Hendrik Groen Eierlikörtage

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Inhaltsangabe zu „Eierlikörtage“ von Hendrik Groen

Hendrik Groen mag alt sein (genauer gesagt 83 1/4), aber er ist noch lange nicht tot. Zugegeben, seine täglichen Spaziergänge werden kürzer, weil die Beine nicht mehr recht wollen, und er muss regelmäßig zum Arzt. Aber deshalb nur noch Kaffeetrinken, die Geranien anstarren und auf das Ende warten? Kommt nicht infrage. Ganz im Gegenteil. 83 Jahre lang hat Hendrik immer nur Ja und Amen gesagt. Doch in diesem Jahr wird er ein Tagebuch führen und darin endlich alles rauslassen – ein unzensierter Blick auf das Leben in einem Altenheim in Amsterdam-Nord.

Die Hörbuchversion ist großartig!

— Ro_Ke

Ein Buch mitten aus dem Leben. Mal völlig belanglos, mal tiefgründig, mal lustig, mal traurig, mal politisch, mal philosophisch.

— Bandelo

Nicht schlecht, unterhaltsam zu lesen. Wenn i h alt bin möcht ich auch noch so drauf sein

— Sternchenschnuppe

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— Kristall86

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  • Erfrischend anders...

    Eierlikörtage

    AnnMey

    14. July 2017 um 20:58

    Als ich das Buch anfing, habe ich mir nicht besonders viel versprochen davon, was soll da auch schon passieren, es geht immerhin um einen alten Mann. Aber weit gefehlt, der Autor schreibt so erfrischend und es dauert nicht lange, da hat man den Hendrik richtig liebgewonnen.....

  • Hendrik Groen

    Eierlikörtage

    mareike91

    03. July 2017 um 23:27

    Inhalt:Hendrik Groen ist 83,5 Jahre alt. Natürlich macht sich das Alter auch bei ihm bemerkbar, aber ans Sterben denkt er noch lange nicht - im Gegenteil! Deshalb beschließt er, absofort Tagebuch zu schreiben. Schonungslos berichtet er über sein Leben im Seniorenheim und darüber, was man mit 83,5 noch alles erleben kann... Meine Meinung:Ein Tagebuch eines 83 Jahre alten Mannes - und trotzdem kein Stück langweilig. Ein Jahr lang begleitet der Leser Hendrik und seine Freunde. Sei es das alltägliche Leben im Seniorenheim oder die gemeinsamen Ausflüge - mit Hendrik und seinem Freunden wird es nie langweilig.Das gesamte Buch ist im Stil eines Tagebuch geschrieben, sodass es nicht Kapitel sondern Tage gibt. Je ereignisreicher der Tag, umso länger der Tagebucheintrag. Zu Beginn musste ich mich erstenmal an diesen doch eher ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen, aber im Laufe des Buches hat es mir immer mehr gefallen, denn der Leser bekommt dadurch einen sehr detaillierten, unbeschönigten Einblick in Hendriks Leben und Gedanken. Ich habe viel gelacht und mich bestens amüsiert beim Lesen. Natürlich merkt man Hendrik sein Alter an und er hat mit so einigen Nachteilen des Alters zu kämpfen. Dennoch: wenn ich selbst mit 83 noch so wir Hendrik bin, dann hab ich alles richtig gemacht..! Ich hab ihn im Laufe des Buches sehr ins Herz geschlossen und freu mich schon auf die Fortsetzung! Fazit:Mit 83 Jahren ist noch lang noch nicht Schluss  - zumindest für Henrik Groen. Unterhaltsam, authentisch, einfach schön! 

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    • 2
  • Leserunde zu "Eierlikörtage" von Hendrik Groen

    Eierlikörtage

    Bandelo

    Hallo ihr Lieben, hier also eine Leserunde für Eierlikörtage.

    In der Top 3 Voting Challenge lesen wir das Buch im Juni...
    Rezensionen sollten für ein Los bis zum 3. Juli veröffentlicht sein. :)

    Jeder ist hier willkommen :) Ich freue mich auf lustige Lesestunden mit euch.



