Henning Mankell Die Brandmauer

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Inhaltsangabe zu „Die Brandmauer“ von Henning Mankell

Hacker planen den globalen Crash: die Weltwirtschaft soll ins Chaos gestürzt werden. Wallanders neunter Fall Zwei junge Mädchen überfallen einen Taxifahrer, betäuben ihn mit einem Hammer und töten ihn mit einem Küchenmesser. Als die Polizei sie verhört, zeigen sie keinerlei Schuldgefühl. Wallander kann es kaum fassen. Finden junge Menschen heutzutage wirklich nichts dabei, jemanden hinterrücks zu ermorden? Kurz darauf geschehen die merkwürdigsten Dinge: ein Mann fällt vor einem Bankautomaten tot um. Seine Leiche wird aus der Pathologie gestohlen und wieder an den ursprünglichen Fundort transportiert. In ganz Schonen geht das Licht aus. In der Transformatorstation liegt eine verkohlte Leiche. Wallander ist sich sicher, daß etwas anderes, Größeres, hinter all dem steckt...

Ein komplexer, gut aufgebauter und interessanter Fall mit einigen falschen Fährten und Einblicken in Wallanders Wesen. Empfehlenswert!

— Jisbon
Jisbon

routinierterSpannungsaufbau

— Marpelchen
Marpelchen

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  • Ein komplexer Fall

    Die Brandmauer
    Jisbon

    Jisbon

    28. October 2016 um 22:02

    "Die Brandmauer" war mein erstes Buch von Henning Mankell, aber ich konnte der Handlung dennoch problemlos folgen und die Andeutungen auf vorherige Fälle haben mich eher neugierig auf den Rest der Reihe gemacht als am Lesen gehindert. Der Fall selbst war sehr interessant - komplex und stellenweise undurchsichtig, aber nicht unverständlich oder unnötig kompliziert. Gut gefallen hat mir, dass der Autor falsche Fährten gelegt hat und sich einige scheinbare Zusammenhänge als Zufall herausgestellt haben, da man so gefordert blieb und immer darüber nachdenken musste, was wohl passiert sein könnte. Außerdem blieben die Ermittlungen so spannend (obwohl einiges für mich doch vorhersehbar war). Wallanders Ermittlungsarbeit hat mir hierbei gut gefallen, auch wenn sie teilweise zäh und scheinbar mühsam war, aber das kam mir realistisch vor, weshalb es mich nicht gestört hat. Die Computerkriminalität war interessant, allerdings kann ich nicht beurteilen, ob die Darstellung Fehler enthielt oder nicht. Sie hat auf jeden Fall einen guten Hintergrund für die Geschichte geliefert. Die Auflösung war für mich auch zufriedenstellend; es ist ein bisschen schade, dass Lücken geblieben sind, aber wie Wallander sagt: " In jeder Ermittlung blieb immer ein Rest von Unklarheit." Wallander selbst war für mich eine sympathische Figur, auch wenn er sich ein wenig selbst bemitleidet, definitiv Fehlentscheidungen getroffen und große Fehler gemacht hat; dadurch wurde er menschlich und wirkte greifbarer, echter. und ich muss sagen, dass er mir oft leid getan hat - sein Leben scheint nicht gerade erfüllend zu sein und in "Die Brandmauer" passieren einige Dinge, die vieles, an das er geglaubt hat, durcheinander bringen. Ich finde es bewundernswert, dass er trotzdem weiter machen möchte, frage mich aber, ob das wirklich gut gehen kann... die Folgebände werden es vermutlich zeigen. Aber erst einmal werde ich die ersten acht Bücher lesen.

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  • Mankell versteht sein Handwerk, aber ...

