Hendrik Püstow , Thomas Schachner Jack the Ripper

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 27 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 2 Rezensionen
(13)
(7)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Jack the Ripper“ von Hendrik Püstow

Das Standardwerk der "Ripperologie" Seit über 100 Jahren haben sich Hobby- wie Profifahnder – so genannte "Ripperologen“ – daran gemacht, dem Rätsel des Whitechapel-Mörders auf die Spur zu kommen. Mehr als 150 Täter sind im Gespräch, doch wer der Mörder der im Herbst 1888 in London auf bestialische Art und Weise getöteten fünf Prostituierten ist, bleibt – trotz der immer wieder aufkommenden neuen Medienberichte – ein Mysterium. Hendrik Püstow und Thomas Schachner rekapitulieren die Ereignisse und Zusammenhänge des Jahres 1888 minutiös anhand der zeitgenössischen Zeitungsartikel und der kompletten Polizeiakten der Londoner Polizei, sie werteten ferner bisher ungesehenes Material und unzählige spätere Presseberichte aus. Die Analyse ist neu beispielsweise hinsichtlich der Entlarvung des so genannten "Dear Boss"-Briefes, der im September 1888 an eine Londoner Presseagentur geschickt worden war, als Werk eines findigen Journalisten. In ihm tauchte erstmals der Name "Jack the Ripper" auf. Bis heute wird der Brief fälschlicherweise noch von vielen als eine authentische Botschaft des Mörders betrachtet. Entstanden ist die erste deutschsprachige objektive Rekonstruktion der Mordserie, die die Hauptverdächtigen vorstellt und die Faktoren, die für und gegen sie sprechen, abwägt. Der spritzige und leichte Stil der beiden "Ripperologen" lässt einen das Buch nicht aus der Hand legen. Letztlich soll der Leser selbst entscheiden, bei welchem Tatverdächtigen die Verdachtsmomente für ihn persönlich am schwersten wiegen.

Informativ und neutral- aus meiner Sicht das beste Sachbuch über "Jack the Ripper"

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

das übersichtlichste und sachlichste buch zum thema!

— bagpipes
bagpipes

Stöbern in Krimi & Thriller

Der Mann zwischen den Wänden

Toller Erzählstil. Jedoch verliert sich das Erzählte in einem atmosphärisch dichtem Meer aus Absurditäten, für die mir die Fantasie fehlt.

Ro_Ke

Totalausfall

Furioser Pageturner! Absolut lesenswert, großartig. Chapeau!

DreamingBooks

Die Verlassene

eine spannende Idee, phasenweise etwas langatmig

Kaffeetasse

Böse Seelen

Solider Thriller, konnte mich aber nicht richtig mitreißen.

JuLe_81

Der Totensucher

Spannender Krimi mit nicht zufriedenstellendem Ende

Langeweile

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

Für alle, die spannende Lesestunden haben möchten, gebe ich eine klare Leseempfehlung. Wobei manche Passagen schon sehr extrem waren.

Ekcnew

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • From Hell...

