Der Sprengmeister

von Henning Mankell 
4,1 Sterne bei58 Bewertungen
Der Sprengmeister
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Suse33s avatar

Mankells Debut, gesellschaftskritisch, interessanter Protagonist... Für mich nicht leicht lesbar...da sehr bruchstückhaft...

Thalas avatar

Viele Zeitsprünge, die mich etwas verwirrt haben. Ansonsten ein eher ruhiges Buch, was mich aber nicht ganz mitreißen konnte.

Alle 58 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Der Sprengmeister"

Als junger Mann wird der Sprengmeister Oskar Johansson bei einer fehlgeleiteten Zündung schwer verletzt. Seine Freundin bricht ihm die Treue, und er heiratet ihre Schwester Elvira. Die beiden führen ein bescheidenes, entbehrungsreiches Leben, damit der knappe Lohn auch für drei Kinder reicht. Trotz seiner Verwundungen kehrt Oskar zurück in seinen Beruf. Er wird politisch aktiv und glaubt an eine Revolution, die nie kommt. Als sein Wohnblock abgerissen wird, kauft er auf einer Schäre ein Saunahäuschen, wo er im Sommer leben kann. Henning Mankells erster Roman erzählt ein Arbeiterleben in der aufblühenden Industrie in Schweden und gibt den Benachteiligten eine unverwechselbare, eindrucksvolle Stimme.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783552059016
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Zsolnay, Paul
Erscheinungsdatum:23.07.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.07.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,1 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne18
  • 4 Sterne27
  • 3 Sterne12
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    S
    Streiflichtvor 2 Monaten
    Leider nicht so überzeugend

    Als ich von diesem Buch gelesen habe, war ich hellauf begeistert. Ich habe die Romane von Henning Mankell alle vor einigen Jahren voller Begeisterung gelesen, egal ob seine Krimis oder Afrikabücher. Daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch, das ja ein Frühwerk von diesem außergewöhnlichen Autor ist. Leider war ich schon schnell enttäuscht. Der Schreibstil war für mich sehr abgehakt und irgendwie unsicher, einfach nicht so wie Mankell später schrieb. Natürlich ist es informativ, über das Leben der Menschen damals in Schweden einiges zu erfahren und auch der Lebensweg des Sprengmeisters ist interessant, aber begeistert hat es mich nicht.

    Schade, dass man dieses Buch nun aus vermutlich rein finanziellen Gründen noch veröffentlicht hat. Für mich ist es nicht überzeugend, ich hätte es lieber nicht gelesen.

     

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    W
    WinfriedStanzickvor 2 Monaten
    "Was in diesem Buch steht, gilt auch weiterhin unverändert.“



    Im Jahr 1973, Henning Mankell war gerade 21 Jahre alt, wurde in Schweden der erste kleine Roman des später so bekannten Henning Mankell veröffentlicht. Schon in dieser Geschichte über den Sprengmeister Oskar Johansson und sein hartes Arbeiterleben ist Mankells zentrales Thema die fehlende soziale Gerechtigkeit, ein Thema, das ihn in vielen Schattierungen begleiten sollte bis zu seinen letzten Büchern und auch in seinen Wallander-Romanen immer eine wichtige Rolle spielte.

    Oskar Johansson verliert an einem Samstagnachmittag des Jahres 1911 bei einer Tunnelsprengung nicht nur alle seine blonden Haare und sein linkes Auge, sondern ein Splitter schneidet die rechte Hand direkt am Handgelenk ab. Ein weiterer dringt ihm in den Unterleib und verletzt sein Glied schwer.

    Nachdem er schon in ganz jungen Jahren sich einem Sprengtrupp angeschlossen und es schließlich bis zum Sprengmeister gebracht hatte, liegt er nun monatelang im Krankenhaus. Seine Freundin Elly besucht ihn zwar tapfer, findet aber bald einen anderen Mann, den sie heiraten wird.