    Die Brandmauer
    Marpelchen

    Marpelchen

    29. February 2016 um 21:04

    vielleicht liegt es daran, dass ich zu wenig von Computerkriminalität verstehe, aber mit diesem Makell bin ich nicht so richtig warm geworden. Zugegeben: der routinierte Meister der Spannung lässt den Spannungsbogen immer weiter ansteigen, sodass man das BUch dann doch nicht aus der Hand legen mag, bis die letzte Seite gelsen ist. Fazit: gut, aber es gibt bessere Bücher von Mankell

  • Die Brandmauer

    Die Brandmauer
    Aoibheann

    Aoibheann

    26. June 2015 um 12:18

    Kurt Wallander bekommt einen Fall auf den Tisch, der zwar ungewöhnlich ist, aber noch im Rahmen des „Polizeialltags“ liegt. Zwei junge Mädchen überfallen einen Taxifahrer, betäuben ihn mit einem Hammer und töten in anschließend mit einem Küchenmesser. Als die Polizei sie verhört, zeigen sie keinerlei Schuldgefühl. Wallander kann es kaum fassen. Finden junge Menschen heutzutage wirklich nichts dabei, jemanden hinterrücks zu ermorden? Wie immer beginnen an dieser Stelle Wallanders Zweifel über den Geisteszustand der Welt. Kurz darauf geschehen die merkwürdigsten Dinge: ein Mann fällt vor einem Bankautomaten tot um. Seine Leiche wird aus der Pathologie gestohlen und wieder an den ursprünglichen Fundort transportiert. In ganz Schonen geht das Licht aus. In der Transformatorstation liegt eine verkohlte Leiche. Hängen der Mord an dem Taxifahrer und die Leiche vor dem Bankautomaten zusammen? Und wenn ja – wie? Die Stimmung im Ermittlerteam ist fast immer angespannt. Wie bereits in den anderen Fällen lassen sich Wallander und seine Kollegen über den Zustand des schwedischen Polizeiapparates aus: zu viel Arbeit, zu wenig Personal, zu wenig Zeit um alles zu erledigen. Wallander hat sich nicht sonderlich verändert, außer, dass er älter geworden ist und nun an Diabetes erkrankt ist. Die Selbstzweifel sind geblieben, ebenso das gelegentlich auftauchende Selbstmitleid. In diesem Band nimmt dieser aber andere Dimensionen an. Er hat noch mindestens 10 Jahre bis zu seiner Pensionierung und seine ohnehin schon wenigen privaten sozialen Kontakte ziehen sich mehr und mehr zurück. So verkauft z.B. Sten Widén seinen Reiterhof und verlässt die Gegend um Ystad. Das hinterlässt bei Wallander einen Beigeschmack von Eifersucht und Neid – denn ihm ist es nicht so einfach möglich sein bisheriges Leben aufzugeben, die Zelte abzubrechen und an einem vollkommen neuen Ort wieder aufzuschlagen. Der Mord an dem Taxifahrer und die verschwundene und wieder aufgetauchte Leiche scheinen beide auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben. Erst im Laufe der Ermittlungen ergeben sich weitere Berührungspunkte, die mehr oder weniger wichtig für die Gesamtauflösung des Falles ist. Die Ermittlungen bestehen aus mühevoller Kleinarbeit und das Team steht mehr als einmal ratlos vor ihren bisherigen Ergebnissen. Ich hatte oft den Eindruck, dass Wallander kein Ufer mehr in den Ermittlungen sieht und vor dem Hintergrund, dass sich der Fall in der Welt der Computer- und Informatikwelt abspielt, recht schnell kapituliert. Ein immer wieder kehrendes Fazit ist: „Einem alten Hund bringt man nur noch schwer neue Tricks bei.“ Diese Aussichtslosigkeit ist man sonst nicht von Wallander gewohnt. Die Ermittlungsphasen habe ich als quälend und zäh empfunden, die Befragung von Zeugen und evtl. Beteiligten erschien mir konfus und planlos. Bei mir kam hier zumindest keine große Lesefreude auf. Wallanders fast schon berühmte Intuition wird in diesem Fall für meinen Geschmack bis zum Äußersten erschöpft. So richtig Spannung kam bei mir erst auf den letzten 80 Seiten auf. Das es erst auf den letzten Metern so richtig zündet, bin ich von Mankells Wallanderromanen aber bereits gewöhnt. Insgesamt hat mich der Krimi nicht vollends packen können. Er war interessant und auch unterhaltend geschrieben, die Grundidee fand ich gelungen, die Umsetzung eher mäßig gelungen.

