Helmut Krausser Eros

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Inhaltsangabe zu „Eros“ von Helmut Krausser

Alexander von Brücken, einer der reichsten Männer der Republik, hat nicht mehr lange zu leben. Er bestellt sich einen Schriftsteller in sein schlossähnliches Anwesen, der aus seinem Leben einen Roman machen soll. Dieses Leben ist von einer einzigen, bedingungslosen Obsession geprägt: der Liebe zu Sofie. Als Sofie von Brücken abweist, verwendet der sein ganzes Geld und seine ganze Macht, um Sofies Leben zu beobachten, zu begleiten – und zu manipulieren …

Melancholische Liebesgeschichte mit Tiefgang.

— ElyseoDaSilva
ElyseoDaSilva

Starke Charaktere, jedoch schwaches Ende

— Cutterina
Cutterina

Eine fatale Liebe, ein tolles Buch.

— *Wölkchen*
*Wölkchen*

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  • Vom Eros der Macht

    Eros
    Alira

    Alira

    11. September 2017 um 18:11

    Die abenteuerliche Lebensbeichte eines todkranken Millionärs, ohne Erotik und mit dauerndem Wechsel der Perspektive. Spannend wird das Ganze allerdings erst ganz zum Schluss, auf den letzten 20 Seiten.

  • Eine deutsche Zeitreise...

    Eros
    Creed

    Creed

    03. February 2016 um 18:28

    Der bisher geradlinigste Roman, den ich von diesem deutschen Ausnahmeschriftsteller gelesen habe, obwohl Krausser auch hier wieder verschiedene Prosaelemente vermischt. Trotzdem wird die Story mehr oder weniger chronologisch erzählt. Ein reicher alter Industriemagnat läßt einen Schriftsteller zu sich kommen, um seine Lebenserinnerungen niederschreiben zu lassen. Was folgt, ist die Geschichte einer lebenslangen Obsession, die unerwiderte Liebe des reichen Mannes zu Sofie, einer Frau, die er als Jugendlicher im zweiten Weltkrieg kennengelernt hatte. Als er sie nicht haben kann, beginnt er sein restliches Leben damit zu füllen, Sofies Werdegang zu beobachten, zu überwachen und ihr heimlich zu helfen... Der Schriftsteller schildert in Ich-Form, wie er die bizarre Lebensgeschichte des Mannes erzählt bekam...anhand einiger dezent eingestreuter Hinweise ist der Schriftsteller unschwer als Helmut Krausser himself zu erkennen. Die Story des Industriebarons wirkt auf den Leser oftmals fast schon übertrieben grotesk und unrealistisch, und gerade dies ist der geniale literarische Kniff Kraussers...der Leser (und auch der Schriftsteller) erfahren nicht, ob ihnen wirklich die Wahrheit erzählt wird, oder ob der Magnat sich vielmehr seine gewünschte Realität während der Schilderung zurechtbiegt. Wenn man diesen Grundgedanken des Buches nicht bedenkt, wird man wahrscheinlich wie einige Zeitungskritiker reagieren und den Roman als klischeebeladen, platt und schnulzig abstrafen, und das hat das großartige Buch wahrlich nicht verdient. Krausser gallopiert durch die dem Krieg folgenden Jahrzehnte und läßt große Namen und Ereignisse aus Politik und Entertainment in die Handlung einfliessen. Dadurch wird es zwar kein geschichtliches Werk (denn die obsessive Liebe steht immer im Vordergrund des Plots), aber der Leser erfährt trotzdem etliche Details der jeweiligen Zeit, sei es das Wirtschaftswunder, die Hippiephase oder der Deutsche Herbst. Auch die DDR spielt im letzten Drittel eine größere Rolle. Kraussers Sprache ist wie immer großartig und komplex, gekonnt wechselt er von purer Nacherzählung zu fiktiven Tonbandaufnahmen oder schnell abgehandelten Aufzählungen. Die Figuren werden mit genügend Background ausgestattet, um realistisch zu wirken, auch wenn ich den Charakter der Sofie oftmals eher nervig als anbetungswürdig empfand, aber wo die Liebe eben hinfällt... Laut Nachwort entstand die erste Fassung dieses Romans bereits 1997, doch erst mit der vorliegenden siebzehnten Überarbeitung (2005) war Krausser endlich zufrieden. Fazit: Ein wunderbar geschriebener Roman mit faszinierender Handlung und interessanten Charakteren, sprachlich äußerst niveauvoll und trotzdem leichter lesbar als viele andere Werke Kraussers. Intelligente Unterhaltung vor zeitgeschichtlichem Hintergrund, uneingeschränkt zu empfehlen.