    • 11
  • Eine neue Sicht auf das Leben und die Welt

    Eierlikörtage

    Bandelo

    14. June 2017 um 11:35

    Erster Satz: Auch im neuen Jahr hab ich für Senioren nicht übrig.  Wie komme ich zu dem Buch? Es ist in der Top 3 Voting Challenge im Juni gewählt worden.       Cover und Einband: Das Cover zeigt einen gezeichneten alten Mann, es passt sehr gut zum Inhalt. Ich habe die gebundene Version gelesen,     Layout: Die Geschichte ist als Tagebuchform geschrieben, wodurch die "Kapitel" die einzelnen Tage eines Jahres sind. An einigen Tagen wurde viel geschrieben, an manchen nur ein paar Sätze. Diese Unregelmäßigkeit in den Kapitellängen ist erst ungewohnt, dann aber sehr erfrischend.   Inhalt: Wie schon geschrieben liest der Leser das Tagebuch von Hendrik Groen. Er ist 83 Jahre alt und wohnt in einem Seniorenheim. Im Januar beginnt er das Tagebuch zu schreiben. Der Leser begleitet ihn durch ein ganzes Jahr...Was inhaltlich passiert ist sehr schwer zu schildern. Viel wichtiger ist jedoch der Schreibstil:Die Einträge sind mal kurz und mal lang, mal völlig belanglos, mal tiefgründig, mal lustig, mal traurig, mal politisch, mal philosophisch. Hendrik Groen klärt über das Leben in Altenheimen auf, stellt seine Mitbewohner, Freunde und seine Feinde vor und geht auf "aktuelle" Weltgeschehnisse ein. Dabei hat er einen sehr ehrlichen, direkten, aber auch trockenen und sarkastischen Schreibstil. Ab und zu werden ohne Zusammenhang neue Themen angeschnitten, die dann aber nie wieder erwähnt werden. Das kann sehr verwirrend sein, aber es passt zu dem Tagebuch Konzept des Buches. Fazit: Auch wenn der Schreibstil zu Anfang gewöhnungsbedürftig ist, ist dieses Buch eine lustige, aber auch tiefgründige Sicht auf das Leben.   Ich empfehle euch das Buch wenn... ...ihr keinen Roman lesen wollt, sondern ein Buch mitten aus dem Leben.    Zitate: Der ägyptische Präsident Mursi ist nach einem Militärputsch abgesetzt worden. Na ja... Militärputsch... "Die Armee hat beschlossen, während des Übergangsprozesses selbst die Führung zu übernehmen", erklärte unser Außenminister Timmermans."Nein, Herr Polizist, ich habe nichts gestohlen. Ich hab nur beschlossen, während des Übergangs zu einem neuen Eigentümer selbst die Führung zu übernehmen."Auch unsere Direktorin würde niemals Kürzungen durchführen, sie begleitet immer nur Übergangsprozesse.(Seite 232)Ob die Menschenrechte eines Tages wohl überall auf der Welt respektiert werden? Seit ich einen kleinen Bericht in der Zeitung gelesen habe, bin ich direkt ein bisschen optimistischer geworden. Russland, Kuba, China und Saudi-Arabien sind nämlich in den Rat für Menschenrechte der Vereinten Nationen gewählt worden. Da können sie dann nach und nach ihre Erfahrungen einbringen, wie man die Menschenrechte mit Füßen tritt.(Seite 367)

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  • Alt aber nicht tot

    Eierlikörtage

    ulrikerabe

    26. April 2017 um 17:25

    Hendrik Groen ist alt, genauer gesagt 83 ¼ im Jänner 2013. Seinen Lebensabend verbringt er in einem Seniorenheim in Amsterdam. Henrik beschließt, dass sein Leben nicht nur aus Jammern und dem  Aufzählen von Krankheiten bestehen darf und beginnt sein geheimes Tagebuch. Aus diesem Buch soll dann sein Freund Evert bei seiner Beerdigung vorlesen, vorausgesetzt Evert überlebt ihn.Mit spitzer Feder beschreibt er die Tage, auch die, an denen gar nichts passiert, denn irgendein Ereignis gibt es fast immer zu kommentieren. Sei  es der mysteriöse Tod aller Fische im Aquarium, kleinere oder größere Missgeschicke der Mitbewohner, oder der Verwaltungswahn der Direktorin.Gemeinsam mit einigen wenigen Gleichgesinnten wird der Club Alanito gegründet, denn Henk und seine Freunde sind alt aber nicht tot. Ihre wiedergefundene Lebensfreude findet nicht nur Wohlgefallen sondern erweckt mitunter auch Argwohn bei  den Mitbewohnern und der Verwaltung des Seniorenheimes.Hendrik Groen lässt einen oftmals schmunzeln, aber er scheut sich auch nicht davor Missstände, wie mit alten Leuten umgegangen wird, aufzugreifen. Er beschreibt den lustlosen Alltagstrott, der sich bei vielen seiner Altersgenossen eingestellt hat genauso wie sich trotz hohen Alters noch wahre Freundschaft und Zuneigung entwickeln kann.Sehr anrührend sind die Schilderungen, wie sich die Clubmitglieder um Grietje annehmen, die zusehends immer mehr in die Demenz abgleitet. Hendrik selbst beginnt zarte Bande um die neu zugezogene Eefje  zu knüpfen. Hendriks Tagebuch ist ein Buch über Freundschaft, Fürsorge, Verantwortung, Liebe, Würde und (klopf dir mit der Faust auf die Brust) Respect.

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  • Ein humorvoller und sarkastischer Blick ins Altenheim