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  • Rezension zu “Die Brandmauer“ von Henning Mankell

    Die Brandmauer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. June 2014 um 22:02

    Zwei junge Mädchen töten einen Taxifahrer auf brutalste Weise und vor einem Geldautomaten bricht ein Mann namens Tynnes Falk tot zusammen. Die beiden Fälle mit denen der schwedische Kriminalkommissar Kurt Wallander es dieses Mal zu tun hat scheinen in keinster Weise zusammen zu hängen, bis die Leiche Falks während eines Stromausfalls aus der Pathologie gestohlen wird. Denn auf der leeren Bahre wurde ein Relais aus einer Transformatorstation zurück gelassen in der die Beamten daraufhin die Leiche eines der Mädchen finden. Doch wirklich gut vorran kommt Wallander auch dann noch nicht in den Ermittlungen. Sowieso fühlt der kurz vor seinem fünfzigsten Geburtstag stehende Kommissar sich nicht mehr allzu wohl im Polizeidienst. Er hat das Gefühl von all seinen Kollegen allein gelassen und verraten worden zu sein. Speziell nach einem pikanten Vorfall mit dem Wallander negative Schlagzeilen in der Zeitung macht. “Die Brandmauer“ war mein erster Wallander. Ich mag ihn sehr gern. Er ist einer von diesen Ermittlern, die voll von Schwächen sind und auch mal Fehler machen. Wobei es ja gerade das ist, was sie so sympathisch macht. (Geht mir jedenfalls so). Mit 542 Seiten finde ich das Buch nicht gerade schmal und es hat ein bisschen gedauert bis ich es überhaupt mal in die Hand genommen habe, aber es hat sich gelohnt. Aufgefallen ist mir, dass Wallander sehr oft den Satz “Dann wissen wir das.“ verwendet wenn das Ermittlerteam zu einer Schlussfolgerung gelangt. Ich fand diese Redewendung etwas eigentümlich und habe mich gefragt ob das so wohl optimal übersetzt ist. Es ist mir aber keinesfalls negativ aufgestossen. Alles in allem war es ein Krimi nach meinem Geschmack, der mich gut unterhalten hat.

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  • Gebt acht, hier kommt Fall 8!

