Henning Boëtius Lauras Bildnis

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Inhaltsangabe zu „Lauras Bildnis“ von Henning Boëtius

Der Restaurator eines kleinstädtischen Kunstmuseums entdeckt zufällig im Keller des Gebäudes ein offenbar außerordentliches Gemälde aus der Frührenaissance: Das Porträt einer schönen jungen Frau zieht ihn sofort in seinen Bann. In der Folge arbeitet er wie ein Besessener an der Wiederherstellung des Bildes. Um dieselbe Zeit kommt die junge Kunststipendiatin Laura in die Stadt. Auch sie übt magische Anziehungskraft auf den Museumsangestellten aus. Als dieser zusehends Ähnlichkeiten zwischen seinen beiden Angebeteten entdeckt, beginnt ein verwirrendes Spiel zwischen realer Person und Bild, in dem sich obendrein eine berühmte Liebesgeschichte zu spiegeln scheint: die Romanze des berühmten Renaissancedichters Francesco Petrarca mit Laura de Sade, seiner angebeten »Donna Laura«. Offenbar hat der Restaurator deren einziges erhaltenes Porträt entdeckt und anscheinend war ihr der Maler ebenfalls in großer Leidenschaft zugetan, wie die freigelegten Beschädigungen beweisen. Der Kampf des Restaurator um eine authentische Wiederherstellung des Bildes verbindet sich immer mehr mit seinem Wunsch, sich der lebenden Laura anzunähern ...

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  • Rezension zu "Lauras Bildnis" von Henning Boëtius

    Lauras Bildnis

    Erinnye

    13. December 2010 um 22:59

    Der Restaurator Francesco erzählt seine tragische Liebesgeschichte: angefangen hat alles mit einem Bild, welches ihn faszinierte. Dann entdeckte er das Pendant des Bildes in Menschengestalt und verliebte sich. Seine Liebe wird erwidert, jedoch bedeutet das nicht automatisch ein HappyEnd - im Gegenteil. Nach langer Zeit und vielem Warten entschließt sich Francesco gegen diese Liebe. Anfangs habe ich mich mit der Lektüre dieses Buches wirklich sehr schwer getan und fand es recht öde und langweilig. Der Autor lässt sich sehr viel Zeit damit seine Figuren einzuführen und sie kennenzulernen. Man hat den Eindruck, dass sie eine Bedenkzeit brauchen, bis sie es wagen ihre Geschichte preis zu geben. Erst ab der Buchmitte habe ich den wunderbar weichen und wirklich schönen Schreibstil von Boetius überhaupt bemerkt. Ab diesem Zeitpunkt hatte er sich anscheinend warm geschrieben, denn die Geschichte nahm an Verständlichkeit zu. Mit der Zeit merkte man auch, dass Talent dahinter steckt. Die Geschichte um Franceso und Laua wird sehr verträumt und mit beinahe vorsichtigen Worten erzählt. An manchen Stellen wird es sogar poetisch. Man merkt jedoch zu jedem Zeitpunkt, dass die Geschichte älteren Datums zu sein scheint, da die Sprache entsprechend gehalten ist. Teilweise melodramatisch wird sehr großer Wert auf Gefühle gelegt. Fazit: eine Geschichte, die sich erst langsam vor dem Leser ausrollt und auf die man sich wirklich ganz einlassen muss, damit man die verträumte und samtige weiche Schönheit der Gedanken erfassen kann. Eine Lehre kann man natürlich auch daraus ziehen.

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  • Rezension zu "Lauras Bildnis" von Henning Boëtius

    Lauras Bildnis

    aimenal

    22. August 2008 um 09:23

    Ein Gemälde und ein Sonett von Petraca. Eine Spurensuche nach einer vergeblichen Liebe in Parallelen von Gestern zu Heute. Gut recherchiert, gut geschrieben.

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