Henning Mankell Die schwedischen Gummistiefel

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Inhaltsangabe zu „Die schwedischen Gummistiefel“ von Henning Mankell

Henning Mankells letzter Roman: Zeit des Abschieds In jener Herbstnacht wecken Fredrik Welin lodernde Flammen. Nichts von seinem alten, abgelegenen Haus auf der Schäreninsel, nichts von seinem bisherigen Leben ist zu retten. Die Polizei mutmaßt Brandstiftung. Und plötzlich sieht sich Welin nicht nur mit dem Verdacht des Versicherungsbetrugs konfrontiert, er muss sich auch der Frage stellen, ob es mit beinahe siebzig Jahren überhaupt noch möglich ist, neu anzufangen. Oder ist bereits die Zeit des Abschieds angebrochen? Gelesen von "Tatort"-Kommissar Axel Milberg, der deutschen Stimme von Henning Mankell. (1 mp3-CD, Laufzeit: 10h 31)

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  • Hat mein Herz nicht berührt

    Die schwedischen Gummistiefel

    Schugga

    08. February 2017 um 20:24

    Mankells letzter Roman konnte leider keinerlei Freude in mir wecken. Vor allem der Hauptprotagonist, ein alter Mann mit für mein Verständnis soziopathischen Zügen, war mir stark unsympathisch in Denken und Handeln, weitere Figuren agierten unrealistisch oder wurden einfach im Raum gelassen, ohne weiter erläutert zu werden. Auch wenn Mankell eine wunderschöne Art hat, Landschaft und Atmosphäre zu beschreiben, konnte ich mit den Personen des Romans nicht warm werden, wirkte deren Verhalten teils absurd auf mich. Zudem hat mir eine gewisse Spannung gefehlt, die Handlung zog sich teils ziemlich dahin, unterbrochen von Gedanken, Erinnerungen und Beobachtungen Fredrik Welins, von denen manche kaum Bezug zur Handlung hatten. Mankells Roman wird auch diesmal wieder von Axel Milberg gelesen, einer der meiner Meinung nach besten Stimmen für Hörbücher. Sowohl in Geschwindigkeit als auch in der Betonung ist das Buch auf jeden Fall ein reiner Ohrenschmaus und macht den Inhalt wieder ein wenig wett. Wenn auch seine Stimme viel zu sympathisch klingt für den mir unsympathischen Ich-Erzähler.  

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  • Rezension zu "Die schwedischen Gummistiefel"

    Die schwedischen Gummistiefel

    Zsadista

    21. January 2017 um 20:03

    Fredrik Welin wohnt alleine in seinem Haus auf einer Schäreninsel. Als er eines Nachts wach wird, merkt er, dass sein Haus in Flammen steht. Schnell wird er bei der Polizei als Brandstifter hingestellt. Ist doch das Haus gleich an mehreren Ecken in Flammen auf gegangen. Erst einmal steht Welin, bereits siebzig Jahre alt, vor dem nichts. Er konnte nur retten, was er an seinem Leibe trug. Kurz darauf kommt seine Tochter auf die Insel. Sie will sich selbst ein Bild über das Unglück machen. Ist es doch schließlich ihr Erbe, das da abgebrannt ist. Und dann bricht das Chaos los. Fredrik versteht seine Tochter nicht, sie flüchtet zurück nach Paris und landet dort im Knast. „Die schwedischen Gummistiefel“ ist ein Roman aus der Feder des Autors Henning Mankell. Das Hörbuch ist der erste Roman den ich von dem Autor gehört habe. Von der Inhaltsangabe her dachte ich, das Ganze ist ein Krimi. Brandstiftung, Versicherungsbetrug, Ermittlungen, eine ganz klare Sache für mich. Jedoch wurde ich total enttäuscht. Das Hörbuch ist so langatmig und uninteressant, ich habe mich regelrecht durchgequält. Die Inhaltsangabe verspricht schlichtweg einen falschen Inhalt. Es mag sein, dass es für den literarisch geneigten Leser, das Buch schlechthin ist, für mich war es einfach nichts. Fredrik Welin fand ich einfach nur furchtbar. Ein siebzig Jähriger, der einer rund vierzig Jährigen nach sabberte. Er schnüffelte in privaten Sachen, log und benahm sich einfach unmöglich. Seine Tochter war nicht weniger nervig. Diese Person konnte ich überhaupt nicht abhaben und war froh, als sie in Paris im Knast versauerte. Die Journalistin tat mir schon leid, wie sie die Nachstellungen von Welin verkraften musste. Ich kann nur sagen, das waren ziemlich lange über zehn Stunden Hörzeit. Irgendwie hoffte ich in der ganzen Zeit noch, dass das Buch wenigstens einigermaßen interessant wird. Wurde aber bis zum Ende hin weiter enttäuscht. Ich habe vor dem Ausleihen des Hörbuches nicht im Internet gesucht, wer der Autor ist und worum es geht. Ich habe lediglich zugegriffen, weil die Inhaltsangabe einen Krimi suggerierte. Der Inhalt ist von einem Krimi so weit entfernt, wie von einem Kochbuch. Selbst als Roman gesehen, konnte ich der Geschichte keine positiven Ecken abringen. Ich kann sagen, der Sprecher hat eine gute Arbeit abgeliefert. Daran gibt es nichts zu bemängeln. Dafür gibt es von mir auch einen Stern.

