Helmut Scharner Mostviertler

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Inhaltsangabe zu „Mostviertler“ von Helmut Scharner

Mostviertel, Niederösterreich. Unternehmersohn Jakob Schuster träumt davon, aus dem Familienbetrieb, der sich auf die Sportschuhproduktion spezialisiert hat, einen Global Player zu machen. Dafür plant er die Übernahme einer vietnamesischen Fabrik, egal mit welchen Mitteln. Kein Wunder, dass es von Verdächtigen nur so wimmelt, als Jakob eines Morgens erstochen aufgefunden wird. Der Wiener Kommissar Brandner ermittelt gemeinsam mit dem einheimischen Polizisten Reitbauer, der einige Verdächtige besser kennt, als dem Kommissar lieb ist.

atmosphärisch dichter Wirtschaftskrimi mit jeder Menge Verdächtiger, aber etwas unbefriedigendem Ende.

— danielamariaursula
danielamariaursula

Ein etwas anderer Krimi, der aber trotzdem gut unterhält und dem ich gerne 3 1/2 Sterne gebe, da es noch Luft nach oben gibt.

— tinstamp
tinstamp

Ein Wirtschaftskrimi mit guten Ideen, aber zu wenig Spannung und Abwechslung.

— Katharina99
Katharina99

Die Gier nach Macht und Anerkennung kann gefährlich werden - lesenswerter Krimi

— Julitraum
Julitraum

Empfehlenswerter Kriminalroman mit der Faszination des Fernen Ostens.

— Baerbel82
Baerbel82

Das Buch war gut, aber mehr auch nicht.

— winterdream
winterdream

Debütkrimi, der noch viel Luft nach oben hat.

— Bibliomarie
Bibliomarie

Regionalkrimi über rücksichtslose Industriellenfamilie in Niederösterreich

— krimielse
krimielse

Spannend von Beginn bis zum Schluss. Ein Stern Abzug wegen der zu detailreichen Sexszene - das war für mich etwas zu derb. Ansonsten TOP!

— DaniB83
DaniB83

Das Mostviertel - eine neue Location für Krimis

— Bellis-Perennis
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  • Leserunde zu "Mostviertler" von Helmut Scharner

    Mostviertler
    Helmut75

    Helmut75

    Liebe Lovelybooks-Krimileserinnen und Leser, am 3. Februar erscheint mein erster Kriminalroman mit dem Titel "Mostviertler" im Gmeiner Verlag. Dabei handelt es sich um einen Wirtschaftskrimi zum Thema Fair Trade, in dem österreichische Provinz und Globalisierung aufeinandertreffen. Mein Ziel ist es spannende Geschichten mit interessanten Charakteren zu schreiben - jetzt bin ich schon sehr neugierig darauf, zu erfahren, wie gut mir das mit dem "Mostviertler" gelungen ist. Daher lade ich euch zur gemeinsamen Leserunde mit mir ein. Der Gmeiner Verlag stellt dankenswerterweise 20 Freiexemplare zur Verfügung. Wenn alles planmäßig funktioniert, wird der Verlag die Exemplare in der letzten Januarwoche verschicken, sodass wir pünktlich zum Erscheinungstermin (oder kurz davor) Anfang Februar zu lesen beginnen können. Um seinen Traum von der eigenen Schuhfabrik in Asien zu verwirklichen, verschiebt in meinem Roman Jakob Schuster immer wieder seine moralischen Grenzen und bricht auch das Gesetz. Wenn du dich für eines der Freiexemplare bewerben willst, beantworte mir daher bitte folgende Frage: Wie weit würdest du gehen, um deinen Traum zu verwirklichen? Falls du einen Bücherblog betreibst, gib mir bitte auch den Link dazu an. Ich freue mich schon auf eure Bewerbungen und den intensiven Austausch während der Leserunde. Liebe Grüße, Helmut Scharner     Sicherheitshalber noch die zusätzlichen Details angefügt: Buchrückentext: Mostviertel, Niederösterreich. Unternehmersohn Jakob Schuster träumt davon, aus dem Familienbetrieb, der sich auf die Sportschuhproduktion spezialisiert hat, einen Global Player zu machen. Dafür plant er die Übernahme einer vietnamesischen Fabrik, egal mit welchen Mitteln. Kein Wunder, dass es von Verdächtigen nur so wimmelt, als Jakob eines Morgens erstochen aufgefunden wird. Der Wiener Kommissar Brandner ermittelt gemeinsam mit dem einheimischen Polizisten Reitbauer, der einige Verdächtige besser kennt, als dem Kommissar lieb ist. Zu meiner Person: Helmut Scharner, geboren 1975 in Niederösterreich, arbeitete zunächst im Projektverkauf von Industrieanlagen und ist derzeit als Sales Manager für den größten österreichischen Stahlkonzern tätig. Dabei zählt unter anderem auch die Schuhindustrie zu seinem Kundenkreis. Seine beruflichen und privaten Reisen führten ihn bisher in über 50 Länder. Mit seiner Familie lebt er in Waidhofen an der Ybbs, Niederösterreich, bewacht werden sie von der stets kampfbereiten Schmusekatze Hexi. In Helmut Scharners erstem Kriminalroman 'Mostviertler' steht ein österreichischer Sportschuhhersteller im Brennpunkt. Auch in seinem zweiten Krimi, an dem er gerade schreibt, werden mehrere Figuren aus dem Roman 'Mostviertler' eine tragende Rollen spielen.    