    Eierlikörtage

    Lilli33

    24. March 2017 um 07:57

    Gebundene Ausgabe: 416 SeitenVerlag: Piper (1. August 2016)Sprache: DeutschISBN-13: 978-3492058087Originaltitel: Pogingen iets van het leven te maken – Het geheime dagboek van Hendrik Groen, 83¼ jaarPreis: 22,00€auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich Ein humorvoller und sarkastischer Blick ins Altenheim Inhalt:Hendrik Groen ist 83 1/4 Jahre alt, als er am 1. Januar 2013 beginnt, Tagebuch zu schreiben. Auch wenn die körperliche Fitness zu wünschen übrig lässt, geistig ist der Senior noch sehr beweglich. Das ewige Gejammer im Gemeinschaftssaal ist ihm ein Gräuel, und er versucht, diesem so oft wie möglich zu entkommen. Mit ein paar Freunden gründet er den Alt-aber-nicht-tot-Club, kurz Alanito. Die sechs mehr oder weniger rüstigen Alten organisieren Ausflüge, lernen Neues und lehnen sich schon auch mal gegen die Heimleitung auf. Gutes Essen, das ein oder andere Gläschen Wein oder Härteres darf dabei natürlich auch nicht fehlen. So erleben die Alanitos eine intensive Freundschaft und viele schöne Tage zusammen, während die übrigen Heimbewohner vor sich hin dämmern.Meine Meinung:Man munkelt, dass der Autor von „Eierlikörtage“ gut zwanzig Jahre jünger als sein Held ist. Hendrik Groen ist ein Pseudonym, das eigentlich nicht gelüftet werden sollte, denn der Autor hat offensichtlich Ahnung vom Leben im Altenheim, womöglich sogar in einem bestimmten Altenheim in Amsterdam-Noord. Aus dem Geschriebenen könnte man Rückschlüsse auf reale Personen ziehen, die als Vorlage dienten. Nicht jede dieser Personen dürfte davon begeistert sein, wie sie dargestellt wurde, denn manche kommen nicht wirklich gut weg. Da gibt es zum Beispiel nervige Mitbewohner oder die machthungrige Heimleiterin, die sich hinter Paragraphen verschanzt. Aber natürlich gibt es auch positive Darstellungen von Menschen. Hendrik Groen kann man schnell ins Herz schließen. Er ist ein höflicher, adretter Senior, der sich ein Leben lang zurückgehalten hat. Doch nun findet er, dass es an der Zeit ist, mal etwas zu riskieren und zu tun, wozu er Lust hat. Dabei wirkt er sehr aufgeschlossen gegenüber Neuem, wird aber von seinem alternden Körper immer wieder in seine Schranken verwiesen. In seinem Tagebuch findet man für fast jeden Tag des Jahres einen Eintrag, meist zwischen einer halben und zwei Seiten lang. Hier notiert Hendrik Groen seine Gedanken, erzählt von besonderen oder auch ganz alltäglichen Dingen im Altenheim und lässt uns damit an seinem Kampf gegen die Langeweile teilhaben. Mit viel Selbstironie und Sarkasmus betrachtet er dabei seine Umgebung und auch sich selbst, seinen Körper, der untenrum nicht mehr ganz dicht ist und dessen Aktionsradius immer mehr eingeschränkt wird. Was sich vordergründig nett und manchmal witzig liest, enthält in der Tiefe jede Menge Gesellschaftskritik. Hendrik Groen hat mich manches Mal zum Schmunzeln gebracht. Seine trockenen Erzählungen wirken absolut authentisch. Ein reizender alter Herr, der mit seiner zuvorkommenden und zupackenden Art dazu anregt, darüber nachzudenken, wie man selbst wohl im Alter leben wird. Die Reihe:1. Eierlikörtage2. Tanztee ★★★★☆

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  • Flucht aus dem Seniorenheim-Alltag

    Eierlikörtage

    buecher-bea

    20. February 2017 um 20:03

    Hendrik Groen, Bewohner eines niederländischen Seniorenheimes, beschließt am 1. Januar 2013, dieses Jahr ein Tagebuch zu schreiben. Die besten Szenen sollen dann von seinem besten Freund auf seiner Trauerfeier vorgelesen werden - sofern der dann noch lebt. Hendrik erzählt von alten Krapfen, von selbstgebackenen Kuchen, von der Sehnsucht zu Haustieren, früheren Zeiten, Familienmitgliedern und Freunden. Er ist Teil einer achtköpfigen Gruppe, die noch relativ fit sind und ihren Alltag durch das Necken der Heimleitung auffrischen. Sie gründen den Club "Alt, aber noch nicht tot". Diese Gruppe erlebt in diesem Jahr fröhliche aber auch sehr traurige Zeiten. Eine ruhige Geschichte, liebevoll und neckisch geschrieben, mit vielen tragischen aber auch komischen Situationen. Wie das Leben so spielt.n

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  • Tagebuch aus dem Altersheim

    Eierlikörtage

    Saphir610

    28. January 2017 um 00:07

    Hendrik Groen ist 83 ¼ Jahre alt und lebt in einem Altersheim in den Niederlanden. Er mag sich nicht einreihen in die ewige Jammerei der anderen Bewohner und im doch recht tristen Alltag im Altersheim vor sich hin leben. Hendrik beschließt für ein Jahr Tagebuch zu schreiben. Dadurch lernt der Leser ihn, seinen Alltag und seine Freunde näher kennen. Sie gründen einen Club mit dem Namen „Alt aber nicht tot“ und unternehmen zusammen Ausflüge. Ein wenig zynisch betrachtet Hendrik sich und den Alltag in dieser sog. Pflegeeinrichtung. Leute sterben und auch der Club bleibt nicht von den Heimsuchungen des Alterns verschont. Es wird nichts verklärt und auch Selbstmitleid suchte ich vergebens. Allein, die körperlichen Beschränkungen sind lästig, Spaziergänge dauern sehr lange und der Weg wird immer kürzer. Die Einträge für die einzelnen Tage sind kurz, knapp, prägnant gehalten. Probleme von alten Leuten und der Alltag im Altersheim werden schonungslos erwähnt, wenn auch oft mit einem Augenzwinkern, oder zynisch. Traurig, wenn Hendrik kurz von seinem Kind und seiner Frau schreibt. Mir hat das Buch gut gefallen, die Tagebuchform ist in diesem Fall mal etwas anderes, und vom Schreibstil sehr gut. Ich kann mir Hendrik Groen recht gut vorstellen und hätte nichts dagegen ihn auch persönlich kennen zu lernen. So gut hat das Tagebuch-lesen funktioniert. Auch wenn Hendrik Groen eine erfundene Figur ist, ein gelungenes Buch. Da hätte ich gerne noch ein zweites Jahr Tagebuch von gelesen.

