Helmut Höge

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Helmut Höge

Cover des Buches Berliner Ökonomie (ISBN:9783861630661)

Berliner Ökonomie

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Erschienen am 01.01.1996
Cover des Buches WPP (ISBN:9783931659806)

WPP

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Erschienen am 06.03.2007
Cover des Buches Rabenvögel (ISBN:9783941126756)

Rabenvögel

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Erschienen am 01.01.2017
Cover des Buches Schafe (ISBN:9783946685098)

Schafe

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Erschienen am 01.03.2019
Cover des Buches Pollerforschung (ISBN:9783943253207)

Pollerforschung

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Erschienen am 18.10.2018
Cover des Buches Katzen (ISBN:9783946685043)

Katzen

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Erschienen am 01.03.2018

Neue Rezensionen zu Helmut Höge

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Rezension zu "Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung" von Helmut Höge

Faszinierend und informativ
Sikalvor einem Jahr


 

Helmut Höge, Wissenschaftsjournalist, Biologe und Amateurforscher lässt uns hier an seinem zusammengetragenen Wissen teilhaben. Er interessiert sich seit Jahren für alles was so herumschwirrt oder –kriecht. Von A wie Ameise bis Z wie Zitteraal – die Tierwelt ist einerseits faszinierend, dann wieder grausam und viele Male amüsieren wir uns daran.

 

Höge ist nicht nur an wissenschaftlicher Forschungsarbeit interessiert. Spannend erklärt er uns Beobachtungen des Verhaltens zwischen Mensch und Tier  – gerade diese Verhaltensforschungen bringen wichtiges Wissen hervor.

 

Wir begegnen einer Vielzahl an Tieren und erfahren eine Menge, wobei eine breite Palette geboten wird. Nicht nur Libellen, Regenwürmer oder Gottesanbeterinnen findet man, auch Eisbären, Zebras und viele weitere Tiere werden vorgestellt.

 

Höge schreibt sachlich und leicht verständlich, gibt uns einen tiefen Einblick in die Natur, die es aufrechtzuerhalten gilt. Sogar die Erforschung der lästigen Fliegen hat Sinn, wenn man dem Autor Glauben schenken darf.

 

Ein sehr interessanter Einblick in die Tierwelt und deren Erforschung. Gerne vergebe ich für dieses informative Sammelsurium 5 Sterne.

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Rezension zu "Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung" von Helmut Höge

Don't bogart that Kugelfisch my friend
awogflivor einem Jahr

Das ganze Jahr 2018 warte ich nun schon auf ein Sachbuch, das mich so richtig zu begeistern vermag, et voilá – hier ist es.

Der Autor Helmut Höge erzählt Geschichtln und kuriose biologische Fakten rund um die Tierwelt von A wie Ameisen bis zu Z wie Zitteraale. Dabei holt er auch durchaus recht weit aus, über den Tellerrand des biologischen Fachgebiets übermäßig hinausgehend, gleich einem grandiosen Reihumschlag in Politik, Soziologie, Psychologie, Technik, Feminismus, Film, Fernsehen … . Dieser sehr breite Zugang zur Biologie ist kurios, kurzweilig und total wundervoll! So geht Bio! Meine Güte, hätte ich jemals einen Biologielehrer von der Qualität und dem Witz des Autors gehabt und nicht so langweilige Schnarchnasen, dann wäre das wahrscheinlich mein Lieblingsfach geworden.

Er schildert zum Beispiel, dass die Ameisen- und Termitenforschung seit jeher Gegenstand politischer Vereinnahmung war, sowohl in der nationalsozialistischen, kommunistischen als auch kapitalistischen Welt. Je nachdem welches System gerade herrschte, wurde das Sozialverhalten der Insekten mit dem politischen System verglichen.

Die Mathematiker entwickelten inzwischen ANT-Algorithmen, die in der Logistik, der Kriegsführung und so weiter zum Einsatz kommen. Wenn Amazon Bücher mit der Bemerkung empfiehlt, „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben … kauften auch …“, dann war da so ein Ameisen-Algorithmus am Werk, den der Konzern so weiterentwickeln will, dass er Waren auswählt, die einem derart gut gefallen könnten, dass Amazon sie sogleich zustellt – ohne dass man sie bestellt hat.

Kommt Euch das nicht von irgendwoher bekannt vor? Aus Marc-Uwe Klings dystopischem Roman Qualityland, den ich hier heuer schon besprochen habe.

Aber nicht nur die Viecherl werden alphabetisch abgearbeitet, sondern auch ein paar Verhaltensweisen quer durch alle Tiergattungen. Im Kapitel Berauschen wird man sehr vergnüglich mit den Drogenproblemen von ganzen Arten konfrontiert. So brechen Kängurus, Wallabys und Schafherden in Australien in Mohnplantagen ein, in Indien fallen die opiumsüchtigen Papageien und Antilopen über die Schlafmohnfelder her, schwedische Elche haben schwere Alkoholprobleme, Rentiere lieben psychedelische Pilze und die Igel sind nach mit Bier getränkten Nacktschnecken süchtig, da Hobbygärtner mit Bierfallen ihr Gemüse biologisch gegen die Schnecken schützen. Den Vogel schießen aber sowieso die Delfine ab. Diese nehmen, um sich zu berauschen, einen Kugelfisch, den sie so lange quälen, bis er sein Gift – Tetrodotoxin – absondert. In einer Fernsehsendung in Österreich Was gibt es Neues (so ähnlich wie Genial daneben) habe ich sogar gehört, dass sie diesen Kugelfisch reihum gehen lassen. Da bekommt das Lied Don‘t bogart that joint (Kugelfisch), my friend“ eine ganz neue tierische Bedeutung.

Die vom Autor beschriebenen Kuriositäten reißen einfach nicht ab. In Ägypten gibt es tatsächlich schon länger die Sitte, einen lebenden Skarabäus, der mit Edelsteinen verschönert ist, an einer Kette als Schmuck zu tragen. Das Tier wird vom Besitzer gehegt und gefüttert. Ich habe sowas bisher nur einmal in einem Castle-Krimi mit Kakerlaken gesehen und dachte, das sei so eine degenerierte New Yorker Idee und Mode. So, jetzt höre ich aber auf zu schwärmen und zu spoilern, es gibt noch genug zu entdecken in diesem Buch.

Letztendlich kommen wir aber zum einzigen Wermutstropfen dieses Sachbuchs: Es hat nur knapp 160 Seiten und ist vom Format her total winzig, ergo ist man bedauerlicherweise in einem Nachmittag locker durch.

Fazit: Wundervoll, geistreich, humorvoll, großartig, bewusstseinserweiternd … aber zu kurz, zu kurz, zu kurz. Lieber Helmut Höge! Bitte setzen Sie sich hin und schreiben noch viel mehr dazu. Ich will mehr!!! Am besten gleich im Umfang, Gewicht und Format von Brehms Tierleben.

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