Helmut Krausser Schmerznovelle

(34)

Lovelybooks Bewertung

  • 31 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(8)
(16)
(7)
(1)
(2)

Inhaltsangabe zu „Schmerznovelle“ von Helmut Krausser

Ein Mann, eine Frau - und eine Affäre gegen jede Vernunft.

Im Titel klingt Arthur Schnitzlers 'Traumnovelle' an: Ein außerordentliches Ereignis verändert das Leben eines Arztes. Er opfert seinen Urlaub in einem mondänen österreichischen Badeort, um die Persönlichkeitsspaltung der Johanna Maria Palm zu untersuchen, deren Mann unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen ist. Nach eigenem Verständnis führender Spezialist auf dem Gebiet sexueller Aberrationen, gerät der Arzt bald in den Bann von Johannas erotischer Ausstrahlung. Die rätselhafte, doch souveräne und überlegene Frau verunsichert den eitlen Narzissten so, dass er seinen medizinischen Ehrenkodex vergisst. Wird sie zu seiner Marionette oder er zu ihrer? Ist sie tiefer in das Ableben ihres Mannes verstrickt, als die Staatsanwaltschaft ahnt? Alles eskaliert und mündet in eine Tragödie.

Eine kurze, spannende und phantasiereiche Novelle - sehr kurzweilig.

— NicolasDierks

Stöbern in Romane

Kukolka

Dieses Buch und Samira werde ich wohl nie vergessen. Unfassbar wie grausam Menschen sein können.

Donnas

Das Leben des Vernon Subutex

Die Frau schreibt Klartext! Luzider Gesellschaftsroman, sehr unterhaltsam und mit Biss. Subutex 2 steht schon auf der Wunschliste.

alasca

Der Klang der verborgenen Räume

Ein Roman, der durch Worte, Musik und menschliche Abgründe verzaubert. Eine klare Empfehlung und ein starkes Debüt.

TheBookAndTheOwl

Kleine Stadt der großen Träume

Mir war der Eishockey-Anteil etwas zu hoch, dennoch kann das Buch durch die glaubwürdigen Charaktere und die weitreichenden Themen punkten.

Talathiel

Der verbotene Liebesbrief

naja... war ziemlich lahm.... zog sich und zog sich.... irgendwie langweilig, ohne charme....

LeseSprotte

Engelsfunkeln

Eine schöne, herzerwärmende Geschichte. Perfekt für die Weihnachtszeit. Und um in Stimmung zu kommen.

Suska

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Sehr konstruiert...

    Schmerznovelle

    Creed

    04. September 2015 um 16:22

    Die ersten 70 Seiten lesen sich trotz des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils sehr gut und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Leider liegt aber für mich in dieser hochgestochenen Prosa das Problem, dass ich mit vielen deutschen Autoren der anspruchsvollen Literatur habe: Ihre Plots erreichen mich nicht. Die Wortwahl Kraussers ist hervorragend und vielfältig, aber die "Schmerznovelle" läßt mich emotional vollkommen kalt. Interessanterweise funktioniert hier auch mein 'Kopfkino' nicht, sprich ich habe beim Lesen vor meinem geistigen Auge keinerlei Bilder gehabt, was für mich vollkommen ungewohnt ist. Und dieses sonst übliche 'Kopfkino' ist es doch gerade, was einen Großteil des Lesevergnügens ausmacht... Zweiter Kritikpunkt: Alles wirkt künstlich und konstruiert, sowohl der Plot als auch die Charaktere, die übrigens durch die Bank weg unsympathisch sind, was aber (im Falle des 'unsympathisch Seins') nicht schlimm ist, so etwas stört mich nicht im geringsten. Am meisten stoßen mir allerdings (und damit reiht sich Krausser in die lange Reihe der meisten deutschen Literaten ein) die vollkommen unecht wirkenden Dialoge auf, wobei in meinen Augen Gespräche auch mit das Schwierigste sind, was man bei Romanen und Erzählungen schreiben kann. Aber ich weiß nicht, so merkwürdige Sätze spricht doch kein Mensch...ist das nun Kunst? Wahrscheinlich bin ich einfach zu blöd für solche Prosa. Unbestreitbar hervorragend ist aber auf jeden Fall Kraussers sonstige Wortwahl. Komplex und einfallsreich formuliert, aber eben (jedenfalls für mein Empfinden) ohne wirkliche Atmosphäre. Fazit: Für mich recht enttäuschend...kein Vergleich mit einigen anderen Werken Kraussers. Viele Leser wiederum mögen die "Schmerznovelle" für genial halten, die Geschmäcker sind stets verschieden, wie wir alle wissen.