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  • Dem Altenkrimi fehlt es an Schwung...

    Wir fangen gerade erst an

    parden

    DEM ALTENKRIMI FEHLT ES AN SCHWUNG...Dem Leben im Alter sehen viele von uns mit gemischten Gefühlen entgegen - der Umzug in ein Altersheim erscheint für die meisten wenig verlockend. Die Erfahrungen, die die fünf Hauptcharaktere des Buches mit ihrem Wohnsitz machen, sind nun auch nicht dazu geeignet, die Bedenken hinsichtlich dieser Wohnform zu zerstreuen.Dabei sind Märtha (79), Snille (78), Anna-Greta (81), Stina (77) und Kratze (84) noch recht rüstig für ihr Alter. Doch 'Sparen' heißt die Devise der neuen Geschäftsführung des Seniorenheims 'Diamant', und so gibt es immer mehr Einschränkungen, die die alten Leute über sich ergehen lassen müssen, und kaum noch Entscheidungen, die sie selber treffen dürfen. Was zu viel ist, ist zu viel - und so beginnt allmählich ein Plan zu reifen.Eine TV-Dokumentation über die Situation in Schwedens Gefängnissen zeigt den Alten, dass es um die Versorgung der Verbrecher besser gestellt ist als um ihre eigene - und da muss Abhilfe geschaffen werden. Und so fliehen die fünf aus dem Altersheim und beginnen ihre Verbrecherkarriere mit dem Ziel, den Rest ihres Lebens letztlich gut versorgt hinter Gittern zu verbringen. Doch aller Anfang ist schwer, zumal hinter der Seniorengang mit ihren Rollatoren niemand etwas Gesetzwidriges vermutet - erst recht nicht die Polizei. Da ist viel Einfallsreichtum gefragt...Leider hielt das Buch nicht ganz, was ich mir davon versprach. Erwartet hatte ich ein unterhaltsames Buch mit viel Seniorenpower, mit Charme und Witz, schwungvoll und bissig und mit dem Esprit der Geschichten eines Jonas Jonasson oder dem Wohlfühlcharakter der Romane eines Fredrik Backman. Doch dem Roman merkte man das Alter seiner Charaktere an: Unterhaltung mit Längen, teilweise eher lahme Dialoge, eine von zu vielen Zufällen geprägte Handlung und alles in allem eine zu bemüht und konstruiert wirkende Erzählung. Die Charaktere selbst sind recht klischeehaft gestrickt und wirken durch den fehlenden Hintergrund wenig greifbar. Trotz meiner Enttäuschung fand ich die Idee hinter der Geschichte gut, wenn auch die Umsetzung mehr Potential gehabt hätte. Ebenfalls gefallen hat mir die durchgehend geäußerte Kritik am Umgang der Gesellschaft mit den Alten - an dieser Stelle würde ich mich der Seniorengang gerne anschließen. Insgesamt eher Mittelmaß - da ist noch deutlich Luft nach oben. Ob Band zwei 'Jetzt kriegt jeder was ab' da eine Steigerung ist? Keine Ahnung. Noch nicht jedenfalls. Aber erst einmal reicht es mir mit den fünf Senioren...© Parden

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    • 13
  • Buchverlosung zu "Eierlikörtage" von Hendrik Groen

    Eierlikörtage

    rebiger

    Liebe Lovelybooker,
    ich möchte gerne ein Exemplar an einen von euch verschenken. Dieses Buch gehört zu meinen Highlights 2016 und ich möchte gerne jemandem zum 1. Dezember damit glücklich machen.
    Versand nur innerhalb Deutschlands.

    • 42
  • Was für ein tolles Buch... kein Wunder, dass das Werk in aller Munde ist... Wer ist Hendrik Groen?

