Henning Schöttke Gulas Menü

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Inhaltsangabe zu „Gulas Menü“ von Henning Schöttke

Roman in 16 Geschichten. Hamburg 1969, Zeit der Hippies, Charlie kocht für Ulrike "Himmel und Erde", während die Amerikaner zum ersten Mal den Mond betreten. Neun Monate später wird ein Mädchen geboren. Gula! Ihr Name steht für ein ausschweifendes und massloses Leben, für eine der Todsünden: die Völlerei. Charlie beeindruckt durch Kochkünste und Sprüche, scheint für ein bürgerliches Leben nicht geeignet. Gula wächst bei Ulrike auf, erst mit Wochenendvater, dann ganz ohne. Sie sehnt sich nach ihm, gleichzeitig hasst sie ihn. Wie Charlie kann sie gut kochen, doch mit dem Essen hat sie Probleme. Mal verschlingt sie es wie auch ihr Leben, mal bekommt sie keinen Bissen hinunter. Die Familie zerbricht. Jahrelang hofft Gula, dass der Vater zurückkommt. "Gulas Menü“ erzählt die Stationen eines Leben, aus unterschiedlichen Perspektiven, begleitet von Rezepten und zeitgeschichtlichen Ereignissen, angerichtet als 5-Gänge-Menü. Essen ist längst nicht nur Nahrungsaufnahme und Genuss. Essen ist Verführung, es ist Junkfood, Festmahl, Exotik, Gefahr und Sehnsucht. 16 Geschichten zeigen, welche Bedeutung Essen für den Menschen spielen kann und welchen Einflüssen es unterliegt.

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    Gulas Menü
    Wohlgemuth

    Wohlgemuth

    21. November 2013 um 11:16

    Gulas Menü von Henning Schöttke Der Roman in 16 Geschichten erzählt von Gula. Geboren Anfang der 70ziger Jahre, durchlebt der Leser Gulas Geschichte, ihre Liebe zum Vater und der Hoffnung, dass er eines Tages wieder nah bei ihr sein wird. Auf 208 Seiten begleitet der Leser 6 Jahrzehnte von Gulas Lebensweg, erlebt ihre Entwicklung mit. Somit geht die Geschichte in die Zukunft ... Wer sich als Leser auf einen Perspektivenwechsel einlassen möchte, ist hier genau richtig bei der interessanten und experimentellen Mischung aus Lebensweg und Gerichten, die das Leben schreiben.

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  • Rezension zu "Gulas Menü" von Henning Schöttke

    Gulas Menü
    Norbert_Krueger

    Norbert_Krueger

    17. March 2012 um 13:24

    Ein Familienroman über drei Generationen, beginnend im Jahr der Liebe 1969 und endend mit einem Schuss Zukunftsprognostik 2031. Im Zentrum des Romans steht Gula, eine junge Frau, die im Sommer 1969 gezeugt wurde. Ihr Vater Charly ist werdender Koch, und er verführt Ulrike mit einem aus Kühlschrankresten zusammengebastelten Amuse-Geule, „Himmel und Erde“. So ist Nahrung von Beginn an von zentraler Bedeutung für das Leben der jungen Frau. Vielleicht auch deswegen, weil Charly sich bald schon aus Hamburg nach Göttingen verkrümelt, wo er von einem Restaurant träumt und währenddessen mit einer Kneipe baden geht. Gula wächst bei Ulrike auf und sieht ihren Vater immer seltener. Sie schreibt ihm Briefe, die nie ankommen, weil die Mutter die Adresse des Erzeugers nicht rausrückt. Wir sehen Gula heranwachsen, mit Rubiks Zauberwürfel kämpfen, mit Rauschgift experimentieren, ihre erste eigene Wohnung renovieren. Und wir sehen Charly, der versucht, sich seiner verlorenen Tochter wieder anzunähern, der aber Angst vor seiner eigenen Courage hat und letztlich nie den entscheidenden Schritt auf Gula zugeht. So wird das kleine Mädchen erwachsen und schließlich selbst zweifache Mutter. Das Essen spielt eine zentrale Rolle in den 16 Geschichten, die schlaglichtartig Episoden aus dem Leben Gulas, ihrer Mutter Ulrike und ihrer Halbschwester Lena beleuchten. Das ist umso bemerkenswerter, als Gulas selbst zu Nahrung ein immer schwierigeres Verhältnis entwickelt: „Sie griff nach dem Kuchen und biss ein Stück ab, wischte sich die Finger an der Serviette ab und kaute, ohne den Geschmack wahrzunehmen“, heißt es etwa in der Geschichte „Rubik‘s Cube“ – und viel mehr als diesen einen Satz gibt es nicht zum Thema Erdbeerkuchen, eingebettet zwischen Gulas Wunsch, den Zauberwürfel zu knacken und der Hassliebe zu ihrem Vater, die sie dazu bringen wird, ihre Briefe an ihn über das Brückengeländer in die Elbe zu werfen. „Gulas Menü“ lebt von kleinen Beobachtungen dieser Art. Aber gerade die Leichtigkeit, mit der Henning Schöttke sie zwischen banalen Diskussionen über Filme und andere alltägliche Situationen einbettet, macht es schwer, diese Perlen zu entdecken. Der Leser muss sich, um in den vollen Genuss zu kommen, die Geschichten auf der Zunge zergehen lassen. Das aber ist bei einem Büchlein, das sich selbst als Fast Food geriert, nicht einfach. Zu alltäglich kommt die Sprache, zu gewöhnlich die Bilder daher, um beim oberflächlichen Lesen Faszination auszulösen. Eine herkömmliche Dramaturgie fehlt und wird lediglich durch den roten Faden der Familiengeschichte ersetzt. Das mag dem Konzept des Verlags entsprechen, bleibt als Menü aber nicht lange im Gedächtnis. Schade eigentlich, denn die Idee hat viel Potential. Vollständige Rezension unter: http://rezensionen-sam.blogspot.de/2012/03/henning-schottke-gulas-menu.html

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