Hendrik Püstow

 4.6 Sterne bei 39 Bewertungen

Lebenslauf von Hendrik Püstow

Hendrik Püstow hat u.a. Geschichte studiert und zahlreiche Aufsätze zum Thema „Jack the Ripper“ veröffentlicht. Er ist Geschäftsführer einer GmbH und lebt in Aachen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hendrik Püstow

Cover des Buches Jack the Ripper (ISBN: 9783861898610)

Jack the Ripper

 (31)
Erschienen am 12.01.2017
Cover des Buches Jack the Ripper - Anatomie einer Legende (ISBN: B0036TZ10Q)

Jack the Ripper - Anatomie einer Legende

 (8)
Erschienen am 01.01.2006

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Rezension zu "Jack the Ripper" von Hendrik Püstow

geniales Buch
Susi180vor 2 Monaten

Jack the Ripper – der Name sorgt für Gänsehaut.
Das Rätsel um den bekanntesten Serienmörder der Geschichte ist noch immer ungelöst. Wer war es, der im Herbst 1888 in London mindestens fünf Prostituierte auf bestialische Art und Weise tötete? Jack-the-Ripper-Forscher auf der ganzen Welt versuchen seit über 120 Jahren, das Mysterium zu entschlüsseln.
Update 2017: Hier legen die Autoren ein gründlich überarbeitetes Standardwerk vor: die aktuelle objektive deutschsprachige Gesamtdarstellung zum bekanntesten Fall der Kriminalgeschichte. Sie haben unzählige historische Zeitungsartikel, umfangreiche Londoner Polizeiakten sowie bisher unveröffentlichte Dokumente studiert. 


Die Autoren:

Hendrik Püstow hat unter anderem ein Studium der Geschichte absolviert und sich nachfolgend insbesondere mit historischen True-Crime-Fällen beschäftigt. Er ist Geschäftsführer einer GmbH und lebt in Aachen.
Thomas Schachner brachte im Dezember 2002 mit www.jacktheripper.de das größte deutschsprachige Informationsportal zum Thema der »Whitechapel«-Morde online. Zusätzlich ist er aktiv an der weltweit größten »Jack the Ripper«-Website www.casebook.org beteiligt und wird als Experte zu TV- und anderen Medienproduktionen hinzugezogen. Er ist Inhaber einer Werbeagentur und lebt in Nürnberg. 


Meine Meinung:

Vor Jahren habe ich bereits ein Sachbuch zu dieser Thematik gelesen, wollte mein Wissen aber jetzt wieder auffrischen und habe mich deshalb für dieses Buch entschieden. Ich war etwas skeptisch, da es ja schon etwas teurer ist, kann aber sagen ich bereue es in keiner Weise.


Die beiden Autoren haben sehr viel Mühe auf die Recherchen gelegt. Das merkt man diesem Buch auch an. Die erste Hälfte beschäftigt sich rein mit den Taten. Wir bekommen aber nicht nur die geboten, sondern auch einen umfangreichen Einblick in die damaligen Lebensumstände. Auch lernen wir die Opfer etwas kennen und erfahren wie sie in Ihre Lebenssituation gekommen sind. Die damalige Zeit ist für mich eine sehr interessante. Diese primitiven Lebensumstände sind erschreckend und zeigen die Kluft zwischen Arm und Reich sehr deutlich. Auch das wir Hintergrundinformationen zu den einzelnen Opfern erhalten, war super interessant.


Der Schreibstil ist sehr flüssig und überhaupt nicht anstrengend.  Das Buch hat sich quasi von allein gelesen. In kürzester Zeit war ich damit durch. Es hat mich so gepackt, so das ich mich jeden Tag aufs weiterlesen sehr gefreut habe. In der zweiten Hälfte bekommen wir dann einen Überblick der Verdächtigen. Einige die bereits in anderen Büchern aufgeführt wurden, kommen hier allerdings nicht mehr vor. Mit der Zeit und dem neuen Informationsstandart werden sie als nicht mehr relevant angesehen. Auch diese Hälfte hat mich sehr interessiert. Jeder Verdächtige wird mit Pro und Kontra Punkten beleuchtet. 


Ein Buch was mein Regal niemals verlassen wird. Die Bilder sind grausam. Es sind zu jedem Opfer Post Mortem Aufnahmen enthalten. Auch die Beschreibungen der Wunden sind nichts für schwache Nerven. Dessen sollte man sich bewusst sein. Ich kann es aber sehr empfehlen. Volle Sterne von mir.

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Rezension zu "Jack the Ripper" von Hendrik Püstow

Pflichtlektüre für Interessierte
Igelmanu66vor 5 Monaten

»Den Anblick, der sich uns bot, werde ich nie vergessen. Es sah vielmehr aus wie das Werk eines Teufels als das eines Menschen.«

 

Wenige Verbrechen haben es geschafft, so ins kollektive Gedächtnis zu gelangen, wie die Mordserie, die im Herbst 1888 das Londoner Armenviertel Whitechapel in Angst und Schrecken versetzte. Der Ripper, wie er bald genannt wurde, war nicht der erste Serienmörder und andere Serien forderten sogar noch weitaus mehr Opfer, doch der Ripper war der erste, der es zu weltweiter Bekanntheit schaffte. Die Grausamkeit der Taten löste das aus, was man gern als „Faszination des Schreckens“ bezeichnet und das abrupte Ende der Serie und die Tatsache, dass der Täter nicht ermittelt werden konnte, hält die Faszination bis heute wach. Die offiziellen Untersuchungen der Londoner Polizei endeten im Jahr 1892, aber immer noch versuchen Hobby- und Profifahnder (sogenannte Ripperologen) die Identität des Mörders herauszufinden.

