Helmut Degner

 3 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Helmut Degner

Cover des Buches Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses (ISBN: 9783866478367)

Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses

 (60)
Erschienen am 07.09.2012
Cover des Buches Carmilla, die Vampirin (ISBN: 9783257240870)

Carmilla, die Vampirin

 (39)
Erschienen am 07.03.2011
Cover des Buches Die Kristallkrähe (ISBN: 9783257612547)

Die Kristallkrähe

 (26)
Erschienen am 24.11.2021
Cover des Buches Fliegenpapier und andere Detektivstories. (ISBN: 9783257209112)

Fliegenpapier und andere Detektivstories.

 (6)
Erschienen am 01.01.1981
Cover des Buches Durchgebrannt (ISBN: 9783257607611)

Durchgebrannt

 (6)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Royal Flash (ISBN: 9783863461027)

Royal Flash

 (1)
Erschienen am 09.09.2012
Cover des Buches Der italienische Dolch (ISBN: 9783442053926)

Der italienische Dolch

 (1)
Erschienen am 01.01.2001
Cover des Buches Der letzte Kampf (ISBN: 9783806230260)

Der letzte Kampf

 (0)
Erschienen am 28.01.2015

Neue Rezensionen zu Helmut Degner

Cover des Buches Carmilla, die Vampirin (ISBN: 9783257240870)
Sandrica89s avatar

Rezension zu "Carmilla, die Vampirin" von Joseph Sheridan Le Fanu

Traue keiner schönen jungen fremden Frau
Sandrica89vor einem Jahr

Ich bin per Zufall auf dieses Buch gestossen, vorher kannte ich es überhaupt nicht. Ein Klassiker, aber mit einem weiblichen Vampir. Gemäss einigen Rezensionen wird geschildert, dass es sich um eine lesbische Liebesbeziehung handelt. Es hat mich durchaus neugierig gemacht, denn bis jetzt hatte ich noch nie ein solches Buch in dieser Kombination gelesen. Weswegen ich um so gespannter war und ich es unbedingt lesen wollte.

Laura zieht zusammen mit ihrem Vater und ein paar wenigen Bediensteten in ein Schloss. Sie kennt keine Furcht, ist mehr oder weniger alleine aufgewachsen, weswegen sie etwas naiv und zu gutgläubig wirkt. Als ihr Vater ein Brief von seinem Freund bekommt, er könne sie leider nicht besuchen kommen wie geplant, da seine geliebte Nicht verstorben sei, ist Laura's Vorfreude gleich dahin. Doch plötzlich, am selben Abend, taucht ein mysteriöses, wunderschönes Mädchen auf. Sie stellt sich als Carmilla vor und wird auch ihr Gast. Laura fühlt sich einerseits zu ihr hingezogen, andererseits hegt sie eine gewisse Abneigung. Sie freunden sich zwar schnell an, aber Carmilla weigert sich von sich zu erzählen. Seit Carmilla im Schloss ist passieren ungewöhnliche Morde, und auch Laura hat es plötzlich mit Müdigkeit, Alpträumen und Schmerzen an der Kehle zu tun. Als sie dann doch noch auf den Grafen treffen, erzählt er ihnen die Geschichte, wie seine Nichte verstarb. Wird Laura nun das gleiche Schicksal erleiden?

Ich hatte keinerlei Vorstellungen, was in dem Buch passieren würde. Aber mir hat es überraschenderweise sehr gut gefallen. Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben und ich mochte jeden einzelnen. Wir Leser erfahren zwar nicht sehr viel über sie, aber es blieb auch nicht zu oberflächlich. Ein Schloss ist die perfekte Kulisse für so eine Geschichte. Es gab kein Schnickschnack, es passierte eigentlich nicht wirklich viel, aber der Autor konnte es dennoch spannend und mystisch umschreiben. Die gruseligen Aspekte, genau so wie die Liebesbeziehung zwischen Laura und Carmilla, blieb oberflächlich und wurde eigentlich nur angehaucht. Aber es reichte aus, um es sich selber vorstellen zu können. Das Ende war vorhersehbar, die Geschichte war jetzt auch nicht lang (leider), dennoch hat es mich von Anfang bis zum Schluss gepackt. Die arme Laura konnte sich zwar erholen, aber das Trauma wird ihr wohl immer im Gedächtnis bleiben. 

