Henning Venske Spätlese trocken: Ein Kabarett mit Parodien, Traktaten und Schmonzetten

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Spätlese trocken: Ein Kabarett mit Parodien, Traktaten und Schmonzetten“ von Henning Venske

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Spätlese trocken: Ein Kabarett mit Parodien, Traktaten und Schmonzetten" von Henning Venske

    Spätlese trocken: Ein Kabarett mit Parodien, Traktaten und Schmonzetten
    Duffy

    Duffy

    02. April 2012 um 09:39

    Henning Venske ist ja nun auch schon ein "Dinosaurier" des Kabaretts und das ist ganz eindeutig positiv gemeint, denn die "alte" Garde, die ja eigentlich nie so richtig alt wird, kann immer noch scharfzüngiger und - das mag hier ganz pauschal mal dahingestellt sein - besser sein, als manches, was sich derzeit Kabarettist nennt. Venske ist ja nicht nur Kabarettist (u.a.Münchener Lach-und Schieß) sondern auch gelernter Schauspieler, zudem war er jahrelang als Redakteur für PARDON tätig und hinterließ auch im Fernsehen seine Spuren. Daraus speisen sich auch seine Veröffentlichungen als Autor. Für Venske, den Realsatiriker, gibt es keine Tabus, der Papst wird genauso der Zäsur unterzogen wie deutsche Heiligtümer im Kultur-und Literaturbereich, Politiker sowieso, deutsche Gesinnungen im Besonderen. Venske ist Hardliner, seine Wortbeiträge sind bissig, manchmal wütend bis zornig, sein Humor ist trocken und scharfzüngig. Rücksichten kennt und nimmt er nicht, er eckt an und reicht das Paket mit Unverdaulichem mit Zutaten wie gelungene Wortspiele, ja, sogar die Macht des Wortes benutzt er für seine Zwecke, ohne sie zu missbrauchen. Ein Stein, mit scharfen Ecken und Kanten, "lässt sich wohl nicht mehr verbiegen", würde das geschmähte Feuilleton von ihm sagen. Recht so, davon gibt es nicht viele, wenige die konsequent diesen Weg gehen und noch weniger, die das auch können. Der Rezensent wünscht sich mal Venske mit Martin Buchholz auf einer Bühne zu sehen. Obwohl die Spätlese schon 2006 erschien, immer noch ein Genuss. Guter Jahrgang.

    Mehr