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  • Mostviertler

    Mostviertler
    Booky-72

    Booky-72

    04. July 2016 um 13:52

    Die Schuster Schuhe GmbH in Niederösterreich soll vergrößert werden und auf dem vietnamesischen Markt Fuß fassen, natürlich alles "Fair Trade", ist ja gut und sowieso grade in. Doch weder in der Firma noch bei den vietnamesischen Vertretern geht alles sauber zu.Die Spannung ist zu Anfang etwas verhalten, steigert sich aber dann doch. Teilweise Rückblenden in die 90er Jahre helfen, die Entwicklung der Firma und die Zusammenhänge in der Familie besser zu verstehen, hier gut gemacht.Das Cover ist wirklich gut gelungen, satte Farben und das passende Motiv. Schreibstil ganz ok, aber nicht 100-prozentig fesselnd. Daher "nur" 4 Sterne.

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  • Mostviertler

    Mostviertler
    abetterway

    abetterway

    04. July 2016 um 10:43

    Inhalt:"Mostviertel, Niederösterreich. Unternehmersohn Jakob Schuster träumt davon, aus dem Familienbetrieb, der sich auf die Sportschuhproduktion spezialisiert hat, einen Global Player zu machen. Dafür plant er die Übernahme einer vietnamesischen Fabrik, egal mit welchen Mitteln. Kein Wunder, dass es von Verdächtigen nur so wimmelt, als Jakob eines Morgens erstochen aufgefunden wird. Der Wiener Kommissar Brandner ermittelt gemeinsam mit dem einheimischen Polizisten Reitbauer, der einige Verdächtige besser kennt, als dem Kommissar lieb ist."Meinung:Das Buch fängt ruhig an und es wird leider relativ spät spannend. Ich hätte mir erwartete das die Spannung schneller aufgebaut wird.  Leider haben mit die sexuellen Anspielungen auch nicht gefallen aber das ist Geschmackssache. Leider hat das Buch nicht meinen Erwartungen entsprochen. Das einzige was mir wirklich sehr sehr gut gefallen hat ist das Cover. Dies ist wirklich wunderschön, passt vielleicht nicht ganz zum Buch aber für sich ist es sehr schön. Leider war das Buch nicht mein Fall. Fazit:Leider hat es meine Erwartungen nicht erfüllt....da die Spannung erst relativ spät aufgebaut wurde.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    kubine

    01. April 2016 um 15:25
  • Fair Trade ist oft auch nur ein schmutziges Geschäft!

    Mostviertler
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    Mostviertel liegt in Niederösterreich. Das Buch wurde als regionaler Wirtschaftskrimi angekündigt. Leider hat die Post es mir lange vorenthalten und als es endlich ankam, hatten mich die bereits vorliegenden Rezensionen ziemlich abgeschreckt! Meine Erwartungen waren niedrig, immer wieder wurden die ungeschönen, drastischen Sexszenen kritisiert, es handle sich weniger um einen Krimi, als um eine Industriellensaga….. Als ich mich an das Buch heranwagte, konnte ich dem nicht zustimmen. In Mostviertel steht die Zentrale der Schuster Schuhe GmbH, produziert wird dort aber schon lange nicht mehr. Der Clan wird von seiner Haushälterin als durch und durch schlecht bezeichnet…. Je mehr Einblicke man in die Familienstrukturen und in die geplante Übernahme einer vietnamesischen Fabrik nimmt, desto besser kann man sie verstehen. Sympathisch sind sie echt nicht. Man spürt ähnlich wie in einer griechischen Tragödie, wie sich die Situation sich immer weiter zuspitzt, das Böse ist zum Greifen nahe, und doch gibt es über weite Strecken keine Leichen, aber viele potenzielle Opfer, bei denen man sich gut vorstellen könnte, daß sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer fallen. Diesem Zweck dient auch die erwähnte harte Sexszene. Da soll nicht auf den Shades of Grey Zug aufgesprungen werden, sie hat ihre Berechtigung, indem sie ausgezeichnet die Protagonisten dieser Szene charakterisiert. So werden spätere Sexszenen nur angedeutet und an dieser gemessen, was ich völlig legitim finde. Allerdings spielt der Krimi nicht nur in Niederösterreich, sondern auch Vietnam und Südafrika. Es wird bespitzelt, benutzt, getrickst und intrigiert…… Die dreckige Wirtschaftswelt halt und diese soll nun mit einem neuen Fair Trade Produkt aus Österreich ein wenig gerechter werden. Weil es sich so gut verkaufen läßt und die Gewinnmarge nach oben schnellen würde…. Doch schmeckt dies nicht jedem und so merkt der Leser, daß ein Spitzel jeden Schritt der künftigen Führungsriege überwacht, dokumentiert und ausnutzt. Das fand ich durchaus sehr spannend und gut geschrieben, auch wenn der Leichnam und der Kommissar, die bereits auf dem Buchrücken angekündigt werden, lange auf sich warten lassen. Aber selbst, daß der Namen des Opfers bereits bekannt war und er seine miesen Spielchen ca. 2/3 des Buches ungehindert spielen konnte, nahm mir nicht die Spannung.Die Atmosphäre ist so dicht gewebt, das drohende Unheil fast schon greifbar, da brauchte es keine Leiche zum Auftakt. Die Schwäche des Buches ist für mich das Ende. Der eigentliche Fall ist mehr oder weniger geklärt. Doch wird auf noch ca. 75 Seiten erklärt, wie einige lose Enden zusammen gehörten, ohne alle Enden zu verbinden. Für ein so offenes und beklemmendes Ende, waren diese 75 Seiten eindeutig zu lang. Das hinterläßt bei mir einen etwas enttäuschten Geschmack, der aber dadurch gemildert wird, daß das Ende durchaus absichtlich nicht völlig aufgelöst wird, um das Katz und Maus Spiel in einem Folgeband fortsetzen zu können. Da bin ich aber nun echt gespannt und drücke die Daumen, daß der Verlag, diesen ermöglicht. In diesem Buch gab es eigentlich fast keine Sympathieträger und wenn erst sehr spät innerhalb der Geschichte und dennoch hat es mich fasziniert! 4 von 5 möglichen Sternen!