    Eierlikörtage

    Floh

    Das Thema Pflege, Demenz, Alzheimer, Pflegeheim, Altern, Sterben... gerne verschließen wir uns davor, doch hier in diesem bezaubernden Roman, eine Selbstreflektion eines sage und schreibe dreiundachzigeinviertel alten Herrn, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sein Seniorendasein in Amsterdamer Norden in einem Tagebuch für mindestens ein Jahr festzuhalten. Heraus kamen die „Eierlikörtage – Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 ¼ Jahre“. In diesem entzückenden und klarsichtigen Roman erleben wir, wie das Altern auch ganz anders funktionieren kann, eine außergewöhnliche Wohnform und ein beneidenswerter und beäugter Club „Alanito“, welcher für Alt aber nicht tot steht, was zusammen für Glück, Zusammenhalt, Hoffnung und Stärke spricht. Hier spricht eine wahre Geschichte, und diese einfühlsamen Erlebnisse und Erzählungen öffnen die Augen, bieten einen Blickwinkel und regen zum Umdenken an. Ein Leben im fortgeschrittenen Alter mit allem was es mit sich bringt. Hendrik Groen berichtet in seinem persönlichen Tagebuch nicht nur von seinen Erlebnissen mit seinem betagten Körper, nein, er zeigt ein ganz neues Leben, welches im Alter erblühen kann und neben schwierigen Situationen auch die herzlichsten Ereignisse zu Tage führt. Hendrik Groen ist ein ganz besonderer Autor, der uns so fühlen lässt, als hielten wir wahrhaftig das Tagebuch eines fast 84 jährigen Herren in den Händen. Ein lohnendes Buch, welches mit viel Herz, Humor, Lachern, Wissen, Hintergründen, Offenheit und Wahrheit trumpft!Erschienen im Piper Verlag (https://www.piper.de/)Warum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen?:Nun, das ist einfach erzählt. Ich bin in meiner zweiten Heimat den Niederlanden schon oft über den Titel gestoßen. Hendrik Groen wird dort regelrecht gefeiert und es gibt sogar eigene „Hedrik Groen“-Bewegungen und Fanclubs. Auch hier in Deutschland ist mir der Roman mehrmals über den Weg gelaufen und irgendwann war es so weit: Ich musste das Buch einfach haben. Jetzt ist es bei mir und ich liebe es! Ja, das Buch ist der Wahnsinn!!!!Inhalt / Beschreibung:"Ziemlich alte Freunde - Der Überraschungsbestseller aus HollandHendrik Groen mag alt sein (83 1/4, um genau zu sein), aber er ist noch lange nicht tot. Zugegeben, seine täglichen Spaziergänge werden kürzer, weil die Beine nicht mehr recht wollen, und er muss regelmäßig zum Arzt. Aber deshalb nur noch Kaffeetrinken, die Geranien anstarren und auf das Ende warten? Kommt nicht in Frage. Ganz im Gegenteil. 83 Jahre lang hat Hendrik immer nur Ja und Amen gesagt. Doch in diesem Jahr wird er ein Tagebuch führen und darin endlich alles rauslassen - ein unzensierter Blick auf das Leben in einem Altenheim in Amsterdam-Nord. Das ist richtig lustig und zugleich so herzzerreißend, dass wir Hendrik am Ende dieses Jahres nicht mehr aus unserem Leben lassen wollen. "Schreibstil:Besonders beeindruckend empfinde ich das sprühende Leben, welches hier aus den Zeilen dringt. Wie der Titel bereits erzählt, handelt es sich bei diesem Roman um eine Art Tagebuchaufzeichnung. Und eine ganze Nation rätselt darüber, wer Hendrik Groen wirklich ist? Wer ist dieser Autor, der in seinem so ehrlichen und authentischen, stets selbstironischen Buch davon berichtet, seinen Alltag zwischen Rollator, den engen Fluren, Keksen zum Tee, Inkontinenz, später sogar etwas Liebe zu Seniorinnen, die sich zum Fernsehabend mit Königin Beatrix das beste Kleid anziehen. Und dass, was Hendrik Groen, der charismatische Senior aus seiner Sicht beschreibt und uns in "Eierlikörtage" teilhaben lässt, ist alles zugleich: es ist lustig, gewiss auch wenn nötig ernst, sehr traurig, liebenswürdig unterhaltsam und vor allem wohl einfach wahr. Wenn auch etwas auf das Niederländische Sozialsystem zugeschnitten, was dem Buch aber keinen Abbruch in Bezug auf Deutsche Senioreneinrichtungen tut. Und es hat eine Botschaft an alle Senioren, die ihren Lebensmut zu verlieren drohen: Versucht, dem Leben noch ein wenig Freude abzutrotzen. Nur nörgeln und über die eigenen Gebrechen, das Wetter und das Essen klagen bringt nichts. Ich glaube, Hendrik Groen schafft es mit seiner Feder den seniorenalltag und den Alltag eines jeden Lesers eines jeden Alters liebenswürdiger zu gestalten. Bei diesem Buch öffnet es einem das Herz! Man kann nur spekulieren, ob der Autor wirklich selbst ein Senior in einem Pflegeheim ist. Wenn dem so ist, dann hat er eine unschlagbare Biografie verfasst, wenn der Autor noch gar nicht selbst so alt ist oder im Seniorenheim lebt, dann hat er einen Roman geschrieben, der trotzdem nicht ehrlicher und lebendiger hätte sein können. Ganz egal, wer Hendrik Groen ist, ich mag ihn und ich mag dass, was er mit seinen Büchern bewirkt! Aus Sicht des 83 ¼ Jährigen und seinen Freunden aus dem Club erleben wir in romanartiger Tagebuchform, mit unheimlich viel Tiefe und Nähe, die Behördenwege, der Seniorenalltag, all die Zipperlein und Gebrechen