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  • Anders als bekannte Mankell Krimis

    Die schwedischen Gummistiefel

    jaylinn

    02. October 2016 um 12:52

    Diese Rezension erscheint auch auf meinem Blog www.zeilenliebe.wordpress.com. Allgemeines: Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, Schweden, lebte als Theaterregisseur und Autor in Schweden und Mosambik. Er starb im Oktober 2015. Mankells Kriminalromane um den Ermittler Kurt Wallander sind weltbekannt. Mit Die schwedischen Gummistiefel setzt er  Dieitalienischen Schuhe mit der Hauptfigur Fredrik Welin fort. Beide Bücher sind aber auch völlig unabhängig voneinander zu lesen. Sie sind ebenfalls Krimis, unterscheiden sich aber deutlich von der Wallanderreihe. In dieser Rezension wird das Hörbuch zur Printausgabe besprochen. Inhalt: „Seit Fredrik Welin als Chirurg ein Kunstfehler unterlief, lebt er allein auf einer einsamen Insel in Schweden. Ihm ist nach dem Brand seines Hauses so gut wie nichts geblieben. Nur wenige Menschen, die ihm nahestehen: Jansson, der pensionierte Postbote, die Journalistin Lisa Modin, in die er sich verliebt, und seine Tochter Louise, die schwanger ist und in Paris lebt. Als sie wegen eines Diebstahls in Untersuchungshaft gerät, ruft sie ihn zu Hilfe. Während er in Paris über ihre Freilassung verhandelt, erfährt er, dass auf den Schären schon wieder ein Haus in Flammen steht. Mankells letzter Roman, der Nachfolger des Bestsellers „Die italienischen Schuhe“, ist ein sehr persönliches Buch und beschwört die Möglichkeit menschlicher Nähe angesichts von Einsamkeit, Alter und Tod.“ (Quelle: Hanser Literaturverlag) Meine Meinung: Das Hörbuch wird von Axel Milberg, den man als Ermittler aus dem Kieler Tatort kennt, gelesen. Er schafft es mit seiner ruhigen, aber sehr ausdrucksvollen Stimme, den Protagonisten Leben zu geben. Man hört sehr gerne zu, kann die Stimmen der Personen gut voneinander unterscheiden und ist gleich mittendrin in der Geschichte. Die italienischen Schuhe, der Vorgänger dieses Hörbuches, ist ein typischer Krimi. Dieschwedischen Gummistiefel dagegen lebt von der genauen Ausgestaltung der Atmosphäre, ist zunächst so gar nicht „krimilyke“. Anfangs erhalten die Naturbeschreibungen und die Beschreibungen der Gefühlswelt von Fredrik Welin, der Hauptfigur, sehr viel Raum. In der Hörbuchfassung führt dass nicht zu Langeweile, weil Milberg so großartig liest. Ich könnte mir vorstellen, dass das beim Lesen des Buches anders wäre und die Gefahr bestünde abzuschalten, weil so gar nichts passiert, es sei denn, man ist Mankellfan, dann liest man in jedem Fall weiter, weil man weiß: Ein Mankell ist immer gut! Vordergründig ein Krimi, auf den zweiten Blick Charakter- und Milieustudie mit Elementen des Krimis, so könnte man dieses Hörbuch beschreiben. Fredrik Welin rettet nach einem Brand aus seinem Wohnhaus nur zwei Gummistiefel, zwei linke. Das macht ihm fast mehr zu schaffen als die Tatsache, dass er gar nichts mehr besitzt: keine Papiere, kein Geld, keine Erinnerungsstücke. Von seinen italienischen Schuhen ist nur noch eine eingeschmolzene Schnalle übrig. Er fährt aufs Festland und besorgt sich dort als erstes  ein Paar neue Stiefel, leider nicht so schön wie seine alten… Welin, für den sein Haus auf der schwedischen Insel sein Rückzugsort, seine Heimat ist, will wissen, wer den Brand gelegt hat, wer ihn so wenig mag, dass er ihn so verletzen oder sogar töten will. Ganz langsam entwickelt Mankell die unterschiedlichen Charaktere, lässt den Verdacht auf diesen oder jenen fallen, denn jeder hat zwei Gesichter. Das Hörbuch nimmt ebenso langsam Fahrt auf, aber daran gewöhnt man sich und lässt es zu, denn den letzten Mankell kann man so besonders gut genießen. Fazit: Dieses Hörbuch ist anders als die Krimis, die man sonst von Mankell kennt. Nicht so brutal, leise Töne werden angeschlagen. Mir hat es, vielleicht gerade deshalb, besonders gut gefallen. Über diese Anzeigen