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    • 2
  • Mord im Mostviertel

    Mostviertler
    tinstamp

    tinstamp

    Meine Meinung: Der Debütroman von Helmut Scharner spielt in meiner Heimat, dem Mostviertel, dem süd-westlichen Teil des Bundeslandes Niederösterreich. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, als ich für diese Leserunde bei Lovelybooks, die gemeinsam mit dem Autor geführt wird, ausgelost wurde. Der Einstieg in den Krimi bereitete mit keinerlei Schwierigkeiten und ich war erfreut, bereits auf den ersten Seiten Namen bekannter Orte und Plätze zu lesen. Wir lernen das Familienimperium der Schusters kennen. Samuel und Josef Schuster sind die Inhaber der Schuster GmbH, die hochwertige Schuhe herstellt und für sehr gute Qualität steht. Wie die meisten Unternehmer haben sie allerdings die Herstellung in den späten 90-er Jahren aus der eher kargen Industrieregion rund um Waidhofen an der Ybbs  ins benachbarte Ausland ausgelagert. Die Söhne der Firmeninhaber, Jakob und Eugen, sollen demnächst mehr ins Geschäft einsteigen und langsam die Führung übernehmen. Während Eugen der Spezialist für die Finanzen ist, hat Jakob weitreichendere Pläne. Er möchte expandieren und sein Augenmerk auf Sportschuhe legen, die er in Vietnam herstellen lassen möchte. Mit einer Fusion und der Erweitung der eigenen Produktionsstätte in Asien will er auch international durchstarten. Er hat bereits Kontakt mit einem gewissen Chan aufgenommen, der jedoch seine eigenen Interessen und Pläne hat. Da kommt Jakob die Idee seiner Mitarbeiterin Juliane gerade recht. Sie schlägt vor Fair Trade Sportschuhe herzustellen und so die bekannte Qualität der Schuster Schuhe zu halten. Jakob ist jedes Mittel recht, um seine Pläne zu verwirklichen..... Die Charaktere der handelnden Personen sind sehr gut ausgearbeitet und bilden in der ersten Hälfte des Buches das Hauptaugenmerk. Alle haben Ecken und Kanten und lassen sich in keine Schublade stecken. Es kommt allerdings das Gefühl auf, dass es sich hier eher um eine Soap mit Wirtschaftskrimianteil handelt, als um einen richtigen Krimi. Es dreht sich auf den ersten zweihundert Seiten alles um die Protagonisten des Buches und dessen Schicksal. Macht und Intrigen stehen im Vordergrund. Auch die vielen Sexszenen  brauche ich in einem Krimi eigentlich nicht. Die typische Ermittlungsarbeit fehlt im ersten Teil des Buches noch komplett. Danach geht es allerdings Schlag auf Schlag und Puzzlesteinchen um Puzzlesteinchen fügt sich passend aneinander. Neben Jakob und allen anderen aus dem Schuster Clan, spielen auch Hans Mayer, Jakobs rechte Hand in der Firma und dessen Freundin Juliane eine große Rolle. Rund um Hans werden auch immer wieder Rückblenden in die 90er Jahre in kursiver Schrift eingeblendet. Erst gegen Ende des Buches finden die zwei Erzählebenen aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit zueinander und ergeben ein Ganzes. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und lockern die erste Hälfte des Buches somit etwas auf. Der Spannungsbogen beginnt erst relativ spät zu steigen und bleibt dann allerdings konstant. Während also die Krimihandlung leider sehr langsam und schleppend anläuft und der erste Mord erst nach 250 von 400 Seiten passiert, wird die Einführung der Charaktere sehr akribisch aufgebaut. Dies führt manchmal zu Längen, doch spätestens im letzten Drittel sieht man den Sinn dieses eher ungewöhnlichen Aufbaus des Kriminalromanes. Danach folgt es Schlag auf Schlag und der Leser ist mitten im Geschehen. Gemeinsam mit Kommissar Brandner rätselt man nun, wer hier der Täter sein kann. Da alle beteiligten Personen in einer Almhütte festsitzen, erinnert dieser Abschnitt ein bisschen an einen Agathe Christie Krimi oder das Spiel Cluedo. Auch wenn man glaubt den Täter schon sehr bald zu kennen, erlebt man in den letzten Kapitel eine kleine Überraschung. Dies hat der Autor, meiner Meinung nach, sehr interessant gelöst. Da noch ein paar winzige Fragen offen bleiben, könnte ich mir eine Fortsetzung dieses Wirtschaftskrimis gut vorstellen. Cover: Auf das Cover muss ich auch unbedingt noch eingehen, da ich die Ansicht von Waidhofen an der Ybbs auf dem Titelbild wirklich gelungen finde. Der Fluss Ybbs (sprich Ibbs) glänzt türkis und spiegelt sich leicht....toll! Wer einmal in diese Gegend kommt, sollte der "Stadt der Türme" unbedingt einen Besuch abstatten. Der Titel "Mostviertler‘ ist meiner Meinung eine kleine Anspielung auf die bei uns berühmten und qualitativ hochwertigen "Waldviertler"Schuhe.....das Waldviertel ist ebenfalls eines der vier Viertel von Niederösterreich. Fazit: Vom Aufbau her zuerst mehr Soap mit Wirtschaftshintergrund als Krimi, was sich nach der Hälfte allerdings ändert und der Spannunsgbogen ansteigt. Ein etwas anderer Krimi, der aber trotzdem gut unterhält und dem ich gerne 3 1/2 Sterne gebe, da es noch Luft nach oben gibt. Ich hoffe auf eine Fortsetzung....

