Helmut Dubiel Tief im Hirn

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Inhaltsangabe zu „Tief im Hirn“ von Helmut Dubiel

Ein schonungsloser Bericht über Fluch und Segen der modernen Apparatemedizin Helmut Dubiel ist Hochschullehrer. Seit vierzehn Jahren leidet er an Parkinson. In seinem Kopf sitzt heute eine Sonde, die er mit einer Fernbedienung steuert. Er kann wählen zwischen besser sprechen oder besser gehen. Er benutzt die Fernbedienung kaum. Das Leben ist anders. Wie anders es ist, wenn man plötzlich mit der Gewissheit einer unheilbaren Krankheit konfrontiert ist, und wie „normal“ gleichzeitig, davon erzählt dieses erstaunliche Buch.

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  • Rezension zu "Tief im Hirn" von Helmut Dubiel

    Tief im Hirn

    literat

    05. March 2013 um 11:42

    Das Buch ist durchaus beeindruckend. Mir war allerdings die Sprache zu intellektuell, zu emotionslos, zu sezierend. Der Autor ist Soziologe, Profssor und seit 13 Jahren an Pakinson erkrankt. Und er schreibt eben über sein Leben mit der Krankheit. Und das tut er sehr wissenschaftlich, sehr intellektuell, sehr detaillreich über seine Krankeit. Mir fehlt aber der persönliche touch etwas. Er schreibt viele über Symptome und deren Auswirkungen, aber wenig über ihn, über seine Emotionen. Aber vielleicht war genau das seine Absicht. Er wollte eben keinen "Seelenstriptease" mit dem Buch machen sondern wollte wirklich nur über sein Schicksal, üben den Verlauf der Krankeit und sein Umgang damit beschreiben.

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  • Rezension zu "Tief im Hirn" von Helmut Dubiel

    Tief im Hirn

    elRinas

    13. August 2011 um 22:38

    Sehr lesenswert falls man vom Thema betroffene Angehörige oder Bekannte hat, schildert sehr berührend und subjektiv die möglichen Auswirkungen einer Therapieform des Parkinson (tiefe Gehirnsonde als "Schrittmacher")

  • Rezension zu "Tief im Hirn" von Helmut Dubiel

    Tief im Hirn

    Clari

    17. June 2010 um 23:28

    Helmut Dubiel ist Professor der Soziologie und lehrt in Deutschland und Amerika. Helmut Dubiel ist krank. Zunächst weiß er es nicht. Er rätselt über merkwürdige Muskelunregelmäßigkeiten, die er an sich beobachtet. Steifigkeit der Gelenke, unkontrollierte Bewegungen und unerklärliche Missempfindungen, sowohl körperlicher als auch psychischer Natur, machen ihm zu schaffen. Langsam tastet er sich an die Symptome heran, indem er in Büchern und im Internet nachforscht: ist es Parkinson? Er ist doch erst 46 Jahre alt, noch zu jung für diese Krankheit, die als Alterskrankheit gilt. Am Ende kommt er nicht umhin: er sucht eine Klinik auf. Seitens der Assistenzärzte findet die Krankheit Parkinson erste Erwähnung. Er glaubt es nicht! Am Ende steht die Diagnose fest: es ist Parkinson. Es beginnt eine lange Zeit der Verleugnung und des sich Täuschens,--er will es nicht glauben. Alles das, was man aus der Beobachtung von Parkinsonkranken kennt, gewinnt hier Wort und Gestalt. Endlich bedient er sich der anerkannten medikamentösen Behandlungen, die zu einer Milderung der Krankheitssymptome verhelfen können. Heilen kann man die Krankheit nicht. Helmut Dubiel ist ein scharfer Beobachter seiner selbst und auch seiner Umwelt. Er erlebt und beschreibt die Tragödie, wie man als kluger, autonomer Mensch langsam merkt, dass die körperliche Autonomie dem eigenen Willen entgleitet. Freunde, Kollegen, Verwandte und Bekannte reagieren unterschiedlich. Bei aller eigenen Betroffenheit versucht er, die Reaktionen der Menschen um sich herum zu verstehen. So beargwöhnt er sich selber und die anderen und beginnt, Bilanzen über sein Leben zu treffen. Er lernt immer kritischer mit sich selbst zu werden und neue Wege zu suchen, wie er den medizinischen Fortschritt für sich nutzen kann. Dabei kommt es zu komplizierten und schwerwiegenden Überlegungen. Er liefert sich Ärzten und ihren schwankenden Entscheidungen bezüglich neuer neurologischer Eingriffe aus, die ihm als einzige Chance erscheinen, sein Leben weiterhin im Griff zu behalten. Dass es ihm nach einem solchen Eingriff und mit einem Hirnschrittmacher eher noch schlechter geht, er sich wie ein an - und auszuschaltender Roboter fühlt, das macht die Lektüre bedrückend. Gleichzeitig gibt es einen Schimmer vom Kampf ums Glück, der die Weisheit und den Lebensmut des Autors erahnen lässt. Es ist ein dramatisches, kluges, anrührendes und zutiefst menschliches Buch, mit dem Helmut Dubiel an die Herzen der Menschen rührt und so ein Beispiel dafür gibt, wie man mit schweren Schicksalsschlägen und insbesondere mit der immer noch nicht heilbaren Krankheit Parkinson umgehen kann. Da das Buch keinesfalls rührselig oder selbstmitleidig ist, eher einer kritischen Selbstanalyse gleicht, auch philosophische Betrachtungen beinhaltet, ist es spannend und fesselnd zugleich. Helmut Dubiel gilt meine ganze Hochachtung!

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  • Rezension zu "Tief im Hirn" von Helmut Dubiel

    Tief im Hirn

    lilamonalisa

    25. October 2009 um 17:50

    das beste buch aus der rubrik" krankheit verarbeiten". parkinson hebt das leben eines soziologen aus den angeln. der verlauf ist rasch,die verschlechterungen sind bald nicht mehr zu verstecken. der autor beschreibt seine erfahrungen mit ärzten, untersuchungen und behandlungen etc. viel wichtiger sind aber seine beschreibungen der hoffnungen und ängste,die er erlebt. seine geschriebenen gedanken sind klug und sein stil ist aussergewöhnlich.

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