    Wieder genesen, kann Oskar bei seinem alten Sprengtrupp wieder arbeiten. Er bleibt dort Sprenger, bis er in den fünfziger Jahren in Rente geht. Mit der Schwester Ellys, Elvira, die er bald kennenlernt, ohne erst zu wissen wer sie ist, hat er drei Kinder und eine unverbrüchliche gemeinsame politische Haltung. Als sie irgendwann mit der politischen Richtung der Sozialdemokraten nicht mehr einverstanden sind, treten sie beide aus und schließe sich einer kleineren linken Partei an, deren Name aber nicht genannt wird.

    Ein „Erzähler“, der Oskar nach seiner Rente oft in seiner kleinen Sauna auf einer der vielen Schären besucht und mit ihm  fischen geht, hat über die Jahre, die er Oskar kennt, immer wieder Mühe, etwas aus ihm herauszubekommen über sein Leben und seine Gedanken:
    „Die Informationen, die Oskar darüber gewährt, sind karg und dürftig. Der Erzähler muss die Fragmente zu einem schmutzgrauen Ganzen zusammenfügen. Auskünfte gibt Oskar lediglich als Zugabe, wenn er über andere Dinge spricht.“

    Der Erzähler sammelt aber so viel, dass es für einen bewegenden Lebensbericht eines Mannes reicht, der sein Leben lang Arbeiter war, wie seine Vorfahren. Ein Mann, der mit Frau und drei Kindern ein bescheidenes Leben führt, weil sonst der Lohn nicht reicht. Ein Mann, der nicht aufgibt nach einem schrecklichen Unfall, der zurückkehrt und zusammen mit seiner Frau politisch aktiv wird. Auf seine zurückhaltende Weise glaubt er an die Revolution. Als sein Wohnblock abgerissen wird und seine Frau gestorben ist, kauft er auf einer Schäre ein Saunahäuschen, wo er im Sommer leben kann. Dort finden auch die zahllosen Begegnungen mit dem Erzähler statt, dessen Interesse an diesem Mann und seinem Leben wohl identisch ist mit dem des jungen Mankell.

    Der schreibt in einem Nachwort zur 1993 in Schweden erfolgten Wiederauflage des Buches: „Während ich das Buch nach all den Jahren nun aufs Neue lese, stelle ich fest, dass das Vierteljahrhundert eigentlich gar nicht so lang war. Was in diesem Buch steht, gilt auch weiterhin unverändert.“

    So wie in all seinen späteren Büchern gibt schon der junge Mankell den Benachteiligten und Vergessenen eine unverwechselbare, eindrucksvolle Stimme.

    Es wurde wirklich Zeit, dass dem deutschsprachigen Publikum dieses Romandebüt nun zugänglich gemacht wurde.




    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Suse33s avatar
    Suse33vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Mankells Debut, gesellschaftskritisch, interessanter Protagonist... Für mich nicht leicht lesbar...da sehr bruchstückhaft...
    Das Debut von Henning Mankell

    Oskar Johansson ist Sprengmeister. Eines Tages wird er bei einer Fehlzündung schwer verletzt, überlebt aber. Dieses Buch erzählt seine Lebensgeschichte.

    Das Cover des Buches hat mir gleich gefallen und mich angesprochen. Ich mag die Einsamkeit und Ruhe, die es vermittelt. Genauso stelle ich mir die Sauna, in der, der betagte Oskar seinen Lebensabend teilweise verbringt vor. Das Setting der Story finde ich ausgesprochen gelungen. Einfach aber wirkungsvoll.

    Oskar ist ein ganz außergewöhnlichen Charakter, den ich sehr bewundere. Mankell hat hierbei wieder sein Talent gezeigt.

    Anfangs hat mir der Schreibstil gut gefallen, ich war schnell in der Geschichte und konnte dem Geschehen gut folgen. Leider hat sich dies schnell geändert. Teilweise hat mich dann das Geschriebene sehr verwirrt. Einige Passagen waren sehr schwer für mich zu erfassen, aufgrund von schnellen Zeitwechseln und scheinbar nicht zusammenhängenden Inhalten. Zwischendurch hat mich immer mal wieder die Lust am Weiterlesen verlassen, aber ich habe bis zum Schluss durchgehalten. Das war ich diesem großartigen Autor einfach schuldig.