geschildert. Aber auch die Momente in denen man eh nichts mehr zu verlieren oder zu befürchten hat und einfach das Leben genießen kann… Neben all den Hindernissen und Alltagsproblemen werden aber auch all die Hoffnungen und Bereicherungen beschrieben. Der Autor zeigt durch seinen lockeren Ton, seiner manchmal flapsigen Mundart, seinen Gedanken und Entscheidungen, dass ein Leben im Alter ganz besondere Noten und Freiheiten besitzt. Es ist Dank des ehrlichen, emotionalen und optimistischen Schreibstils ein Unterhaltungsroman entstanden, den man liebend gerne als Film erleben möchte. Humorvolle Momente, Dialoge zum Schmunzeln, Anekdoten, Erlebnisse und aber auch Wege und Hilfestellung. Der Schreibstil des Ausnahmeautors Hendrik Groen macht aus diesem Buch, aus dieser Geschichte oder diesem Tagebuch, einen Unterhaltungsroman, den man gerne ein weiteres Mal liest und sich immer wieder in die Atmosphäre dieser besonderen Freundschaft der Senioren des Alanito-Clubs einleben lässt. Neben all den humorvollen Momenten, zeigt der Autor jedoch auch tragische und rührende Ereignisse und findet auch hier durch seine Erzählweise genau den treffenden Tonus um jeweilige Passagen an den Leser zu bringen und ihn mitzunehmen. Ganz großartige Umsetzung. Ich assoziiere stetig mit dem Kinohit „Honig im Kopf“ von Till Schweiger. Meinung:Dieses Buch zeigt uns, dass es auch anders geht. Der Umgang mit dem Alter und dem Altsein muss nicht zwangsläufig hoffnungslos und belastend sein. Zwar werden auch Fakten genannt, die schonungslos den Ist-Zustand unserer Ressourcen und den Zuständen in den Pflegeheimen und den Sozialsystemen und Gesellschaftsebenen und dem demografischen Entwicklungen zeigt, sowie die Schwierigkeiten mit dem Umgang des Sterbens und Alterns und der behördlichen und pflegerischen Wege aufzeigen, aber es gibt Lichtblicke, wenn man auch außergewöhnliche Wege gehen will. Hier berichtet Hendrik Groen aus seinem Leben im Altersheim Amsterdam-Nord. Die Niederländischen Einflüsse haben mir ganz besonders gefallen. Ich mag das Land und die Mentalität dort, die man hier im Buch wunderbar zu spüren bekommt. Und ich mag Hendrik Groen. Irgendwie hat er sich in mein Herz geschrieben. Und wenn ich das Buchcover betrachte, so denke ich in die Augen des alten Mannes aus dem Buch zu blicken und mir geht die Sonne auf. die Autor und Tagebuchschreiber Hendrik Groen berichtet aber nicht allein, durch seine Beobachtungen und Erlebnisse und Pläne lässt er auch seine Freunde zu Wort kommen. Hendrik Groen, Evert Duiker, Eefje Brandt, Edward Schermer, Grietje de Boer und Graeme Gorter haben den Rebellenclub gegründet und nicht jeder findet Gefallen an dem neuen Club und ihren Ideen. Wunderbar skurrile und herzliche Momente erleben wir gemeinsam mit dieser gegensätzlichen Meute, die doch alle eines gemeinsam haben: Sie sind alt, aber nicht tot!!! Sehr sehr bewegende und auch mutmachende Geschichten werden hier verarbeitet, die aus dem wahren Leben stammen und die den Umgang mit dem Verfall, dem Tod und das Warten auf den Tod zunächst in einem Pflegeheim darstellen und später all die Lebensfreude in der sonderbaren Bewegung gegen das Altern aufzeigen. Das Gelesene geht nahe, bewegt und informiert. Man wird die Clubmitglieder ins Herz schließen, trotz oder gerade wegen ihrer gravierenden Eigenarten. Zum Nachdenken und Umdenken anregend, offen, ehrlich und fundiert erläutert H. Groen neben seinem Unterhaltungsroman mit der einprägsamen Geschichte auch die Fakten, den Ist-Zustand, die Moral und die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, Versäumnisse und Tücken der Regierung und der Lobby. Hendrik Groen durchkämmt das gesamte Spektrum, welches das Thema mit sich bringt und zeigt Erfahrung und Wissen und vereint alles gekonnt und stimmig in einem Roman, der unvergessen bleibt. Und man möchte einfach wissen, wer ist Hendrik Groen? Zumindest wird er zu einem Vorbild! Großes Lob geht aber an die Idee, die Sicht aus den Augen der Senioren selbst, allen voran natürlich die Sicht von Hendrik Groen in Tagebuchcharakter zu Papier zu bringen. Ich bin sehr bewegt und wurde sehr intensiv mit dem Thema vertraut gemacht. Ein Umdenken und eine neue Sicht der Dinge werden dem Leser hier geschenkt. Der Ausnahme-Autor aus den Niederlanden:"Hendrik Groen veröffentlichte die ersten Einträge seines Tagebuchs auf der Website des »Torpedo Magazines«, bevor es in Holland zu einem überragend erfolgreichen Buch wurde und sich im ganzen Land Hendrik-Groen-Fanclubs gründeten. Er sagt über seine Romane : »Kein Satz ist eine Lüge , aber nicht jedes Wort ist wahr.« Die Fortsetzung ist soeben in den Niederlanden erschienen."Fazit:Ein erfrischender, lebensbejahender, humoriger und hoffnungsvoller Roman mit Herz und Seele und vielen bezaubernden Momenten bei einer ernsten Thematik. Eine absolute Leseempfehlung für die, die ihr Leben mal so richtig umkrempeln wollen! Für Romanliebhaber und Leser herzerfrischender Geschichten a la „Honig im Kopf“!