    Jack the Ripper
    Stefan83

    Stefan83

    24. March 2013 um 16:15

    Jack the Ripper. Wohl kaum ein anderer Name ist gleichzeitig mit soviel Schrecken und Faszination verbunden. Faszination vor allem deshalb, weil bis zum heutigen Tag die Identität des Serienmörders noch genauso im Dunkeln liegt, wie im Herbst des Jahres 1888, als der Ripper mindestens fünf Prostituierte im Armenviertel Londons, dem East End, brutal ermordete. Seitdem haben viele Bücher versucht, diesen offenen Fall der Geschichte zu lösen. Teilweise mittels lächerlicher Beweisführungen, wobei hier besonders Patricia Cornwells „Wer war Jack the Ripper?“ heraus sticht. Die amerikanische Autorin behauptet so zum Beispiel mit felsenfester Überzeugung, Walter Sickert als Jack the Ripper identifiziert zu haben. Eine erstaunliche Leistung für die amerikanische Kriminalautorin, welche vor der Fertigstellung ihres Buches tatsächlich noch nie von den weltweit bekannten Serienverbrechen gehört haben will. Objektive, neutrale Beobachtungen des geschichtsträchtigen Kriminalfalls waren lange Zeit, besonders im deutschsprachigen Raum, Mangelware. „Jack the Ripper – Anatomie einer Legende“, von Henrik Püstow und Thomas Schachner, schickt sich nun an dies zu ändern. Und soviel kann vorab gesagt werden: Das im Leipziger Militzke Verlag erschienene Buch hat das Zeug zum neuen Standardwerk, da es nicht nur das Thema insgesamt sehr neutral angeht, sondern auch unvoreingenommen den Ablauf der Ermittlungen schildert, ohne dabei dem Leser irgendeinen Verdächtigen als Täter und den Fall als gelöst verkaufen zu wollen. Für alle diejenigen, welche sich diesem Thema bisher nur über Hollywood angenähert haben, sei an dieser Stelle nochmal ein kurzer Rückblick gegeben: Zur Legende wurde die Geschichte um Jack the Ripper aus verschiedenen Gründen. Einer davon ist natürlich die Tatsache, dass der Täter der so genannten Whitechapel-Morde niemals gefasst worden ist. Aus diesem Grund konnten gerade in den Folgejahren die verschiedensten Theorien erblühen und Dutzende von Verdächtigen präsentiert werden, deren mögliche Täterschaft stets aufs Neue von so genannten Ripperologen diskutiert wird. Hinzu kommt die augenscheinlich schlechte Polizeiarbeit, welche, vom Verschwinden größerer Teile der Ermittlungsakten flankiert, einen weiteren Grund für die ins Kraut schießenden Spekulationen darstellt. Ironischerweise war die Londoner Polizei seinerzeit einem fassbaren Verdächtigen überhaupt nicht auf der Spur. Die kriminologischen Untersuchungsmethoden, wie man sie heute aus abendfüllenden Crime-Serien kennt, gab es noch kaum. Und obwohl sich alle der fünf kanonischen Ripper-Morde in einem Gassengewirr von nicht einmal einem Quadratkilometer Ausdehnung zutrugen, hatte es die völlig überforderte Metropolitan Police mit einem Londoner Viertel zu tun, in dem bis zu einer halben Million Menschen unter den elendsten Bedingungen hauste. Das Londoner East End des späten 19. Jahrhunderts war verrufen und eines der ärmsten aller Stadtteile der englischen Metropole. Wer hier strandete, kam nur selten wieder los. Wer ins East End geriet, tat alles, um die nötigsten Pennies für eine Schlafstelle, das tägliche Essen oder Alkohol zu bekommen. „End“ ist in diesem Falle, für die Leben vieler Engländer, wörtlich zu nehmen. Es war ein Ghetto, in dem für Tausende Frauen die Prostitution die einzige Möglichkeit war, überhaupt zu überleben. Wer hier also heutzutage vom „Dirnenmörder“ spricht, hat die triste Wirklichkeit der damaligen Zeit nicht verstanden. 14 Jahre nach der Mordserie sollte auch ein Autor aus Amerika genau in dieses Vierteil kommen, um es selbst zu erleben und ein Buch darüber zu schreiben. Das Werk nannte er „The People of the Abyss“, „Die Menschen des Abgrunds“. Sein Name: Jack London. Ihm war bewusst, dass er durch jene Gassen lief, die auch einst der „Schlitzer“ von 1888 durchquert hatte. Der Mörder, der seinen Titel höchstwahrscheinlich dem schlechten Scherz eines Journalisten verdankte, der einen „Bekennerbrief“ mit „Jack the Ripper“ unterschrieb. „Jack the Ripper – Anatomie einer Legende“ listet in der neuesten Auflage nun 18 „Verdächtige“ auf (4 sind in der neuen dazugekommen) – darunter die namhaftesten und berühmtesten all jener Gestalten, die man verschiedentlich als mögliche Mörder der fünf oder mehr Frauen im East End verdächtigt hatte. Die Wahrscheinlichkeit aber, dass es keine dieser 18 Personen war, ist mehr als groß. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die Metropolitan Police gar nicht in der Lage war, auch nur annähernd den Kreis möglicher Täter einzugrenzen und systematisch aufzuarbeiten, ist, und das wird in diesem Buch besonders deutlich, noch größer. Nach einer kurzen, aber zum Verständnis enorm wichtigen Schilderung der allgemeinen Zustände im East End jener Zeit, werden die Morde einzeln behandelt, indem die Lebensdaten (soweit heute bekannt) der Opfer vorgestellt und die Umstände des Auffindens der Leichen und die Behandlung der Todesfälle vor dem Untersuchungsgericht besprochen werden. Dafür benutzen die Autoren fast ausschließlich zeitgenössische Quellen, wie Polizeiakten, Zeugenaussagen und Presseartikel. Die Abfolge der jeweiligen Morde wird dabei äußerst detailliert wiedergegeben. Und da in allen Fällen postmortale Fotos der Opfer bzw. skizzierte Tatortdarstellungen beigefügt sind, sollten besonders zartbesaitete Leser das Buch lieber mit Vorsicht genießen. Allerdings müsste sich jeder, der sich an das Thema „Jack the Ripper“ wagt, darüber vorher im Klaren sein. Insbesondere die Rekonstruktion der Morde an Martha Tabram und Elizabeth Stride hat mich hier zutiefst und vor allem nachhaltig beeindruckt. Im letzten Teil des Buches werden nun die oben erwähnten 18 Verdächtigen vorgestellt, ihr Leben (soweit durch Fakten belegt und bekannt) geschildert und Pro und Contra-Punkte zur möglichen Täterschaft aufgelistet. Die Autoren bleiben dafür erfrischend neutral und überlassen bewusst dem Leser anhand der Fakten das Urteil. Bei vielen in Deutschland bekannten Kandidaten, darunter Cornwells favorisierter Walter Sickert, spricht dann bereits die nackte Aufzählung der jeweiligen Punkte/Argumente Bände. Für diejenigen Leser ohne Hintergrundwissen, die zudem noch an eine Beteiligung des englischen Königshauses geglaubt oder ähnliche Theorien verfolgt haben, wird spätestens dieser Abschnitt des Buches zum absoluten Augenöffner, der einige Mythen endgültig ad acta legt. Im späten Herbst des Jahres 1888 riss die Mordserie urplötzlich ab. Niemand weiß bis heute warum. Und auch dieses Buch wird den faszinierenden Nebel nicht lüften können. Dafür überzeugt es aber mit einer sachlich, detaillierten Schilderung, welche einen fast kriminologischen Blick auf das vorhandene Material wirft und auch neuere Quellen mit auswertet. Insgesamt ist „Jack the Ripper – Anatomie einer Legende“ eine unbedingte Bereicherung für alle Interessierten an diesem Thema. Ein Buch, das auf dem deutschen Markt längst überfällig war und das derzeit absolut konkurrenzlos ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Jack the Ripper" von Hendrik Püstow

    Jack the Ripper
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. September 2010 um 20:33

    Ich hab das Buch gekauft, weil ich meine Facharbeit über "Jack the Ripper" schreibe. Es ist wirklich super, wenn man sich für das Thema interessiert und viel erfahren will... Es ist sehr detailiert.. Autopsieberichte sind drin, auch die Briefe die Jack the Ripper angeblich verfasst hat. Mir hat das Buch echt weitergeholfen..