Henning Mankell Kennedys Hirn

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Inhaltsangabe zu „Kennedys Hirn“ von Henning Mankell

»Die Katastrophe kam im Herbst und brach ohne Vorwarnung über sie herein. Sie warf keine Schatten, sie bewegte sich vollkommen lautlos. Zu keinem Zeitpunkt hatte sie eine Vorstellung davon, was geschah.«
Als die Archäologin Louise Cantor von ihrer Ausgrabung in Griechenland zu einem Vortrag nach Schweden reist, will sie auch ihren 25-jährigen Sohn wiedersehen. Doch als sie die Wohnung in Stockholm betritt, liegt Henrik tot in seinem Bett. Die Polizei geht von Selbstmord aus, aber daran kann Louise nicht glauben. In dem Kleiderschrank ihres Sohnes findet sie eine Menge Material zu der Frage, warum das Hirn von John F. Kennedy nach der Obduktion spurlos verschwand. War Henrik einem kriminellen Geheimnis auf der Spur? Je mehr sie über sein Leben erfährt, umso klarer wird ihr, wie wenig sie ihren Sohn eigentlich gekannt hat. Auf der Suche nach Hinweisen, die seinen Tod erklären könnten, reist sie nach Australien zu ihrem verschwundenen Exmann und folgt Henriks Spuren über Barcelona nach Mosambik. Dort stößt sie auf ein Asyl für mittellose Aidskranke, in dem auch ihr Sohn gearbeitet hat und das von einem reichen weißen Mann aus scheinbar selbstlosen Gründen ins Leben gerufen wurde. Doch Louise ahnt bald, dass sich dahinter ein ungeheurer humanitärer Skandal verbirgt

Eigentlich eine ärgerliche Geschichte über AIDS und eine trauernde Mutter als ungeeignete Protagonistin. Voller Klischees.

— Beust

gute Idee, richtige Message, aber schlechte, unglaubwürdige Umsetzung

— SaintGermain

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Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

sandrar44

Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

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  • schwächstes Buch des Autors bisher