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    • 3
  • Ein Wirtschaftskrimi mit guten Ideen, aber zu wenig Spannung und Abwechslung.

    Mostviertler
    Katharina99

    Katharina99

    22. February 2016 um 00:12

    Die Schuster Schuhe GmbH ist ein mittelständischer Familienbetrieb im ländlichen Niederösterreich, spezialisiert auf die Herstellung von Sportschuhen. Damit das Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig ist, möchte Jakob Schuster, Sohn des Familienoberhauptes, dass sich die Firma bei einem chinesischen Schuh-Produzenten einzukauft und fortan Fair Trade - Schuhe vertreibt. Um seinen Traum zu erreichen, ist Jakob bereit weit zu gehen. Zu weit? Doch auch die chinesischen Geschäftspartner der Schusters kennen wenige Skrupel... Das Setting des Krimis ist für Wirtschaftsinteressierte spannend gewählt: Fair gehandelte Produkte werden immer beliebter, gleichzeitig gibt es jedoch auch Kritik an den Zertifizierungen. Der Autor dürfte sich in diesem Gebiet gut auskennen und auch im Bereich Joint Ventures und Unternehmenstransaktionen Erfahrung haben. Dieses Wissen wird im Buch gut verständlich dargelegt, wodurch es sich positiv von anderen Krimis abhebt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich dieses Buch überhaupt als Krimi bezeichnen würde. Einen Mord gibt es zwar, dieser passiert jedoch erst in der zweiten Hälfte des Buches und Täter und Motiv sind leicht zu durchschauen. Lange Ermittlungen und überraschende Wendungen in der Polizeiarbeit sucht man als Leser daher vergeblich. Stattdessen liegt der Fokus des Buches eher darauf, die Hintergründe des Mordes bzw. der zahlreichen Konflikte zwischen allen Beteiligten, zu erklären. Das ist bisweilen interessant, bisweilen aber auch zu viel des Guten. Denn die gesamte erste Hälfte des Buches und die zahlreichen Rückblenden in Hälfte zwei, dürften vor allem dazu dienen, den in der Mitte des Buches zu verstehen. Eine dichtere Darstellung dieser Hintergründe hätte die Spannung, meines Erachtens, erhöht. So interessant also viele Ideen bezüglich Handlung und Setting sind, durch die Art der Umsetzung und der Dramaturgie, wurde viel Potential verschenkt. Auch der Schreibstil konnte meinen Geschmack leider nicht treffen. Die sehr direkte, einfache Sprache ist zwar gut verständlich, wirkte für mich jedoch bisweilen zu plump. Ebenfalls irritierend war für mich, dass nicht aus Sicht einer Person geschrieben wurde, sondern quasi aus Sicht aller. So werden die inneren Monologe und Gedanken aller wichtigen Charaktere niedergeschrieben. Dadurch kann man gut nachvollziehen, wer warum wie handelt - gleichzeitig werden die Protagonisten dadurch jedoch auch vorhersehbar. Als Leserin hatte ich bei dem Roman oft den Eindruck, man traut mir nicht zu, Gesichtsausdrücke, Stimmungen usw. zu interpretieren und schreibt daher auch die Gedanken jedes Charakters hinzu. Ähnlich ging es mir bei den zahlreichen Widerholungen und der Darstellung von Szenen, die man problemlos hätte streichen können, da sie sich ohnehin logisch aus dem Rest der Geschichte ergeben. Hier hätte ich mir mehr Raum für eigene Gedanken und Interpretationen gewünscht. Ich tue mir schwer, dieses Buch angemessen zu bewerten. Denn zum einen finde ich viele Ideen darin ineressant und neu. Zum anderen gab es bei der Umsetzung jedoch, aus meiner Sicht, deutliche Mankos. Wer sich für das Buch interessiert, sollte daher meines Erachtens zunächst in die Leseprobe blicken um herauszufinden, ob einem der Schreibstil zusagt.

