Helmut Exner Familientreffen mit Leiche

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Inhaltsangabe zu „Familientreffen mit Leiche“ von Helmut Exner

Es ist eine total verrückte Familiengeschichte, die Lilly Höschen da aufgetischt wird. Die Zwillinge Giovanni und Raphael Saufklever, mittlerweile in den Fünfzigern, besuchen ihre alte Lehrerin und erzählen bis tief in die Nacht hinein. Am nächsten Abend findet ein Familientreffen in einem Hotel in Goslar statt, zu dem Lilly sich gern einladen lässt, um diese kuriosen Leute, über die sie so viel erfahren hat, kennenzulernen. Bei ihrer Ankunft vor dem Hotel wird sie Zeugin eines merkwürdigen Verbrechens. Jetzt ist die schrullige alte Dame in ihrem Element und ermittelt parallel zur Polizei, die den Fall dank ihrer Hilfe schnell aufklären kann. Als die Kommissare erschöpft, aber glücklich Feierabend machen wollen, erhalten sie einen Anruf von Lilly Höschen: “Ich hätte da noch eine Leiche im Keller.” Eine Familiengeschichte, die sich über acht Jahrzehnte erstreckt, voller Tragik und Komik, Liebe, Hass und Leidenschaft – das ist der Hintergrund für zwei Verbrechen, mit denen diese Familie anlässlich ihres Treffens konfrontiert wird. Plötzlich spielen wieder Geschehnisse eine Rolle, die fast ein halbes Jahrhundert zurückliegen.

Kurzweilige Unterhaltung mit viel Humor, die mich immer wieder herzhaft lachen lässt.

— beate_bedesign
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  • Kurzweilige Unterhaltung mit viel Humor

    Familientreffen mit Leiche
    beate_bedesign

    beate_bedesign

    25. April 2014 um 20:30

    Inhalt: Lilly ist mittlerweile 85 Jahre und wird von ihren ehemaligen Schülern, den Zwillingen Giovanni und Raphael Saufklever besucht. Die beiden leben in Italien, sind aber jetzt im Harz weil sie eine Familienangelegenheit zu klären haben. Bei der Gelegenheit erzählen sie Lilly ihre Familiengeschichte und laden sie zu einem Abendessen, bei dem sich ein großer Teil der Familie und ein paar wenige andere interessante Leute treffen werden, ein. Das kann sich Lilly natürlich nicht entgehen lassen. Und natürlich passieren wieder unerwartete Verbrechen, so dass Lilly sich wieder an den Ermittlungen beteiligen kann. Meine Meinung: Der siebte “Fall” von Lilly Höschen ist da. Und die Geschichte ist genau so wie man einen Lilly Höschen Fall erwarten würde. Herrlich witzig, skurril und trotz der einen oder anderen Leiche fließt nur wenig Blut. Das Buch beginnt mit der Lebensgeschichte der Zwillinge und die war schon recht umfangreich. Aber dann hat es sich doch gelohnt dran zu bleiben. Helmut Exner hat auch in diesem Band wieder seinen speziellen Humor ausgelebt. Wahrscheinlich nichts für jedermann, aber mich bringt er immer wieder dazu, während des Lesens herzhaft und laut aufzulachen. Wobei Pfarrer Christian und auch die 95jährige Hermine Lilly stellenweise ganz schön Konkurrenz gemacht haben. Das Familientreffen findet zwar 2014 statt, aber die Geschichte selbst beginnt schon 1935 und einige Verbrechen aus der Vergangenheit bekommen auf einmal wieder Bedeutung. Da dies bereits das fünfte Lilly-Höschen-Buch ist, das ich gelesen habe, kann ich mich bezüglich des Schreibstils eigentlich nur noch wiederholen. Deswegen fasse ich mich dieses Mal ein wenig kürzer: ich mag ihn einfach und lese die Lilly-Fälle wirklich gerne. Mein Fazit: Kurzweilige Unterhaltung mit viel Humor, die mich immer wieder herzhaft lachen lässt. Hardcore-Krimifans, die Blut und nachvollziehbare Verbrechen mit sinnvollen Tatmotiven und realistischen kriminalistischen Untersuchungen erwarten, könnten hier aber möglicherweise enttäuscht werden.

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  • Einfach super!

    Familientreffen mit Leiche
    Ichbinswieder

    Ichbinswieder

    19. March 2014 um 14:15

    Helmut Exner hat es auch mit diesem Buch wieder geschafft, mich von Anfang an zu begeistern. Seine Krimis sind ungewöhnlich humorvoll, und genau darum mag ich sie so, denn sie heben sich auf diese Weise positiv aus der Masse ab. Diesmal stößt man nicht direkt auf den Kriminalfall und seine Ermittlung, allerhöchstens wenn man den Begriff auf die gesellschaftlich-soziale Ebene herunter bricht. Stattdessen wird man in die Vergangenheit versetzt und erfährt viel über den Werdegang der Mitglieder des Familientreffens. Diesen Teil fand ich sehr unterhaltsam, wobei ich manchmal auch den Kopf über soviel Dummheit/Starrsinn schütteln musste. Aber in ländlichen Gegenden sind die Ansichten und Gepflogenheiten, gerade zur damaligen Zeit, vermutlich etwas anders. Ich denke, dass hat der Autor gut vermittelt. In straffen Schritten nähert sich die Geschichte dann der Gegenwart, wo es nochmals richtig zur Sache geht, spannend wird und so mancher Aha-Effekt aufkommt. Aber auch hier bleibt der Autor seiner Linie treu und würzt das Ganze mit etwas (schwarzem) Humor. Helmut Exner zeichnete sich schon immer damit aus, dass er seine Figuren äußerst liebevoll kreiert und ihnen Unverwechselbarkeit verleiht. In diesem Roman hat er sich dabei selbst übertroffen und sehr viel Kreativität walten lassen, was in Anbetracht der Vielzahl der Figuren nicht selbstverständlich ist. Von locker-lustig bis verschroben-schrullig waren alle Typen vertreten, in ihrem Zusammenspiel waren sie einfach nur spitze und machten das Lesen zum Genuss. Ich muss allerdings auch sagen, dass diese Geschichte nach meinem Empfinden diesmal etwas mehr Gesellschaftsroman als Krimi war, wenn man Krimi ausschließlich mit Mord und Totschlag verbindet. Mir persönlich war das allerdings egal, denn ich fühlte mich bestens unterhalten. Leicht und locker, aber auch spannend mit Überraschungseffekten, daher: lesen!

