Helmuth Nürnberger

 3,6 Sterne bei 117 Bewertungen
Autor von Theodor Fontane, Joseph Roth und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Helmuth Nürnberger

Helmuth Nürnberger, Univ.-Prof., Dr. phil., geb. 1930 in Brüx in Böhmen, Studium der Philologie und Geschichte in Münster und Hamburg, lehrte neuere deutsche Literaturwissenschaft an den Universitäten Flensburg und Hamburg. Vorsitzender der 1990 in Potsdam gegründeten Theodor-Fontane-Gesellschaft. Buchveröffentlichungen: Hg. (mit W. Keitel) der «Werke, Schriften und Briefe» Theodor Fontanes (1962-1997); «Fontanes Welt» (1997). Veröffentlichungen zur deutschen und österreichischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Für «rowohlts monographien» schrieb er die Bände über Theodor Fontane, Johannes XXIII. und – zusammen mit Karen Baasch – Oswald von Wolkenstein.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Helmuth Nürnberger

Cover des Buches Grete Minde (ISBN: 9783423140874)

Grete Minde

 (29)
Erschienen am 01.03.2012
Cover des Buches Vor dem Sturm (ISBN: 9783423132770)

Vor dem Sturm

 (15)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Theodor Fontane (ISBN: 9783644400900)

Theodor Fontane

 (4)
Erschienen am 22.04.2017
Cover des Buches Joseph Roth (ISBN: 9783499503016)

Joseph Roth

 (2)
Erschienen am 01.12.1981
Cover des Buches Fontanes Welt (ISBN: 9783570550366)

Fontanes Welt

 (1)
Erschienen am 16.07.2007
Cover des Buches Werke, Schriften und Briefe (ISBN: 9783446127630)

Werke, Schriften und Briefe

 (0)
Erschienen am 01.01.1982
Cover des Buches Geschichte der deutschen Literatur (ISBN: 9783762725312)

Geschichte der deutschen Literatur

 (0)
Erschienen am 30.01.2006

Neue Rezensionen zu Helmuth Nürnberger

Cover des Buches Irrungen, Wirrungen (ISBN: 9783423145503)W

Rezension zu "Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane

#wennausbuechernliebewirdrezension
WennausBuechernLiebewirdvor 4 Jahren

An Reclam Hefte gehe ich immer mit gemischten Gefühlen heran. Doch bei diesem Buch war meine Sorge unbegründet. Romane liebe ich ja und selbst dieser altertümlichere Roman hat mich überzeugen können. 

Trotzdem finde ich ihn etwas langweilig, aber die Story ist mega schön. Es hat mir richtig gut gefallen, selbst der Schreibstil war wunderschön, auch wenn man nicht alles unbedingt auf anhieb verstand (dafür gibt es ja den Lektürenschlüssel;))

Ich hätte nur im Verlauf des Buches mehr von Lene gehört, nach der Trennung von Botho, wobei dies im großen und ganzen auch ok war.

Ich kann auch die Entscheidung von Seiten Lene verstehen.

Also mein Fazit lautet, die BESTE Schullektüre, die ich bis dato gelesen habe

 

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Cover des Buches Grete Minde (ISBN: 9783423140874)Grossstadtheldins avatar

Rezension zu "Grete Minde" von Theodor Fontane

Spannende Erzählinstanz
Grossstadtheldinvor 4 Jahren

Handlungsüberblick:

Die Handlung basiert auf einer wahren Begebenheit, die aber einen poetischen Mehrwert erhalten hat und in diesem Sinne etwas abgeändert wurde. 
Es geht um die Halbwaise Grete Minde, die in Tangermünde ohne Liebe aufwächst. Sie ist schlecht in die Gesellschaft integriert, träumt von Freiheit, sucht aber gleichzeitig Geborgenheit. Grete flieht gemeinsam mit ihrem Freund Vaitin und bekommt mit ihm ein Kind. Sein Tod zwingt sie zur Rückkehr nach Tangermünde, wo sich dann eine schreckliche Katastrophe ereignet...

Mein Bucheindruck:

Da ich nur die Reclam-Ausgabe gelesen habe, ist das Buch nicht besonders einzigartig aufgemacht. Bei anderen Verlagen gibt es sicher schönere Ausgaben.

Mein Leseeindruck:

Selten habe ich mich so wenig mit den Protagonisten eines Buches identifizieren können wie hier. Alle Charaktere blieben für mich flach und seltsam fremd. Nicht einmal am Ende gelang es mir, mich einzufühlen. 