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  • Von der Wahrheit zwischen Besessenheit und Realität und der Geschichte einer unerfüllten Leidenschaf

    Eros
    Cutterina

    Cutterina

    31. August 2014 um 23:59

    In Helmut Kraussers, 42, neuesten Roman „Eros“ beschreibt der Autor in einer packenden Konstellation, wie die Welt zwischen der obsessiven Fantasie eines Millionärs und der bitteren Realität verschwimmt und sich dort, in dieser Zwischenwelt, zwischen Schein und Sein, die Wahrheit am Rande des Wahns, wie ein Hauch erahnen lässt. Geschildert wird die unerfüllte Liebesgeschichte des Fabrikantensohnes Alexander von Brücken, der sich als Junge in den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs, im Luftschutzkeller, in die Nachbarstochter Sofie verliebt. Bis dahin ist die Liebe nur ein fernes Fragment am Horizont, welches mit dem ersten Kuss, den Alexander von Brücken von Sofie erhält und dafür 50 Mark an die Angebetete bezahlt, zum ersten Mal in greifbare Nähe rückt. Für von Brücken ist dies der Beginn einer lebenslangen Obsession. Der soziale Unterschied und die Wirren des Kriegs trennen die beiden, doch von Brücken kann seine Jugendliebe nicht vergessen. Aus diesem Grund macht er sich direkt nach dem Krieg unter erheblichen Mühen daran, sie ausfindig zu machen – in der Hoffnung, seine Sehnsucht und Liebe endlich erfüllen zu können. Sofie ist jedoch Teil einer Studentenbewegung und möchte sich nicht auf ihre ehemalige Jugendbekanntschaft einlassen – in der Angst, sie könne ihre Freiheit verlieren. Sie bricht mit ihrem obsessiven Verehrer, der sie jedoch weiterhin, von ihr unbemerkt, beobachten und unterstützen lässt. Der Roman erzählt von zwei getrennt verlaufenden Leben, die sich immer wieder an empfindlichen Punkten überschneiden und dann wieder auseinander laufen und nur durch die Besessenheit von Brückens, auf merkwürdige Weise zusammen gehalten werden. Auf der einen Seite existiert, die vor fast nichts Halt machende Obsession des einsamen Millionärs, welcher von der vergeblichen Hoffnung getragen wird, Sofie am Ende doch für sich gewinnen zu können und die Abenteuer der idealistischen und freiheitsorientierten Politologin, die erst in Wuppertal als Kindergärtnerin arbeitet, dann studiert, dann nach Berlin-Kreuzberg zieht, dort in die Anarchistenszene gerät und schließlich vor der Polizei in die DDR flieht, wo sie unter falscher Identität ein trostloses Leben führt, bis sie in einer halsbrecherischen Rettungsaktion zurück in die BRD geschmuggelt wird. Krausser beschreibt in seinem Roman „Eros“ den Wahnsinn der Obsession und zwei vom Schicksal gebeutelte Charaktere, welche vor dem Panorama der deutschen Kriegs- und Nachkriegsgeschichte, agieren. Auf der einen Seite die krankhafte Besessenheit von Brückens und auf der anderen Seite der krankhafte Freiheitsdrang von Sofie, welche gar nicht merkt, dass ihre Freiheit, die sie sich immer wieder versucht zu Erstreiten doch nur eine Illusion ist. Dieses gesamte Konstrukt wird von einer kleinen Rahmenhandlung, in der der gealterte von Brücken einem Schriftsteller die Geschichte seines Eros erzählt getragen, welche eine eigenartige Distanz zu der gesamten Geschichte schafft. Der Eros der Besessenheit bleibt bis zum Schluss diffus, da große äußerliche Charakterbeschreibungen ausbleiben und somit die Charaktere vage bleiben und darüber hinaus nie ganz klar wird, was von Brücken an Sofie so sehr faszinierte. Die Obsession bleibt nicht verstehbar. Geschickt wird die fiktive Geschichte der unerfüllten Liebe und der Obsession von Brückens von Krausser immer wieder mit realen Ereignissen der Nachkriegsgeschichte verknüpft und schafft so die Illusion von Realität. Das einzige Manko des Romans bildet gleichsam der Schluss, indem nur noch die Erlebnisse von Sofie geschildert werden, wie sie in der DDR sitzt und dort ihr Dasein fristet. Die Spannung, welche Krausser bis zu diesem Punkt aufgebaut hat, verschwindet und lässt sich auch von der Rettungsaktion von Alexander von Brücken nicht mehr retten.  Fazit: Ein starkes Buch, das leider am Ende zu sehr schwächelt. Interessante Charaktere hat dieses Buch allemal zu bieten ebenso wie eine interessante Geschichte und Rahmenhandlung über den schmalen Grad von Liebe zu Wahnsinn. 

