Die Rückkehr des Tanzlehrers

von Henning Mankell 
4,1 Sterne bei366 Bewertungen
Die Rückkehr des Tanzlehrers
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (302):
Zitronenfalters avatar

Ein ausgezeichnetes Buch wie immer von Mankell!

Kritisch (14):
Lucciolas avatar

Für mich leider eines von Mankells schwächeren Büchern. Zu vorhersehbar, zu schleppend und teilweise sogar langweilig...

Alle 366 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers"

Stefan Lindman, 37, Polizeikommissar in Südschweden, bekommt an einem Tag gleich zwei schlechte Nachrichten: Er hat Krebs, und sein ehemaliger Kollege und Mentor, Herbert Molin, wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Um auf andere Gedanken zu kommen, fährt Lindman hinauf nach Norrland. Dort hat Herbert Molin nach seiner Pensionierung in völliger Abgeschiedenheit gelebt, bis er am 19. Oktober 1999 überfallen, gefoltert und getötet wurde – ein Mord, der einer Hinrichtung gleicht.

Lindman war dem verschlossenen Alten nie besonders nah gekommen, doch nun weiß er, daß Molin sich aus Angst zurückgezogen hatte. Wovor hatte Molin Angst? Und warum hinterließ der Mörder als sichtbaren Hinweis auf den Dielen des Hauses die blutigen Spuren eines Tanzes: den letzten, tödlichen Tango, zu dem er sein Opfer aufforderte?

Während Lindman versucht, mit sich und seiner Krankheit ins reine zu kommen, scheut er kein Risiko und ist den Ermittlungen der Kollegen vor Ort immer eine Nasenlänge voraus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423211710
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.09.2009
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.11.2003 bei DHV - Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor 3 Jahren
    Blutiger Tango – einst und jetzt


    Angst kennt der 37jährige Stefan Lindmann aus dem südschwedischen Borás bisher nur von seinem Beruf als Polizeikommissar, doch jetzt ist es eine andere Art von Angst. Eben hat er vom Arzt die Diagnose Zungenkrebs bekommen, und nun wird er gleich nochmal mit dem Tod konfrontiert. In der Zeitung liest er, dass sein ehemaliger Ausbilder und Kollege Herbert Molin in seinem Haus in der Abgeschiedenheit der nordischen Wälder, in das er sich nach seiner Pensionierung zurück gezogen hat, auf grausame Weise ermordet wurde. Drei Wochen hat Stefan Lindmann noch Zeit, bis seine Strahlenbehandlung beginnen kann – eine Zeit, die er zum Kräfte sammeln nützen sollte.

    Doch anstatt Erholungsurlaub fährt Lindmann in den hohen Norden, um die Ermittlungen im Mordfall vor Ort zu verfolgen. Er freundet sich mit dem dortigen Einsatzleiter, Giuseppe Larsson, an. Zusammen verfolgen sie die Spuren, die der Mörder hinterlassen hat. Sie entdecken auf dem Boden des Hauses blutige Fußabdrücke, die das Muster der Tanzschritte eines Tangos bilden. Hat der Mörder mit dem Opfer Tango getanzt? Vielleicht hat der Mord auch etwas mit Molins Vergangenheit als Freiwilliger in Hitlers Waffen-SS zu tun? Dann wird auch Molins Nachbar, ein ehemaliger Geiger, ermordet aufgefunden. War derselbe Täter am Werk? …

    Stefan Lindmann ist zwar nicht Kurt Wallander, aber „Die Rückkehr des Tanzlehrers“ ist trotzdem unverkennbar ein typischer Henning Mankell. Auch hier verbindet er wieder Kritik an Politik und Gesellschaft mit spannenden polizeilichen Ermittlungen und einem psychisch angeschlagenen Protagonisten mit Beziehungsproblemen und Zukunftsängsten. Dass sich dieser Krimi auch mit der NS-Vergangenheit und -Gegenwart befassen wird, merkt der Leser bereits am Prolog, der im Jahr 1945 spielt. Kriegsverbrecher werden hingerichtet, aber nicht alle konnten der gerechten Strafe zugeführt werden – einige konnten wohl auch entkommen. Dass aber der Nationalsozialismus auch im heutigen Schweden noch sehr lebendig ist und sich breiter Unterstützung in der Bevölkerung erfreut, dies dürfte dem Leser neu sein.