    Henning Mankell ist einer meiner liebsten Autoren. Seine Kriminalromane haben mich zum Lesen gebracht. Leider konnten mich diese Geschichte aufgrund des Schreibstils nicht überzeugen, was meiner Bewunderung gegenüber Henning Mankell aber keinen Abbruch tut. Sein Tod hat mich schwer erschüttert. Möge er in Frieden ruhen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    J
    Justy11vor 2 Monaten
    Oskar´s Leben

    Das Cover

    Sehr schön, sehr passend zu der Geschichte, sehr gut getroffen. Man will dort sein.

    Der Inhalt
    Mankells erster Roman aus dem Jahr 1973 . Eine Biographie von einem erst 23 Jährigen Oskar Johansson, der eines Tages während seiner Arbeit als Sprengmeister schwer verletzt würde. Ab den Moment änder sich sein Leben. Seine geliebt ‚Freundin verlässt ihn und Oskar heiratet nach einige Zeit ihre Schwester. ‚sie führen ein einfaches, glückliches Leben. Trotzt des Unfalls von damals kehrt er ins sein Beruf zurück.
    Er wird auch politisch aktiv und hofft somit etwas bewegen zu können. Als sein Wohnblock Abgerissen wird, kaufte sich Oskar eine Sauna Hütte auf eine Landzunge.

    Ein Debüt von Hennig Mankell. In kurzen 25 Kapiteln erzählt der Autor die Lebensgeschichte von Oskar.
    Die Kapiteln sind nicht in eine chronologischer rein folge platziert, somit muss man ab und zu sich anstrengen und konzentrieren um die Geschichte zu folgen. Ganz ruhiges schreibstill- finde ganz anders wie bei den mir sehr gut bekannten Krimis von Mankell.

    Dem Autor ist gelungen die Peron Okar Jahansson sehr gut vorzustellen, sein reales wie auch sein verträumtes Leben. Wie der Oskar an eine große Revolution glaubt um die Welt zu verbessern.

    Ein Roman, bisschen anders wie ich immer von Mankell gewohnt bin, liegt wahrscheinlich darin, dass es sin Debüt war. Nichts desto trotz auf jeden Fall lohnt sich zu lesen um in die Zeit 1911 zu erleben.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Thalas avatar
    Thalavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Viele Zeitsprünge, die mich etwas verwirrt haben. Ansonsten ein eher ruhiges Buch, was mich aber nicht ganz mitreißen konnte.
    Düsteres Portrait eines Arbeiterschicksals

    Das Buch handelt von dem Leben des fiktiven Arbeiters Oskar Johansson, der als junger Mann während einer misslungenen Sprengung lebensgefährlich verletzt wird. Es grenz an ein Wunder, dass Oskar dieses Unglück überlebt hat und fortan ist er von diesem Unglück schwer gezeichnet-körperlich wie auch geistig. Seine Freundin verlässt ihn, doch er arbeitet unbeirrt weiter als Sprengmeister, verliebt sich in Elvira, die Schwester seiner früheren Partnerin. Mit ihr bekommt er sogar Kinder und die Familie lebt ein bescheidenes Leben. Als Elvira stirbt, zieht Oskar in ein abgelegenes Saunahäuschen, welches er sich so gut es geht wohnlich einrichtet. 

    Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern größtenteils von einem namenlosen Ich-Erzähler, der vielleicht ein Freund Oskars oder ein Journalist ist. Über seine Identität werden wir nicht aufgeklärt. 

