Helmut Schmidt , Fritz Stern Unser Jahrhundert

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Inhaltsangabe zu „Unser Jahrhundert“ von Helmut Schmidt

„Fangen Sie an, Fritz“ – mit diesem Satz beginnt ein Gespräch unter Freunden. Helmut Schmidt und Fritz Stern kennen sich seit vielen Jahren und haben sich im Sommer 2009 zusammengesetzt, um über Themen miteinander zu reden, die ihnen am Herzen liegen: Erfahrungen und Lehren aus der Geschichte, das gemeinsam erlebte Jahrhundert, Menschen, die ihnen begegnet sind.
Das Ergebnis ist so anregend wie kurzweilig. Der Politiker und der Historiker spielen sich die Bälle zu, mal im Konsens, mal im Widerspruch, stets auf eine pointierte Darlegung ihrer eigenen Positionen bedacht. Das Spektrum der behandelten Fragen reicht von Bismarck bis Israel, vom Zweiten Weltkrieg bis zum Aufstieg Chinas, vom Rückblick auf die Ära Bush bis zu den überhöhten Boni für Banker – und auch die Anekdoten kommen nicht zu kurz.
In Szene gesetzt von Hanns Zischler und Hans Peter Hallwachs.

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  • Ein spannendes Gespräch.

    Unser Jahrhundert

    Wedma

    13. May 2018 um 19:05

    Dieses hörenswerte Buch gibt es im Pool meines neuen Hörbuchanbieters. Da habe ich mich kurzerhand dafür entschieden und keineswegs bereut. Klappentext beschreibt den Inhalt ganz gut: „… Helmut Schmidt und Fritz Stern kennen sich seit vielen Jahren und haben sich im Sommer 2009 zusammengesetzt, um über Themen miteinander zu reden, die ihnen am Herzen liegen: Erfahrungen und Lehren aus der Geschichte, das gemeinsam erlebte Jahrhundert, Menschen, die ihnen begegnet sind. Aus dem Gespräch … ist ein ebenso anregendes wie kurzweiliges, freimütiges und nicht selten witziges Buch entstanden, in dem sich der Politiker und der Historiker die Bälle zuspielen, mal im Konsens, mal im Widerspruch, stets auf eine pointierte Darlegung der eigenen Positionen bedacht. Das Spektrum der behandelten Fragen reicht von Bismarck bis Israel, vom Zweiten Weltkrieg bis zum Aufstieg Chinas, vom Rückblick auf die Ära Bush bis zu den überhöhten Boni für Banker – und auch die Anekdoten kommen nicht zu kurz. Zwei kluge alte Männer streifen durch das 20. Jahrhundert und die Welt von heute, und der Leser genehmigt sich eine Prise Weisheit. In Szene gesetzt von Hanns Zischler und Hans Peter Hallwachs.“ Dieses Gespräch fand ich recht interessant und aufschlussreich. Die Herrschaften reden über fast alle wichtigen polit. Themen des 20. Jh.  und zwar so, dass ich von der Diskussionskutur, von der tiefen Kenntnis der Geschichte und von den Meinungen der beiden sehr beeindruckt war. Fritz Stern war ein amerikanischer Historiker, dessen Familie 1938, da jüdischer Abstammung, in die USA ausgewandert gewesen war. In dieser Diskussion vertrat er oft die amer. Sicht der Dinge und dazu eines Historikers und Publizisten, Helmut Schmidt die Sicht des deutschen Politikers hohen Ranges. Obwohl sie oft einander widersprachen, taten sie dies sehr respektvoll und waren stets darauf bedacht, die Gemeinsamkeiten zu finden oder sich zumindest irgendwo in der Mitte zu treffen, sodass jeder sein Gesicht bewahren und die Diskussion weiter sachlich und höflich fortgesetzt werden konnte. Diese Gespräche erfolgten an drei Tagen vormittags und nachmittags im Sommer 2009, sodass diese weitgehend wie reguläre Arbeitstage aussahen. Mehrmals kamen die beiden auf die Eliten der Ostküste und ihre Rolle im Weltgeschehen zu sprechen, auch in Verbindung mit Bush Vater und Sohn. Zu den Vorbildern und deren Notwendigkeit heute kehrte das Gespräch mehrmals zurück. Das war Schmidts Thema, auch weil er ein Buch dazu geschrieben hatte. Über die Macht der Medien, über Kohl in diesem Zusammenhang, über die Fehler der Parteienfinanzierung, Wirtschaftsliberalismus, sowie heikles Thema Israel, das waren die Punkte, die mMn aussagestark ausfielen und recht unverblümt besprochen wurden. (Es gab noch etliches mehr, s. dazu Inhaltsverzeichnis der gedruckten Ausgabe.) Wobei auch hier, wie auch bei einigen anderen Themen, bei mir der Eindruck entstand, dass die Herren noch tiefer in die Materie eingestiegen waren und noch deutlichere Aussagen an den Tag gelegt hatten. Bloß in der fürs Massenpublikum angepassten Ausgabe wurden die allzu offenherzigen Dinge ausgeklammert. Dieser Eindruck verstärkte sich, als in etwa 13 letzten Minuten Mitschnitt des Originalgesprächs eingeblendet wurde. Da sah man, dass die Herren deutlich mehr gesagt haben, als es in die Endversion des nachgesprochenen Hörbuches reinkommen durfte. Vieles wirkte durch die redaktionellen Kürzungen nur kurz angesprochen, nur angeschnitten, somit eher oberflächlich und insg. unglaubwürdig, weil es doch recht unwahrscheinlich rüberkam, dass die Herrschaften an solchen Stellen und nach so wenig Austausch die Diskussion beendet hätten. Ganz am Anfang, als die Entstehung des Buches beschrieben wurde, hörte man, dass Stern und Schmidt mal längere Gespräche über die Geschehnisse des vergangenen Jahrhunderts geführt hätten, so war die Idee dieses Buches entstanden. Ich wäre zu gern bei diesen Originalgesprächen dabei gewesen und die eigentlichen Aussagen der beiden gehört. Das wäre eine enorme Bereicherung gewesen. Diese „offizielle“ Version ist zwar auch nett, manche Sicht der Dinge ist schon nicht ohne, erscheint mir trotzdem gewollt politisch korrekt. Man muss diese Meinungen nicht teilen, aber sie zu kennen schadet gewiss nicht. Dass dieses Gespräch bald 9 Jahre alt ist, störte mich keineswegs. Das meiste spielte sich in der Vergangenheit ab, wobei die beiden zum Schluss auch eine Art Ausblick in die Zukunft gewagt, ja ihre guten Wünsche für die kommenden Generationen vorgetragen haben. Hörenswert finde ich diese Diskussion auf jeden Fall, auch weil man einige Lesetipps samt den guten Gründen warum, mitnehmen kann.  

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