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  • Axel Milbergs Stimme geht unter die Haut

    Die schwedischen Gummistiefel

    WinfriedStanzick

    25. August 2016 um 15:30

    Im Jahr 2007 veröffentlichte der mittlerweile verstorbene schwedische Schriftsteller Henning Mankell ein nachdenkliches, stellenweise schwermütiges, aber absolut ehrliches Buch mit dem Titel „Die italienischen Schuhe“ und zeigte mit ihm und anderen, die in diesem Zeitraum nach dem endgültigen Abschluss seiner Wallander-Reihe erschienen sind, dass er viel mehr kann als engagierte Krimis zu schreiben und als einer der besten Schriftsteller der letzten 25 Jahre in Erinnerung bleibt.Es war ein Buch, in dem der ehemalige Chirurg Frederik Welin sich seiner Schuld und seiner Lebenslüge stellt und am Ende in sein Logbuch notiert:"Bis hierher sind wir gekommen. Nicht weiter. Aber bis hierher."Ich schrieb damals am Ende meiner Rezension:„Henning Mankell hat ein stilles, aber nicht minder engagiertes und bewegendes Buch geschrieben über Erfahrungen und Auseinandersetzungen des letzten Lebensabschnittes. Ob junge Menschen, die von seinen Wallanderromanen begeistert waren, die neue Stimme Mankells hören wollen, oder überhaupt können, sei dahin gestellt.Aber wer bereit ist, sich ernst Fragen nach Schuld und Vergebung, Alter und Einsamkeit zu stellen, wird von diesem Roman außerordentlich für sich selbst profitieren.“Als er im letzten Jahr mit „Treibsand: Was es heißt, ein Mensch zu sein“ nach seiner Krebsdiagnose ein sehr persönliches und ehrliches Buch veröffentlichte, in dem er den Fragen „Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Welche Art der Gesellschaft will ich mitgestalten?“ nachging, über Zukunftsfragen reflektierte, auf die Schlüsselszenen des eigenen Lebens zurückblickte und über die Möglichkeiten nachdachte, in dieser Welt ein sinnvolles Leben zu führen, hatte man das für seine letzte literarische Äußerung gehalten.Doch vor seinem Tod erinnert er sich noch einmal an seinen nach einem Kunstfehler gescheiterten Chirurgen Frederik Welin aus „Die italienischen  Schuhe“ und schreibt eine Art Fortsetzung, die acht Jahre später spielt und auch ohne die Kenntnis des ersten Romans gut verstanden werden kann, zumal Mankell den wieder ich-erzählenden alt gewordenen Frederik Welin immer wieder auf die Geschichte der „italienischen Schuhe“ zurückkommen lässt.Frederik Welins Haus in den Schären ist durch eine Brandstiftung vernichtet worden. Was ihm geblieben ist, ist ein Wohnwagen, ein Zelt und zwei ungleiche Gummistiefel. Und ein nunmehr völlig zerstörtes Leben. Lohnt es sich, noch einmal neu anzufangen? Ein alter Mann, der alles verloren hat, was sein schon vorher brüchiges Leben ausgemacht hat, ringt um sein Leben, von der ersten bis zu letzten Zeile. Und er fragt sich:Was weiß ich eigentlich