In diesem Buch wird der Leser nach Ägypten entführt und nach wenigen Seiten ist man mitten im Geschehen.
Johanna Steinbeck bekommt die Chance mit einen Forschungsteam einen sensationellen Fund auszugraben. Einen Fund, der das Glaubenssystem der Menschen erschüttern wird.
Es handelt sich um ein Abenteuer in dem natürlich auch nicht die Liebe zu kurz kommen darf. Da wäre der glaubenslose James, der Frauenherzen höher schlagen lässt, oder Max - attraktiv und schlau, Tommy jahrelanger Arbeitskollege von Johanna, der ein Geheimnis in sich trägt. Johanna, freiwilliger Single hat die große Auswahl, denn sie ist die einzige Frau im Team.
Die Ägyptologin hinterfragt schon seit ihrer Kindheit die Evolutionstheorie und glaubt an außerirdisches Leben. Als die S.E.T.I. (Institut für Suche nach außerirdische Intelligenz) sie auffordert, an dem Projekt mit zu arbeiten, ist sie gleich Feuer und Flamme.
Johanna als Protagonistin zieht den Leser sofort in den Bann und man bemerkt seinen erhöhten Herzschlag wenn Johanna in spannenden Situationen kommt. Langsam bauen sich zwei Geschichtenstränge auf. Die des Forschungsteam in Ägypten und die Liebesgeschichte, die mich als weiblicher Leser natürlich sofort gefesselt hat.
Eigentlich mag ich keine Geschichten die in der "ICH-Form" erzählt wird, aber diese aus Johannas Sicht, MUSS einfach so sein. Allerdings habe ich nie das Gefühl gehabt das es störend war aus dieser Perspektive, im Gegenteil, hat man sich dann daran erinnern können das man in der Realität ist. Man sieht die Geschichte vorm geistigen Auge, und fühlt sich mittendrin.
Joy Fraser hat es geschafft, mir das Land Ägypten als Leser näher zu bringen, mit all der Schönheit und den typischen Gefahren. Der Roman ist sehr gut recherchiert und trotz der vielen Details flüssig zu lesen.
Viele Randbemerkungen der Protagonisten führen den Leser immer tiefer zu den Pharaonen und bekannten Pyramiden. Man wird immer neugieriger was für ein Fund das Forschungsteam erwartet. Ich konnte das 238 Seiten starke Buch nicht mehr aus der Hand legen und hätte am liebsten mit gegraben, um meine Neugierde zu befriedigen. Doch nicht nur das Forschungsteam oder ich als Leser sind an diesen Fund interessiert -
Im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse und ich bin am überlegen ob ich die These, die Frau Fraser da dem Leser gibt, für mich annehmen kann ;-) Ein Buch, was man nach dem lesen nicht einfach in das Regal stellt, sondern das einen noch viele Stunden grübeln beschert.
Volle 5 Sterne gibts daher von mir!
Rezension zu "Biographie einer Unbekannten" von Helmut May


