Henning Ritter Nahes und fernes Unglück

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Inhaltsangabe zu „Nahes und fernes Unglück“ von Henning Ritter

<p>Henning Ritter begibt sich in seinem Essay auf die Suche nach den Anfängen der Ungewißheit über unsere moralische Zukunft. Er macht uns dazu vertraut mit einigen Figuren und Gedankenspielen von Balzac, Diderot und Rousseau, die einzig dazu ersonnen wurden, auf die moralischen Verwirrungen zu reagieren, die uns in der Moderne abverlangt werden: ein Mandarin in Peking, dessen Vermögen dem zufallen soll, der ihn über riesige Entfernung hinweg und durch bloße Willenskraft tötet; ein Philosoph, der sich die Ohren verstopft, damit er die Schreie des Unglücklichen nicht hört, der unter seinem Fenster ermordet wird. Bis hin zu Dostojewski, Freud und Jünger zieht sich die Spur dieser und anderer agents provocateurs der Moral, die uns auf die Probe stellen. Sind wir in einer globalisierten und kommerziell organisierten Welt dazu fähig, das Mitleid mit dem Leiden der Welt auszudehnen, oder zerfällt unser Ethos in eines für das nahe und eines für das ferne Unglück?</p>

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  • Rezension zu "Nahes und fernes Unglück" von Henning Ritter

    Nahes und fernes Unglück
    Liisa

    Liisa

    06. May 2007 um 19:50

    In einer Zeit, in der wir in nullkommanix über Unglücke auch in den entferntesten Winkeln dieser Erde informiert werden und entsprechend Mitleid empfinden (oder empfinden sollen), fand ich es sehr interessant und erhellend, diesen Essay zum Thema Mitleid zu lesen. Besonders gefallen hat mir, dass Ritter nicht der Versuchung nachgegeben hat, den Lesern eine Antwort bzw. Lösung zu präsentieren, sondern dass er vielmehr verschiedene Ansätze vorstellt und es letztlich dem Leser selbst überlassen bleibt, wie er mit den erhaltenen Informationen und Gedankenanstößen weiter verfährt. Teilweise war ich überrascht, wie aktuell vieles von dem, was z. B. Rousseau zum Thema und der Zukunft Europas geschrieben hat, heute wirkt. Hier und da steht Ritter in Gefahr etwas zu sehr vom eigentlichen Thema abzuschweifen, wenn er z. B. ausführlich auf den Konflikt zwischen Rousseau und Diderot eingeht, aber letztlich gelingt es ihm dann doch, den Bogen wieder zum Thema zurückzuschlagen. Ein Buch, das zum Nachdenken über das Thema und die darin aufgeworfenen Fragen einlädt und ermutigt.

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