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    • 17
  • Meine Rezension zu Eierlikörtage

    Eierlikörtage

    Belladonna

    11. November 2016 um 08:24

    Beschreibung Mit seinen 83 1/4 Jahren mag Hendrik Groen schon zur alten Bevölkerung zählen, doch er ist noch lange nicht tot. Das sieht nicht nur er so, sondern auch noch einige andere Bewohner eines Amsterdamer Altenheims. So finden sich ziemlich unterschiedliche Menschen, die noch mehr erleben wollen als Kaffeekränzchen und schlechte Laune, und gründen den Alt aber nicht Tot Club. Gemeinsam planen und unternehmen sie Ausflüge, die das Leben wieder schön machen. Leider gibt es nicht nur positive Erlebnisse, sondern die Gruppe muss auch mit Rückschlägen und traurigen Nachrichten, die das Älter werden leider mit sich bringen, umgehen. Seine ganzen Erlebnisse und Gedanken hält Hendrik Groen in seinem „geheimen“ Tagebuch fest. Meine Meinung Hendrik Groen lebt in einem Amsterdamer Altenheim und hat das einfältige Leben dort entgültig satt. Im Gegenteil zu den meisten anderen Senioren ist Hendrik mit einem scharfen Verstand und einer großen Portion Lebenslust gesegnet. Um sich aus dem Alltagstrott zu befreien, beschließt Hendrik seine Erlebnisse vollkommen ungeschönt in einem Tagebuch niederzuschreiben, und nicht mehr zu allem ja und Amen zu sagen, sondern seine Meinung zu vertreten. Immer an seiner Seite, sein bester Freund Evert. Da sich Hendrik und Evert von den anderen Bewohnern des Altenheims in jeder nur erdenklichen Weise unterscheiden, haben sie nicht gerade viele Freunde. Außerdem stellen sie sich nur zu gerne, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, gegen die Heimleitung, was in den Augen der anderen Bewohner einem Skandal gleichkommt. Kurzum Hendrik und Evert sind ziemlich direkt und treffen damit meistens den Nagel mit dem Kopf. Als eine neue Bewohnerin, Eefje Brandt, einzieht ändert sich Hendriks Leben noch einmal hin zur Sonnenseite, denn auch Eefje kann nichts mit dem Geschlurfe, Gestöhne und Gejammer der anderen Bewohner anfangen. Kurz darauf ereignet sich die Gründung eines Rebellenclubs, mit dem Vereinsnamen Alt-aber-nicht-tot (kurz Alanito). Unter den Mitgliederen: Hendrik Groen, Evert Duiker, Eefje Brandt, Edward Schermer, Grietje de Boer und Graeme Gorter. Die Club-Gründer haben wolhlweislich die Mitgliederzhal vorerst auf sechs Personen begrenzt um den ganzen Nörglern ein klares Zeichen zu setzten. Der Alanito Club erfüllt den Zweck, den langweiligen Alltag im Seniorenheim zu bekämpfen, schöne Ausflüge zu planen und einfach jede Menge Spaß zu haben. In regelmäßigem Abstand organisiert nacheinander jedes Mitglied einen Ausflug, der unter Betrachtung der finanziellen Mittel und Gebrechen der Mitglieder möglich ist. Schnell blüht das Leben der Gruppe auf, und schon bald sind sie unzertrennlich. Doch leider bringt das Alter seine Gebrechen mit sich, so dass sich der Gesundheitszustand einiger Mitglieder verschlechtert. Solltet ihr der Meinung sein, ein Leben im Seniorenheim ist langweilig und fad, dann beweist euch Hendrik Groen mit seinem Tagebuch „Eierlikörtage“ genau das, und vor allem, dass das Gegenteil durchaus im Bereich des möglichen liegt. Mit seinen klaren und treffenden Beobachtungen hat mich Hendrik Groen zum schmunzeln, lachen und weinen gebracht. Ein wirklich herrliches Werk, dass nicht nur durch seine sarkastische Seite glänzt, sondern auch zum nachdenken anregt. Daher vergebe ich 5 von 5 Grisekatzen. Über den Autor Hendrik Groen veröffentlichte die ersten Einträge seines Tagebuchs auf der Website des »Torpedo Magazines«, bevor es in Holland zu einem überragend erfolgreichen Buch wurde und sich im ganzen Land Hendrik-Groen-Fanclubs gründeten. Er sagt über seine Romane : »Kein Satz ist eine Lüge , aber nicht jedes Wort ist wahr.« Die Fortsetzung ist soeben in den Niederlanden erschienen. (Quelle: Piper Verlag)Fazit Ein scharfsinniges und humorvolles Tagebuch über das Leben im Seniorenheim. ----------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 11.11.2016

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  • Das Tagebuch des Hendrik Groen