    Kennedys Hirn

    SaintGermain

    26. November 2015 um 16:02

    Spuren der Vergangenheit zu suchen ist ihr Leben, ihre Passion. Aber als die Archäologin Louise Cantor für einen Vortrag in ihre Heimat Schweden reist, holt sie eine grausame Gegenwart ein: Henrik, ihren einzigen Sohn, findet Louise bei einem Überraschungsbesuch tot in seinem Bett vor. Aufgrund der Überdosis Schlaftabletten glauben alle an Selbstmord. Nur Louise weigert sich, dies als Erklärung hinzunehmen. Tatsächlich findet sie in Henriks Wohnung stapelweise versteckte Notizen, in denen von Geheimhaltung und einem verschwundenen Gehirn die Rede ist -- Kennedys Hirn! Um herauszufinden, ob eine Verbindung zwischen Henriks Tod und seinen Recherchen zu dieser Theorie existiert, begibt sich Louise auf eine Odyssee, die sie von Schweden nach Australien, Barcelona und schließlich zum schwarzen Kontinent nach Mozambique führt. Schicht für Schicht nähert sich die Archäologin dem Kern der Wahrheit und erfährt dabei unglaubliche Dinge über das Leben ihres Sohnes. Die Verschleierung um Kennedys Tod war in seinen Augen lediglich wie ein „Handbuch für die Lüge der Welt“. Den Ausmaßen der Korruption in Afrika nachzugehen, war Henriks wirkliches Ziel. Dabei stellte er zu viele neugierige Fragen. Das wird Louise klar, als sie von Menschen hört, die man ohne Skrupel Versuchstieren gleich für medizinische Tests benutzt … Gerne habe ich bisher viele Romane von Mankell gelesen. Dieser hat mich sehr enttäuscht. Der Plot ist noch ganz unterhaltsam. Doch was ist mit den Charakteren? Die schwafeln und schwafeln. Es wird zeilenlang um den heißen Brei herumgeredet. Mir persönlich gefällt diese pathetische Schreibweise ganz und gar nicht. Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich habe mich beim Lesen über so manchen Satz oder so manche Passage aufgeregt oder geärgert. Vieles wirkt konstruiert. Das Buch von Mankell kombiniert zwei Elemente: Zum einen geht es um eine Art Kriminalgeschichte - die Archäologin Louise Cantor versucht den Gründen für den plötzlichen Tod ihres Sohnes auf die Spur zu kommen und gerät dabei in eine verworrene Odyssee zwischen Europa, Australien und Afrika. Zum anderen wird eine gruselige Vision der Ausbeutung Afrikas durch die zynischen Geschäftsinteressen des Westens entwickelt - der reiche, gebildete und ebenfalls durch den Tod seines Sohnes belastete US-Amerikaner Christian Holloway betreibt in Mozambique unter dem Deckmantel einer karitativen AIDS-Klinik ein Versuchslabor, in dem Menschen gewollt mit dem Virus infiziert und anschließend für Experimente mit nicht zugelassenen Medikamenten missbraucht und getötet werden. Das ist als Stoff sowohl für einen Thriller als auch für einen sozialkritischen Kommentar mehr als genug, geht im Ergebnis aber total daneben. Das liegt vor allem an drei dicken Schwächen des Buchs. Das erste: unaufgelöste Widersprüche. Um die Heldin Louise herum werden eine ganze Reihe von Mitwissern ermordet - unter anderem ihr Ex-Mann Aron, der sich ebenfalls auf die Suche gemacht hat und verschiedene Personen, die Louise in Afrika Informationen zutragen- sie selbst bleibt aber wie durch ein Wunder verschont, obwohl sie bei weitem mehr erfahren hat als die anderen zusammen. Mankell hat das wohl auch bemerkt und lässt deswegen auf der letzten Seite durchblicken, auch die Heldin werde beim Einchecken am Flughafen beobachtet von einem Mann, der anschließend in ein Auto steigt und in Richtung Innenstadt fährt. Mysteriös, mysteriös. Das zweite Problem: eine vielfach an den Haaren herbeigezerrte, dilettantisch konstruiert wirkende Handlung. Ein Beispiel: die todkranke Lucinda, die als Informantin für Louise fungiert hat, ruft diese in Europa auf dem Handy an (übrigens aus Holloways Gruselklinik heraus), zitiert sie nach Mosambique, lockt sie mit Marimba-Musik vom Tonband in ein Gebüsch vor das Hotel (das steht wirklich in dem Buch!!!, hat hier Mankells zwölfjähriger Sohn ein paar Seiten weitergeschrieben??) und verrät ihr von den Menschenversuchen im Keller. Bevor sie die ganze Wahrheit enthüllen kann, wird sie allerdings erschossen - wie Kennedy direkt ins Gehirn, wobei übrigens ansonsten der Bezug zu JFK ziemlich offen bleibt. Drittes Problem, und das dickste: Das Buch präsentiert einen monumentalen Vorwurf an den Westen - neben Holloways Menschenversuchen wird auf ähnliche Praktiken im ehemaligen Belgisch-Kongo mit Affen eingegangen und auch indirekt die Theorie suggeriert, der Virus sei absichtlich in die Welt gesetzt worden - , liefert aber sehr wenig Substanz dafür. Die ganze Story wirkt sehr konstruiert und vor allem der Wut des Autors Mankell entsprungen. Mit vielen Punkten hat er dabei eindeutig recht, etwa mit seinen richtigen Vorwürfen an die Menschenverachtung der weißen Sex-Touristen. Davon abgesehen kann man aber die Frage stellen, ob sein Vorwurf an die reichen Länder die ganze Story bei der AIDS-Katastrophe in Afrika ist - erinnert sei nur an die Positionen des südafrikanischen Präsidenten Mbeki dazu, oder mancher Politiker in seinem Umfeld. Fazit: richtige Message, gute Idee, aber schlechte, unglaubwürdige Umsetzung. Und eins kommt auch noch dazu: Woran Louises Sohn Henrik denn nun gestorben ist, weiß man am Ende immer noch nicht. Nicht wirklich empfehlenswert!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
  • Ein absolut empfehlenswertes, spannendes Buch

