Helmut Wolkenwand Der Müllmann

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Inhaltsangabe zu „Der Müllmann“ von Helmut Wolkenwand

Hierzulande hält sich einfach niemand an die Regeln. Parken im Halteverbot, drängelnde Rentner an der Supermarktkasse, vorlaute Jugendliche in der Straßenbahn, die eigene Tochter, die immer zu spät nach Hause kommt. Und die einen für einen angepassten Spießer hält. Doch jetzt hat Heinrich genug – denn er ist der „Müllmann“, und es wird Zeit, aufzuräumen. Die Gesellschaft von ihrem Abfall zu befreien. Schließlich hat Heinrich dafür den idealen Beruf – als Auftragskiller … Der Kultkrimi des Jahres!

Ausgezeichnet anders.

— TheSilencer
TheSilencer

Ein Hessenkrimi, FFM lässz grüßen. Ein schönes Buch, viele Gefühle des Protagonisten kennt man von sich selbst, was das Lesen vereinfacht.

— Asbiorn
Asbiorn

Kann den ganz Großen aus den USA und UK locker das Wasser reichen!!

— WortGestalt
WortGestalt

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  • Der Müllmann- ein spannender, humorvoller Krimi

    Der Müllmann
    Angellika

    Angellika

    28. March 2017 um 10:11

    Der Inhalt: Heinrich Schmitt hat eine schwere Vergangenheit. Daher ist er in sehr schlechtem Zustad, als er nach Hause kommt. Doch trotz allem wird sein Leben nicht leichter. Seine Schwester, Elisabeth, wird von ihrem Mann, Frank, geschlagen und landet im Krankenhaus. Als  Frank Elisabeth abholt, gerät er in Panik. Und das aus gutem Grund, denn als er zu ihnen nach Hause kommt, ist seine Schwester spurlos verschwunden und die Küche voller Blut. So fängt er ein neues Leben mit seiner kleinen Nichte an.  Viele Jahre später hat er ein gutes Leben. Sein Geld verdient er mit einer eigenen Müllreceycling Firma, doch seine Kontakte zur Unterwelt sind noch da. So heftet er sich an einen Zuhälter, der einen Freund beraubt hat. Doch bei der Beschattung wird der Zuhälter von einem Unbekannten erschossen. Als würde dies nicht ausreichen, nickt der Unbekannte Heinrich zu. Kurz darauf gerät Heinrich in einen Strudel voll Gewalt und längst vergangen Geglaubten. Meine Meinung:  Der Müllmann hat mich begeistert. Mit Spannung und Humor hat das Buch mich für sich eingenommen. Auch die Chraktere sind einfach fantastisch.  Heinrich ist ein etwas anderer Held. Anstatt wie gewöhnlich einen Krimi aus Sicht der Polizei geschildert zu bekommen, erlebt man die Geschichte aus Sicht eines Kriminellen, der unabsichtlich in die Unterwelt abgleitet, aber gleichzeitig seiner großen Liebe begegnet. Bis auf die Auflösung des Verschwindens von Elisabeth, hat mir das Buch sehr gut gefallen.  *Spoiler zum Verschwinden* Elisabeth wird von Frank aus dem Krankenhaus abgeholt. Zuhause haben beide einen Streit, dieser geht so aus, dass die Nachbarin Elisabeth hilft, indem sie Frank tötet. Elisabeth holt sie zu sich nach Hause. Gleichzeitig erscheint Heinrich mit seiner Nichte im Krankenhaus, eilt zu seiner Schwester nach Hause. Dort findet er die Leiche Franks vor. Bringt seine Nichte zur Nachbarin, bei der sich aber seine Schwester aufhält. Dennoch merkt weder er noch seine Nichte, dass Elisabeth sich dort aufhält. Dann versteckt er Franks Leiche im Keller. Gleichzeitig will die Nachbarin sich um die Leiche kümmer, aber findet die Küche bereits leer vor. Die Polizei findet im Anschluss die Leiche nicht. Seltsam ist dabei die Zeitfolge, da sich Personen gleichzeitig an den selben Orten aufhalten, ohne etwas von dem anderen wahrzunehmen. Auch, dass die Polizei bei der Durchsuchung nicht auf die Idee kommt im Keller zu suchen, ist etwas unsinnig. Dennoch fand ich das Buch sehr spannend. Die Unstimmigkeit trifft zum Glück nur auf einen sehr kleinen Teil der Geschichte zu, sodass es nicht ins Gewicht fällt.

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  • Glauben Sie nicht dem Cover-Text