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  • Die Gier nach Macht und Anerkennung kann gefährlich werden

    Mostviertler
    Julitraum

    Julitraum

    20. February 2016 um 20:04

    Schauplatz Mostviertel in Niederösterreich. Jakob Schuster hat ehrgeizige Pläne. Seine Familie betreibt seit mehreren Generationen ein Unternehmen, das Schuhe produziert. Längst werden diese natürlich im Ausland gefertigt, mittlerweile hat man sich ganz auf die Herstellung von Sportschuhen konzentriert. Jakob möchte gerne, daß die Firma zu den ganz Großen gehört. Dazu plant er, einen vietnamesischen Zulieferer zu übernehmen. Doch hierfür muß erst der Familienrat, bestehend aus seinem Vater, seinem Onkel und seinem Cousin zustimmen. Dumm nur, daß Jakobs Vater meist auf seinen Bruder hört. Es gilt also hauptsächlich, den Onkel zu überzeugen. Erschwerend kommt nun noch hinzu, daß auch der Cousin in die Firma drängt und von Jakobs Plänen nicht allzu überzeugt ist. Doch Jakobs Plan geht auf und die Famlie will sich zumindest vor Ort einmal von der vietnamesischen Firma überzeugen lassen. Der Inhaber Chan ist ein ernstzunehmender Geschäftsparter und verfolgt noch ganz andere Interessen. Um seine Pläne voranzutreiben, ist Jakob fast jedes Mittel recht. Auch privat ist er meist nicht so zimperlich und seinen Weg kreuzen noch andere äußerst zielstrebige und machthungrige Männer und Frauen, die für ihren Traum fast alles geben würden. Dieser Krimi ist kein klassicher Krimi im eigentlichen Sinne, aber er skizziert wunderbar die unterschiedlichesten Charaktere und ihre Handlungen. Der Leser bekommt einen sehr guten Einblick in eine Unternehmerfamilie und ihre Seilschaften und teilweise Intrigen. Auch menschliche Schicksale bleiben nicht ungeachtet und so kann der Leser sich in Ruhe ein ungestörtes Bild über die Figuren bilden und ihre Entwicklung im Verlauf des Buches mitverfolgen bis es zum dramatischen Showdown kommt. Der Schreibstil trägt hier sehr dazu bei, daß die Handlung stets unterhaltsam und spannend bleibt. Einzig der Anteil des Wirtschaftskrimis hätte meiner Meinung nach noch stärker herausgearbeitet werden können und dies gerne zum Nachteil der doch etwas überhand genommenen erotischen Szenen. Ansonsten wurde ich jedoch sehr gut unterhalten.