    Kennedys Hirn

    WinfriedStanzick

    27. June 2014 um 09:18

              Henning Mankell ist ein engagierter Schriftsteller. Sein berühmter Kommissar Kurt Wallander war immer gut für beißende Kritik an bestimmten gesellschaftlichen Zuständen in Schweden als ganz besonderem Beispiel für die westliche Welt. Seine Afrika - Romane sind wunderbare literarische Beispiele dafür, wie man Lesern einen fremden Kontinent nahe bringen kann. In seinem Roman mit dem Titel "Kennedys Hirn" verbindet Mankell zum ersten Mal das Krimi-Sujet mit dem Afrika-Thema, das ihn wohl jedes weitere Jahr seines Lebens und Engagements in Maputo mehr umtreibt. Wie in allen seinen Romanen treibt er den Leser mit seinem ganz besonderen Stil durch das Buch. Mankell macht den Leser süchtig nach mehr, bis er das Buch am Ende erschöpft aus der Hand legt. Die Archäologin Louise Cantor will anlässlich eines Vortrags, für den sie von ihren Grabungen aus Griechenland nach Schweden zurückkehrt, ihren 25- jährigen Sohn Henrik wieder treffen. Sie hat ihn wohl etwas aus den Augen verloren, und weiß eigentlich gar nichts von ihm. Als sie ihn tot in seiner Wohnung auffindet, begibt sie sich auf eine äußere und innere Weltreise, um den angeblichen Selbstmord Henriks aufzuklären. Am Ende dieser Reise ist sie immer noch nicht vollkommen überzeugt davon, daß nicht doch jemand ihren Sohn umgebracht hat, aber sie ist, so wie wohl Mankell selbst, überzeugt davon, daß die gesamte westliche Welt vor der Katastrophe, die sich vor allem durch Aids in Afrika abspielt, komplett die Augen verschließt. "Was hier geschrieben steht, ist natürlich ganz und gar das Ergebnis meiner eigenen Wahl und meiner Entscheidungen. Genauso, wie der Zorn mein eigener ist, der Zorn, der mich antrieb", so Mankell selbst in einem kurzen Nachwort. In diesem Nachwort hätte ich gerne einige recherchierte Angaben gefunden über drei Schilderungen, die das Buch zentral tragen: zunächst die Geschichte von Kennedys angeblich verschwundenem Hirn, die Henrik so umtreibt. Dann die geschilderten Menschenversuche in Leopoldville (Kongo) Ende der fünfziger Jahre, und drittens die Existenz von Forschungsteams in Mozambique, wo unter dem Deckmantel der Menschlichkeit und Nächstenliebe an Afrikanern Aidsmedikamente getestet werden. Ich halte das alles für möglich, aber in einer Zeit, in der auch in der Literatur die billigen Verschwörungstheorien blühen, hätte ich mit genaue und verlässliche Angaben gewünscht. Ein Schriftsteller darf zornig sein. Aber er sollte nicht mit ungenauen Angaben missionieren. Mankell bewegt sich in seinem neuen Buch hart an der Grenze. Dennoch: ein absolut empfehlenswertes, spannendes Buch, das fünf Sterne voll verdient.  

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  • ein Meisterwerk ...

    Kennedys Hirn

    pia_lunge

    28. February 2014 um 15:41

    "Die Katastrophe kam im Herbst und brach ohne Vorwarnung über sie herein. Sie warf keine Schatten, sie bewegte sich vollkommen lautlos. Zu keinem Zeitpunkt hatte Sie eine Vorstellung davon, was geschah.  Es war, als wäre sie in einer dunklen Gasse in einen Hinterhalt geraten ..."  Als die Archäologin Louis Cantor während einer Vortragsreise in Stockholm Ihren Sohn besuchen will, findet sie Ihn tot in seiner Wohnung. verzweifelt durchsucht sie seine Wohnung nach Hinweisen und findet in seinem Schrank manuskripte über die Obduktion Kennedys, und die Frage, warum sein Hirn danach spurlos verschwand.  Louis Cantor versucht die letzten Monate im Leben Ihres Sohnes zu rekonstruieren und so herauszufinden, warum er sterben musste.  Während einer spannenden Recherche um die Welt, gerät Sie in einen immer tieferen Sumpf aus Korruption und Verzweiflung.  Als ich das Buch im Bücherregal meiner Eltern entdeckt habe, hatte ich eine völlig falsche Vorstellung, davon, was mich erwartet.  Meine Vorstellungen wurden bei weitem übertroffen. Henning Mankell gelingt es auf packenede Art und Weise, unverschönt und realitätsnah das Elend und die Hilflosigkeit Afrikas darzustellen. Korruption und Ohnmacht, Krankheit und Elend, aber auch Hoffnung und der Wunsch nach Veränderung.  Fazit: Eine Geschichte, die unter die Haut geht, voller Wahrheit und realitätsnah. Lesenswert von der ersten bis zur letzten Seite. 