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  • Eros............................

    Eros
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. August 2013 um 14:23

    Keine Erotik, auch wenn der Titel neugierige Blicke beim Lesen in der Öffentlichkeit verursacht. Stattdessen aber eine sehr schöne und spannende Lebensgeschichte eines sehr wohlhabenden Chefs eines Firmenimperiums, von der Kindheit und Jugend im "Dritten Reich" bis ins Alter. Und die Geschichte einer Frau, die er im Luftschutzbunker kennenlernte und die ihn ein Leben lang nicht mehr loslässt. Ein vom Eros bestimmtes Leben.

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  • Rezension zu "Eros" von Helmut Krausser

    Eros
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. May 2011 um 09:00

    Ich habe das Buch vor 5 Jahren gelesen und gerade nochmal – mit gleich gebliebener Freude. (Nach dem Motto: Nur wiedergelesene Bücher sind wahre Bücher.) Was Daniel Kehlmann für das Backcover geschrieben hat, bleibt wahr, mehr muss man gar nicht sagen: »Ein ganz, ganz großes Buch.«

  • Rezension zu "Eros" von Helmut Krausser

    Eros
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    10. March 2010 um 15:15

    Ich will Dich. Ich verfolge Dich. Du entkommst mir nicht. … Du bist mein. … Ich liebe Dich. Alexander von Brücken ist reich. Sehr reich. Und krank. Sterbenskrank. Doch bevor er stirbt, möchte er erzählen. Die Geschichte seines Lebens - die Geschichte seiner großen Liebe, seiner Liebe zu Sofie. Er bestellt einen jungen Schriftsteller zu sich, nein er kauft ihn vielmehr, und benutzt ihn als Sprachrohr zur Welt. Durch ihn gelangt seine Geschichte an die Außenwelt. Doch wie viel entspricht der Wahrheit? Als Kind reicher Eltern fehlt es Alexander von Brücken von Geburt an an nichts. Er lebt in einer Villa, seine Eltern verkehren mit den Größen des Nazi-Regimes, ihn erwartet ein riesiges Vermögen. Alles kann er haben, nur die Eine nicht – Sofie. Er begegnet ihr im Luftschutzbunker und langsam nähern sich die Beiden an, doch es darf keine Zukunft geben. Sofie ist arm, ihre Eltern arbeiten in der Fabrik, die Alexander eines Tages von seinen Eltern erben wird. Und eines Tages ist Sofie einfach verschwunden. Von da an verfolgt Alexander sie. Lässt sie suchen und bespitzeln, manipuliert sie indem er andere Menschen kauft. Er ist besessen und kommt nicht von ihr los. Sieht nicht ein, dass ihre Lebenswege sich unabänderlich voneinander getrennt haben. Beim Lesen gerate ich in einen Strudel aus Obsession und Macht, der mich immer tiefer hinab zieht in den Abgrund, den Alexander von Brücken Liebe nennt. Selten habe ich einen derart unsympathischen Protagonisten erlebt, der mir Schauer von Gänsehaut über den Rücken schickt und von dem ich selbst trotzdem nicht loskomme. Helmut Krausser erzählt mit einer für mich erschreckenden Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit. Ich frage mich, wie groß Liebe sein kann, um dieses Verhalten zu rechtfertigen, und ob man es dann überhaupt noch Liebe nennen kann. Mich lässt dieses Buch sehr nachdenklich zurück. Wo endet Liebe, wo beginnt Wahnsinn?