    Mehr
  • Wenn Sex in eine Sackgasse führt...

    Schmerznovelle

    Gargoyle

    20. May 2013 um 13:28

    Tom Tykwer nannte das Büchlein "das beste Krimipornomelodram aller Zeiten". Soweit würde ich nicht gehen, aber ob man nicht lieber die "Schmerznovelle" anstatt "Shades of Grey" lesen sollte, diese Frage stelle ich schon in den Raum. Ein Arzt macht an einem idyllischen Fleckchen in den Bergen Urlaub. Dabei trifft er auf Johanna Maria Palm. Ist es am Beginn medizinisches Interesse und der Ehrgeiz, einen offenbar aussichtslosen Fall zu lösen, verstrickt er sich sehr schnell in Johannas erotische Spiele. Aber sind das tatsächlich Spiele oder ist es doch bitterer Ernst, was ist Realität und was Erdachtes? Auf der Suche nach Johannas Geheimnissen deckt der Arzt auch seine eigenen auf. Krausser hat die Form einer Novelle gewählt und läß schon in seinem Buchtitel die "Traumnovelle" anklingen. Natürlich aus gutem Grund. Es gibt viele Bezüge zu Schnitzler. Erfreulich ist, wie Krausser die Form der Novelle ausfüllt. Da gibt es den Konflikt, den Normenbruch. Und einmalig ist das Geschehnis auf jeden Fall.  Wie sich der Arzt in die Frau verliebt, ihr verfällt, stellt den Wendepunkt in seinem Leben und dem dieser gelungenen Novelle dar. Als hätte er das Lehrbuch zum Novellenschreiben neben sich liegen gehabt, wechselt Krausser zwischen ausführlich beschriebenen Teilen, vor allen den Höhe- und Wendepunkten der Geschichte und nur kurzen, protokollartigen Passagen. Eigentlich perfekt für den Deutschunterricht. Allerdings etwas zu viel SM und anderweitige sexuelle Spielarten. Denn auch daran versucht sich Krausser. Erotik an der Grenze zur Pornografie. Dafür ist er sehr gescholten worden. Fast reflexartig sind die Kritiker über ihn hergefallen. Für mich teilweise verständlich. Ich kann mich an kein deutsches Buch erinnern, in dem ich bessere Schildungen von erotischen Spannungen und Sex gelesen habe. Inwieweit, die allerdings für die Geschichte tatsächlich immer nötig sind... Da fühlte ich mich doch an der ein oder anderen Stelle an den klassischen pornografischen Roman erinnert. Das mag auch daran liegen, dass Krausser, der viel für den Film geschrieben hat, in seinen Schilderungen zweifellos auf den Effekt abzielt. Seine Personen bleiben dabei manchmal auf der Strecke, ihnen fehlt die Tiefe und die Geschichte wirkt arg konstruiert.  Aber es ist an keiner Stelle langweilig und bei wieviel deutschen Büchern kann man das schon sagen. Mit Sätzen wie "Ein schwerer September lastete auf dem Ort."oder "Ein kurzer Gedanke, ein Laut, ihr brechendes Genick, eigentlich ein entzückender Hals." zeigt er, was er kann. Krausser braucht nicht viele Worte, um den Leser zu fesseln. In meinem Fazit lasse ich noch einmal Tykwer zu Wort kommen, der sehr treffend gesagt hat: "Ein Buch, nach dem man sich fühlt, wie nach einer langen Nacht des Fremdgehens: verschwitzt, schuldig, erregt... Ein böses, wundes, verzauberndes Buch." Ach, und noch ein Lob an den Rowohlt-Verlag für den gelungenen Einband. Cordula Schmidt ist eine Gestaltung gelungen, die sich in Inhalt und Form ganz auf die Novelle einstellt und ihr in nichts nachsteht.

    Mehr
  • Rezension zu "Schmerznovelle" von Helmut Krausser

    Schmerznovelle

    Eltragalibros

    05. October 2008 um 20:28

    Für meinen Geschmack wird in den Krimi viel zu wenig aufgeklärt, dafür aber umso mehr angedeutet. Ein Arzt wird in die Welt einer verrückten, aber verführerischen Frau hineingezogen.

  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks