Helmut Exner Mordserbe: Ein todernst-heiterer Krimi aus dem Harz

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Inhaltsangabe zu „Mordserbe: Ein todernst-heiterer Krimi aus dem Harz“ von Helmut Exner

Durch einen grausamen Doppelmord wird der junge Anwalt Amadeus Besserdich quasi über Nacht zum Milliardär. Seine Geschäftspartner hinterlassen ihm ihre Anteile an einem mysteriösen Unternehmen. Um das Erbe anzutreten und Licht in die Vorgänge zu bringen, die sein Leben auf den Kopf stellen, reist er nach Amerika. Als er herausfindet, wie das ungeheure Vermögen, das nun ihm gehört, entstanden ist, will er es so schnell wie möglich wieder loswerden. Aber es ist zu spät. Offenbar trachtet man auch ihm nach dem Leben. Während Amadeus mit seiner Familie untertaucht, suchen zwei Kommissarinnen und das FBI fieberhaft nach den Mördern. Natürlich bleiben auch Amadeus' Großtante Lilly Höschen und ihre Freundin Gretel nicht untätig und ermitteln auf ihre Art und Weise. Als sie glauben, den Täter dingfest gemacht zu haben, fangen die Turbulenzen erst an. Zu allem Überfluss müssen sich die alten Damen auch noch mit einem verrückten Stalker, einem dicken Wissenschaftler und einem chinesischen Geschäftsmann herumschlagen, der jedem erzählt, er hätte keine Unterwäsche an. Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas sorgen auch in diesem zehnten Krimi aus der Feder des Autors liebgewonnene Serienfiguren für diverse Angriffe auf die Lachmuskeln des Lesers.
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  • Amadeus in Kanada und den USA

    Mordserbe: Ein todernst-heiterer Krimi aus dem Harz

    beate_bedesign

    27. June 2015 um 17:56

    Inhalt: Während einer Firmenfeier werden die beiden Geschäftspartner von Amadeus brutal ermordet. Das alleine ist schon unfassbar, aber dass alle beide Amadeus zum Haupterbe und damit zum Milliardär gemacht haben, fällt Amadeus zunächst sehr schwer zu glauben. Als er herausfindet, wie seine Erblasser zu ihrem Vermögen gekommen sind, beschließt er das Erbe so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Doch da hat er die Rechnung ohne den oder die Mörder gemacht und wird plötzlich selbst zur Zielscheibe. Meine Meinung: Mit “Mordserbe” habe ich bereits den siebten Harzkrimi mit Lilly Höschen von Helmut Exner gelesen. Dieses Mal ist Amadeus, der Großneffe von Lilly Höschen die Hauptperson. Wer bereits ein paar Abenteuer mit der alten Dame kennt , der weiß, dass die Morde in diesen Büchern eigentlich fast nebensächlich sind. Und der meist sehr skurile Humor und die Figur “Lilly Höschen” einen großen und wichtigen Teil in den Geschichten ausmachen. “Mordserbe” fand ich persönlich nicht ganz so humorvoll wie die vorangegangenen Geschichten. Dafür ist das Thema und die Hintergründe, die zu den Morden führten, deutlich tiefgründiger und leider auch in unserer Geschichte verankert. Amadeus konnte mich bisher mit seiner tolpatschigen Art immer wieder zum Lachen bringen, als Hauptfigur konnte er mich jetzt allerdings nicht 100% überzeugen. Gut gefallen hat mir, wie immer, dass ich gute alte Bekannte wieder getroffen habe. Lilly war natürlich auch dabei, und ein paar weitere gute Bekannte. Dieses Mal musste die deutsche Polizei sogar mit dem FBI zusammenarbeiten und Lilly hat sogar George Clooney getroffen. Mein Fazit: Ein Harzkrimi, der dieses Mal mit vielen internationalen Figuren und nicht nur im Harz, sondern auch in Kanada und USA spielt. Der von Helmut Exner gewohnt skurile Humor ist etwas geringer dosiert, dafür sind die Hintergründe jedoch deutlich tiefgründiger als bisher.

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  • Wer ist „xxx“?

    Mordserbe: Ein todernst-heiterer Krimi aus dem Harz

    michael_lehmann-pape

    19. May 2015 um 12:23

    Wer ist „xxx“? Mit der klassischen Fragestellung „Wer ist der Mörder im Hintergrund“ baut Helmut Exner in seinem neuesten Krimi der „Harzer-Reihe“ seine Spannungskurve auf. Das Exner in diesen neuen Fall das Thema der „Beutekunst“ mit aufnimmt, den Leser in seiner ruhigen Erzählweise an dieses besondere Stück Kriegsgeschichte mit heranführt ist zum einen dabei ein aktuelles Thema und zum anderen bietet es einen in sich (im Nachgang nach der Auflösung des Falles gesehen) einen logischen und realistischen Rahmen für das unverhoffte große Erbe und die Verbindungen zum Harz. Mehr noch als in den vorhergehenden Bänden weitet Exner hierzu den geographischen rahmen ebenso ein deutliches stückweit aus (bis nach Kanada und Amerika), wie das ein oder andere Thriller-Element Einzug in die Handlung findet. Nicht nur, dass das FBI mit an den Ermittlungen teilnimmt, auch jene Szene, in der Amadeus aus den oberen Stockwerken eines Gebäudes einen Anschlag betrachtet und die internationalen Verflechtungen jenes „Erbes“, das Amadeus zu Beginn des Buches zufällt bieten doch einen breiteren Blick las nur auf den Harz in und um Goslar herum. Wobei dieser Teil der Erzählung (der immer eng mit der Person der resoluten Lilly Höschen verbunden ist), durchaus seine Rolle spielen wird und somit auch die herzhaft-kantige „Harzer-Art“ immer wieder im Buch ihren Niederschlag findet. Wie gewohnt (trotz nicht weniger Morde im Buch) bietet Exner keine blutrünstige Abfolge von Verbrechen, sondern legt den größeren Wert auf die hinter allem liegenden Verbindungen der einzelnen Personen und Ereignisse und auf die Ausgestaltung der Charaktere selbst, bei der Exner immer wieder die „kleinen Besonderheiten“ nach vorn zu rücken versteht. Das macht als Leser Freude, diese Melange zwischen tiefster Provinz und „weiter Welt“ immer wieder anregend im Buch nachvollziehen zu können. So bietet Exner nicht nur einen anregenden Kriminalfall, einen Blick auf ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, eine Darstellung menschlicher Gier samt internationaler Ebene, sondern eben auch eine „Nebenrolle“ für den „Harzer Flottkuchen“, der als besondere Überraschung dem Leser auch ganz praktisch am Ende des Buches nahe gebracht wird. Alles in allem eine vergnügliche, durchaus mit Spannung versehene und in sich logische Lektüre, die rege und gut unterhält.

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