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  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    rallus

    07. January 2013 um 17:18

    Kennedys Hirn ist ein mutiger Roman von Mankell. Nicht weil er Themen aus Afrika und Europa miteinander vermischt und die AIDS Forschung an den Pranger stellt. Mankell legt hier keinen Krimi vor, keine Polizei beschäftigt sich mit einem Mord. Eine Frau trauert um ihren Sohn, den sie tot in seinem Bett findet und glaubt der offiziellen Darstellung, dass es Selbstmord war, nicht. Zusammen mit ihrem früheren Mann Aron macht sie sich auf den Weg, der sie bis nach Afrika führt und Erstaunliches zu Tage bringt - aber das Meiste eben nicht. Louise Cantor ist auf ihrer Suche meist alleine, als Archäologin ist sie es gewohnt einzelne Scherben zu einem Ganzen zusammen zu fügen. Doch die Aufgabe die sie sich hier stellen muss, ist fast unmöglich. Kaum mit was Greifbarem ausgestattet, hangelt sie sich von einer schweigenden Mauer zur nächsten. Fast scheint es, als würde sie ihren Sohn nie gekannt haben - ihr eigenes Leben zerbröckelt unter dem Ansturm der gefundenen Tragödien, als Spiegelbild ihres einsamen Seins. Mankell deutet hier nur an, doch spürt man die Wut die sich dahinter verbirgt. Er zeigt uns schonungslos die Wahrheit ohne dass es zu Konsequenzen kommt und das ist das Zermürbende an diesem Roman: Es bleibt alles wie es ist. Kein Krimi, aber eine traurige, ehrliche und hoffnungslose Gesellschaftskritik.

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  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    nw0783

    06. April 2011 um 15:02

    Es geht um eine Mutter, die auf der Suche nach der Todesursache ihres Sohnes durch die halbe Welt reist und eigentlich am Schluß immer noch keine Antworten hat.
    Das Buch ist spannend geschrieben und schneidet Themen an, mit der sich unsere Gesellschaft nur wenig beschäftigt. Mir persönlich war allerdings das Ende zu offen und leider wurde mir die Themen zu wenig erläutert.

  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    Cerepra

    12. January 2011 um 14:24

    Der Vergleich zu le Carré "Der ewige Gärtner" drängt sich nach Abschluss des Buches natürlich auf. Leider fehlt Mankell das, was "Der ewige Gärtner" so grandios gemacht hat. Authenzität! Die Erlebnisse der trauernden Mutter, die nicht akzeptiert. dass ihr Sohn Selbstmord begangen haben soll, und nun Nachforschungen anstellt, scheinen im Ganzen zu konstruiert und am Ende unglaubwürdig. Würde man die Thriller-Komponenten herausnehmen, so würde ein gutes Buch über die Trauerbewältigung einer Mutter über den nicht begreifbaren Tod ihres einzigen Kindes übrig bleiben und die Erkenntnis, dass man einen Menschen nie so gut kennt, wie man zu glauben scheint. Auf der menschlichen Ebene ist Mankell unglaublich stark und authentisch. Doch leider hat er sich an dem Thriller etwas verhoben. Auch entsteht der Eindruck, dass die Thematik nur oberflächlich angekratzt wurde und es auch an der Komplexität fehlt, die das schwierige Thema Afrika und Aids mit sich bringt. Insgesamt aber ein Buch, das durchaus spannend, kurzweilig und auch lesenswert ist. Allerdings kommt es an die Wallander-Reihe nun doch nicht ran.

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  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    mabuerele