    Die Brandmauer
    Floh

    Floh

    04. November 2013 um 12:50

    Zum Inhalt: Kommissar Kurt Wallander und sein Team im schwedischen Ystad sehen sich wieder einmal mit einem äußerst komplizierten Fall konfrontiert. Genauer genommen sind es mehrere Fälle, wo sich jedoch ein Zusammenhang vermuten lässt. Eine toter Finanzexperte vor einem Geldautomaten, dessen Leiche später aus der Pathologie gestohlen wird, ein von zwei jungen Mädchen scheinbar aus Geldgier ermordeter Taxifahrer und ein Einbruch in einem Traffohäuschen, bei dem die Beamten eine verkohlte Leiche finden, stellen sich im Laufe der Ermittlungen als miteinander verknüpft heraus.  Akribisch, wie immer von Selbstzweifeln geplagt, verfolgt der eigenwillige, nach Jahren des Raubbaus mit seiner Gesundheit angeschlagene Mann wieder jede Spur und findet dabei kaum mehr Zeit zum Schlafen. Zeitweise mißmutige Stimmungen - noch nie stand er so desorientiert und konzeptlos vor einer Ermittlung- machen ihm dabei ebenso zu schaffen, wie das Fehlen einer Lebensgefährtin und die Angst, seine Kollegen nicht mehr zu verstehen. Sein ganzes Dasein besteht nur noch aus Mauern und Zäunen, hinter denen er sich bewegt. Der Polizeiberuf macht dem bald 50-Jährigen keinen rechten Spaß mehr und das Mißtrauen seiner Vorgesetzten, die wegen eines Presseartikels ein Disziplinarverfahren gegen ihn einleiten will und das Mobbing eines Kollegen läßt ihn gar überlegen, seinen Beruf ganz an den Nagel zu hängen. Doch Wallander gibt schließlich doch nicht auf. Er läßt seine Ermittlungsgruppe weiter die brüchigen Verbindungsglieder der drei Fälle verfolgen. Vor allem der PC von Falk - eines in einer elektronischen Datenwelt lebenden und arbeitenden Computerspezialisten - verspricht den Schlüssel zur Lösung zu liefern. Welcher Art war das weltweite Computer-Netzwerk dieses Mannes? Eine heiße Spur führt sogar bis nach Angola. Den Durchbruch bringt schließlich der etwas unbürokratische Einsatz eines jungen Computerfreaks, der schon einmal mit einem Hackerangriff auf den Rechner des Weißen Hauses erfolgreich war und der die scheinbar unüberwindliche Firewall, die die Dateien auf Tynnes Falks Festplatte schützt, knacken soll. Meinung: Der schwedische Bestsellerautor präsentiert mit diesem Kommissar-Wallander-Roman wieder einen überzeugenden gesellschaftskritischen Krimi. Mit den bedrohlichen Visionen der Verwundbarkeit der Cyberspace-Gesellschaft belegt er dabei ein hochaktuelles Thema. Sachlich und mit knapper Sprache erzählt der Autor seine verwickelte Story, verschafft dabei dem Leser tiefe Einblicke in die unterkühlten Charaktere seiner schwedischen Mitmenschen und in eine Gesellschaft, in der einzelne privilegierte Gruppen unsichtbare Firewalls um sich errichten, um sich vor den sozialen Verlierern zu schützen.  Fazit: Der sehr empfehlenswerte, hochspannende und nur am Ende etwas nachlassende Roman ist natürlich wieder ein absolutes Muss für jeden Wallander-Fan.

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  • Leserunde zu "Unruhe" von Jesper Stein

    Unruhe
    muchobooklove

    muchobooklove

    Ein Krimi-Debüt aus Dänemark, das es in sich hat! Ein Mordermittler sollte starke Nerven haben. Was jedoch, wenn er selbst so von Angst zerfressen ist, dass er sich weder auf sich, noch auf einen anderen Fall konzentrieren kann? Der dänische Kriminalreporter Jesper Stein schafft in seinem Debüt "Unruhe" eine Geschichte, die anderen erfolgreichen Krimis aus Skandinavien in nichts nachsteht. Wir laden euch gemeinsam mit dem Kiepenheuer & Witsch Verlag zu einer besonders spannenden Leserunde ein: Mehr über das Buch: Axel Steen, Ermittler im Kopenhagener Morddezernat, wird von einer inneren Unruhe getrieben. Die panische Angst, sein Herz könne plötzlich aufhören zu schlagen, hält ihn Nacht für Nacht wach. Von der Fensterbank seiner Altbauwohnung blickt er über die Straßen von Nørrebro, dem Künstler-, Drogen- und Rotlichtviertel Kopenhagens. Als während der Unruhen um die Zwangsräumung und den Abriss des Jugendzentrums eine Leiche gefunden wird, fällt der Verdacht zunächst auf die Einsatzkräfte der Polizei. Denn die »grüne Lunge« des Viertels war während des Räumungseinsatzes von den Ordnungskräften abgeriegelt worden. Hat die Polizei einen der jungen Leute aus dem Jugendzentrum einfach kaltgemacht? Steen gerät unter Druck. Bald jagt er nicht nur einen Mörder durch das von Rauchbomben vernebelte Nørrebro, sondern muss selbst um sein Leben kämpfen. Offenbar ist der Fall für einen von ständiger Todesangst geplagten Ermittler der Mordkommission eine Nummer zu groß … Leseprobe Mehr über Jesper Stein: Jesper Stein ist Journalist und arbeitete als Kriminalreporter in Kopenhagen. 2008 erschien sein Bestseller über Bent Isager-Nielsen, den Leiter der Sektion 1, dem dänischen Pendant zum FBI. Das Buch erklärt u.a., warum Dänemark die weltweit höchste Aufklärungsrate bei Mordfällen aufweisen kann. Jesper Stein lebt seit 1992 in Nørrebro, ist verheiratet und hat zwei Kinder. »Unruhe« ist sein Debüt als Krimiautor. Wollt ihr wissen, ob es der Emittler Axel Steen noch schafft seine Angst zu überwinden oder ob der Mörder die Oberhand gewinnt? Dann bewerbt euch bis zum 03. November 2013 mit einem Beitrag und verratet uns, aus welchem Land ihr am liebsten Krimis lest! 

