Helmut Exner Lilly fährt mit dem Zeppelin zum Mond

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Inhaltsangabe zu „Lilly fährt mit dem Zeppelin zum Mond“ von Helmut Exner

Um es vorweg zu nehmen: Der 83-jährigen Oberstudienrätin a.D. Lilly Höschen kann man einiges zutrauen. Aber zur Astronautin wird sie in diesem Roman nicht. Stattdessen mischt sie sich in die abenteuerliche Familiengeschichte dreier Brüder ein, die die Brausefabrik ihres Großvaters weiterführen und behaupten, von einer venezianischen Zwergenfamilie abzustammen. Ihre Mutter hatte einst aus Versehen den falschen Mann geheiratet, was sich im Nachhinein als Segen erwies. Auf der Suche nach dem Schatz ihrer Vorfahren finden die Söhne, die jeder nur unter ihren Spitznamen Liptegei, Zeppelin und Mond kennt, eine mumifizierte Leiche im Keller. Kurz darauf verschwindet ein junges Mädchen spurlos, wodurch sich das Leben der Familie dramatisch ändert. Viele Jahre später wird die Tochter eines der Brüder entführt. Zum Glück sind sie mit Lilly Höschen befreundet, die keine Ruhe gibt, bevor sie alle Zusammenhänge der zurückliegenden und der aktuellen Geschehnisse aufgedeckt hat.

Lilly ist einfach immer wieder köstlich!

— beate_bedesign

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  • Harzer Lokalgeschichte

    Lilly fährt mit dem Zeppelin zum Mond

    michael_lehmann-pape

    12. November 2013 um 11:55

      Nein, mit seiner inzwischen doch gut bekannten Serienheldin „Lilly Höschen“ (alt aber fidel)  betritt Helmut Exner in diesem neuen Band nun nicht den Bereich der Fantastik und eifert Jules Verne nach. „Zeppelin“ und „Mond“, soviel sei vorweg gesagt, haben nichts mit „Zeppelinen“ als Fluggeräte oder mit dem Erdtrabanten zu tun.   Wohl aber mit den Menschen im Harz. Mit einer ganz bestimmten Nachfolge eingewanderter Italiener. Eher kleinwüchsige Menschen, damals in den 20er Jahren des letzten  Jahrhunderts, in dem die Geschichte beginnt und, in Teilen, auch angesiedelt ist.   „Kleine Menschen“, die, was liegt näher, durchaus verantwortlich sein könnten für so manche „Zwergenlegende“ des Harzes. Und deren Wirken (und teilweiser Reichtum) bis in die Gegenwart nachwirken, wie Exner im Buch die Fäden der Zeiten geschickt und passend miteinander verbindet. Mitsamt sehr kreativer Gartenzwerge in manchen Vorgärten.   Da findet eine „Zusammenführung“ zwecks Hochzeit in den 20Jahren im Harz statt, die nicht ganz nach Plan verläuft. Was dazu führen wird, dass der damalige Bräutigam eine Wand im Haus recht schnell mauert.   Da entstehen Kinder aus der Ehe, von denen einer in einen bitteren Entführungsfall mitsamt einem toten Neugeborenen im Wald verwickelt sein wird. Und nie wieder den Fuß in das heimische Dorf setzen möchte.   Da erlebt der Leser eine Entführung in der Gegenwart und eine unleidliche Nachbarschaft, die umgehend Lilly Höschen den Ärger ins Blut treibt und ihr Eingreifen nötig machen wird.   Mit „Zeppelin“ zum „Mond“. Wobei, wie nebenbei erzählt, der sagenhafte Silberschatz mancher Zwerge eine hintergründige Begleitrolle spielen wird.   Das alles angesiedelt in das teils deftige Umfeld der Harzer Provinz, wo manche Wirtsfrauen solch klare Worte finden, dass der ein oder andere fremde Besucher und Gast erst einmal Mähe haben wird, die Ruhe zu bewahren.   Eine Vielzahl von Erzählfäden somit, denen der Leser vergnüglich folgt und deren innerer Zusammenhang erst gegen Ende des Buches sich zeigen wird. Ein Griff in die Lokalgeschichte, der Exner ein Anliegen ist und den er ebenso kreativ in diesem Buch mitverarbeitet.   Wobei es ein leichter Wehrmutstropfen schon ist, dass Exner so manchen Faden recht kurz und trocken abhandelt, der von der Grundidee her eine breitere Darstellung verdient hätte. Sowohl aus der Familiengeschichte der „Zwerge“, als auch aus dem „Silberschatz“ oder dem „Drama im Wald“ hätten andere Schriftsteller fast schon eigenständige Bücher erstellt. Geschichten und Ereignisse, die teil auf wenigen Seiten im Buch abgehandelt werden. Hier wäre, vom Einfallsreichtum her, „Mehr“ tatsächlich wünschenswert und ein Gewinn gewesen.   Ansonsten, wie immer bei der Lilly Höschen Reihe, ein von Lokalkolorit geprägter Roman mit kriminalistischen Elementen und vielen originell gezeichneten Figuren.

