Neue Rezensionen zu Helmut de Boor

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Rezension zu "Advent im Hochgebirge" von Gunnar Gunnarsson

Der gute Hirte
Waschbaerinvor 13 Tagen

Der Inhalt dieser Novelle von Gunnar Gunnarsson lässt sich in wenige Worte zusammen fassen: Kurz vor Weihnachten geht Benedikt ins Gebirge und bringt die restlichen Schafe ins Tal und in den sicheren Stall. 

Beim Lesen erinnerte es mich an den guten Hirten aus der Bibel, der kein Schaft zurück ließ. 

Der kurze Text ist voller Lebensweisheit und durchdrungen von der Liebe zu Mensch und Tier. Man braucht kaum einen Abend, diese Novelle zu lesen. Doch das Gelesene wirkt lange nach, lässte einen nachdenklich und auch zufriedener zurück. Es gibt auf der Welt eben doch nicht nur Lug und Trug, sondern auch eine tiefe Mitmenschlichkeit.

Das Nachwort von Jón Kalman Stefánson, (aus dem Isländischen von Karl-Ludwig Wetzig übersetzt) ergänzt das Gelesene. Der Leser erfährt mehr über Gunna Gunnarson, einem der bekanntesten Schriftsteller Islands, der von 1889 - 1974 lebte. 

Ein Büchlein, das insbesondere in die Vorweihnachtszeit passt. Es gibt Menschen, die lesen diese Novelle jedes Jahr als Einstimmung auf den Advent. 

Mein Tipp: Wer auf der Suche nach einem kleinen, aber feinen Mitbringsel ist, der könnte mit diesem Reclam-Büchlein genau den Geschmack eines Buchliebhabers treffen. 

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Cover des Buches Advent im Hochgebirge (ISBN: 9783150111307)stefan182s avatar

Rezension zu "Advent im Hochgebirge" von Gunnar Gunnarsson

Eine schöne Wintergeschichte
stefan182vor 10 Monaten

Inhalt: Benedikt hat eine besondere Weihnachtstradition. Jedes Jahr im Advent wandert er mit seinem Hund Leo und dem Leithammel Knorz in das Hochgebirge Islands, um verstreute Schafe vor dem Kältetod zu retten. Doch diesmal ist Benedikt aus verschiedenen Gründen spät dran, sodass die Wanderung gefährlicher als gewohnt wird.

Persönliche Meinung: „Advent im Hochgebirge“ ist eine Wintererzählung des isländischen Autors Gunnar Gunnarsson. Erzählt wird sie hauptsächlich aus der Perspektive Benedikts, dessen Grübeleien häufig thematisiert werden. So denkt er über Gott, das Leben allgemein, sein Leben im Speziellen und den Tod nach. Dabei wird den Leser*innen meist das Gefühl vermittelt, dass Benedikt mit sich, Gott und der Welt im Reinen ist: Benedikts Hauptcharakterzug ist seine Gutmütigkeit. Zentrales Handlungsmovens ist die Suche nach den verstreuten Schafen. Mehrmals durchstreift Benedikt Islands Hochgebirge, übernachtet in (teilweise selbst gebauten) Unterschlupfen und trifft verschiedene Personen. Der Erzählton ist einerseits sehr bildhaft. So werden Benedikts Gedanken und die Schneelandschaft Islands schön beschrieben. Andererseits zeichnet den Ton eine gewisse Heimeligkeit aus, sodass man den Eindruck erhält, jemand erzähle einem die Geschichte bei knisterndem Kamin. Die Erzählung ist insgesamt in Bezug auf Erzählton, Handlungszeit und Gedanken der Figuren etwas patiniert, was ich aber gar nicht negativ meine. Die Patina macht den Charme der Erzählung aus und erzeugt eine spezielle, winterliche Atmosphäre. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort von Jón Kalman Stefánsson, einem zeitgenössischen isländischen Autor. Im Nachwort stellt Stefánsson den in Deutschland vergleichsweise unbekannten Gunnarsson vor und beleuchtet die Entstehungsgeschichte und Rezeption von „Advent im Hochgebirge“. Insgesamt ist „Advent im Hochgebirge“ eine schöne, kleine Wintergeschichte mit einer gemächlichen Atmosphäre.

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Cover des Buches Advent im Hochgebirge (ISBN: 9783150111307)Tausendléxis avatar

Rezension zu "Advent im Hochgebirge" von Gunnar Gunnarsson

Wärmste Leseempfehlung!
Tausendléxivor einem Jahr

Island im Advent. Der vierundfünfzig jährige Benedikt begeht die Adventszeit seit siebenundzwanzig Jahren mit einem Ritual. Mit seinem Hund Leo und dem Hammel Knorz macht er sich auf eine Adventswanderung. Über die schneebedeckten Wiesen und Wälder macht sich das Kleeblatt auf, die einzelnen verirrten Schafe zu finden und in Sicherheit zu bringen. Das Wetter verheißt nichts Gutes, doch die drei haben eine Mission und trotzen den gutgemeinten Ratschlägen der Menschen auf ihrem Weg.


Der Bauer lachte kurz und drückte, während er hineinging, mit zwei Fingern den Docht aus. Es ist ein Liebesdienst für ein Licht, wenn man es nicht nutzlos verzehren lässt, es lieber bei Gelegenheit zu neuem dienenden Leben weckt.

Seite 25


Dieses Büchlein ist ein Kleinod. Es versprüht Weisheit, Ruhe und Sinnhaftigkeit. Auf gerade mal 103 Seiten verzaubert Gunnar Gunnarsson auf sehr besondere Weise. Er vereint Mensch und Tier zu einer achtsamen und wertschätzenden Gemeinschaft. Wärmste Leseempfehlung!

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Helmut de Boor wurde am 23. März 1891 in Bonn (Deutschland) geboren.

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