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  • Rezension zu "Eros" von Helmut Krausser

    Eros
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    23. January 2010 um 15:44

    Alexander von Brücken ist besessen von Kindheit an. Seine Obsession heißt Sofie. 1944 lernt der pubertierende Alexander Sofie im Luftschutzkeller kennen bzw. er begegnet ihr dort. Da beide aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten stammen, gibt es keine Anknüpfpunkte zwischen ihnen. Alexander kann Sofie nicht für sich gewinnen. Er ist der Sohn eines Großindustriellen, wohl einem der reichsten Männer der Republik. Sofie ist die Tochter von einfachen Arbeitern, die in der Fabrik der von Brückens ihr Tagwerk leisten. Als Sofie eines Tages, der Krieg dauert immer noch an und die Armut ist groß, Alexander einen Kuss für fünfzig Mark verkauft, da ist es endgültig um ihn geschehen, denn der Kuss ist innig und überwältig ihn. Für Sofie bedeutet er nichts, sie will lediglich für den Familienunterhalt Geld beschaffen. Krausser erzählt hier eine Lebensbeichte und ein Stück deutsche Zeitgeschichte. Er verpackt dies in eine besondere Erzählform, denn Alexander von Brücken ist mittlerweile alt und sehr krank. Er engagiert einen Autor und erzählt ihm die Geschichte seiner Obsession. Dieser erhält den Auftrag daraus einen glaubwürdigen Roman zu verfassen. Der Leser ist stummer Begleiter dieses Protokolls über acht Tage hinweg. Diese Erzählung, die Jahrzehnte deutscher Geschichte umspannt bleibt gerade aufgrund dieser ungewöhnlichen Erzählweise immer spannend und interessant. Von Brücken bleibt sein Leben lang unermesslich reich und mächtig, dies befähigt ihn, Sofies Leben zu observieren, zu manipulieren und oft unerkannt daran zu partizipieren. Daniel Kehlmann schreibt als Kommentar: „Ein Roman über die feinen Grenzen zwischen Liebe, Leidenschaft und Wahn.“ Ich sage gelungen und fesselnd umgesetzt, wieder einmal ein Dankeschön an Herrn Krausser von mir!

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  • Rezension zu "Eros" von Helmut Krausser

    Eros
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    04. September 2008 um 13:53

    Wunderbar Ein großartiges Buch, eines der berührendsten und schönsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Eine (fast?) krankhafte Obsession, Liebe, wunderbar kühl und unsentimental geschrieben, ein sensationeller Lesegenuß. Helmut Krausser zieht die Linie von der ersten bis zur letzten Seite so durch, dass man (bei mir war es so...) bis spät in die Nacht weiterliest und vom raschen Schwinden der Seiten entsetzt ist. Melodien und Thanatos waren schon toll, Eros toppt die beiden noch. Ganz große Literatur.

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  • Rezension zu "Eros" von Helmut Krausser

    Eros
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. April 2008 um 10:53

    Ein tolles Buch über das Veliebtsein, welches in einer unaussprechlichen Obsession endet. Grandios verwoben mit mehreren Jahrzehnten deutscher Geschichte. Fantastisch gelungen, die Geschichte in der Geschichte, umrahmt von einer anderen Geschichte.
    Spannend und Unterhaltsam bis zum Ende ... einfach ein Lesegenuss!!

  • Rezension zu "Eros" von Helmut Krausser

    Eros
    leserin

    leserin

    04. May 2007 um 11:06

    AK Buch