Henning Mankell Der Chronist der Winde

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Inhaltsangabe zu „Der Chronist der Winde“ von Henning Mankell

Nelio erzählt um sein Leben. Der Straßenjunge liegt mit einer Schusswunde auf dem Dach eines Hauses und weiß, dass er sterben wird. Er schildert, wie Banditen sein Dorf überfielen, wie er den Weg in die Stadt fand und zum Anführer einer Bande von Straßenkindern wurde. Vom Geheimnis des Reichtums erzählt er und vom Paradies, das auf keiner Landkarte verzeichnet ist und das man doch finden kann.

Das Hörbuch hat mich derart bezaubert, dass ich auf jeden Fall auch das Buch dazu lesen möchte!

— parden

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  • Tief berührt und nachhaltig beeindruckt...

    Der Chronist der Winde

    parden

    TIEF BERÜHRT UND NACHHALTIG BEEINDRUCKT... Nelio erzählt um sein Leben. Der Straßenjunge liegt mit einer Schusswunde auf dem Dach eines Hauses und weiß, dass er sterben wird. Er schildert, wie Banditen sein Dorf überfielen, wie er den Weg in die Stadt fand und zum Anführer einer Bande von Straßenkindern wurde. Vom Geheimnis des Reichtums erzählt er und vom Paradies, das auf keiner Landkarte verzeichnet ist und das man doch finden kann. "Der Chronist der Winde" ist mein erstes Afrika-Buch von Mankell, das ich genießen durfte, und ich bin tief berührt und nachhaltig beeindruckt. Eine magische Aura umweht den afrikanischen Straßenjungen Nelio: Noch nie hat jemand gewagt, ihn zu verprügeln. Vielleicht weil aus dem 10-Jährigen, dem sich die irdischen Abgründe viel zu früh erschlossen haben, eine greise Weisheit spricht. Jetzt aber liegt Nelio mit schweren Schusswunden auf dem Dach eines ärmlichen Theaters. Dort erzählt er - zwischen kräftezehrenden Fieberschüben - dem Bäckerjungen José Antonio Maria Vaz sein Leben. Das beginnt mit der Erinnerung an die Banditen, die sein Dorf niederbrannten, seine Schwester töteten und vor denen er geflüchtet ist, als sie ihn zwingen wollten, einen Verwandten zu erschießen. Und es endet bei den Straßenkindern in der Stadt, denen Nelio zu einem an Fairness und Reife geradezu übermenschlichen Anführer wurde: Gestohlen jedenfalls wird nicht unter seinem Regime; bestenfalls - in der Villa eines verreisten Entwicklungshelfers - der Kühlschrank leer gegessen. Mankells einfühlsame und zugleich realistische Sprache trägt die Geschichte des Straßenjungen Nelio. Dieser ist in einem Theater von zwei Kugeln tödlich verwundet worden und hat nur einen Wunsch: Er möchte auf das Dach des Hauses. Sein Vater riet ihm, wenn das Leben zu schwer werde, solle er die Sterne betrachten und sich dem Himmel öffnen. Der Bäcker José Antonio Maria Vaz erfüllt ihm diesen Wunsch. Er hat schon viel von Nelio gehört, den trotz seines jungen Alters eine geheimnisvolle und magische Aura umgibt. Dort oben auf dem Dach der Bäckerei erzählt Nelio dem Bäckerjungen José Antonio Maria Vaz in neun Nächten sein Leben. Wie er einem Trupp von Banditen entkommen konnte, jedoch seine Familie und sein Zuhause verlor, von eindrucksvollen Begegnungen auf seinem Weg in die Stadt und von den Straßenkindern in der Stadt, denen Nelio zu einem an Fairness und Reife geradezu übermenschlichen Anführer wurde: Gestohlen jedenfalls wird nicht unter seinem Regime; bestenfalls - in der Villa eines verreisten Entwicklungshelfers - der Kühlschrank leer gegessen. Es ist Mankell gelungen das Schicksal eines afrikanischen Straßenkindes so zu erzählen, dass der Leser zugleich mit den Kindern mitfühlen und auch äußerste Achtung empfinden kann. Er legt diesen Kindern Worte voller Weisheit in den Mund, die die Seele des Lesers nachhaltig berühren... Und zeigt dabei ein Bild Afrikas aus den Augen der Ärmsten. Henning Mankell präsentiert sich also hier nicht als Krimi-Autor, sondern als poetischer Anwalt der Chancenlosen: Derer, die gezwungen sind, "das Leben roh zu essen". Trotz aller Tragik des Sujets gleitet der Autor aber nicht in schwermütige Betroffenheitsprosa ab. Es darf - mit anderen Worten - auch gelacht werden: Über die Tomaten- und Zwiebelkulturen beispielsweise, die in Mandiocas Hosentaschen hervorragend gedeihen. Oder über den schwerfälligen Tristeza, der eine Bank gründen will und dem Nelio für den Fall, dass er seine Denkgeschwindigkeit steigert, erst einmal ein Paar Turnschuhe verspricht. Vor allem aber bekennt sich "Der Chronist der Winde" bedingungslos zur Kraft der Träume: "Man kann fliegen, ohne sichtbare Flügel zu haben", dachte Nelio. "Die Flügel sind in uns, wenn uns vergönnt ist, sie zu sehen." Edgar M. Böhlke trägt die leise (leider gekürzte) Geschichte sehr gelungen vor. Das Hörbuch hat mich derart bezaubert, dass ich in jedem Fall auch das Buch dazu lesen werde... © Parden

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  • Rezension zu "Der Chronist der Winde" von Henning Mankell

    Der Chronist der Winde

    Dubhe

    03. November 2011 um 16:21

    Es ist müßig sich dieses Buch anzuhören.
    Der Leser hat meines Achtens eine recht langweilige Stimme und liest so langsam, dass ich die Geschwindigkeit erhöhen musste, um nicht einzuschlafen.

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