 

Dieses Buch trägt alles zusammen, was es an Forschungsergebnissen gibt. Ziel ist, laut der Autoren, »einen wertfreien und nüchternen Rückblick auf die damaligen Ereignisse zu geben, ohne dass versucht wird, krampfhaft eine Theorie zu einem speziellen Verdächtigen zu untermauern.« Tatsächlich gibt es reichlich Literatur (teils sehr abenteuerlich), die gezielt potentielle Täter präsentiert und mit der angeblichen Aufklärung lockt. Das geschieht hier nicht.

 

Den Leser erwartet eine detaillierte Darstellung der Mordserie, die fast komplett auf der Basis von historischen Polizeidokumenten und Zeitungsartikeln rekonstruiert wurde. Dabei wird für das Verständnis des historischen Hintergrunds das Leben im Armenviertel beschrieben, das hier als „Schmelztiegel gescheiterter Existenzen“ bezeichnet wird. Wer sich schon mal gefragt hat, warum immer wieder Frauen mitten in der Nacht allein durch die Gegend liefen, obwohl sie sich der Gefahr genau bewusst waren, erhält hier Antworten. Natürlich werden die Mordopfer vorgestellt, die Schilderung der Taten selbst aber fehlt – wir haben es schließlich nicht mit einem Thriller zu tun und Zeugen für die Morde gab es (soweit man weiß) keine. Trotzdem wird es sehr blutig und schaurig, dafür sorgen Polizei- und Autopsieberichte. Auch einige der Fotos kann man trotz ihres Alters und der schwarzweißkörnigen Undeutlichkeit nur als schockierend bezeichnen.

 

Im Anschluss werden dann die zwanzig wichtigsten Verdächtigen ausführlich vorgestellt. Es musste natürlich eine Vorauswahl getroffen werden, denn die Liste umfasst mittlerweile über 150 Namen. Die Autoren beschränkten sich daher auf die „allgemein anerkannten heißesten Kandidaten“. Der Leser erfährt, was man zu ihren persönlichen Daten ermitteln konnte, er erhält Auskunft zu den möglichen Motiven, Tathintergründen und zu vorhandenen Untersuchungsergebnissen (Spurenauswertung). All diese Daten werden jeweils abschließend in einer Pro & Contra Auflistung gegenübergestellt. In der Summe ergibt das eine recht nüchterne Betrachtung, nur gelegentlich fließen persönliche Meinungen der Autoren ein und man ist als Leser in der Lage, sich selbst eine Meinung zu Schuld oder Unschuld zu bilden.

 

Eine nüchterne Betrachtung wird auch den berühmten Briefen zuteil. „From Hell“ oder nur Fake? Was man weiß, wird detailliert zusammengetragen, einschließlich Fotos und Texten. Interessant fand ich auch die Vorstellung der „Themse-Torso-Morde“, einer weiteren ungelösten Mordserie, die London zwischen 1887 und 1889 beschäftigte. Ist ein Zusammenhang möglich? Und wie viele Morde hat der Ripper nun eigentlich begangen? „Nur“ die „Kanonischen Fünf“, auf die sich die Forschung heute meist beschränkt, oder waren es doch mehr? Zu diesen potentiellen Opfern finden sich ebenfalls Informationen. Fotos, Illustrationen, Tatortskizzen und eine Übersichtskarte von Whitechapel ergänzen alles perfekt.

 

Das Buch erschien erstmals 2006. In meine Ausgabe (Update 2017) wurden die neuesten Ergebnisse der Forschung eingearbeitet. Tatsächlich hat es wohl in den letzten 25 Jahren diverse neue Infos zu den Morden gegeben. Immer wieder tauchen lang verschollene Unterlagen auf, im Jahr 1987 z.B. der Autopsiebericht von Mary Kelly. Zwei wichtige Quellen sind bis heute verschwunden. Sollten sie mal auf irgendeinem Dachboden in irgendeinem Nachlass gefunden werden, würden sich auf der ganzen Welt Ripperologen begeistert in die Arbeit stürzen.

 

Fazit: Alle Forschungsergebnisse rund um den Ripper zusammengetragen, detailliert und nüchtern beschrieben. Pflichtlektüre für Interessierte.

Kommentare: 26
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Rezension zu "Jack the Ripper" von Hendrik Püstow

From Hell
Valkyraevor 9 Monaten

Wer sich für Jack the Ripper interessiert und nach deutschsprachigen Büchern sucht, der kommt an diesem Werk nicht vorbei. Man bekommt in diesem Buch ein Vorwort, anschließend werden die Mordopfer thematisiert und zum Schluss bekommt man noch Informationen zu den Verdächtigen mit Pro und Kontra.

Jack the Ripper wird wohl für immer ein Mythos bleiben und auch mit diesem Buch wird man das Rätsel natürlich nicht lösen, aber wer sich für die Mordserie interessiert, der kann einige interessante Stunden mit diesem Buch verbringen.

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