    Meine Meinung: Teilweise fand ich das Buch durch die vielen Zeitsprünge etwas schwierig zu lesen, da nicht chronologisch erzählt wird. Außerdem ist die Grundstimme des Buchs sehr düster, denn Oskar hatte es im Leben nicht leicht und hat sich politisch engagiert. Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass Oskar auch mal vom Schicksal reich beschenkt wird. Schade. Das Buch lässt mich mit einem seltsamen Gefühl zurück. Einerseits möchte ich Oskar helfen, andererseits finde ich es toll, wie er sich immer wieder aufrappelt und dem Schicksal einen Stinkefinger zeigt. 
    Ich persönlich bin leider nicht ganz warm mit dem Buch geworden, was meine ganz persönliche Meinung ist.  

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    S
    sternenstaubhhvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Henning Mankell - Berührend und lesenswert
    Henning Mankell - Berührend und lesenswert

    Das Buch "Der Sprengmeister" von Henning Mankell ist sein erster Roman und erzählt aus dem Leben des Sprengmeisters Oskar Johansson und die Entbehrungen, die sein skandinavisches Leben so mit sich bringt. Hier wird ein Arbeiterleben beschrieben voller Poesie und berührender Worte. Der bekannte und vielfach beliebte Schreibstil des Bestsellerautors passt sehr gut in die karge und mühsame Leben des Hauptprotagonisten. Dieses Buch hat mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert. Die Geschichte von Oskar Johansson finbde ich sehr bewegend und ergreifend. Als Leser konnte man sich gut in den Mann und die damalige Zeit hineinversetzen. Auch das Cover des Buches hat mich sehr angesprochen. Wunderschön und ruhig.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    A
    amy-xo21vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Auf jeden Fall lesenswert, mal wieder ein typischer Mankell.
    Absolut lesenswert

              Mir hat "Der Sprengmeister" genauso gut gefallen wie "Der Sandmaler", ebenfalls von Henning Mankell. Ich mag seinen Schreibstil sehr gerne, er schreibt irgendwie nüchtern, aber auch geheimnisvoll und stets ohne zu viel zu sagen. Das Leben Oskars wurde sehr anschaulich dargestellt, ich kann mir nach der Lektüre nun gut vorstellen, wie so ein bescheidenes und entbehrliches Arbeiterleben ausgesehen haben muss und gleichzeitig hat das Buch auch unterhalten. Es hat mich interessiert, wie Oskar über das Leben denkt, seine kleinen Weisheiten und Ansichten, die sind vermutlich für jeden interessant. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass für meinen Geschmack ein bisschen zu viele verschieden Themen aufgegriffen wurden, dann aber angerissen im Raum stehengelassen wurden. Vielleicht war das Absicht, darüber lässt sich spekulieren, vielleicht wollte Henning Mankell dem Leser nur einen Denkanstoß geben, allerdings habe ich persönlich zu wenig über die meisten Themen gewusst, um sie weiter ausführen zu können und mir ein wenig mehr Information vom Autor gewünscht.
    Aber trotzdem ist das Buch lesenswert, so wie alle von mir bereits gelesenen Bücher von Henning Mankell.

           

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    K
    katze102vor 3 Monaten
    sozialkritisch und aktuell

    „Der Sprengmeister“, Mankells erster Roman, 1973 geschrieben, 1997 von ihm wiederentdeckt und geringfügig verändert, und nun auch ins Deutsche übersetzt, büßt über all die Jahre keinerlei Aktualität ein, denn eines der zentralen Themen dieses Romans ist die Kluft zwischen Arm und Reich.

    Erzählt wird die Lebensgeschichte des schwedischen Sprengmeisters Oskar Johannes Johansson (1888-1969), der bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt wird und zum Erstaunen aller diesen Unfall überlebt. Sein bescheidenes Leben, in das er sich einschickt und mit dem er zufrieden ist, wird eher sachlich und mit etlichen Wiederholungen erzählt. Im Hintergrund liest man über Industrialisierung, Arbeiterunruhen, Entstehen der Gewerkschaft, Sozialismus, Aufkommen der Arbeiterparteien, dem beständigen Verändern der Welt... und doch bleibt es für die Arbeiter im Roman und die Ärmeren so, wie Johansson schon zu Beginn des Buches sagt : „Alles hat sich verändert, nur nicht für uns.“.
    Spannend zu lesen fand ich auch das Nachwort Mankells von 1997, in dem er berichtet, das sich in den 25 Jahren seit Schreiben des Romans für die Armen und Ausgebeuteten nicht viel verändert habe – außer, dass es nun am Rande schwedischer Großstädte Ghettos für die Armen gäbe.