    Eierlikörtage

    Esme--

    20. October 2016 um 17:34

    Inhalt: Hendrik Groen lebt im Altenheim. Die Tage im Heim sind nicht immer gleich. Stets passiert etwas Neues. Neben den Problemen, die ältere Menschen plagen, sind Klatsch und Tratsch an der Tagesordnung. Um sich selbst und seine Umwelt zu reflektieren beschließt Hendrik ein Jahr lang Tagebuch zu führen und uns einen unzensierten Blick auf sein Leben zu geben. An Schwung gewinnt die Sache wiederum, als Hendrik, sein bester Freund Evert und zwei weitere Bewohner beschließen den Club „Alt-aber-nicht-tot“ ins Leben zu rufen. Schreibstil: Hendrik Groen gibt in diesem Buch einen Einblick in sein Tagebuch. Als Leser erhält man hier in kurzen Kapitelabschnitten einen Einblick in den Alltag des 83-jährigen Rentners. Im Altersheim wird es garantiert nicht langweilig. Sicherlich erfährt man, dass viele Bewohner Veränderungen gegenüber nicht gerade offen sind. Neid und Eifersucht sind an der Tagesordnung. Wenn es zum Beispiel Hendrik und seinen Freunden gelingt, aus dem strukturierten Alltag auszubrechen, quittieren das viele Heimbewohner mit Missgunst. Hendrik ist aber kein Mensch, der sich um den Klatsch und Tratsch der anderen schert, er ist – auch im hohen Alter – immer noch sehr aktiv. Die körperlichen Beschwerden machen jedoch auch vor ihm nicht halt. Inkontinenz und Alzheimer sind Themen, die auch ihn beschäftigen. Gemeinsam mit Evert versucht Hendrik dem Alltag im Heim eine gute Portion Freude abzuringen. Ein Anschlag auf das Gemeinschaftsaquarium und die darin befindlichen Fische wird geplant, über den Traum eines jeden alten Menschen, einen eigenen Scooter – der natürlich auch ordentlich frisiert sein muss - wird philosophiert. Die beiden Freunde beschließen bald den Club „Alanito“ (Alt-aber-nicht-tot) ins Leben zu rufen. Sechs Mitglieder, die noch Spaß am Leben haben, dürfen daran teilnehmen. In diesem Club geht es darum, dass immer ein Mitglied einen besonderen Ausflug plant, alle anderen Mitglieder werden überrascht. Mit diesem Vorhaben gewinnt der Alltag eines jeden Teilnehmers noch mehr an Bedeutung. Freundschaften entstehen und Hendrik verliebt sich sogar ein klein wenig. Vielleicht verfolgt Hendrik mit seinem Tagebuch nicht immer einen roten Faden. Wer einen strukturierten und spannenden Handlungsstrang erwartet, wird hier nicht auf seine Kosten kommen. Wer eine locker-leichte Geschichte sucht, die unverblümt einen Blick aufs Alter wirft, jedoch auch zugleich zeigt, dass man – egal in welchem Alter – immer Freude am Leben haben kann, wenn man die richtigen Freunde und eine optimistische Lebenseinstellung an den Tag legt, der ist mit diesem Buch gut aufgehoben. Fazit: In Tagebuchform gibt Hendrik Groen einen Einblick in sein Leben im Altersheim. Mit einer Prise Humor schreibt der rüstige und gewitzte Rentner den Alltag im Heim nieder. Ihm gelingt ein Sittengemälde. Manchmal rabenschwarz, voller toller Stories. Er zeigt Freiheit durch verweigerte Anpassung und den Mehrwert einer positiven Lebenseinstellung. Ein Buch, das Mut macht, ohne zu beschönigen und zugleich zeigt, was im Leben wichtig ist.

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  • Wunderbares Tagebuch eines älteren Herrn

    Eierlikörtage

    Silkchen2909

    14. October 2016 um 22:05

    Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre alt, lebt in einem Amsterdamer Altenheim. Oberflächlich betrachtet geht es ihm gut, wenn da nur nicht das Alter wäre. Hendrik beschließt, Tagebuch zu schreiben und nimmt den Leser nun auf eine Reise. Ein Jahr lang lässt er uns täglich an seinem Leben im Heim teilnehmen und das ist nicht immer nur schön. Es ist traurig, melancholisch, kämpferisch, lustig, liebevoll und alles andere, was menschliche Emotionen zu bieten haben. Denn 83 1/4 Jahre alt sein heißt nicht, dass man keine Träume oder Hoffnungen mehr hat. Zu Recht ist das Buch in Holland schon seit langer Zeit ein Bestseller und ich hoffe sehr, dass auch die deutschen Leser den liebenswerten Hendrik schätzen lernen. Als junger Mensch kann man von seiner Weisheit und seinem Leben lernen, als alter Mensch vielleicht noch einmal die Energie finden, aus dem eintönigen Dasein etwas aufregenderes zu machen. 

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  • Mit 80+ ist noch längst nicht Schluss

    Eierlikörtage

    uli123

    14. October 2016 um 17:06

    Ob es ihn wirklich gibt, den netten dreiundachtzigeinvierteljährigen Senior Hendrik Groen, der vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 fast täglich Tagebuchaufzeichnungen über sein Leben in einem Amsterdamer Seniorenheim verfasst hat, die nun als Sammlung in Buchform vorliegen, oder wer sonst hinter dem Verfasser steht, lässt sich dem Buch nicht entnehmen. Auf jeden Fall klingt alles sehr authentisch und ist der Tagebuchschreiber ein wohl untypischer Seniorenheimbewohner. Er ist das ständige Gejammer seiner betagten Mitbewohner über alles und jeden überdrüssig und will sich an seinen letzten Lebenstagen – denn die Kürze der ihm verbleibenden Zeit ist ihm durchaus allgegenwärtig – noch einmal richtig erfreuen. Das gelingt ihm mit dem aus gleichgesinnten Freunden bestehenden Club Alt-aber-nicht-tot (kurz: Alanito), täglichen Ausfahrten mit seinem Elektromobil, dem Kümmern um seine gesundheitlich noch angeschlageneren Freunde und der Herausforderung des Schreibens eines Tagebuchs recht gut. Letzteres enthält Anekdötchen aus dem Heimleben, von Hendrik kommentierte Fakten der niederländischen Seniorenpolitik, seine Gedanken zur Rolle alter Leute in der Gesellschaft und eigene Ansichten zum Leben im Altersheim mit gebrechlichen, abgeschobenen, dem Tode nahen Bewohnern. Obwohl Krankheit und Tod immer wieder thematisiert werden, denn das Schicksal verschont auch Hendrik und seine Freunde nicht, liest sich alles locker und angenehm. Das ist vor allem dem wunderbaren Schreibstil Hendriks geschuldet, der an trockenem Humor und Ironie nicht spart. Am Ende wird Hendrik zu einem tollen Vorbild  und es lässt sich das persönliche Fazit ziehen, dass ein Lebensabend im Altersheim nicht unbedingt das A und O ist, dort aber durchaus noch Lebensfreude zu finden ist.   Ein von mir uneingeschränkt empfohlener Roman für Leser aller Altersgruppen.

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