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    • 405
  • Nicht der beste Wallander aber auch nicht der schlechteste

    Die Brandmauer
    KirmesImKopf

    KirmesImKopf

    26. August 2013 um 10:19

    "Die Brandmauer" von Henning Mankell ist mit Bestimmtheit nicht der beste Kurt Wallander-Krimi aber mit Sicherheit auch nicht der schlechteste. Als Riesen-Fan der Reihe konnte mich dieses Buch aber nicht ganz so aus den Socken hauen wie die vorangegangenen. Die Geschichte ist wie immer spannend erzählt, allerdings war einiges für mich als Nicht-Computerfreak etwas zu abstrakt und nichtssagend. Wenn es denn schon ein Buch sein soll, in dem Cyberkriminalität eine Rolle spielt hätte ich mir gewünscht, dass das eine oder andere besser und tiefgründiger beschrieben worden wäre. Zudem konnte ich mich mit den beiden Mädchen nicht wirklich identfizieren und mir war die ganze Geschichte ein bisschen zuweithergeholt und wirkte auf mich nur behelfsmässig zusammengezimmert. Alles in allem hab ich das Buch dennoch gerne gelesen.

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  • Spannend, aber mit Makeln...

    Die Brandmauer
    ninchen1809

    ninchen1809

    15. May 2013 um 10:05

    Auch im achten Fall von Wallander geht Henning Mankell wieder sehr sozialkritisch mit Schweden und der Welt um. Ein Programmierer wird tot vor einem Bankautomaten gefunden. Ein Taxifahrer wird brutal von zwei Mädchen erstochen. Und Wallander schafft es bravourös beide Todesfälle in Verbindung zu bringen. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr verliert sich Wallander in einem Wust von Indizien. Er wittert hinter jeder Ecke eine Intrige, dabei bringt sich der kantige Polizist immer häufiger selbst in Bedrängnis und gerät letztlich sogar in Lebensgefahr. Wallander ist ein liebenswerter Kommissar mit vielen Ecken und Kanten, an dessen hervorragenden Kombinationsgabe und Launen sich der Leser erfreuen kann. Besonders interessant aufgegriffen ist das Thema, wie die „ältere“ Generation mit dem Thema Computer, Internet, etc. umgeht und ihnen das Leben erschwert. Das ist aber leider auch ein Problem in diesem Buch. Denn aus meiner Sicht ist die Hintergrund-Geschichte um den internationalen Cyber-Terrorismus halbherzig umgesetzt.  Ständig werden Experten von den Computern beschrieben und Wallander selbst versteht nur wenig davon. Und dem Leser bleibt vieles auch unbegreifbar. Leider bleiben viele im Verlaufe der Ermittlungen aufgetauchte Fragen offen. Manches wird auch gar nicht mehr erwähnt. Eher untypisch für Mankell, vielleicht aber auch realistisch… Mankell war in seinen Wallander-Romanen eigentlich stets gut darin, internationale Verstrickungen und lokale Ermittlungen miteinander in Verbindung zu setzen, aber in "Die Brandmauer" ist die Kombination nicht sehr überzeugend Grundsätzlich ein sehr spannender Krimi mit einigen Makeln.