    Unverkennbar ist auch wieder Mankells Schreibstil, solide und sachlich bringt er die Dinge auf den Punkt. Gelegentlich lässt er seine Hauptpersonen die Ereignisse resümieren, so dass das Geschehen dem Leser gut in Erinnerung bleibt. Eingeblendete wechselnde Erzählperspektiven, teils aus Sicht des Mörders, teils aus Sicht des Opfers, tragen zur Erhöhung der Spannung bei. Dabei ist der Täter nicht nur der Böse und das Opfer nicht nur der Gute, sondern das Geschehen wird von allen Seiten durchleuchtet. Auch wenn man die Identität des Mörders schon bald erfährt und somit der Polizei immer einen Schritt voraus ist, bleibt dem Leser noch genügend um aufzuklären und mit zu rätseln.

    Fazit: Ein großartiger Krimi, logisch aufgebaut und ortskundig geschildert, dramatisch und spannend von Anfang bis Ende.

    Kommentare: 4
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    Lucciolas avatar
    Lucciolavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich leider eines von Mankells schwächeren Büchern. Zu vorhersehbar, zu schleppend und teilweise sogar langweilig...
    Das kann Mankell besser....

    An einem Tag bekommt Stefan Lindmann gleich zwei schlechte Nachrichten: Er hat Krebs und sein ehemaliger Kollege Hermann Molin wurde auf brutale Weise ermordet. Als Polizist ist Lindmann neugierig und macht sich auf um Nachforschungen anzustellen. Dabei stößt er auf eine Vergangenheit, die er von Molin nie vermutet hätte. Immer weiter und weiter verstrickt er sich in den Geschehnissen der Vergangenheit und der Zukunft und versucht verzweifelt, beides in Einklang zu bringen. Bis er selbst in Gefahr gerät. 

    Der Klappentext (siehe Kurzbeschreibung) verrät ja nicht allzu viel über den Inhalt des Buches. Dementsprechend war ich etwas überrascht, denn das Thema Nationalsozialisten und Drittes Reich hätte ich absolut nicht erwartet. Doch genau darum geht es. Um Nationalsozialisten. Um Nazis in Schweden - heute und damals. Darum, dass es eben nie ganz vorbei ist. Darum, dass sie immer noch unter uns leben. Gemixt wird diese Hintergrundstory mit der Krebserkrankung des Polizisten Lindmann, welche allerdings nur in der Hinsicht eine Rolle spielt, dass er eine Ausrede für jegliches Fehlverhalten seinerseits hat. 

    Stefan Lindmann war mir nicht sonderlich sympathisch. Klar, so eine Diagnose verändert alles. Es macht einem Angst. Man macht Dummheiten. Aber irgendwie ging mir dieses Selbstmitleid gehörig auf die Nerven - insbesondere weil er doch Freunde hatte, die ihm helfen wollten. Und weil er ja noch nicht einmal wusste, wie schlimm der Krebs wirklich war. Mit anderen Worten: Er hat letztlich aufgegeben, bevor es überhaupt angefangen hat. Und das hat mich genervt und auch aufgeregt. Außerdem dachte ich recht oft, wenn Lindmann mal wieder an einen Tatort spazierte (natürlich ohne Genehmigung etc.): "Meine Güte, gerade ER müsste es doch besser wissen! Wenns blöd läuft, können diese Beweise dann gar nicht mehr als Beweise verwendet werden, nur weil er sich nicht zurückhalten konnte!" Aber vielleicht ist das in Schweden ja auch anders...

