Helmut Krausser

 4 Sterne bei 462 Bewertungen
Autor von Eros, Einsamkeit und Sex und Mitleid und weiteren Büchern.
Autorenbild von Helmut Krausser (© Michael Farin)

Lebenslauf von Helmut Krausser

Als Autor zur Selbstbestimmung: Helmut Krausser wurde 1964 in Esslingen geboren und ist Schriftsteller, Dichter, Bühnenautor und Verfasser diverser verschiedener Beiträge und Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften, von Musikaufzeichnungen und Hörspielen. Er wuchs in München auf und arbeitete nach seinem Abitur als Nachtwächter, Opernkomparse, Zeitungswerber, Popsänger, Rundfunksprecher und Journalist. Danach begann er ein Studium der Archäologie, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der LMU München, beendete es allerdings nicht. Nach Arbeits- und Perspektivlosigkeit begann Krausser eine literarische Karriere an Theatern. 1989 erschien sein erster Roman, "Könige über dem Ozean".

Neue Bücher

Trennungen. Verbrennungen

 (2)
Erscheint am 31.08.2020 als Taschenbuch bei Piper.

Für die Ewigkeit

Erscheint am 31.08.2020 als Hardcover bei Berlin Verlag.

Alle Bücher von Helmut Krausser

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Cover des Buches Eros (ISBN: 9783442736751)

Eros

 (61)
Erschienen am 04.02.2008
Cover des Buches Einsamkeit und Sex und Mitleid (ISBN: 9783832161439)

Einsamkeit und Sex und Mitleid

 (55)
Erschienen am 04.09.2012
Cover des Buches Melodien (ISBN: 9783832162917)

Melodien

 (35)
Erschienen am 19.09.2018
Cover des Buches Schmerznovelle (ISBN: 9783499232145)

Schmerznovelle

 (35)
Erschienen am 02.05.2002
Cover des Buches Die letzten schönen Tage (ISBN: 9783832162115)

Die letzten schönen Tage

 (27)
Erschienen am 16.08.2012
Cover des Buches Kartongeschichte (ISBN: 9783442738472)

Kartongeschichte

 (26)
Erschienen am 01.12.2008
Cover des Buches Der große Bagarozy (ISBN: 9783499224799)

Der große Bagarozy

 (28)
Erschienen am 01.02.1999
Cover des Buches Fette Welt (ISBN: 9783471779859)

Fette Welt

 (27)
Erschienen am 01.09.1999

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Neue Rezensionen zu Helmut Krausser

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Rezension zu "Trennungen. Verbrennungen" von Helmut Krausser

Vergnüglicher Reigen
Walli_Gabsvor einem Jahr

Manche Romane plätschern einfach nur munter vor sich hin und sind trotzdem grandiose Kompositionen – oder gerade deswegen? Helmut Krausser kann ich jedem empfehlen, der auf der Suche nach etwas wohlformulierter und vergnüglicher Ablenkung ist. Der Mann kann schreiben und greift mit großer Leichtigkeit alle Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins auf.

In „Trennungen. Verbrennungen“ entwirft Krausser einen locker-flockigen Reigen aus verschiedenen Personen, die in unterschiedlichsten Beziehungen zueinanderstehen. Im Zentrum des Ganzen steht ein wohlhabendes, in Wannsee lebendes Ehepaar: Archäologieprofessor Fred Reitlinger und seine Frau Nora, die in regelmäßigen Abständen Soireen organisieren, zu denen auch zwei besonders hoffnungsvolle Studenten eingeladen werden, Gerd und Leopold. Ersterer ist mit der kapriziösen Sonja liiert, deren Eltern für die ihrer Tochter zugedachte Zukunft finanzielle Anreize setzen. Zweiterer läuft an einem unglückseligen Tag der Tochter der Reitlingers über den Weg, die gegen alles und jeden rebelliert. Ihr Bruder Ansgar, ihre Freundin Caro, deren Affäre Petar – sie alle sind in ein komplexes Beziehungsgeflecht verwickelt und es kommt zu „Trennungen. Verbrennungen“, aber auch, um einen anderen Romantitel Kraussers zu zitieren, zu „Einsamkeit und Sex und Mitleid“. All dem lesend beizuwohnen, macht einfach Spaß. Kraussers plaudernder Erzählton, der das Leben und seine Abgründe beschreibt, ohne es sonderlich ernst zu nehmen, macht dieses Leseerlebnis sehr vergnüglich. „Trennungen. Verbrennungen“ lässt sich in einem Rutsch durchlesen und kennt weder Längen noch unnötige Aufregungen. Krausser scheut vor keiner möglichen Verwicklung zurück, wodurch es den ein oder anderen Überraschungsmoment gibt. Dabei behält er durchgehend seinen spöttisch-wohlwollenden Blick auf alles Menschliche. Ein Roman wie eine Oase der amüsanten Gelassenheit.

