Helmut Ziegler Brüste

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Inhaltsangabe zu „Brüste“ von Helmut Ziegler

Für Männer ist sie die Quelle lebenslanger Leidenschaft, für Frauen Vergnügen und manchmal süße Last: die Brust. »Brüste. Das Buch« folgt den Mythen, die sich um dieses Accessoire der Weiblichkeit ranken, den Sehnsüchten und Inspirationen. Die Brust im Film, in der Literatur und der bildenden Kunst findet dabei ebenso Platz wie ihr Einsatz als Waffe im politischen Kampf oder als Forschungsgebiet der Wissenschaften. Es geht um Erotik, aber auch um die Kunst, den richtigen BH zu finden, um Schönheitsoperationen, den Schwarzmarkt für Muttermilch oder auch die männliche Brust als Sex-Symbol. Wir reisen durch die Frauenbrust aus medizinischer Sicht, lernen brustbesessene Fotografen und Comiczeichner kennen und lesen die amüsantesten und ungewöhnlichsten Namen, die Brüsten gegeben wurden.
Obsessionen, Fakten, Skurriles, Wunderschönes, Skandalöses – ein Buch, das Männer wie Frauen zum Träumen und Staunen bringen dürfte. Opulent illustriert, charmant geschrieben und edel gestaltet ist »Brüste. Das Buch« ein Standardwerk, das alle Fragen zum Thema beantwortet. Auch die, die man nie hatte.

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    Brüste

    R_Manthey

    21. July 2015 um 11:22

    Gibt es tatsächlich so etwas wie die "Kulturgeschichte der weiblichen Brust"? Dazu bräuchte man die weibliche Brust gewissermaßen als abstrakten Begriff, völlig losgelöst von betörenden weiblichen Körpern, die doch erst in ihrer gesamten Formvollendung eine erotisierende Wirkung entfalten können. Die weibliche Brust als solche besitzt gewiss keine Geschichte und erst recht keine, die etwas mit Kultur zu tun hat. Ansichten über die weibliche Brust, vorgebracht von Leuten, die meinten, sich unbedingt dazu äußern zu müssen, kann man aus den vergangenen Jahrhunderten sammeln und miteinander vergleichen. Man kann auch die verschiedenen Arten der Ver- und Enthüllung weiblicher Brüste in allen möglichen Perioden menschlichen Daseins verfolgen. Oder die Darstellung in der Kunst. All das zusammen, gesammelt und geordnet, stellt dann die Kulturgeschichte der weiblichen Brust dar. Nach dieser Klarstellung weiß man nun wenigstens, dass es sich hier keineswegs um ein Buch mit erotischem Inhalt handelt, sondern um ein Werk mit gewissermaßen höheren Ansprüchen, das den Schein wahren, aber gleichzeitig den erotischen Reiz nicht ganz verdrängen möchte. Dieser Spagat gelingt zunächst wirklich hervorragend, während der erkennbar männliche Beitrag am Ende eher etwas lustlos und gequält wirkt und das auch noch zugibt. Gleich zu Anfang erzählt uns Paula Lambert die Geschichte ihrer Brüste. Ganz stimmt das natürlich nicht, weil wir nur den Teil erfahren, den sie uns preisgibt. Aber diese zehn Seiten machen bereits Lust auf mehr. Nicht nur, weil man das als Mann vielleicht so noch nicht gelesen hat, sondern vor allem wegen der feinen selbstironischen Weise, in der sie es vorträgt. Und dieser kaum merkbar hintergründige, leicht ironische und etwas distanzierte Stil setzt sich in den folgenden Kapiteln fort. Gott sei Dank, mag man sagen, denn das textreiche Buch ist eine Zusammenstellung aller möglicher Thema rund um die weibliche Brust und durch die Zeiten. Wäre da nicht dieser Stil, würde es wohl möglich langweilig werden. Das Buch wurde von den beiden Autoren in vier Teile gegliedert. Nach dem Vorwort, das sich um die Brüste von Frau Lambert dreht, folgt Teil 1, in dem "das Wesen der Brüste" ausgiebig diskutiert wird. Da geht es um die sonderbarsten Vorstellungen, die vorrangig männliche Geistesgrößen sich um den Sinn von weiblichen Brüsten gemacht haben, um ihre Größe, um die Muttermilch, ums Stillen und den damit verbundenen Glaubenskrieg und um Brustkrebs. Dann kommt im 2. Teil die Politik zum Zuge, zunächst in Form von Frau Merkels Busen, den sie den offenbar völlig überwältigten Journalisten einstmals in Oslo ungewohnt offenherzig vorführte und damit eine wundersame und entlarvende Medienhysterie auslöste. Natürlich darf im Weiteren auch die "sexuelle Revolution" der 68er in Deutschlands Westen nicht fehlen. Dann schließlich kommen sehr ausführlich die Verpackungsformen der weiblichen Brust und ihre Geschichte zur Sprache. Das wird wohl eher Frauen interessieren. Im dritten Teil wird das Thema "Brüste in der Kultur" abgehandelt, vorzugsweise in Malerei und Film. Danach befasst sich Helmut Ziegler mit der weiblichen Brust in der Literatur. Das ist zugegeben ein etwas schwierigeres Thema, weil weniger gegenständlich. Leider kommt es mit diesem Kapitel zu einem gewissen Qualitätsbruch. Ziegler beschreibt zunächst seinen Auftrag, seine Vorgehensweise und seine Probleme, um danach als Ergebnis eine Art alphabetische Zusammenstellung von Schriftstellern aufzulisten, die in ihren Werken etwas zur oder über die weibliche Brust oder erotische Anspielungen und mehr zu Papier brachten, was dann in Auszügen dargeboten wird. Das alles wirkt etwas angespannt und gekünstelt. Danach folgen noch einmal Brüste in Filmen, wobei man in diesem Abschnitt ein herrliches Foto findet, auf dem Sophia Loren einen schrägen, aber sehr eindeutigen Blick auf die fast aus dem Kleid fallenden Brüste von Jayne Mansfield wirft. Das sagt mehr über die Gedanken von Frauen als die vielen Worte in diesem Kapitel. Das Buch endet im vierten Teil mit einer Art Lexikon, in dem nach dem Alphabet geordnet alles das zur weiblichen Brust noch erwähnt wird, was offenbar keinen Platz in den vorangegangenen Abschnitten fand. Die Idee zu diesem Buch ist prickelnd. Wenn man nicht mit vielleicht aus dem Marketing entstandenen falschen Erwartungen an dieses Buch herangeht und es als kulturgeschichtliches Werk betrachtet, dann wird man es auch nicht langweilig finden. Die Bewertung vergebe ich für vorderen Kapitel. Der Rest fällt etwas ab, aber auch wiederum nicht so, dass man enttäuscht sein müsste.

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