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  • Der Kampf um Macht

    Mostviertler
    Maddinliest

    Maddinliest

    Ein interessanter und spannender Wirtschaftskrimi um die Expansion eines Familienunternehmens auf internationaler Ebene. Jakob Schuster hat als Unternehmensnachfolger den Traum einer internationalen Erweiterung des familieninternen Schuhunternehmens. Er hat erste Kontakte in die asiatische Welt geknüpft und versucht nun seine Familie von der Richtigkeit einer Investition in eine eigene Produktionsstätte zu überzeugen. Hierzu fährt er mit dem Entscheidungsträger in die ferne Welt , um sich ein Bild von dem zu übernehmenden Unternehmen zu machen. Vor Ort werden sie mit den Gepflogenheiten der dortigen Geschäftswelt konfrontiert und sammeln ihre Erfahrungen in einer Welt aus Korruption und Machtgier. Alles deutet auf eine Investition hin, bis es zu einem plötzlichen Todesfall kommt... Helmut Scharner erzählt den Krimi Mostviertler anders als viele seiner Kollegen. Zunächst wird der Leser mit vielen Informationen bezüglich der Protagonisten und den Geschehnissen um das Familienunter-nehmen konfrontiert. Der Leser fragt sich zunehmend, ob er wirklich einen Kriminalroman in Händen hält, bis es dann zum ersten Todesfall kommt. Das Interessante aus meiner Sicht bei dieser Vorgehensweise ist, dass der Leser nun alle Umstände kennt und somit direkt das eigene Kopfkino auf der Jagd nach dem Täter anschmeißen kann. Der Spannungsbogen wurde dabei allerdings so richtig erst zur Mitte des Romans aufgebaut, so dass ein wenig Durchhaltervermögen angesagt war. Die Geschichte war aber durchaus schlüssig, nachvollziehbar und interessant konstruiert. Mostviertler gewährte einen Einblick in die Welt der Korruption und des Machthungers einiger Unternehmer und hinter-lässt den Leser ein wenig nachdenklich, ob nicht auch eine gehörige Portion Realität mit verarbeitet wurde. Insgesamt hat mir das Buch, auch aufgrund der flüssig zu lesenden Erzählweise von Helmut Scharner gut gefallen, so dass ich ihn mit vier von fünf Sternen bewerte und gerne weiterempfehle. 

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    • 2
  • The Winner Takes It All

    Mostviertler
    Baerbel82

    Baerbel82

    18. February 2016 um 15:33

    „Mostviertler“ erzählt vom Schicksal des österreichischen Schuhfabrikanten Jakob Schuster. Er plant das Familienunternehmen mit der Produktion von Fair-Trade-Sportschuhen in Asien zu einem Global Player auszubauen. Doch durch seine fragwürdigen Methoden schafft er sich viele Feinde und bezahlt die Verwirklichung seines Traums schließlich mit dem Leben. „Mostviertler“ ist ein gelungener Mix aus Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, Familiensaga und Wirtschaftskrimi, enthält aber auch einige explizite Gewalt- und Sex-Szenen. Es geht um Liebe und Hass, Macht und Gier, Lügen und Intrigen. Liegt das Motiv im geschäftlichen oder eher im privaten Bereich? Kommissar Brandner aus Wien und der einheimische Polizist Reitbauer ermitteln… Der Plot erinnert an „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie: In einem abgeschlossenen Raum geschieht ein Mord; der Täter oder die Täterin muss sich unter den Anwesenden befinden, denen eine Flucht unmöglich ist. Nun ja, hier ist es die Schusteralm. Auch der Erzählstil ist ein bisschen retro und hat mich an die Romane von Raymond Chandler (Philip Marlow) erinnert. Ein Stil, dessen sich Helmut Scharner insbesondere bei den kursiv gedruckten Rückblenden in die Vergangenheit der 1990er Jahre bedient. Der Autor schafft es, einen ebenso gut lesbaren wie authentischen Wirtschaftskrimi vorzulegen - hochspannend bis zum unerwarteten Ende. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Nichts ist wie es scheint, niemand ist, wer er zu sein scheint. Wer ist Täter, wer ist Opfer? Wer wird verlieren, wer wird gewinnen? Und um welchen Preis? Fazit: Empfehlenswerter Kriminalroman mit der Faszination des Fernen Ostens.

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  • "Dallas" in Niederösterreich

