Helmut Friedrich Glogau

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Alle Bücher von Helmut Friedrich Glogau

Helmut Friedrich GlogauMit dem Fahrrad und Aphasie durch Europa
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Mit dem Fahrrad und Aphasie durch Europa
Mit dem Fahrrad und Aphasie durch Europa
 (1)
Erschienen am 20.07.2015
Helmut Friedrich GlogauMit dem Fahrrad und Aphasie durch Europa
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Mit dem Fahrrad und Aphasie durch Europa
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 (1)
Erschienen am 20.07.2015

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Rezension zu "Mit dem Fahrrad und Aphasie durch Europa" von Helmut Friedrich Glogau

Sehr authentisch (Reihen-Rezension ohne Spoiler)
MellisBuchlebenvor einem Jahr

Mich hat der Klappentext angesprochen, denn ich interessiere mich für Reisen aller Art und lese gerne Erfahrungsberichte. Beides wird in den beiden Bänden miteinander verbunden.


Den Sprachverlust des Autoren habe ich als Leser sehr nah mitbekommen, weil ich über viele unglückliche Formulierungen gestolpert bin. Meist wusste ich, was er ausdrücken möchte, einige wenige Male habe ich es aber einfach nicht verstanden. Das habe ich aber nicht als negativ empfunden - ganz im Gegenteil. Denn genau das ist es, was das Buch so authentisch macht. Ich finde es gut, dass Helmut Friedrich Glogau mit Menschen an Rechtschreibung und Grammatik gearbeitet hat, diese aber nicht den ganzen Text überarbeitet haben. (Ob auch ein Lektor mitgewirkt hat, weiß ich nicht.) Die Rechtschreibung ist völlig in Ordnung, aber bei der Grammatik stolperte ich des Öfteren über  Formulierungen und die Ausdrucksweise. Aber das war es auch, was mich ab und zu zum Schmunzeln gebracht hat: Der Autor nimmt "kein Blatt vor den Mund" und erzählt so, wie ihm "der Schnabel gewachsen ist". Hierzu möchte ich gerne beispielhaft aus Band 1 von Seite 23 zitieren:
"Ach du Scheiße - Platten im Hinter- und Vorderrad."
Zwischen den eigentlichen Reisen tauchen immer wieder Erinnerungen an früher auf. Diese in der Vergangenheit geschehenen Erlebnisse sind kursiv gedruckt. Zu Beginn hat mich das etwas verwirrt, aber mit der Zeit hatte ich mich daran gewöhnt.
Viele Szenen wirken ein bisschen abgehackt. Das liegt vielleicht daran, dass die Bücher teilweise in Tagebuchform geschrieben sind. Die Anekdoten mit den witzigen und interessanten Begegnungen auf den Reisen sind aber meiner Meinung nach im Großen und Ganzen gut erzählt. Manchmal hätte ich mir vor allem im ersten Teil allerdings mehr Tiefgang gewünscht.
Das wurde im zweiten Band dann meiner Meinung nach auch erfüllt, denn hier gibt es nicht nur Erinnerungen an früher, sondern man erfährt auch etwas über das frühere Leben des Autoren sowie einige Details aus der Zeit, als der Autor die Sprache neu erlernt hat. Das fand ich ebenfalls sehr interessant. 
Ich finde es mutig, dass Helmut Friedrich Glogau trotz Aphasie diese beiden Bücher geschrieben hat. Bestimmt macht er damit auch anderen Mut, die daran leiden, die Sprache neu zu erlernen. Des Weiteren beschreibt er nicht nur die malerischen (und weniger schönen) Landschaften, durch die er gefahren ist, sondern zeigt auch die Probleme auf, die solche Fahrradreisen im Allgemeinen mit sich bringen. Man denke hierbei beispielsweise an die notwendigen Reparaturen, Umwege durch für Fahrräder ungeeignete Straßen etc. Ferner ist es natürlich auch nicht leicht, mit Aphasie alleine zu reisen. 
Aber diese Reisen haben für Helmut Friedrich Glogau nicht nur Probleme mit sich gebracht, sondern sicherlich auch Freiheit und Unabhängigkeit sowie einen Weg, Sprachbarrieren zu durchbrechen und darüber zu schreiben, was nun wiederum anderen helfen kann.

