Henning Ritter Verehrte Denker

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Verehrte Denker“ von Henning Ritter

Blitzartig können persönliche Begegnungen das Denken des Gegenübers erhellen. Die in diesem Band versammelten Porträts einiger der bedeutendsten Gelehrten unserer Zeit wollen deren Werk aus einer persönlichen Sicht und in Momentaufnahmen beleuchten. Dass die Biographie einen privilegierten Zugang zur Welt der Ideen zu bieten vermag – diese Einsicht verdankt Henning Ritter dem Philosophen Isaiah Berlin. Er bezeichnet die Auseinandersetzung mit dessen Schriften als 'rettend', riss sie ihn doch aus seiner 'ans Theoretisieren verlorenen Haltung'. Die persönliche Begegnung mit dem herausragenden Ideengeschichtler gehört zu jenen Erfahrungen, die in Henning Ritters Leben und Denken einen tiefen Abdruck hinterlassen haben. So verschieden die Porträtierten – Carl Schmitt, Jacob Taubes, Klaus Heinrich, Isaiah Berlin und Hans Blumenberg – auch sein mögen, gemeinsam ist ihnen, dass Denken und Person in einer großartigen Spannung zueinander stehen. Henning Ritter gelingt es, diese Spannung sichtbar zu machen, indem er in geraffter Form und in betont subjektiver Sicht Person und Werk ineinander spiegelt. "Der Band aus dem zu Klampen Verlag is ein Kleinod, das sich gut als Geschenk eignet." Börsenblatt.net, 13. Dezember 2012

Stöbern in Biografie

Paula

Keine leichte Lektüre

19angelika63

Slawa und seine Frauen

"Literarischer Roadmovie!"

classique

Geisterkinder

Packend und eindringlich geschriebener Zeitzeugenbericht über die Sippenhaft der Angehörigen der Stauffenberg-Attentäter

orfe1975

Killerfrauen

ein Sachbuch, größtenteils so packend geschrieben wie ein Thriller

DanielaN

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Ich habe selten so viel bei einem Buch lachen müssen wie bei diesem hier

Curly84

Ich habe einen Traum

Ein wunderbares Buch gut geschrieben, informativ, spannend, gefühlvoll von einer starken, lebensfrohen, mutigen jungen Frau

Kinderbuchkiste

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Verehrte Denker" von Henning Ritter

    Verehrte Denker
    HeikeG

    HeikeG

    08. September 2012 um 10:46

    Ästhetische Reflexionen . Die Substanz und das Subjekt
 Liegen müßig hingestreckt.
 Die Substanz kaut an der Prosa 
Eines Benedikt Spinosa.
 Das Subjekt liest nur noch Hegel
 Und benimmt sich wie ein Flegel.
 Jeder hofft den jeweils Andern 
Mit sich selbst zu unterwandern.
 . Mit diesen Worten beginnt Carl Schmitts "Ballade vom reinen Sein", die er unter dem Pseudonym Erich Strauß in den fünfziger Jahren veröffentlichte. Sie zeigt nur zu gut, dass der 1985 fast hundertjährig verstorbene Jurist und politische Denker, der zu einem der einflussreichsten und gleichzeitig umstrittensten deutschen Gelehrten im 20. Jahrhundert avancierte, vielseitig interessiert war und überall originelle Gesichtspunkte ins Spiel brachte. Henning Ritter, der sich bereits in jungen Jahren von dessen "Art zu sehen, zu denken, fasziniert von der Spannung, die er zu erzeugen vermochte" magisch berührt fühlte, führt mit Carl Schmitt seine "biografischen Inszenierungen" an. Vier weitere, nicht minder bedeutende Gelehrte unserer Zeit folgen: der charismatisch-dämonische Religionssoziologe, Philosoph, Judaist und "Ideenhändler" Jacob Taubes, Klaus Heinrich, einer der Mitbegründer der Freien Universität Berlin, der britisch-jüdisch-russische politische Philosoph Isaiah Berlin und der deutsche Philosoph Hans Blumenberg. . Das schmale Büchlein aus der erfolgreichen Essayreihe des zu Klampen Verlages entpuppt sich durch Ritters ganz persönliche Sicht auf herausgepickte Momentaufnahmen als ein höchst vergnügliches "intellektuelles Abenteurertum". Der Autor stellt zwar fest, dass eine Beziehung zu einem Menschen nicht auf ein einzelnes Erlebnis gegründet sein kann, aber "es sind doch einzelne Züge, die im Rückblick die Anziehungskraft (...) erklären." Diese arbeitet er wunderbar heraus, setzt diese "Singularitäten" letztendlich jedoch wieder in ein großes Ganzes, indem er ein weitmaschiges Beziehungsgeflecht knüpft. Und obwohl seine fünf völlig verschiedene Charakterköpfe waren, zeichnet alle eine verbindende Gemeinsamkeit aus, die sich wie ein roter Faden durch die Essays zieht: ihr hoher "Grad der Spannung des Denkens". Diesen "Messwert" macht Henning Ritter in seinen kurzen und durchaus subjektiven Essay für den Leser deutlich spür- und erlebbar. Ganz im Sinne seiner Porträtierten gelingt es dem Autor formidabel, Geist zu beleben und "geistige Erregtheit zu übermitteln." "Verehrte Denker" zeigt auch in weniger opulenter Form, dass "die Biografie kein untergeordneter Zugang zur Philosophie und zur Welt der Ideen [ist], sondern der Schlüssel zu ihnen." . "Entfesselung ist nicht schwer." (Carl Schmitt)

    Mehr