    Mostviertler
    krimielse

    krimielse

    In dem als Wirtschaftskrimi ausgewiesenem Buch "Mostviertler" von Helmut Scharner verwirklicht der Unternehmenssohn Jacob Schuster aus Waldhofen (Niedrösterreich) den Traum eines global players für den Familienbetrieb. Er treibt die Übernahme der vietnamesischen Schuhfabrik des Unternehmers Chan durch die Familiendynastie Schuster mit allen Mitteln voran und ist dabei letztendlich erfolgreich. Doch das eiskalte Überschreiten moralischer Grenzen und das Ausnutzen von Angestellten, Familienmitgliedern und Geschäftspartnern für seine Zwecke hat einen Preis, der bezahlt werden muss. Beim Familientreffen der Schusters auf der Schusteralm im Beisein des neuen Geschäftspartners Chan geschieht ein Mord, der Kommissar Brandner zu Ermittlungen auf den Plan ruft. In einer klassischen Agatha-Christie-Situation (eingeschneite Almhütte, ein Mord, keiner der Beteiligten kann die Alm verlassen) könnten die Ermittlungen schnell zu Erfolg führen und der Mörder gestellt werden, doch ein weiterer Mord passiert und der Kommissar tappt zunächst im Dunkeln. Für einen Krimi muss man als Leser ziemlich lange warten, ehe in der Hälfte des Buches ein Mord geschieht. Vordergründig wird von Irrungen und Wirrungen in Familien- und Liebesgeschichten der Familie Schuster berichtet. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf Jacob Schuster, dem Bösewicht und J.R.Ewing aus Waidhofen, dem ich als Leser unter anderem in mehrere Schlafzimmer mit ausschweifenden Sexszenen folge. Jacob handelt in jeder Situation selbstsüchtig, rücksichtslos aber auch völlig blauäugig gegenüber dem Vietnamesen Chan und seiner schönen Tochter Jennifer, die beide selbst ein verborgenes Ziel verfolgen. Der Rest der Familie Schuster ist genau wie Jacob sehr auf den eigenen Vorteil bedacht, weshalb weitere Verwicklungen nicht ausbleiben. Der Inhalt des Buches gleicht in meinen Augen eher einem Familienroman mit Liebe, Lügen und Intrigen, aufgepeppt mit ein paar wirtschaftlichen Verwicklungen des Familienbetriebes, als einem Regionalkrimi. Für letzteren fehlt mir neben der Krimihandlung auch der regionale Bezug. Es finden sich fast keine Beschreibungen von Örtlichkeiten, Gepflogenheiten und typischen Merkmalen der Region, weder von Niederösterreich noch von Vietnam oder Südafrika. Die Schauplätze bieten viel Material dafür, leider wurde nichts davon ausgespielt. Viele der handelnden Charaktere wirken auf mich blass und agieren in meinen Augen hölzern. Mir fehlt die Vielschichtigkeit in den Persönlichkeiten, oft lässt sich eine Person a lá schwarz/weiß-Schema in eine ganz bestimmte Schublade stecken und überrascht mich im weiten Verlauf der Geschichte nicht mehr durch ihr Handeln. Das nimmt leider viel des Spannungspotenziales, das die Grundidee der Geschichte eigentlich bieten würde. Als störend empfinde ich die Darstellung der weiblichen Charaktere, die in meinen Augen sehr unzeitgemäß ihr Handeln am Vorgehen der agierenden Männer festmachen, so dass sich auch hier keine starke Persönlichkeit findet. Der Schreibstil des Buches ist gut lesbar, doch wird auch hier leider viel Potenzial zum Aufbau eines Spannungsbogens verschenkt, indem der Autor in meinen Augen zu viele Wiederholungen und unnötige Erklärungen eingebaut hat. Fazit: Das Buch bietet eine gute Grundidee, die aber für sprachliche Umsetzung und Charaktere noch viel Raum nach oben hat. Ich war leider nicht überzeugt und vergebe zwei Sterne.

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    • 4
  • Rezension zu "Mostviertler"

    Mostviertler
    Zsadista

    Zsadista

    15. February 2016 um 14:19

    Mostviertel, Niederösterreich. Die alteingesessene Schuhfabrik von den Schusters kann nicht mehr mit dem großen Markt konkurrieren. Es müssen neue Ideen und Investitionen her, um noch mithalten zu können. Jakob Schuster, der Unternehmersohn von Josef Schuster hat eine neue Idee, wie er die Firma wieder zu den besten im Lande bekommen kann. Doch sein Cousin Eugen macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Mit viel Hinterlist und Manipulation kann Jakob seine Idee doch noch in die Tat umsetzen und sein Vater stimmt zu eine Schuhfabrik in Vietnam zu kaufen. Somit wollen sie selbst billig Fair Trade Schuhe produzieren und auf dem Markt wieder eine Spitzenposition einnehmen. Doch es kommt anders, als sich Jakob dies träumen lies und es endet mit mehr als nur einem Mord. „Mostviertler“ ist ein zweigespaltener Krimi. Den ersten Teil reihe ich in die Riege Wirtschaftskrimi ein, den zweiten Teil in einen normalen Krimi. Die Verwicklungen und Machenschaften in Bezug auf den Wirtschaftskrimi haben mir sehr gut gefallen. Die Handlung des Krimis fand ich dann etwas holprig und war nicht mehr ganz so mein Fall. Von den Personen war mir keiner richtig sympathisch. Man sah an den Figuren eher die Abgründe der Menschen, wenn es um Macht und Geld geht. Ich fand das nicht negativ, man muss auch nicht immer die Personen in den Büchern leiden können oder sympathisch finden. Gerade der Punkt machte das Buch für mich gelungen. Etwas viel und ausschweifend fand ich die Sex-Szenen am Anfang im Buch. Das ist einfach nicht mein Ding. Ich mag keine Sex-Szenen in Büchern. Mag sein, dass es zum kompletten Inhalt passte, aber was da so genau im Bett abläuft, muss ich trotzdem nicht unbedingt wissen. Andere Leser mögen so etwas halt gerne, mich hat es ein bissel gestört. Von der kompletten Geschichte her hätte es mir besser gefallen, wenn der Krimi ganz in der Wirtschaftswelt geblieben wäre. Der letzte Teil hat zwar noch etwas damit zu tun, fällt für mich aber zu sehr in eine andere Richtung. Dadurch dass alles etwas spät im Buch erst passiert, sind die Ermittlungen in dem Mordfall nach meinem Geschmack etwas zu kurz gekommen. Das Cover finde ich sehr schön, vor allem wegen dem glänzenden Fluss. Allerdings an Hand des Inhaltes fand ich es persönlich jetzt nicht so passend. Auf jeden Fall wartet das Buch mit interessanten Wendungen auf. 

