Das Credo dieser schon 1990 zum ersten Mal erschienenen und nun hier in einer achten erweiterten Auflage vorliegenden "Psychologie der Pubertät für Eltern und Erzieher" ist einfach und anspruchsvoll zugleich, und der Kinder- und Jugendtherapeut Henning Köhler, der sich der anthroposophischen Philosophie Rudolf Steiners verpflichtet sieht, hat es seit der ersten Auflage des Buches vor einem Vierteljahrhundert trotz erheblich veränderter Lebens- und Entwicklungsbedingungen heutiger Jugendlicher nicht verändert.
"Die Erziehung sollte von vornherein gar nicht auf die Vermeidung einer Pubertätskrise abzielen, sondern darauf, das Kind mit Kräften auszustatten, die es ihm ermöglichen, die Krise heil zu überstehen."
Wohlgemerkt: es geht zu allen, auch früheren Phasen der Entwicklung von Kindern immer um Erziehung. Eine Erziehung aber, die bereit ist, nachdem sie die entsprechenden Wurzeln und Grundlagen schon in früher Kindheit gelegt hat, durch eine immer gesprächsbereite und auch selbstkritische Haltung die jungen Menschen durch diesen schwierigen aber notwendigen Lebensabschnitt zu begleiten.
Eltern und Erzieher, die mit der Anthroposophie nicht vertraut sind oder ihr aus anderen Gründen skeptisch oder unwissend gegenüber stehen, sollten sich auf keinen Fall von der Lektüre dieses nachdenklichen Buches abhalten lassen. Auch ohne die entsprechenden Glaubenssätze und Annahmen übernehmen zu müssen, kann dieses kluge Buch eines erfahrenen Therapeuten und Pädagogen helfen, eigenen und anvertrauten Kinder in dieser Phase gerecht zu werden und dabei für die eigene weitere persönliche Entwicklung sogar zu profitieren.
Henning Köhler
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Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Henning Köhler
Wohl ein Vortrag Köhlers hier als Buch verfasst.
Ganz gut Beschrieben; einige wichtige Aspekte für die Erziehung/ Entwicklungshilfe.
Einwenig nervt mich der "Steinersche-Eindruck" seiner Sprache. Entweder redet er so von sich aus, oder er kopiert?
Auch seine, gerade zum Ende hin, Wiederholungen sind etwas anstrengend.
Köhler hat sicherlich den ein oder anderen guten Hinweis auf das Leben der Jugendlichen. Erfahrung hat er auf diesem Gebiet sicherlich!
Aber das Buch konnte mir wenig nur mitgeben. Viel "Gerede", dem ich wenig folgen konnte.
Außerdem kommt mit das Buch wie eine Verteidigung seiner anthroposophischen Sicht der Dinge vor. Eine Verteidigung auf welchen Angriff? Hat er auf diesem Gebiet einige erfahren -?!? Ich als Leser bekomme diese nicht mit, dieser "Vertiedigunsstil" nervte mich einwenig.
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