    Die Story selbst ist recht vorhersehbar und der Spannungsbogen kann leider nicht ganz aufrecht erhalten werden. Ansonsten ist die Stimmung typisch Mankell und typisch Skandinavien-Krimi: Melancholisch und düster. Ich persönlich finde, dass skandinavische Autoren immer eine ganz besondere Stilart haben, die man sofort erkennt. Diese graue Melancholie, diese düstere Stimmung... Mir persönlich gefällt das sehr gut. Mankell selbst hat außerdem einen Hang dazu, alles bis ins kleinste Detail zu beschreiben. Das hat einerseits seinen Reiz, andererseits zieht das die Erzählung unnötig in die Länge und lässt manchmal sogar Langeweile entstehen. Die Story nimmt nicht wirklich Fahrt auf und zieht sich teilweise etwas schleppend voran. Das kann Mankell besser! 

    fazit

    Henning Mankell - ein großer Name in der Autorenwelt. Doch in diesem Buch lässt er leider einiges an Langeweile entstehen, die Figuren bleiben blass und unsympathisch und auch an Spannung mangelt es gewaltig - viel zu früh ist die Geschichte vorhersehbar und der Mörder für den Leser entlarvt. Daher für mich leider eines seiner schwächeren Bücher...

    http://lucciola-test.blogspot.de/2015/08/books-henning-mankell-die-ruckkehr-des.html

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    vormis avatar
    vormivor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers" von Henning Mankell

    Mein 2. Buch von Henning Mankell, aber kein Wallander-Fall.
    Ich bin doch immer wieder überrascht, wie viel Skandinavier mit der deutsch-deutschen Geschichte zu zun haben.
    Mir hat der Kommissar gut gefallen und ich halte die Geschichte für sehr gut recherchiert.
    Spannend und Hut erzählt, es kommt nie Langeweile auf.

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    Senfkorns avatar
    Senfkornvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers" von Henning Mankell

    Nach Tiefe ist ' Die Rückkehr des Tanzlehrers' mein zweites Mankell Buch ohne Kurt Wallander, und ich muss sagen, wie auch schon bei Tiefe: Ich bin begeistert! Es ist, finde ich, bei Krimis besonders schwer nicht zuviel zu erzählen um nicht die Spannung zu nehmen aber ich probier es einfach mal.
    Der Polizist Stefan aus Boras liest in der Krankenhauscafeteria Zeitung und erfährt vom grausamen Mord an seinem ehemaligen Kollegen und Mentor Herbert Molin. Auf Grund seines gerade entdeckten Zungentumors ist er krank geschrieben und beschließt nach Härjedalen zu fahren, wo Herbert Molin die letzten Jahre versteckt im Wald lebte. Dort freundet er sich mit dem ortsansässigen Ermittler Guiseppe Larsson an und begleitet von da an die Ermittlungen, teils in Eigenitiative teils als Berater von Larsson. Es passieren weiter Morde, Personen mit undurchsichtigen Vergangenheiten tauchen auf, Geschichte spielt eine große Rolle. Stefans Angst vor der besvorstehenden Chemotherapie, seine Unsicherheit tauchen immer wieder auf.
    Ich möchte jetzt eigentlich garnicht mehr erzählen um euch nicht die Freude und Spannung beim lesen zu nehmen. Aber soviel. Es lohnt sich, wirklich. Dass Buch ist fesselnd, spannend, zeigt ein ganz anderes Schweden als man es in der Vorstellung hat. Gesellschaftskritisch ist es auch. Ich kann es nur empfehlen!

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    marion_galluss avatar
    marion_gallusvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers" von Henning Mankell

    Der 37-jährige Polizist Stefan Lindmann erfährt das er an Krebs erkrankt ist.
    In seiner Zunge befindet sich ein Tumor.
    Zufällig liest er in der Krankenhauscafeteria einen Artikel in der Zeitung, der berichtet, dass sein ehemaliger Kollege (und Mentor) Herbert Molin brutal ermordert, eigentlich eher hingerichtet wurde. Molin lebte seit seiner Pensionierung völlig zurückgezogen auf dem Lande in einem Waldgebiet, wo sein „nächster“ Nachbar etwa 2 Kilometer entfernt wohnte.
    Lindmann, von der Krebsdiagnose völlig geschockt, überlegt ob er bis zum Beginn der Strahlenbehandlung nach Mallorca fliegen soll oder nach Härjedalen, jenem Ort indem das grausame Verbrechen an Herbert Molin stattfand.
    Er entscheidet sich für das zweite Reiseziel, in der Hoffnung auf Ablenkung von seiner Angst und aus „beruflicher“ Neugier.
    Dort angekommen lernt er den leitenden, ermittelnden Polizisten Guiseppe kennen, unterstützt ihn „so nebenbei“ in seinen Ermittlungen, schließt Freundschaften und erfährt viel neues über seinen ehemaligen Kollegen Molin… den er offensichtlich nicht wirklich kannte.....