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  • Lilly ist einfach immer wieder köstlich!

    Lilly fährt mit dem Zeppelin zum Mond

    beate_bedesign

    25. August 2013 um 12:46

    Inhalt: Der Titel mag ein wenig irreführend klingen, denn Lilly fährt nicht mit dem Luftschiff auf den Planeten, sondern bei „Zeppelin“ und „Mond“ handelt es sich um Spitznamen für Männer Zeppelin, Mond und Liptegei sind drei Brüder, mittlerweile auch schon deutlich älter als Lilly und leben im gleichen Ort wie sie. Die Geschichte beginnt 1920 als die Mutter der damals noch nicht geborenen Brüder ihren zukünftigen Mann kennenlernt. Die Geschichte endet dann 2013 als die Tochter von Mond entführt wird. Und der Grund für diese Entführung liegt tief in der Vergangenheit. Meine Meinung: Zunächst war ich erstaunt, dass das Buch 1920 beginnt. Ich dachte „Wie jetzt? Da hat Lilly doch noch gar nicht gelebt.“ Und es dauert auch ein wenig bis Lilly das erste Mal in Erscheinung tritt. Denn in den ersten Kapiteln wird die Familiengeschichte der drei Brüder erzählt. 1962 taucht dann auch Lilly als junge Frau von Anfang 30 auf. Und ich muß sagen, das war eine brillante Idee des Autors, denn so kommt der Leser in den Genuss die „junge“ Lilly auch einmal kennenzulernen und ich fand sie auch damals schon klasse. Ganz besonders gut hat mir das Intermezzo mit ihrem Direktor gefallen. Zu diesem Zeitpunkt ist Lilly aber noch Lehrerin und eine Bekannte der Familie. Auch zu diesem Zeitpunkt gibt es schon kriminelle Ereignisse, aber damals hat sich Lilly noch nicht eingemischt. Als dann aber 2013 die Tochter von „Mond“ entführt, da ist Lilly natürlich helfend zur Stelle. Dieses ist mittlerweile schon das sechste Buch, in dem Lilly mitmischt und ich habe mit diesem jetzt schon vier davon gelesen. Alle diese Bücher kann man gut unabhängig von einander lesen. Sie sind in sich abgeschlossen, aber wer eines gelesen und gemocht hat, der wird sie sowieso alle mögen. Und ab und zu trifft man (wenn man sie in der richtigen Reihenfolge liest) dann eben auf alte liebgewonnene Bekannte. Hier zum Beispiel ist es Gretel, die ich als Haushälterin von Ferdinand in „Mörderische Harzreise“ kennen und lieben gelernt habe. Helmut Exner schreibt in seinem Nachwort Zitat: Es geht mir beim Schreiben meiner Bücher nicht in erster Linie um das Thema Krimi. Was mir am Herzen liegt, ist, interessante Geschichten zu erzählen, die von Menschen erlebt werden, die nicht alltäglich sind, die es aber in dieser oder ähnlicher Form tatsächlich gibt oder geben könnte. Und ich finde, das gelingt ihm ganz ausgezeichnet. Mein Fazit: Trotz des recht ungewöhnlichen Titels ist es wieder ein echtes „Lilly-Buch“ Eine tragische Familiengeschichte, mit kriminellen Hintergründen gewürzt mit Lillys schrulligem Humor, wie sie so oder so ähnlich wirklich passiert sein könnte.

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