Helmut Frielinghaus

 3 Sterne bei 24 Bewertungen

Lebenslauf von Helmut Frielinghaus

Helmut Frielinghaus, geb. 1931 in Braunschweig, arbeitete von 1952 - 1957 in der Libería Buchholz in Madrid und fing an, aus dem Spanischen zu übersetzen. In Deutschland arbeitete er anschließend als Lektor und Verlagsleiter bei Rowohlt, Claassen und Luchterhand. Zuletzt übertrug er neben Raymond Carver Nicholson Baker, gemeinsam mit Sabine Höbel, John Updike und William Faulkner. 2011 wurde er mit dem Paul-Scheerbart-Preis der Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Stiftung ausgezeichnet. Er starb im Januar 2012. Die deutsche Übertragung der Gedichte Carvers ist seine letzte Arbeit.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Helmut Frielinghaus

Cover des Buches Licht im August (ISBN: 9783644006126)

Licht im August

 (59)
Erschienen am 14.06.2022
Cover des Buches Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden (ISBN: 9783596903887)

Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden

 (46)
Erschienen am 23.05.2012
Cover des Buches Würdest du bitte endlich still sein, bitte (ISBN: 9783596903900)

Würdest du bitte endlich still sein, bitte

 (44)
Erschienen am 23.05.2012
Cover des Buches Früher war noch mehr Lametta (ISBN: 9783257235883)

Früher war noch mehr Lametta

 (24)
Erschienen am 24.10.2006
Cover des Buches Kathedrale (ISBN: 9783596903894)

Kathedrale

 (15)
Erschienen am 23.05.2012
Cover des Buches Erste und letzte Storys (ISBN: 9783833300981)

Erste und letzte Storys

 (7)
Erschienen am 01.05.2004
Cover des Buches Die romantische Bewegung (ISBN: 9783596137800)

Die romantische Bewegung

 (6)
Erschienen am 23.02.2012
Cover des Buches Ein neuer Pfad zum Wasserfall (ISBN: 9783596950058)

Ein neuer Pfad zum Wasserfall

 (4)
Erschienen am 25.04.2013

Neue Rezensionen zu Helmut Frielinghaus

Cover des Buches Licht im August (ISBN: 9783499249969)Beusts avatar

Rezension zu "Licht im August" von William Faulkner

Viel Schatten in diesem großen Roman
Beustvor 3 Jahren

„Licht
im August“ ist eine von den Lektüreerfahrungen, die mit Anstrengung erworben
wird. Faulkner erzählt seine Geschichte in Mississippi mit ermüdender
Pedanterie, inneren Monologen, ausführlichen Beschreibungen der emotionalen
Gemütslage oder der haarklein aufgefächerten Gedankenlandschaft der Handelnden.
In Rückblenden werden seitenweise Lebensgeschichten auftretender Figuren
nachgereicht, die dem Auto notwendig erscheinen, um die Handlungsweise zu
motivieren und erklärlich zu machen. Die Erzählperspektive folgt mitunter einer
Person in eine Szene, um dann abzubrechen und eine andere Person in und durch
dieselbe Szene zu führen, damit beider Personen Bewusstsein im Lesen präsent
ist. Zeile für Zeile bewegt man sich nur sehr langsam durch den Text - und
dennoch erschafft Faulkner mit seinem Stil ein erstaunliches Leseerlebnis:
Plötzlich entsteht aus den Buchstaben ein dichtes, kompaktes Bild, durch das man
schreitet, ohne zu merken, dass man eigentlich noch liest. Die Loslösung der eigenen
Realität und das tiefe Eintauchen in die fremde Realität hat wohl mit Faulkners
akribischer Realitätsnähe zu tun. Ich habe jedenfalls selten ein so
monolithisches Textgemälde im Kopf gehabt wie bei diesem Roman.