    Der Müllmann
    TheSilencer

    TheSilencer

    10. January 2017 um 13:54

    Schon bemerkenswert, daß auch Piper jetzt damit beginnt, auf Qualität in punkto Cover-Text zu verzichten.Suggeriert dieser Umschlagstext nämlich die Buchstabenvariante des Films "Muxmäuschenstill", steckt zwischen den Buchdeckeln ein Thriller, den man bisher nur aus englischsprachiger Feder kennt und der mit jenem Werbetext recht wenig gemeinsam hat.Heinrich Schmitt verdingt sich seinen Lebensunterhalt mit Müllrecycling. Sondermüll jeder Art verfrachtet und verschifft er. Zusammen mit einem Kompagnon. Davon läßt es sich gut leben.Seine Kontakte zur Unterwelt, von der er sich jedoch ideologisch ganz gerne distanziert, bescheren einen weiteren Broterwerb. Hier und da beseitigt er Probleme und ermittelt illegal. Hauptsache niemand kommt ums Leben.Privat ist er ein Einsiedler, der mit Frauen nach der ersten Nacht nicht zurecht kommt. Seine 16jährige Nichte wohnt bei ihm, weil vor sechs Jahren seine Schwester und deren Mutter spurlos verschwunden ist.Das ganze Leben Schmitts ändert sich schlagartig, als man in einem Cafe neben ihm jene Person erschießt, die er eigentlich beschatten soll. Es wird nicht einfacher, als sich die ermittelnde Kommissarin als seine einstige große Liebe herausstellt.Seine Nichte erleidet ebenfalls einen Schicksalsschlag, der Einfluß auf seinen Alltag nimmt.Und wäre da nicht seine Vergangenheit als BND-Agent und Irak-Veteran, würde er ziemlich alt aussehen. Wobei: wie normal ist jemand, der Gespräche mit einer toten Ratte führt?Aus meiner subjektiven Sicht ist Der Müllmann ein Mix meiner Lieblingshelden: ein taffer Held jenseits der politischen Korrektheit wie Lee Childs "Jack Reacher", das Stieftochter-Verhältnis aus Andy McNabs "Nick-Stone"-Romanen (hier wird allerdings auf die amerikanische Disney-Soße verzichtet, was ausgesprochen realistisch rüberkommt), das nachvollziehbare Liebesgeplänkel aus Tom Cains "Sam-Carver"-Thrillern und die clevere Erzählstruktur einer Elisabeth Herrmann, die mit ihren "Joachim-Vernau"-Krimis glänzt und nie humorabstinenz bleibt.Hervorragend geschrieben und spannend.Einen Handlungsstrang zum Ende hätte man zwar etwas anders lösen können, aber das sei verziehen.

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  • Rezension zu "Der Müllmann" von Helmut Wolkenwand

    Der Müllmann
    horrorbiene

    horrorbiene

    03. October 2012 um 16:01

    Nach der Lektüre des Klappentextes wusste ich zunächst nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Nach einem “seriösen” Krimi klang das alles jedenfalls nicht. Da ich jedoch ein großer Fan von Schwartz’ Askir/Götterkriege-Reihe bin, gehörte das Buch für mich jedoch zur Pflichtlektüre. Ich möchte mich nun nicht darüber auslassen, ob es nun tatsächlich ein “seriöser” und “stilechter” Krimi ist, denn eines ist dieses Buch auf jeden Fall: genial! Dies liegt vor allem am Hauptcharakter Heinrich. Mir ist schleierhaft, wieso solch ein Mensch frei herumlaufen darf, wo er doch gelegendlich unliebsame Gesellen beinahe aus Versehen ins Jenseits befördert. Er ist daher in doppelter Hinsicht ein Müllmann, er befreit die Gesellschaft von so manchem menschlichen Müll, doch auch sein legaler Job ist in der Müllentsorgung angesiedelt. Eigentlich recht ungewollt schlittert er in diesen – wie sich herausstellte recht umfangreichen – Fall hinein. Eigentlich soll er nur eine CD wiederbeschaffen, doch dummerweise wird sein Zielobjekt vor seinen Augen in einem Café ermordet. Als unfreiwilliger Zeuge gerät er so ins Visier der Polizei, wo rein zufällig seine ehemalige große Liebe Marietta die Ermittlungen zum Mordfall im Café leitet. Zudem scheint die Polizei eine Geschichte seiner Vergangenheit wieder aufrollen zu wollen. Als seiner pubertierenden Nichte auch noch etwas Schreckliches widerfährt, ist die Verwirrung für den Leser perfekt: Wie hängt nun was zusammen? In diesem Buch laufen viele verschiedene kleine Handlungsstränge nebeneinander, was die Geschichte spannend macht und ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Zudem ist mir der doch etwas undurchsichtige und manchmal gar nicht so hart erscheinende Hauptcharakter sehr sympathisch geworden. Das Buch lebt durch den Schreibstil des Autors: einfach und doch ausführlich in Ich-Perspektive. Dazu gespickt mit einer schönen Prise (schwarzen) Humors. Gelungen fand ich auch die Selbstgespräche, die er mit sich führt, deren Antworten stets kursiv gedruckt sind. Dies finde ich sehr passend, da Heinrich doch in seiner Gefangenschaft im Irak in den Selbstgesprächen einen Weg gefunden hat, nicht verrückt zu werden. So hat mir das Lesen sehr viel Freude beireitet und das Buch war viel zu schnell ausgelesen. Sehr zu meinem Leidwesen, haben sich eigentlich auch alle Ungereimtheiten aus dem aktuellen Fall und seiner Vergangenheit vollständig aufgelöst, so dass dieses Buch nicht den Eindruck erweckt, der Auftakt einer Serie zu sein. Schade, denn ich würde gern mehr über Heinrich, den Müllmann lesen! Fazit: Konnte ich anfangs nicht eninschätzen, was mich mit diesem Buch erwartet, hat es mich doch absolut überzeugt. Mit einem sehr gelungenen und sympathischen Hauptcharakter, einer tollen Erzählweise und einer Prise schwarzen Humors hat Helmut Wolkenwand hiermit einen etwas anderen Krimi geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat und von dem ich eigentlich gern noch viel mehr lesen möchte!

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