    25. December 2010 um 16:07

    Aids ist ein Instrument, um die Schwarzen auf diesem Kontinent zu töten.“ „Die Männer in Afrika sind im Begriff, die Frauen auszurotten.“ Das sind nur zwei Zitate aus dem Roman von Henning Mankell. Wer seine Krimis kennt, weiß, dass der Autor nicht an Gesellschaftskritik spart. Das trifft in besonderem Maße für dieses Buch zu. Louise Cantor, Archäologin, kehrt von einer Ausgrabung zurück und findet ihren Sohn Henrik tot in seinem Bett. Ihre Welt bricht zusammen, als ihr die Polizei mitteilt, dass es sich um Selbstmord handelt. Sie glaubt an Mord. So, wie sie es in ihrem Beruf gewohnt ist, versucht sie, aus Bruchstücken die letzten Lebenstage ihres Sohnes zu rekonstruieren. Du sie muss feststellen, dass sie vieles nicht wusste. Woher hatte ihr Sohn das viele Geld? Was bezweckt er mit den Aufzeichnungen über Kennedys Hirn? Ihr Weg führt sie von Schweden über Barcelona nach Afrika. Ihr geschiedener Mann und der Vater ihres Sohn begleitet sie nach Barcelona. Dort verschwindet er spurlos. Louise erfährt, dass ihr Sohn Aids hatte. Könnte er doch Selbstmord verübt haben? Doch warum wurde die Krankheit bei der Autopsie nicht erkannt? Oder hat man sie ihr nur nicht mitgeteilt? In Afrika will sie Antworten auf ihre Fragen finden. Aber sie findet nur neue Fragen. Was hat Henrik in Afrika erlebt, dass ihn verändert hat? Was geschieht wirklich in dem Hilfscamp für Aidskranke? Was ist ein Menschenleben in Afrika wert? Warum müsse Menschen sterben, die mit ihr reden wollen? „Kennedys Hirn“ ist ein bedrückendes Buch, das am Ende viele der Fragen offen lässt. Dem Leser bleibt Raum, um manchen Gedanken weiter zu spinnen. Wenn auch nur ein Teil von dem, was in dem Roman über Ursachen, Auswirkung und Umgang mit Aidskranken anklingt, wahr ist, dann stellt das vor allem unserer hochzivilisierten westlichen Welt ein Armutszeugnis aus. Es zeugt von grenzenloser Menschenverachtung. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Hat der Autor bewusst den Schluss offen gehalten? Eine Bestrafung Schuldiger hätte das Gewissen der Leser beruhigt. Der Schluss zwingt dazu, über unser Bild vom Menschen und unser Handeln in dieser , unseren Welt nachzudenken

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  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    AnjaKoenig

    26. May 2010 um 17:53

    kann man natürlich nicht mit den wallander-krimis vergleichen, aber ich fand das buch super! ein ernstes thema interessant und gut umgesetzt.

  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    schweppisweppi

    10. February 2010 um 18:47

    Zwei Strömungen, die das Buch durchziehen: die Trauer einer Mutter um ihren toten Sohn einschließlich aller Gefühlsverwerfungen und die Spurensuche nach kriminellen Machenschaften. Sehr spannend geschrieben und , wie ich im Unterschied zu anderen Rezensenten meine, auch mit einem passenden Schluss. Das Problem des Romans liegt darin, dass Gefühlsverwerfungen und investigative Tätigkeit zu einem literarischen Schlingerkurs führen. Trotz allem ist die Thematik tief beeindruckend und erschreckend.

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  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    desertprincess

    17. October 2009 um 21:07

    Spannend, schockierend, tiefgehend... leider mit einem für meinen Geschmack zu offenen Ende und einigen offenen Fragen - aber das ist meine subjektive Einschätzung.

    Durchaus lesenswert!

  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    lilamonalisa

    05. October 2009 um 22:17

    mein erstes nicht wallander buch,das mir richtig gut gefallen hat,etwas schwer,reinzukommen,aber dann packt es einen.schockierender einblick in die aids problematik und die polyglobale machenschaften.

  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    Patiih

    09. September 2009 um 13:21

    Ich kann durchaus verstehen, wenn man sich bei diesem Buch mehr der Kritik als dem Lob zuwendet. Leider bin auch ich ein bisschen darüber enttäuscht, dass die Geschichte nicht nur ein offenes Ende hinterlässt, sondern in keinster Weise überhaupt irgendeinen Hinweis gibt, welcher Grund nun hinter den zahlreichen Morden steht ... schade. Trotzallem fand ich das Buch durchgehend spannend.

  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    TinchenFinchen

    15. May 2009 um 11:12

    Wie öfter bei Mankell hatte ich ein bisschen Probleme mich einzulesen. Aber das Buch war gut.

  • Rezension zu "Kennedys Hirn" von Henning Mankell

    Kennedys Hirn

    ovid

    13. May 2009 um 14:54

    Hat zwar nur im entferntesten mit dem Titel zu tun, dafür ein Klasse Roman über die Menschrechtssituation in der dritten Wellt. Wer nach diesem Buch noch nach dem Sinn fragt, sollte eher Trivialliteratur lesen.

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