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Am interessantesten ist die Erzählinstanz. Es handelt sich um einen extradiegetische, heterodiegetische, null-fokalisierte Erzählinstanz. Der distanzierte Erzähler hält sich mit Deutungen und Kommentaren zurück, sodass er viele Deutungen des Geschehens und der Protagonisten zulässt. 
Er entwirft geradezu defensiv die erzählte Welt und nimmt keine tiefenpsychologischen Deutungen vor. 
So entstehen unheimlich viele Leerstellen und Interpratationsräume.
Bis zum Ende der Lektüre war mir nicht klar, ob Grete nun eine böse Person, eine rachsüchtige Person, eine verrückte Person oder eine von der Gesellschaft zu ihrem Tun gedrängte Person ist. Auch beim Austausch mit anderen Lesern wurde deutlich, dass man sich nicht auf eine Sichtweise einigen kann und Jeder seine ganz eigene Sichtweise auf die Handlung und die Charaktere entwickelt hat.
Und genau das will der Autor meiner Meinung erreichen. Er stellt durch seinen Rückzug die Frage an die Leser, wie sie Gretes tun bewerten und regt zu einer tieferen Beschäftigung mit dem Werk an.

Es ist schwer sich auf Eigenschaften von Grete zu einigen, sie behält durch das ganze Buch hinweg etwas Unerklärbares. Durch die Deutungsoffenheit, die der Text hervorruft. 

Diesen Kunstgriff des distanzierten Erzählers bringt Fontane so weit, dass er sogar seine Urteile und Vorausdeutungen auf andere Personen verschiebt, um selbst nicht werten zu müssen (so zum Beispiel auf die Domina, die zu einer Ausweichperson für die Wertung wird.) Die Vorausdeutungen finden also nicht auf der Vermittlungsebene sondern auf der Handlungsebene statt. 

Der Text enthält viele Merkmale realistischer Literatur (so lässt sich zum Beispiel die Novellentheorie von Paul Heyse anwenden), allerdings gibt es auch Elemente romantischer Verfahren, wie zum Beispiel "Das Lied der Königskinder", das auch wieder eine Vorausdeutung auf Handlungsebene darstellt. 

Mein Abschlussfazit:

Das Buch hat mich bei der Lektüre nicht besonders begeistert, aber trotzdem wirkte die Lektüre stark nach, gerade durch die spannende Erzählerperspektive. Durch die interessante Erzählinstanz wird das Buch lesenswert. 





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Cover des Buches Irrungen, Wirrungen (ISBN: 9783423145503)RineBines avatar

Rezension zu "Irrungen, Wirrungen" von Theodor Fontane

Nichts für Happy-End-Liebhaber!
RineBinevor 4 Jahren

  • Titel: Irrungen, Wirrungen
  • Autor: Theodor Fontane
  • ISBN: 3-42314-550-1
  • Jahr: 1887
  • Genre: Klassiker
Nichts für Happy-End-Liebhaber!
Irrungen, Wirrungen von Theodor Fontane beschäftigt sich mit den für damals typischen Standesunterschieden des 19. Jahrhunderts.Protagonisten sind der Baron Botho und die Näherin Lene, die aufgrund ihrer Herkunft nicht zusammen sein dürfen. Wider ihres Standes verlieben sich die beiden ineinander. Bald nach der ersten Begegnung kommt es zu heimlichen Treffen - eine Möglichkeit, sich gemeinsam in der Öffentlichkeit als Paar zu zeigen, bietet sich nicht, da Botho adlig ist und Lene eine Bürgerliche. Lene hofft trotz der schwierigen Umstände darauf, ganz mit Botho zusammen sein zu können, weiß es insgeheim aber besser. Sämtliche Hoffnungen werden zerschlagen, als Botho seine Cousine Käthe von Sellenthin zur Frau nehmen soll - auch eine gemeinsame Nacht mit Lene in einem Hotel kann an der bevorstehenden Situation nichts ändern!
Mit deutschen Klassikern tue ich mich immer etwas schwer, aber "Irrungen, Wirrungen" ist gut geschrieben und setzt sich mit einer spannenden Thematik auseinander. Tatsächlich ist es für uns doch einfacher heutzutage und wir können froh sein, unseren Partner frei wählen zu können und nicht auf dessen oder die eigene Herkunft achten zu müssen. Beide Charaktere haben mein Mitgefühl, weil sie letztlich nicht zusammen sein dürfen, obwohl sie sich lieben! Ich hätte den beiden eine gemeinsame Zukunft gewünscht - aber das Buch zeigt die 'unschöne' Realität der damaligen Zeit und lässt keinen Platz für Illusionen!

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