Fazit: eine gelungene Geschichte über Vampire im viktorianischem Zeitalter. Für meinen Geschmack zu kurz, aber grandios. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm, die Seiten flogen nur so dahin. Für jeden geeignet, der sich für solche Literatur interessiert.

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Cover des Buches Die Kristallkrähe (ISBN: 9783257201383)
Stephanuss avatar

Rezension zu "Die Kristallkrähe" von Joan Aiken

Ungewöhnlicher Krimi - für Krimi-Liebhaber interessant
Stephanusvor 3 Jahren

Charles erhält von seiner Schwester, die Ärztin ist, die Diagnose, dass er nur noch kurze Zeit zu Leben hat. Beide kaufen ein Haus in Cornwall und ziehen von London dorthin. Die Erzählerin und ihre Freundin besuchen die beiden und verbringen einige Wochen dort. Im dörflichen Leben ergeben sich erste Risse und die Erzählerin gerät zwischen die Fronten zur Schwester von Charles. Diese scheint die Fäden zu ziehen und allmählich stellt sich heraus, dass diese offenbar geisteskrank ist und sich panisch an Charles klammert. Die Erzählerin befindet sich in einem abschließenden Showdown in Lebensgefahr, bevor es schließlich doch noch zur Rettung kommt.

Aus der Ich-Perspektive erzählt die Autorin eine ungewöhnliche Krimi-Geschichte. Diese ist detailliert ausgearbeitet und erzeugt eine stetige Spannung. Etwas ungewöhnlich ist die Handlung und die Einordnung ins Krimi-Genre. Ich fand es aber ein interessantes Buch mit einer ungewöhnlichen Konstellation und Handlung.

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Cover des Buches Carmilla, die Vampirin (ISBN: 9783257240870)
linguinedicremonas avatar

Rezension zu "Carmilla, die Vampirin" von Joseph Sheridan Le Fanu

Sheridan Le Fanu, Carmilla oder die Geschichte mit den zwei Meta-Ebenen
linguinedicremonavor 3 Jahren

Kann man von einer doppelten Meta-Ebene reden, wenn man durch das Werk eines Autors angeregt wird, das eines anderen zu lesen und in dem dann findet, dass es Anregung für ein Buch eines dritten Autors war?


So geschah es mir mit Carmilla, der Geschichte eines lesbischen vom irischen Autor Sheridan Le Fanu, in Deutschland zu Unrecht nicht sehr bekannt, was aber nichts an seiner Bedeutung als victorianischer Autor speziell in der frühen „Fantasy-Literatur“ ändert. Es war Dorothy L. Sayers, deren Harriet Wimsey Le Fanu verehrt, der mich darauf brachte, ihn zu lesen. Dann fand ich in Carmilla ganz offensichtlich die Vorlage zum Bram Stokers Dracula, vielleicht zu Unrecht des viel bekanntere Buch?


Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Le Fanu eigentlich die originellere Geschichte erzählt: Das einsame Mädchen, das auf einem Schloss herumgeistert; eines Tages kommt ein mysteriöser Gast ins Schloss, die Damen freunden sich an und es stellt sich heraus, dass die Unbekannte eine Untote ist, die als Vampirin unterwegs ist. Ein Liebesverhältnis ohne happy end, natürlich nur in subtilen Andeutungen dargestellt, entsteht – Carmilla wird getötet, Laura bleibt traumatisiert zurück.


Bei Carmilla sind aber schon fast alle Fähigkeiten vorhanden, die den Vampir in der Literatur auszeichnen: Schläft im Sarg, kann durch Wände gehen, kann sich in ein Tier verwandeln. Und im Roman treffen wir einen Ich-Erzähler, einen Wissenschaftler, der das ganze beobachtet – etwas, was wir bei Bram Stoker wieder erleben, ebenso wie die Fähigkeiten des Vampirs.


Allerdings kam Bram Stoker den Konventionen seiner Zeit entgegen: Sein Vampir ist ein Mann – hier manifestiert sich die Angst der Victorianer vor zu starker Weiblichkeit. Und seine Handlung spielt nicht wie Le Fanus in der Steiermark, also im „zivilisierten“ Europa, sondern in Transilvanien, also weit genug weg, nicht als Gesellschaftskritik angesehen zu werden.


Ich finde Carmilla spannender als Dracula – auch dadurch, dass es eben den Klischees ausweicht. Und wer sich gerne ein wenig victorianisch gruselt, ist hier gut bedient. Außerdem kann er sich fühlen als wenn er auf Jane Austens Spuren in Mansfield Park wandelt.

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