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Rezension zu "Gebrauchsanweisung für den FC Bayern" von Helmut Krausser

Nicht nur für Fans
Duffyvor 2 Jahren

Ein Grund, dieses Buch zu lesen, wenn man kein Bayern-Fan ist, besteht darin, ein Fan von Krausser zu sein. Dass der nun tatsächlich auch Bayern-Fan ist, dürfte der Grund sein, warum er dieses Buch geschrieben hat. Und es ist lesenswert, schon alleine wegen der Fakten, die eben noch nicht so bekannt sind. Außerdem nimmt der Autor das sportlich und lässt die Ultra-Vollbedienung außen vor. Seine Spielerporträts sind mit angenehmer Distanz und unterschwelligem Humor jederzeit gut zu konsumieren, die ganze Struktur des FC erscheint hier in einem anderen Licht und tatsächlich, sieht man sich die Historie des Vereins an, stellt man fest, dass nicht nur in Nazideutschland eine kontroverse Politik gemacht wurde, sondern der Verein hat auch viel im sozialen Bereich getan. Das Bild der "Familie" ist denn auch eher zutreffend als bei anderen Vereinen, obwohl es auch da natürlich ähnliche Strukturen gibt. Was nun den Erfolg der Bayern ausmacht, ist eine Kette von sportlichen und geschäftlichen Masterplans, die mit dem dazugehörigen Personal umgesetzt wurden. Das alle fasst Krausser in dem Buch zusammen, herrlich unaufgeregt und belanglos, denn so richtige Pflichtlektüre ist das dann doch nur für die Fans. Aber allen anderen gibt es einen guten Überblick, wie der Verein tickt und spart nicht mit amüsanten Anekdoten. Gesamt gesehen ein Buch, das ganz nett ist, ein kleiner Zeitvertreib zwischendurch und nichts, was man nun unbedingt gelesen haben müsste. Schaden tut es aber auch niemandem.

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Rezension zu "Geschehnisse während der Weltmeisterschaft" von Helmut Krausser

Rezension: Geschehnisse während der Weltmeisterschaft
killmonotonyvor 2 Jahren

Von Helmut Krausser hatte ich bisher nur Positives gehört, hatte jedoch nie die Gelegenheit, eines seiner Werke zu lesen. „Fette Welt“ wurde in den höchsten Tönen gelobt und doch zog es nie bei mir ein. Schließlich kam es so, dass mit „Geschehnisse während der Weltmeisterschaft“ der erste Krausser in mein Regal zog. Was für ein Thema! Leistungssex! Das roch nach „Selbstverfickung“ oder „Beautiful You“, aber irgendwie klang der der Klappentext doch vielversprechender. Da ich ja sowieso gelegentlich zu skurrilen Büchern mit komischen Themen greife, habe ich mich getraut und mir dieses Buch mal zur Brust genommen. Es geht um den Leistungssportler Leon, der heimlich in seine Teampartnerin Sally verliebt ist. Sally scheint ihn jedoch nicht auf diese Weise zu sehen. Als die Weltmeisterschaft vor der Tür steht, die diesmal – da sich niemand anders freiwillig gemeldet hat – in Kopenhagen stattfindet, spannt sich die Situation an: Die politische Lage eskaliert und die Wettbewerbsteilnehmer begeben sich mit ihrer Teilnahme in deutliche Gefahr. Doch auch Korruption scheint bei dieser Weltmeisterschaft vorzukommen, denn die Pekinger Mannschaft schafft es überraschend weit und die B-Note scheint willkürlich vergeben zu werden. Als es dann auch noch einen Mordfall gibt und Gardiner, der bisherige Leiter des Dachverbands des Leistungssex tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden wird, gerät alles in Wanken – ausgerechnet bei Leons letzter Meisterschaft! – und er riskiert einiges, um seine geliebte Sally zu schützen…


Der Unterschied zwischen »Seele« und »Restmüll« kann manchmal sehr gering sein.


Helmut Krausser erzählt hier eine sehr eigenwillige Geschichte, die mit einer 3-monatigen Abstinenz und Abkapselung Leons in eine verlassenen Hütte in Norwegen beginnt. Dieser Part gefiel mir sehr gut, was vielleicht auch daran liegen mag, dass ich Romane über Eigenbrötler quasi inhaliere.  Jedenfalls geht es für ihn nach seiner kleinen Auszeit wieder mitten hinein in den Medienrummel und ab in die Trainingsphase. Der Leser erfährt hier alle Details zu der besonderen Sportart und zu den Einschränkungen, die sich durch die Führung Gardiners einstellen. Die Weltmeisterschaften sind nicht länger ein Medienevent oder Spektakel, sondern nur noch eine nüchterne Ausübung des Sports, der auf diese Weise nicht länger anstößig erscheinen soll. Denn die Gegner des LS sind doch um einiges zahlreicher als deren Befürworter, selbst Berlin, das vor 10 Jahren noch als Vorreiter für die Sportart galt, zieht sich aus dem Business zurück. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass im Jahre 2028 die LS-Meisterschaften fast schon verpönt sind? Nun, seit der ersten Meisterschaft in 2018 hat sich in der Welt einiges verändert. Politisch korrekt ist in Deutschland schon lange nichts mehr und Gender Equality wird mittlerweile auch nur noch als Irrtum der Vergangenheit angesehen. Und der Autor, der 2018 erst den Stein des LS ins Rollen brachte, indem er mit seinem Bestsellerroman die Weltmeisterschaften 2028 beschrieb, liegt womöglich bereits am Strand, badet in Geld, und genießt einen rosa Cocktail mit Schirmchen. 


Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/helmut-krausser-geschehnisse-waehrend-der-weltmeisterschaft

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Zusätzliche Informationen

Helmut Krausser wurde am 11. Juli 1964 in Esslingen am Neckar (Deutschland) geboren.

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