Henning Mankell Tea-Bag

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 0 Rezensionen
(0)
(2)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tea-Bag“ von Henning Mankell

Als Verfasser von Lyrikbänden hat es Jesper Humlin zu einigem literarischen Ruhm gebracht. Dennoch droht die ultimative Sinnkrise. Dauerfreundin Andrea, ein Derwisch mit Haaren auf den Zähnen, plant die Veröffentlichung ihrer Memoiren, wenn Jesper ihr nicht endlich ein Kind mache. Die Aktien dümpeln im Keller und der Verleger fordert statt Lyrik einen wesentlich verkaufsträchtigeren Krimi. Es ist zum Verzweifeln. Halb Schweden scheint im Krimi-Fieberwahn, Jespers schärfster Konkurrent hat bereits das Genre gewechselt, selbst Mutter Humlin, fast neunzig, sinnt über Mord und Totschlag. Jespers Vernichtung scheint besiegelt. Nun ist auch noch Tea-Bag in sein Leben geraten.<p> Kennen gelernt hatte er das schwarze Flüchtlingsmädchen und ihre Freundinnen auf einer Lyriklesung, die ihn in die Boxschule eines ehemaligen Freundes verschlagen hatte. Kurz entschlossen hatte der vierschrötige Pelle ein Fest zu Ehren des Promidichters organisiert, zu dem seine Boxschüler plus Anhang, Einwanderer sämtlicher Nationen, geladen waren. Nicht nur, dass der Ehrengast das anschließende Fest als schwer komatöse Alkoholleiche beendete -- er hatte auch das unter Boxern nicht leichtfertig zu nehmende Versprechen abgegeben, Tea-Bag und ihre zwei Freundinnen zu Schriftstellerinnen auszubilden.<p> So lässt sich Kommissar Wallanders Rückzug verschmerzen. Der abwechselnd in Mosambik und Schweden beheimatete Mankell verdichtet hier, was als Subtext stets auch seine Krimiproduktion durchzog: das Schicksal illegaler Einwanderer in Schweden. Wer nun aber annimmt, ein dröges Sozialdrama in Händen zu halten -- weit gefehlt. Triefend vor (Selbst)Ironie, mit bitter-satirischen Schüssen auf den Literaturbetrieb, dabei die eigene Wallander-Karriere gehörig rückbespiegelnd, zeigt sich Mankell witzig (und wichtig!) wie nie.<p> Unversehens wird der snobistische Dichterling, bislang an wenig mehr als seinem Wohlstand und einer gleichmäßigen Sonnenbräune interessiert, hineinkatapultiert in eine Welt der Entrechteten und Entwurzelten. Tea-Bags (den Namen hatte sie im Flüchtlingslager nach einem Blick auf die Teetasse eines Beamten kurzerhand erfunden) wie auch Leylas und Tanjas magische Schilderungen ihres Flucht- und Leidenswegs entziehen Jesper schlagartig den Boden seiner Wertevorstellungen. Langsam erkennt er seine wahre Bestimmung: Er würde das Leben der drei erzählen, sie unvergesslich machen. Es wurde ein wunderbares Buch daraus, das seine früheren Gedichte garantiert schnell vergessen macht. <I>--Ravi Unger</I> Der in seinem Hauptberuf als Kriminalautor mit seinen Wallander-Romanen so erfolgreiche Henning Mankell legt mit <i>Tea-Bag</i> nun schon seinen dritten Afrika-Roman vor -- und der ist abermals eine Enttäuschung.<p> Zwar spielt das Ganze diesmal nicht in Afrika, aber eine Afrikanerin, die sich als Flüchtling in einem spanischen Auffanglager aus einem spontanen Entschluss den "Namen" Tea-Bag gibt, spielt darin eine der Hauptrollen. Von der Kritik sind die beiden ersten Afrika-Romane nicht sonderlich euphorisch aufgenommen worden. Allzu idealisierend, ja: romantisierend sei Mankells Blick auf den schwarzen Kontinent las man da etwa über <i>Der Chronist der Winde</i> (2000), zudem wirke die Geschichte "an allen Ecken und Enden unwahrscheinlich". Und das Beste, was die Rezensentin der <i>Frankfurter Allgemeinen Zeitung</i> zu <i>Die rote Antilope</i> (2001) zu sagen wusste, war, dass dieser Erziehungsroman sicherlich "gut gemeint" gewesen sei. Auch <i>Tea-Bag</i> ist zweifellos gut gemeint, für Begeisterungsstürme indes besteht auch diesmal kein Anlass. Schade ist dies vor allem für Stefan Wilkening, der die Hörbuchfassung mit einer Stimme, der man gerne lauscht, überzeugend vorträgt und der keinerlei Schuld daran trägt, dass in ihr die Schwächen des Romans noch deutlicher zu Tage treten als in der Druckfassung.<p> Die Geschichte ist schnell erzählt. Der schwedische Erfolgsautor Jesper Humlin lernt drei illegale Einwanderinnen kennen, denen er helfen will, ihre Geschichten zu erzählen. Eine der drei ist die Afrikanerin Tea-Bag. Was die drei Frauen dem Schriftsteller erzählen ist das, worum es Mankell eigentlich geht, den nach eigener Auskunft vor allem interessiert hat, wie man sich wohl als eine der Heimat entwurzelte "Illegale" fühlt. Um diese Geschichten rankt sich in der Folge alles weitere. Eben diese Passsagen aber sind Mankell leider gründlich misslungen. Beim Lesen und erst recht beim Hören kann man gar nicht anders, als sich immer wieder daran zu stoßen, dass doch diese Sprache unmöglich die Sprache dieser Frauen sein könne. Ihre Poesie passt weder zusammen mit ihrem kulturellen Hintergrund, noch mit der Tristesse dessen, wovon sie berichten. Gelungen dagegen ist Mankell die Darstellung der Dinge, mit denen er sich auskennt, und das ist vor allem der Schriftstellerberuf und das Getriebe darum herum, das die Bühne für Rahmenhandlung abgibt. Doch das allein ist ein bisschen zu wenig. <i>--Andreas Vierecke</i>

Stöbern in Romane

Und jetzt auch noch Liebe

Turbulente Liebeskomödie mit sehr skurrilen Charakteren, um eine junge Frau, die durch eine ungewollte Schwangerschaft erwachsen wird.

schnaeppchenjaegerin

Und es schmilzt

Erschreckende, schonungslose Erzählweise einer mehr als tragischen Kindheit!

Caro2929

Palast der Finsternis

Spannende Ausgangsgeschichte, die mit Sicherheit noch mehr zu bieten hätte.

Kaaaths

Die Phantasie der Schildkröte

Ein Buch mit einer sehr schönen Botschaft, aber auch mit einem Ende, was ein wenig vorhersehbar war. Bleibt im Herzen ♥

schokokaramell

Vintage

Rasanter Rockroman, mit vielen Fakten rund um den Mythos Gitarre. Eine unterhaltsame Lektüre!

liesdochmaleinbuch

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen