Helmut Krausser Auf weißen Wüsten

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Inhaltsangabe zu „Auf weißen Wüsten“ von Helmut Krausser

Die besten Gedichte – ausgewählt von Helmut Krausser selbstWitzig bis barsch, beiläufig bis launisch: Helmut Krausser beherrscht sämtliche Tonlagen – das gilt nicht nur für den Romancier, sondern vor allem für den Lyriker. Veraltet geglaubte Metren wie den Alexandriner belebt er neu, dichtet formstrenge Sonette ebenso wie fast alberne, an Robert Gernhart und H.C. Artmann erinnernde Reime – und schafft so auf wunderbare Weise den Spagat zwischen Tradition und Moderne.Sattle deinen Nacken, Tod,der Garten ist gemäht.Zieh den Anker aus der Zeit.Fliegen wir, wie abendrotEin Rabenflügelschlag verschwindet,im Horizont, der Raben frisst.Fliegen wir! Es wurde spät.Hinaus in die Vergangenheit,wo eins zu allem findet,und alles mehr wird, als es ist.

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  • Diese Art der Lyrik hat mich einfach nicht wirklich gepackt.

    Auf weißen Wüsten
    SagMal

    SagMal

    30. November 2014 um 15:41

    Ich denke mit Helmut Krausser ist es so wie mit vielem: entweder man mag seine Art zu schreiben oder eben nicht. Die Romane, die ich bislang von ihm gelesen habe, fand ich allesamt fesselnd, regelrecht mitreißend. Man kam kaum zum Luft holen und schon hatte man wieder eines seiner Bücher durchgelesen ... Wunderbar! Bei einem kleinen Abstecher in seine Lyrik lernte ich jetzt allerdings das genaue Gegenteil kennen. Die Worte zogen sich wie Kaugummi - irgendwie riss mich diese Lyrik einfach nicht vom Hocker. Dabei kann ich nicht mal genau sagen, ob es an Krausser oder an der Lyrik selbst liegt, dass es mich nicht packen wollte. "Auf weißen Wüsten" vereint auf jeden Fall Gedichte, die zwischen 1979 und 1999 entstanden sind und Auszüge aus den Krausser Gedichtbänden Strom sowie Plasma, wobei mir Letzteres noch am besten gefallen hat. Die Gedichte sind in Krausser Manier barsch, launisch, manchmal traurig und dann auch wieder humorvoll geschrieben. Am besten fand ich noch dieses hier: "es ist viel meer in mir, zu wenig festland, um das häuschen, das ich dir, in trockener zeit, versprach zu bauen. dumm gelaufen, tut mir leid." Für mich persönlich steckte in diesem Band gesammelter Gedichte leider zu wenig drin. Künftig werde ich deshalb  lieber wieder zu seinen Romanen greifen.

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  • Rezension zu "Auf weißen Wüsten" von Helmut Krausser

    Auf weißen Wüsten
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    09. December 2009 um 22:50

    Sehr geehrter Herr Krausser, ich bin ein ersoffener venezianischer Karnevalist, ach nein, so fängt ja das erste Poem an, ich bin natürlich eine begeisterte Konsumentin ihrer Lyrik und durchwanderte soeben noch die weißen Wüsten. Über rom, im lichten hain, vorbei an einer gedichtbaustelle, ging ich die allee entlang und landete im wohnstift. Du seist gestorben, sagen manche, einst im mai, sie veranstalteten ein nachtkonzert und zierten deine letzte Ruhestätte mit einem walisischen grabstein. Ich hatte Mühe das zu glauben, da war was, einst und jetzt und treu bis zum genickbruch. Du, verdammt in anderthalb Ewigkeiten, nein, es war noch nicht zu spät um hoffnung zu haben! ich hörte heut im hugendubel du seist im auto deines vaters auf und davon, unterwegs in die Alpen und Karpaten. Heut ist wieder so ein Tag, nach dem die umherwimmelnden dreizehn weißen schafe und ein schwarzes zur Überwinterung der Vorweihnacht aufbrachen, Lady Jane Grey und LuziLamento aller voraussicht nach zur kreuzbergfahrt unterwegs sind, der schneesturm tobt, bin ich mir sicher es werden noch schlechtere nächte kommen. Ich nasch das letzte osterei, wollte betrunken werden und Leonard Cohen singt Suzanne. fast halb elf, ein schwer übernächtiger morgen erwartet mich, daher sage ich, ich will mit gefletschten zähnen warten. Egal ob ein trotzdem-gedicht oder ein Gedicht, wo nix los ist, ich werde es lesen, Herr Krausser!

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