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  • Rezension zu "Die Brandmauer" von Henning Mankell

    Die Brandmauer
    ChristineToulon

    ChristineToulon

    03. March 2013 um 15:06

    Es mag sein, dass die Kritik nicht wirklich gerechtfertigt ist, wenn man die vorangegangenen Teile nicht gelesen hat. Bis zu diesem Buch kannte ich weder den Namen, noch den Protagonisten. Aber eines nach dem anderen. Zuerst einmal geht es um eine betagten Polizisten, der sich überlegt, ob er nicht langsam in den Ruhestand gehen sollte und der sich außerdem nach einer neuen Beziehung sehnt, da er mit den Frauen wohl nicht allzu viel Glück hat - was mir den Polizisten Kurt Wallander sofort sympathisch machte, das liegt aber an einer persönlichen Affinität zu solchen Figuren. Jedenfalls wird Wallander mit Arbeit ziemlich überhäuft, nachdem zwei junge Mädchen einen Taxifahrer schier grundlos töten, eine Leiche (die eigentlich per Herzinfarkt umgekommen sein soll) vor einem Bankautomaten auftaucht und während eines Stromausfalls verschwindet, während sich im dafür verantwortlichen Generator eine Leiche findet. Verstrickt, verknotet und verwirrend ist noch gar kein Ausdruck für diesen Krimi. Am Anfang ist man nur geschockt vom Verhalten der beiden Mädchen, die überhaupt nicht erkennen lassen, warum sie einen Taxifahrer umgebracht haben und zwar auf diese Weise, dann ist man verwirrt, wieso die Leiche in einer Trafostation ist und wieso ein Trafo auf einem Pathologietisch erscheint und natürlich weiß auch niemand, warum ausgerechnet Wallander ins Kreuzfeuer gerät, denn er wird im Laufe des Buches attackiert. Mehr als einmal. Der Hintergrund der Geschichte ist an und für sich ja wirklich interessant und ein Horrorszenario obendrauf, aber es ist enttäuschend, was dann aus der Geschichte gemacht wurde. Wallander und sein Team scheint vollkommen überfordert mit dieser Aufgabe zu sein. Schlüsse sind nur sehr zäh gekommen und während man als leser schon etliche Seiten davor, die einzelnen Zusammenhänge erkannt hat oder gar WEGE gewusst hätte, um an Infos zu kommen, stellten sich die Ermittler sehr blöd an. Das war mir persönlich einfach zu langatmig - nett war die Idee mit der Kontaktanzeige. Dafür gibts einen Punkt. Alles in allem muss ich leider sagen, dass die wesentlichen Punkte der Story zu kurz kamen und Nebensächlichkeiten mehr Bedeutung beigemessen wurde, als notwendig gewesen wäre. Aber es gibt definitiv noch ein Sternchen für den Hacker, den ich sehr ins Herz geschlossen habe und auch für den Verrat in den eigenen Reihen gibt es von mir Bonuspunkte, wodurch ich zu 2 Sternchen kam ...

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  • Rezension zu "Die Brandmauer" von Henning Mankell

    Die Brandmauer
    Holden

    Holden

    22. February 2013 um 10:11

    Mankells "Depri-Cop" (TV Spielfilm) Kommissar Wallander wird mal wieder alles abverlangt, als er den Fall von zwei mörderischen Teenagern, die einen Taxifahrer kaltblütig erstochen haben, klären muß, außerdem findet man die Leiche eines Computerberaters, der bald aus der Pathologie gestoheln wird, um ihn am seinem Fundort erneut aufzufinden, minus zwei Fingern. Privat taumelt er erneut zwischen den Beziehungen zu den Benschen, die ihm wichtig sind, hin und her. Die Reihe um Kommissar Wallander hat das Genre des Schwedenkrimis mit definiert, kann man wirklich so sagen.

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  • Rezension zu "Die Brandmauer" von Henning Mankell

    Die Brandmauer
    literat

    literat

    19. December 2012 um 10:18

    Ein sehr spannender, sehr gut geschriebener Roman. Wobei einige Dinge schon wieder absolut veraltet sind, sowas wie Disketten. Als die das erste Mal auftauchten musste ich echt auf das Erscheinungsdatum schauen. Die kommen einem ja heutzutage wie ein Relikt aus der Steinzeit vor. Und mich hat etwas gestört, wieviel auf Annahmen bei Wallanders Polizeiarbeit fusst. Die dann auch noch stimmen. Ich weiß nicht, wie realistisch das ist.