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  • Weitverzweigte Lebenswege

    Familientreffen mit Leiche
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    26. February 2014 um 12:31

    Weitverzweigte Lebenswege Seine Heimat kennt Helmut Exner umfassend, vor allem natürlich was die Mentalität der „Harzer“ und die Atmosphäre auch in den kleineren Orten wie Lautenthal angeht. Eine Kenntnis, die vor allem, wie auch in den Büchern zuvor, in die erkennbar liebevoll gezeichneten Figuren eingeht. Und das betrifft seit längerer Zeit bereits nicht mehr nur die Serienheldin „Lilly Höschen“ (die im Übrigen mehr und mehr eher eine Nebenrolle in den Regionalkrimis zugeordnet bekommt), sondern eine spürbare Lust am Gestalten der verschiedenen Figuren ist dem Buch abzuspüren. Seien es die beiden Brüder, die aussehen, wie Zwillinge und einfach auch den gleichen Geschmack haben was ihre Kleidung, die ihrer Frauen und die ihrer Kinder angeht, sei es der ewig tollpatschige Amadeus, sei es die „Hoteltochter“ Christiane, der gegen den Strich gebürstete, jähzornige und sprachlich immer klare katholische Pfarrer Christian, seien es die „Altvorderen“, die schon Ende der dreißiger, Anfang der vierziger Jahre nassforsch und keck das Ihre verfolgen (bis hin zum „Samenraub“). Vielfache Personen, die in verflochtener Weise in Beziehung stehen, deren Familiengeschichte sie auch bis nach Italien getragen haben mag, die Wurzeln sind doch im Harz fest verankert. In klarer, direkter Sprache. Wo man sein Herz auf der Zunge trägt, geradeheraus ist und lebt (und das auch im Negativen, da, wo Verbitterung und Härte des Herzens die Person eher ausmachen als das Gemütliche oder Energische). Ein Familientreffen der besonderen Art ist es schon, dass in dieser Konstellation eher zufällig in jenem Hotel stattfindet, um das sich auch in früheren Zeiten bereits das ein oder andere Drama ereignete. Ein Familientreffen mit einer Leiche im Kofferraum (Mord oder Unfall?), einem eigentlich fest zugeschraubten Zugang mittels einer Falltür in den Eiskeller des Hotels (wo doch schon einmal eine Leiche lag, oder täuschte das?) und einer ziemlichen Unklarheit, wer da eigentlich mit wem und gegen wen und überhaupt zusammenhängt. Verbindungen, die Exner im ersten Teil des Buches breit dem Leser vor Augen führt und damit auch die vergangene Lebensform, die Werte der kleinen „Harzer Gemeinschaft“ lebendig werden lässt und die er im zweiten Teil des Buches mit zunehmendem Tempo als Krimi mit rasch wechselnden Perspektiven gestaltet (mit einem überraschenden Ende, dass den ein oder anderen Kriminalen eher „Täter-los“ zurücklässt. Alles in allem ein flott geschriebener und vom Lokalkolorit her kenntnisreicher, weitgehend unblutiger Regionalkrimi mit liebevoll und wiedererkennbar gezeichneten Figuren (bis auf jene beiden, bei denen auch ein Namensschild am Revers nicht wirklich nutzt), die ein buntes „Familienbild“ ergeben. Durchweg anregende Unterhaltung.

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  • Mord oder nicht Mord?

    Familientreffen mit Leiche
    kellermaeuse

    kellermaeuse

    23. February 2014 um 17:17

    soll. Dieses Buch ist für mich fern ab von gut und böse. Von gut und schlecht. Von langweilig bis spannend. Immer irgendwo in der Mitte. Der Aufbau an sich ist ja gar nicht schlecht. Die erste Hälfte befasst sich mehr oder minder mit der Vergangenheit um die Gegenwart besser zu verstehen. Und wenn ich erste Hälfe schreibe, dann meine ich das auch. Genau in der Mitte beginnt dann der eigentliche Krimi mit dem Mordfall der (vielleicht doch) kei Mordfall ist um dann noch kurz vor Toresschluss in einem weiteren (vielleicht) Mord zu Ende. Der Grundaufbau ist ja gar nicht schlecht. Die Charaktere auch nicht verkehrt. Obwohl ich den Namen der alten Dame Lilly Höschen doch etwas gewöhnungsbedürftig fand. Ich musste immer zu an Liebestöter aus Omas Tagen denken. Aber irgendwie nimmt die Geschicht irgendwann so schnell Fahrt auf, das man ich kaum noch folgen kann. Dazwischen gab es dann immer wieder Passagen die sich, aus meiner Sicht, als Lückenfüller anfühlten um das ganze etwas in die Länge zu ziehen. Mein Fazit: Ja, was soll ich sagen. Ich muss wohl noch ein zweites Buch lesen. Dieses hat sich recht schnell gelesen. Der Stil war angenehm. Bevor ich entscheiden kann ob ich den Autor und seine Reihe mag. Ich gebe 3 1/2 Sterne von 5

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