ausweicht. Und wer sich gerne ein wenig victorianisch gruselt, ist hier gut bedient. Außerdem kann er sich fühlen als wenn er auf Jane Austens Spuren in Mansfield Park wandelt.

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Cover des Buches Carmilla, die Vampirin (ISBN: 9783257240870)annlus avatar

Rezension zu "Carmilla, die Vampirin" von Joseph Sheridan Le Fanu

Das Dunkel der Nacht
annluvor 3 Jahren

*Ich sah jenes Gesicht vor mir, welches mich einst nachts in meiner Kindheit heimgesucht, das Gesicht, das so fest in meinem Gedächtnis haftengeblieben war und das ich in all den Jahren so oft im Geiste entsetzt angestarrt hatte, wenn niemand ahnte, woran ich dachte.*


Ein Schloss in der Steiermark, abseits von Dörfern und anderer Gesellschaft, bewohnt von der jungen Laura, ihrem Vater und den Bediensteten. Eines Nachts – gerade als Laura und ihr Vater die Nachricht über den Tod einer jungen Bekannten bekommen hatte – bringt ein Zufall die wunderschöne junge Frau Carmilla in ihr Leben. Bald schon wird sie für Laura eine gute Freundin. Diese ahnt nicht, was hinter dem Geheimnis der jungen Frau steckt und so wendet sie sich ihr vertrauensvoll zu.



Die Geschichte entspringt der Feder des Iren Sheridan Le Fanu und ist im Stile klassischer englischer Schauergeschichten geschrieben. Das Mädchen Laura erzählt die Ereignisse selbst, wobei schnell klar wird, dass sie zwar in der Steiermark lebt, mit ihrem englischen Vater aber den Lebensstil englischer Wohlhabender pflegt. Ob in ihrer Erziehung oder der Tatsache, dass sie abgeschieden aufgewachsen ist, begründet, zeigt sie sich sehr naiv und gutgläubig.


Die Novelle deutet die Schauermomente nur leicht an, spricht von Geistern und seltsamen, traumhaften gefährlichen Szenen. Der Titel nimmt allerdings etwas Spannung aus der Geschichte. Interessant am Thema der Vampire ist hier, dass die Geschichte bereits fünfundzwanzig Jahre vor Bram Stockers Dracula geschrieben wurde und damit auch Merkmale der Wesen angibt, die nicht dem klassischen Bild entsprechen.


Fazit: Eine Schauergeschichte im klassische englischen Stil, die mir gut gefallen hat.

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