über die Menschen, die mir nahestehen? In seinem Fall seine Tochter Louise, seinen Inselnachbarn Jansson, den mittlerweile pensionierten Postboten und die Journalistin Lisa Modin, die nach dem Brand recherchiert und in die sich Welin verliebt.Was weiß ich über mich selbst? Der ganze Roman ist von der ersten bis zur letzten Zeile einer der ehrlichsten und schmerzhaftesten Selbstreflexionen, die ich je gelesen habe.Als Welin in Paris, wohin er gerufen wurde, weil seine schwangere Tochter Louise dort wegen eines Taschendiebstahls verhaftet wurde, am Telefon erfährt, dass ein weiteres Haus in den Schären in Flammen aufgegangen ist, fährt er nach erfolgreichen Verhandlungen über Louises Freilassung wieder nach Hause zurück. Dieser zweite Brand, der genau wie der erste mit Brandbeschleunigern gelegt wurde, veranlasst die Polizei, die Ermittlungen gegen Frederik Welin, die ihm schwer zu schaffen gemacht haben,  einzustellen.Doch wer war es? Wer hat so etwas getan? In den Begegnungen von Frederik Welin mit seiner Tochter, dem Vater des werdenden Kindes, der Journalistin, mit Jansson und anderen Schärenbewohner beschwört Mankell immer wieder die Möglichkeit, aber auch Notwendigkeit menschlicher Nähe angesichts der Einsamkeit, des Alters und dem nahen Tod.Irgendwann erhärtet sich ein bisher unvorstellbarer Verdacht und das Rätsel der Brände scheint gelöst.  Doch die Beziehungen der Menschen untereinander bleiben ungeklärt und im geheimnisvollen Dunkel.Fast erwartet man, dass Welin wie am Ende der italienischen Schuhe auch hier sagt:"Bis hierher sind wir gekommen. Nicht weiter. Aber bis hierher."Doch er blickt dem eigenen Tod ins Auge und sagt nüchtern:„Bald würde der Herbst kommen. Aber die Dunkelheit schreckte mich nicht mehr.“Ein lesenswertes, berührendes und unter die Haut gehendes literarisches Vermächtnis. Henning Mankell war ein Schriftsteller, der durch die Qualität seiner verschiedenen Romane zu Lebzeiten sicher den Nobelpreis verdient hätte.Seine Bücher werden noch in Jahrzehnten aufgelegt und gelesen werden. Seine kritische und nachdenkliche Stimme allerdings wird fehlen.Die hier im Hörverlag vorliegende gekürzte Lesung von Axel Milberg (er hatte auch schon die italienischen Schuhe beeindruckend eingelesen) besticht durch ihre Prägnanz. Milbergs Stimme geht unter die Haut, man meint den alten Frederik Welin selbst sprechen zu hören. Die Hörfassung ist noch einmal schwerer zu ertragen - stellenweise jedenfalls - als das Buch. Sich auf die Schilderung von Einsamkeit, Alter und nahem Tod einzulassen, erfordert vom Hörer Einiges.Wenn er sich jedoch für diese Fragen öffnet beim vielleicht manchmal erschüttert unterbrochenen Hören, wird es ein auch persönlicher Gewinn sein. Ein Sinngeschenk, das ihm Mankell und Milberg da machen.

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