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
    DaniB83

    DaniB83

    09. February 2016 um 11:12
  • War das wirklich ein Krimi?

    Mostviertler
    winterdream

    winterdream

    08. February 2016 um 16:58

    Klappentext: Mostviertel, Niederösterreich. Unternehmersohn Jakob Schuster träumt davon, aus dem Familienbetrieb, der sich auf die Sportschuhproduktion spezialisiert hat, einen Global Player zu machen. Dafür plant er die Übernahme einer vietnamesischen Fabrik, egal mit welchen Mitteln. Kein Wunder, dass es von Verdächtigen nur so wimmelt, als Jakob eines Morgens erstochen aufgefunden wird. Der Wiener Kommissar Brandner ermittelt gemeinsam mit dem einheimischen Polizisten Reitbauer, der einige Verdächtige besser kennt, als dem Kommissar lieb ist. Cover: Das Cover hat mir gut gefallen. Es passt auf jeden Fall sehr gut zu einem Krimi. Mein Fazit: Das Buch war gut, aber mehr auch nicht. Am Anfang des Buches lernt der Leser sehr viel über den Familienbetrieb der Schusters und die Familiengeschichte kennen. Für meine Begriffe war das eindeutig zu viel. Ich weiß jetzt wahrscheinlich mehr über Schuhe, als ich eigentlich erfahren wollte. Für mich war das alles viel zu langatmig und auch langweilig. Ich habe regelrecht darauf gewartet, wann denn jetzt endlich etwas passiert und der Tote „auftaucht“. Aber da hatte man schon zwei Drittel des Buches gelesen, als es endlich etwas spannender wurde. Das war viel zu spät. Es ist zwar wichtig, dass ein Buch eine Vorgeschichte hat und man nicht sofort in eine Action hineingeworfen wird, aber das war mir zu viel an Vorgeschichte. Das hätte man auch alles kompakter schreiben können. Dann hätte man die Zusammenhänge immer noch gut verstehen können. Die Schreibweise des Autors war allerdings gut zu lesen. Ich konnte es schnell und einfach lesen. Was mir auch gut gefallen hat, waren die kurzen Kapitel. Ich mag so etwas eigentlich eher nicht, aber hier passten sie zu dem Buch. Alles in allem vergebe ich hier 3 von 5 Punkten.

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  • Wirtschaftskrimi

    Mostviertler
    esposa1969

    esposa1969

    08. February 2016 um 14:39

    Klappentext: Mostviertel, Niederösterreich. Unternehmersohn Jakob Schuster träumt davon, aus dem Familienbetrieb, der sich auf die Sportschuhproduktion spezialisiert hat, einen Global Player zu machen. Dafür plant er die Übernahme einer vietnamesischen Fabrik, egal mit welchen Mitteln. Kein Wunder, dass es von Verdächtigen nur so wimmelt, als Jakob eines Morgens erstochen aufgefunden wird. Der Wiener Kommissar Brandner ermittelt gemeinsam mit dem einheimischen Polizisten Reitbauer, der einige Verdächtige besser kennt, als dem Kommissar lieb ist Leseeindruck: Zuerst einmal springt einem bei diesem Kriminaloman "Mostviertler" von Helmut Scharner das Cover ins Auge: Das Landschaftsbild vom beschaulichen Waidhofen an der Ybbsin Niederösterreich. So idyllisch und ruhig, dennoch so idyllisch ght es in diesem Roman gar nicht zu. Beginnend mit dem Prolog, der nicht zuviel verrät, aber absolut neugierig macht. Dann lernen wir erst einmal sämtliche Familienverhältnisse der Schusters - ihres Zeichens Schuhmacher - kennen, die zwar insgesamt ganz leserlich und interessant sind, aber noch nicht gar zu viel mit einem Krimi gemein haben, denn der im Klappentext angekündigte Leichenfund des Jakob Schuster findet erst im letzten Drittel des Kriminalromans statt. Kommissar Brandner und die örtliche Polizei nehmen die Ermittlungen auf... Der Lokalkolorit wird nicht nur anhand der Landschaft, sondern auch ein wenig des Dialektes wegen gefördert. Insgesamt mutet dieser Krimi eher wie ein Industire- udn Wirtschaftskrimi an, denn ein reiner Mord- und Totschlagkrimi, las sich insgesamt ganz angenehm, nur eben die Seiten bis zum Leichenfund zogen sich etwas. Was positiv auffällt, das sind die äüßerst kurzen Kapitel. 79 solcher finden wir auf 405 Seiten, die sich u.a. auch der augenfreundliche großen Schrift angenehm lesen ließen. 4 Sterne verdient dieser Krimi allemal. @ esposa1969

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