    Der Roman umfaßt inklusive der Anmerkungen des Autors 180 Seiten ( beginnt mit S. 7); er läßt sich zügig lesen, bleibt genauso aktuell und berührend , wie andere sozialkritische Romane Mankells, wie seine Afrikaromane, beispielsweise „Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt“.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    verschnaufpauses avatar
    verschnaufpausevor 3 Monaten
    Der Sprengmeister - herrlich grotesk

    Nach einen Sprengunfall verändert sich Oskar Johanssons Leben für immer. Es folgen Krankenhausaufhalte und bleibende Schäden, dennoch schafft es der ehemalige Sprengmeister zurück ins Leben.

    Geprägt durch die wirtschaftliche Lage Schwedens, sowie durch sein privates Umfeld und seine politischen Ansichten beschreibt Mankell die Situation des Sprengmeisters grotesk nüchtern und lässt mich durch die Darstellung des Lebens des naiven Charakters schmunzeln. Der Protagonist als dramaturgische Figur fasziniert den Leser und lässt ihn, wenn auch auf Distanz, in das Buch eintauchen.

    Mit "Der Sprengmeister" habe ich nun meinen und gleichzeitig den ersten mankell'schen Roman gelesen und bin begeistert. Augrund der facettenreichen Themen-, Stil-, sowie Charakterwechsel wirkt das Gesamtgebilde des Buches gerade zu grotesk und damit unglaublich unterhaltend.

    Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig, jedoch auch so speziell, dass ich es als das Highlight des Buches bezeichnen würde. Mankell schafft es gewöhnlichen Situationen einen gewissen Glanz zu verleihen. Aus alltäglichen Situationen werden auffällige Konstrukte. Die Erzählweise wirkt absolut diffus, verstärkt jedoch die Message des Autors.

    Für alle, die die Meta-Ebene eines Buches bevorzugen und dafür wenig Handlung in Kauf nehmen, ist dies hier eine absolute Leseempfehlung!

    Verschnaufpause

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    P
    pawlodarvor 3 Monaten
    Kaleidoskop

    So klar und eindeutig der Titel des Romans formuliert ist, als so verwirrend offenbart sich das gesamte Bildnis des Individuums, das sich hinter der bloßen Berufsbezeichnung verbirgt. Aus mehreren Perspektiven wird der Mann betrachtet, unterschiedliche Aspekte seiner Existenz kommen zum Tragen. Das einschneidende Ereignis, das Oskars Dasein für immer und unwiderruflich verändert, bilden den Erzählauftakt. Sein Leben, ja der Mann selbst wird in einer missglückten Sprengung zerrissen. In einer Art Kaleidoskop ordnen sich die Bruchstücke neu. Trennung von der Verlobten, Erringen einer neuen Beziehung, Bewusstwerdung der eigenen Position innerhalb der Gesellschaft, das Ausprägen einer dezidiert politischen Lebenseinstellung: das alles wird erst möglich durch Oskars übermächtigen Lebenswillen, der ihn seine schweren Verletzungen überhaupt erst überstehen lässt.

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Der erste Roman von Bestsellerautor Henning Mankell erzählt ein ganzes Leben, ein Arbeiterleben in Schweden: "Ein überraschendes Geschenk!" Axel Milberg

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    BookfantasyXYs avatar
    BookfantasyXYvor 4 Monaten
    Ich bin großer Fan von den Romanen des Autors, deshalb bin ich immer wieder neugierig auf neue Bücher von ihm.
    Kommentieren
    sarah_elises avatar
    sarah_elisevor 4 Monaten
    Henning Mankell fehlt - umso mehr freue ich mich auf den "Sprengmeister", Mankells allerersten Roman, der endlich auf Deutsch erscheint...
    Kommentieren

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks