Hen Hermanns Das große Gripschen

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Inhaltsangabe zu „Das große Gripschen“ von Hen Hermanns

Tim, ein Weichei voller Ängste, der sich als Ghostwriter von Autobiografien durchschlägt, gerät an Charly, einen in die Jahre gekommenen Geldeintreiber, der an Frühruhestand denkt und sein bewegtes Leben gern zwischen zwei Buchdeckeln sehen würde. Tim, pleite, vom letzten Auftraggeber gelinkt und von der Freundin vor die Tür gesetzt, hat keine Wahl. Und schon befindet er sich mit Charly auf der Jagd nach einem gerissenen Betrüger und acht Millionen Mark. Aber auch andere wollen das große Geld gripschen. Zum Beispiel die Turgenjev-Brüder, die leidenschaftliche Quentin Tarantino-Fans sind leider nicht nur theoretisch. Wer am Ende der reiche Mann ist, stellt sich nach einem wahnwitzigen Showdown am Martinsabend heraus. Das große Gripschen: Ein Stadtneurotiker gerät unter die Reservoir Dogs.

Ein lesenswerter Krimi, der zwei Geldeintreiber mit unterschiedlichen Arbeitsmethoden, bei der Arbeit begleitet.

— Traubenbaer

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  • Rezension zu "Das große Gripschen"

    Das große Gripschen

    Traubenbaer

    30. January 2017 um 23:42

    "Das große Gripschen" von Hen Hermanns (erschienen bei Emons) ist ein ungewöhnlicher Krimi. Darin geht es nicht, wie bei anderen Krimis darum, ein Verechen aufzuklären. Ganz im Gegenteil: Der Leser begleitet die beiden Geldeintreiber Charly und Alexej bei der Arbeit. Beide haben unterschiedliche Arbeitsmethoden, dafür aber den gleichen Klienten. Dabei bleibt nur die Frage, wer schneller arbeitet und den Auftrag beendet, um so die Provision einzustreichen. Dabei wünscht sich Charly nichts mehr, als eine eigene Biografie zu veröffentlichen. Der Autor, den er dafür engagiert möchte hingegen von dem Profi lernen, um so sein eigenes Geld eintreiben zu können... Oder soll er doch lieber mit der Provision des Geldeintreibers verschwinden und sich verstecken???Zu Beginn des Buchs werden mehrere Protagonisten vorgestellt und der Alltag aus deren Sicht erzählt. Dabei wird mit jedem Kapitel ein Szenen- und somit Sichtwechsel vorgenommen. Das ist zuerst etwas verwirrend, doch nach mehreren Kapiteln legt sich dieses Gefühl. Besonders, als klar wird, wie die Schicksale der verschiedenen Personen zusammenlaufen. Dabei sind die Protagonisten sehr individuell beschrieben: Jeder hat seine eigenen Sorgen, Wünsche und Persönlichkeit. Das macht sie sehr realistisch, besonders, da sie teilweise etwas verrückt sind.Mir gefällt vor allem die ungewöhnliche Grundidee des Buchs: Es wird nicht, wie in anderen Krimis ein Verbrechen aufgeklärt, sondern praktisch einem Verbrecher über die Schulter gesehen. Dass sich Charly dabei garnicht klischeehaft verhält, finde ich umso besser.

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