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Rezension zu "Mit dem Fahrrad und Aphasie durch Europa" von Helmut Friedrich Glogau

Sehr authentisch! (Reihen-Rezension ohne Spoiler)
MellisBuchlebenvor einem Jahr

Mich hat der Klappentext angesprochen, denn ich interessiere mich für Reisen aller Art und lese gerne Erfahrungsberichte. Beides wird in den beiden Bänden miteinander verbunden.
Den Sprachverlust des Autoren habe ich als Leser sehr nah mitbekommen, weil ich über viele unglückliche Formulierungen gestolpert bin. Meist wusste ich, was er ausdrücken möchte, einige wenige Male habe ich es aber einfach nicht verstanden. Das habe ich aber nicht als negativ empfunden - ganz im Gegenteil. Denn genau das ist es, was das Buch so authentisch macht. Ich finde es gut, dass Helmut Friedrich Glogau mit Menschen an Rechtschreibung und Grammatik gearbeitet hat, diese aber nicht den ganzen Text überarbeitet haben. (Ob auch ein Lektor mitgewirkt hat, weiß ich nicht.) Die Rechtschreibung ist völlig in Ordnung, aber bei der Grammatik stolperte ich des Öfteren über  Formulierungen und die Ausdrucksweise. Aber das war es auch, was mich ab und zu zum Schmunzeln gebracht hat: Der Autor nimmt "kein Blatt vor den Mund" und erzählt so, wie ihm "der Schnabel gewachsen ist". Hierzu möchte ich gerne beispielhaft aus Band 1 von Seite 23 zitieren:
"Ach du Scheiße - Platten im Hinter- und Vorderrad."
Zwischen den eigentlichen Reisen tauchen immer wieder Erinnerungen an früher auf. Diese in der Vergangenheit geschehenen Erlebnisse sind kursiv gedruckt. Zu Beginn hat mich das etwas verwirrt, aber mit der Zeit hatte ich mich daran gewöhnt.
Viele Szenen wirken ein bisschen abgehackt. Das liegt vielleicht daran, dass die Bücher teilweise in Tagebuchform geschrieben sind. Die Anekdoten mit den witzigen und interessanten Begegnungen auf den Reisen sind aber meiner Meinung nach im Großen und Ganzen gut erzählt. Manchmal hätte ich mir vor allem im ersten Teil allerdings mehr Tiefgang gewünscht.
Das wurde im zweiten Band dann meiner Meinung nach auch erfüllt, denn hier gibt es nicht nur Erinnerungen an früher, sondern man erfährt auch etwas über das frühere Leben des Autoren sowie einige Details aus der Zeit, als der Autor die Sprache neu erlernt hat. Das fand ich ebenfalls sehr interessant. 
Ich finde es mutig, dass Helmut Friedrich Glogau trotz Aphasie diese beiden Bücher geschrieben hat. Bestimmt macht er damit auch anderen Mut, die daran leiden, die Sprache neu zu erlernen. Des Weiteren beschreibt er nicht nur die malerischen (und weniger schönen) Landschaften, durch die er gefahren ist, sondern zeigt auch die Probleme auf, die solche Fahrradreisen im Allgemeinen mit sich bringen. Man denke hierbei beispielsweise an die notwendigen Reparaturen, Umwege durch für Fahrräder ungeeignete Straßen etc. Ferner ist es natürlich auch nicht leicht, mit Aphasie alleine zu reisen. 
Aber diese Reisen haben für Helmut Friedrich Glogau nicht nur Probleme mit sich gebracht, sondern sicherlich auch Freiheit und Unabhängigkeit sowie einen Weg, Sprachbarrieren zu durchbrechen und darüber zu schreiben, was nun wiederum anderen helfen kann.

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