Faulkner
stellt sich in diesem 1932 veröffentlichten Roman erneut der Rassenfrage, die
für ihn eine ewige Schande des Menschen bzw. des Amerikaners ist. In der Figur
von Joe Christmas zeigt er, wie schon das Gerücht, jemand könne „Negerblut“ in
den Adern haben, zur Verurteilung führt. Christmas ist ein harter Wanderarbeiter,
bindungsunfähig, verschlossen und frauenfeindlich, der mit Gelegenheitsjobs und
illegalem Whiskyhandel über die Runden kommt. Er mordet und wird gejagt,
obschon zunächst alle Indizien auf seinen zwielichtigen Kompagnon Joe Brown weisen.
Der windet sich aus dem Verdacht, indem er Christmas beschuldigt, „Niggerblut“
in sich zu haben.

Ein
wenig Licht in diesen August bringen Lena Grove und Byron Bunch, die Hoffnung,
Freundlichkeit und Anständigkeit repräsentieren und er Ausweglosigkeit und dem
Pessimismus des Romans ein Gegengewicht verleihen, wenn auch kein
gleichwertiges.

Faulkners
Roman ist auf zwei Ebenen toll: in seinem inneren Humanismus und in seinem Stil
- für den, der sich auf die Entschleunigung der Realität einlässt.

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Cover des Buches Früher war Weihnachten viel später (ISBN: 9783257242171)Henri3tt3s avatar

Rezension zu "Früher war Weihnachten viel später" von Renate Orth-Guttmann

Ganz nett
Henri3tt3vor 3 Jahren

Dies ist eine Sammlung von weihnachtlichen Geschichten von AutorInnen, von denen ich manche schon kannte, andere noch nicht. Manche haben mir besser gefallen, manche weniger, manche Geschichten sind Klassiker, die ich schon seit Jahrzehnten kenne.

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Cover des Buches Ein neuer Pfad zum Wasserfall (ISBN: 9783596950058)Duffys avatar

Rezension zu "Ein neuer Pfad zum Wasserfall" von Raymond Carver

Carvers lyrisches Vermächtnis
Duffyvor 4 Jahren

Nachdem Carver seine Krebsdiagnose bekommen hatte, machte er sich zusammen mit seiner Frau, der Autorin Tess Gallagher, an die Arbeit zu einem letzten Buch mit Gedichten, die hier nun unterteilt in sechs Abschnitte vorliegen. Obwohl Carver für seine Short-Stories berühmt und auch bis heute auf dem Gebiet das Maß aller Dinge ist, hat er seiner Lyrikproduktion große Aufmerksamkeit gewidmet, er war nicht der Schreiber, der "nebenbei" Gedichte verfasst. Das, was von ihm in dieser Form existiert, ist wahrscheinlich noch wirkungsvoller als seine Geschichten, denn in seiner Lyrik hat er die Grenzen von Lyrik und Prosa verschmolzen, er wollte keine Trennung, er hat eine freie Form geschaffen, die es dem Leser ermöglicht, Transparenz von Prosa ins Lyrische mitzunehmen. Dadurch wurde der Unterschied der Formen aufgehoben und eine profitierte von der anderen. Die daraus entstandene Mischform machte es möglich, Inhalte so reich wie möglich zu präsentieren, vom Gedicht her konzipiert und dann eben als "Summe" aller Möglichkeiten zur "erweiterten Lyrik" ausgearbeitet. Zudem hat Carver seine Gedichte in die von anderen Autoren eingebettet, vornehmlich Tschechov, und betonte damit seine lyrische Verwandschaft zu diesen Kollegen.
In ihrem ausführlichen und wunderbaren Nachwort gibt Tess Gallagher, seine Ehefrau und ebenfalls Schriftstellerin, Auskunft über die Arbeit an diesem Buch, Sie lässt uns aber auch an den letzten Monaten des Ausnahmeschriftstellers teilhaben und gibt tiefe emotionale Einblicke in den Menschen Carver.
Ein unverzichtbares Buch für alle Carver-Anhänger, aber auch die Novizen können getrost mit dieser Sammlung anfangen, denn ganz sicher  werden sie den (überschaubaren) Rest von Carvers Werk auch noch lesen wollen.

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