Helmut Schmidt , Fritz Stern Unser Jahrhundert

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Inhaltsangabe zu „Unser Jahrhundert“ von Helmut Schmidt

Aus dem Gespräch zwischen Fritz Stern und Helmut Schmidt ist ein ebenso anregendes wie kurzweiliges, freimütiges und nicht selten witziges Buch entstanden, in dem sich der Politiker und der Historiker die Bälle zuspielen, mal im Konsens, mal im Widerspruch, stets auf eine pointierte Darlegung der eigenen Positionen bedacht. Das Spektrum der behandelten Fragen reicht von Bismarck bis Israel, vom Zweiten Weltkrieg bis zum Aufstieg Chinas, vom Rückblick auf die Ära Bush bis zu den überhöhten Boni für Banker – und auch die Anekdoten kommen nicht zu kurz. Zwei kluge alte Männer streifen durch das 20. Jahrhundert und die Welt von heute, und der Leser genehmigt sich eine Prise Weisheit.

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  • Rezension zu "Unser Jahrhundert" von Helmut Schmidt

    Unser Jahrhundert

    Marcus_Krug

    16. September 2012 um 17:20

    Zwei betagte Persönlichkeiten reden über „Unser Jahrhundert“. Das ist zum einen der Historiker und Experte in deutscher Geschichte Fritz Stern (Jahrgang 1926) und zum anderen der omnipräsente Altkanzler Helmut Schmidt (Jahrgang 1918). Schon allein die Geburtsjahre lassen darauf schließen, dass beide etwas zu erzählen haben. Inhaltlich das Gesprächsbuch zu erfassen, soll im Rahmen dieser Besprechung nicht Sinn und Zweck sein. Nur soviel, sämtliche Ereignisse und Personen, die sich zwischen dem 19. Jahrhundert und dem angehenden 21. Jahrhundert zugetragen haben oder lebten, werden hier mehr oder weniger intensive zum Thema des Gespräches gemacht. Das Gespräch (bzw. die Gespräche) zwischen den oben genannten Personen fand an drei Tagen, jeweils vor- und nachmittags statt – analog ist auch das Buch gegliedert. Den roten Faden des Buches geben lediglich einige Fragen vor, an denen sich die Gesprächspartner lose orientieren. Da man aus Gründen der Authentizität das Gespräch nicht in thematische Schubladen presste, liest sich das ganze Buch sehr spannend, ungezwungen und erfrischend. Will sagen, man merkt dem Gespräch an, wie es sich durch Schmidts und Sterns Gedanken entwickelt, indem der eine auf das Gesagte des anderen unmittelbar reagiert. Von Zeit zu Zeit – wenn das Thema zum Abschweifen einlud – erinnern sich Stern und Schmidt immer wieder gegenseitig daran, dass sie doch noch andere Fragen hätte, die einer Diskussion bedürfen und man kehrt zum eigentlichen Thema zurück. Gerade dieses Ausufernde und Improvisierte macht den Reiz der Lektüre aus. Auch die geistreichen Kommentare und durchaus den ein oder anderen Sachverhalt erhellenden Anekdoten tragen ihren Teil zum Gelingen dieses Gesprächsbuches bei. Es liefert genügend Stoff zum Nachdenken und Staunen und die Lektüre ist inspirierend und bereichernd. Das Buch ist vor allem eines, eine Aufzeichnung des Gespräches zweier erfahrender Persönlichkeiten. Es ersetzt keinesfalls ein Geschichtsbuch. Jedoch wünschte ich mir an der einen oder anderen Stelle schon eine weitere Ausführung, denn manche Erklärungen sind aufgrund des Hintergrundwissens von Stern und Schmidt doch äußerst knapp. In diesen Fällen wäre eine Fußnote sehr willkommen gewesen. Obwohl hier zwei zumindest gebürtige Europäer über ihre Erlebnisse und Erfahrungen sprechen, ist mir persönlich das Gespräch zu Amerika-lastig geraten. Auch ist mir negativ aufgefallen, dass Altkanzler Schmidt des öfteren Herrn Stern ins Wort fällt und das Thema „für sich nutzt“. Aber das mag an meiner ambivalenten Haltung gegenüber Herrn Schmidt liegen. Einerseits hat er einiges zusagen (verglichen mit der historische Ahnungslosigkeit kontemporärer Politiker), aber andererseits wird er von den Medien als allwissendes Orakel überstrapaziert, wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass er sich in dieser Rolle mehr als gefällt. Nichtsdestotrotz ein sehr bereicherndes und inspirierendes Buch!

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  • Rezension zu "Unser Jahrhundert" von Helmut Schmidt

    Unser Jahrhundert

    WinfriedStanzick

    27. June 2011 um 15:30

    Dieses Gespräch des mittlerweile 92-jährigen ehemaligen Bundeskanzlers und Zeitherausgebers Helmut Schmidt mit dem jüdischen Historikers Fritz Stern ist das beste Stück Geschichtsschreibung und zeitgenössischer Politik- und Weltanalyse, die ich seit langem gelesen habe. Ohne noch irgendjemandem verpflichtet zu sein außer der eigenen Meinung und dem eigenen Gewissen, parlieren die beiden in einem lebendigen Gespräch, in dem sie sich auch immer mal wieder ins Wort fallen, über "Unser Jahrhundert". An manchen Stellen mögen vielleicht jüngere Leser den Gestus insbesondere von Helmut Schmidt für pädagogisch und oberlehrerhaft halten. Das ist er aber nicht. Sondern in diesem Buch, wie auch in vielen Artikeln in der ZEIT in den vergangenen Jahren überwiegt eine ungeheure Neugierde auf die Gegenwart. Er liebt das dauernde Herstellen von Bezügen und vor allem hat er eine große Lust an der Einmischung. Seit langem sind sich die beiden freundschaftlich verbunden und man spürt immer wieder ab, wie sehr der Historiker Stern den ehemaligen Politiker und jetzigen Elder Statesman Schmidt bewundert. Helmut Schmidt ist die Gnade vergönnt, in seinen hohen Jahren jene moralische Autorität gewonnen zu haben, die man ihm in seiner aktiven politischen Zeit selten entgegenbrachte. Von dieser Autorität und von dem unendlichen Wissen Fritz Sterns, von der absolut ungewöhnlichen und der Erkenntnis förderlichen Gesprächsatmosphäre, kann der Leser dieses Buch nur profitieren, für seine Geschichtskenntnisse und für die Bildung seiner eigenen Meinung zu bestimmten zeitgenössischen politischen und ökonomischen Phänomenen. Jedem in unserem Land aktiven Politiker, gleich ob auf Bundes- Landes- oder Kommunalebene möchte man dieses Buch zur selbstfortbildenden Pflichtlektüre machen.

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