    die gesamte Rezension auf meinem Blog:

    http://buchwelten.wordpress.com/2010/10/27/henning-mankell-die-ruckkehr-des-tanzlehrers-55/

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers" von Henning Mankell

    Spannend wie immer, aber überraschend.

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    Corinna_83s avatar
    Corinna_83vor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers" von Henning Mankell

    Mein erster Krimi von Mankell ohne Wallander… Aber in bekannter Mankell-Qualität, welchen ich ebenso wie die Wallander-Romane verschlungen habe.

    Herbert Molin, ein ehemaliger Kollege von Stefan Lindmann, wurde Opfer eines bestialischen Mordes. Lindmann möchte, nachdem er erfahren hat, dass er an Krebs leidet, auf andere Gedanken kommen, und fährt nach Norrland um zu sehen, wie und wo Molin gelebt hat und um sich nach dem Stand der Ermittlungen zu erkundigen.
    Am Tatort hat der Täter mit Molins blutigen Füßen Abdrücke nach dem Schema von Tangoschritten hinterlassen… Lindmann entdeckt, dass Molin im Zweiten Weltkrieg der Waffen-SS angehörte und bis zuletzt ein überzeugter Nazi gewesen war. Kurze Zeit später findet Lindmann ein weiteres schlimm zugerichtetes Mordopfer. War hier zweimal derselbe Täter am Werk?

    Ein interessanter, spannender und tiefsinniger Mankell-Krimi, der mich auch ohne Wallander mitgerissen hat.
    Mankell beschäftigt sich hier mit dem Nationalsozialismus und der zunehmenden Kriminalität in Schweden. Überraschend ist zu sehen, wie stark die deutschen Einflüsse während des Zweiten Weltkriegs auch in Schweden gewesen sein müssen.

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    Maeves avatar
    Maevevor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers" von Henning Mankell

    Das ist wahrscheinlich ein reichlich abgegriffener Titel, aber bei diesem Buch überaus zutreffend. Ich habe angefangen zu lesen und war bis zur letzten Minute gefesselt von einer Mischung aus guter Kriminalarbeit, geleistet von einem hervorragend besetzten Kriminalbeamten und psychotischen Gedankengängen, seitens des Mördes.Besonders ins Auge sticht bei diesem Buch die immer wieder erwähnte Krankheit des Kriminalbeamten. Dadurch bekommt die Geschichte nicht nur einen persönlichen Charakter, sondern diese ständige Erwähnung der Krankheit, mit einem besonderen Blick auf die Auswirkungen einer Krankheit auf den täglichen Alltag erscheint wie die Neuerfindung des roten Fadens! Alles in allem ein Buch das lesenswert ist und einem schöne Stunden beschert!!!

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    melli.die.zahnfees avatar
    melli.die.zahnfeevor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers" von Henning Mankell

    Wer fordert einen toten Mann zum Tango auf? Mankells neuer Kommissar Stefan Lindman, 37, steht vor einem Rätsel: Sein ehemaliger Kollege Herbert Molin ist ermordet worden, und am Tatort werden blutige Fußspuren gefunden, die wie Tangoschritte aussehen. Gibt es einen Zusammenhang mit Molins Vergangenheit als SS-Mann? Lindman ermittelt auf eigene Faust in Mankells Heimatort Härjedalen
    Eigentlich sehr solide einwandfreie Krimikost. Routiniert geschrieben und gut lesbar. In sich logisch mit einem guten Spannungsbogen. Ich bin nur irgendwie mit dem Buch nicht so recht warmgeworden.

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    lilamonalisas avatar
    lilamonalisavor 9 Jahren
    Rezension zu "Die Rückkehr des Tanzlehrers" von Henning Mankell

    nicht wallander,aber ähnlich.nazis in schweden.

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