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  • Rezension zu "Die Brandmauer" von Henning Mankell

    Die Brandmauer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. July 2012 um 14:50

    Ein spannender und atmosphärisch dichter Kriminalroman, bei dem der Leser dem südschwedischen Kommissar Wallander wieder einen winzigen Ermittlungsschritt voraus ist, ohne jedoch den Gesamtzusammenhang sofort zu verstehen. Scheinbare Einzelmorde werden Seite um Seite in Beziehung gebracht. Wie in allen Fällen im schwedischen Distrikt Ystad, liegt auch hier ein gesellschaftspolitischer Handlungsfaden zugrunde, der den Leser geschickt und ohne belehrend zu wirken, nachdenklich stimmt. "Die Brandmauer" verdeutlicht die Verletzlichkeit unserer Gesellschaft im Zeitalter der Elektronik: Segen wird zum Fluch. Einzig der Schluß scheint mir allzu hastig, als hätte Henning Mankell plötzlich sein Seitenlimit erreicht, ohne die endgültige Klärung in den Ermittlungsarbeiten herbeigeführt zu haben. Alles was nach temporeichen Kapiteln an Fragen offen blieb, wird eilig und listenhaft im Nachhinein gelöst oder als ungeklärt deklariert. Hier kam die Logik etwas zu kurz. Vertraut hingegen sind die nachvollziehbaren Gemütsschwankungen des Hauptakteurs, der zwischen Resignation und Hoffnung auf seine eigenwillige Art ermittelt und sich so wohltuend vom Klischee der ewig jungen Actionsuperhelden abhebt. Dieser Realismus wirkt auf mich zugegebenermaßen vielleicht auch deshalb so positiv, da ich annähernd genauso alt bin und mir einige Gedankengänge vertraut sind. Kurzum: Nicht nur für Wallander-Fans ein spannender, unterhaltsamer und nachdenklicher Roman, den ich in einem "Rutsch" durchlesen MUSSTE und hoffe, dass wir vor seiner Pensionierung noch an dem einen oder anderen Fall Kurt Wallanders teilhaben dürfen!

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  • Rezension zu "Die Brandmauer" von Henning Mankell

    Die Brandmauer
    Dubhe

    Dubhe

    12. November 2011 um 17:28

    Ein globaler Hacker-Crash. Die Hacker haben es auf die Datennetzte der Weltbank abgesehen. En Todesfall, der sich immer wieder wiederholt. Eine Leiche, die immer wieder zurückkommt. Ein Verbrechen von internationalem Format. . Endlich bricht das Muster der vorherigen Krimis etwas. Und schon mehr nach meinem Geschmack. Aber trotz allem nicht so gut wie manch anderer Krimi. Aber die Sprache ist ausgezeichnet.

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  • Rezension zu "Die Brandmauer" von Henning Mankell

    Die Brandmauer
    _xmgta_

    _xmgta_

    26. July 2011 um 13:48

    Dies war mein dritter Wallander-Krimi und klar der schlechteste. Obwohl dieses Buch immer noch besser ist, als die meisten anderen Krimis, weist es doch starke Schwächen auf. Die Ziele der Täter sind viel zu hoch gesteckt und es scheint mir, als sei Mankell keineswegs bewandert im Themengebiet um Computer und Technik. Allein der Titel "Die Brandmauer" ( was Firewall bedeuten soll(!)) löst bei mir schon nichts Gutes aus.

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  • Rezension zu "Die Brandmauer" von Henning Mankell

    Die Brandmauer
    Krabat82

    Krabat82

    07. February 2011 um 17:57

    Dieser Krimi von Henning Mankell ist sehr spannend und gut geschrieben. Am Anfang hat mich dieses Buch etwas depressiv gemacht, weil es sehr düster, trist und auch depressiv geschrieben ist. Dies scheint die normale Gefühlswelt des Kommissars Wallander zu sein. Mankell ist es sehr gut gelungen, die Gefühle seiner Romanfigur zu transportieren. Dieses Buch ist lesenswert.

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