Henri-Pierre Roché

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Autor von Jules und Jim, Jules und Jim und weiteren Büchern.

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Jules und Jim

Jules und Jim

 (5)
Erschienen am 06.04.2010
Jules und Jim

Jules und Jim

 (2)
Erschienen am 02.02.2016
Jules und Jim

Jules und Jim

 (0)
Erschienen am 01.09.2007

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Rezension zu "Jules und Jim" von Henri-Pierre Roché

Jules und Jim - Henri-Pierre Roché
milasunvor 5 Jahren

"Zwei Liebende litten die Qualen der Liebe und der Eifersucht. Sie erlebten zusammen das höchste Glück und das Leid. Sie gingen oft auseinander und fanden sich wieder, und dann liebten sie sich umso mehr. Aber schließlich überwog das Leid, das sie sich zufügten."

Im Paris kurz nach der Jahrhundertwende treffen der Franzose Jim und der Deutsche Jules aufeinander und sind fortan unzertrennlich. Sie teilen Ansichten, Zigarren und Frauen - frei von Neid oder Eifersucht. Doch dann tritt die wilde Kathe in ihr Leben und beide verfallen der germanischen Schönheit mit dem Lächeln einer griechischen Göttin. Sie lieben sich und sie betrügen sich. Und stets ist es Kathe, die ihrer drei Leben bestimmt.

"Eine atemberaubende Amour fou" heißt es in dem Klappentext, doch atemberaubend fand ich nur die Geschwindigkeit, in der Kathe ihre Männer wechselt. Die Geschichte ist einfach nur langweilig. Kathe und Jim reisen nach Venedig, nach Rom, nach Berlin, nach Paris, gehen wandern, tollen nackt in den Dünen irgendwelcher Strände und wechseln die Hotelbetten. Dann fahren sie wieder nach Paris, nach Berlin und so weiter. Sie kaufen Häuser, kaufen Wohnungen, kaufen Strandhäuser, kaufen Winterdomizile und Sommerhäuschen und verkaufen diese wieder. Zwischendurch vergehen sie vor Liebe zueinander, dann betrügen sie einander, sie verzeihen sich und das ganze wieder von vorne. Mehr weiß der Autor nicht zu berichten. Und da das stets in der dritten Person und fast ohne jegliche Dialoge erzählt wird, hat man auch keinen Zugang zu den Protagonisten und versteht ihr Handeln nicht. Und dann Kathe: eine egomanische, hysterische Frau, die ihre Männer mit anderen betrügt, wenn sie nur den leisesten Verdacht hat, sie hätten sie betrogen, um "ein Gleichgewicht wiederherzustellen". Eine Frau, die von sich sagt, "vor allem anderen sei sie eine Mutter" und die ihre Kinder wochenlang in der Obhut eines Kindermädchens lässt, um mit ihren Liebhabern durch die Welt zu reisen. Die hysterische Szenen veranstaltet, wenn ihr der Sinn danach steht. Wieso hat diese Frau so eine Macht über diese beiden Männer, die sich alles von ihr gefallen lassen und sie bedingungslos lieben?
Vielleicht hat Roché seinen Roman in einer anderen Zeit für eine andere Zielgruppe geschrieben, mir hat sich der "Zauber" dieser Geschichte leider nicht erschlossen.

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Rezension zu "Jules und Jim" von Henri-Pierre Roché

Freundschaft und freie Liebe
Bibliomaniavor 6 Jahren

Ein so freizügiges Buch über Liebschaften habe ich noch nicht gelesen. Wenn alles so einfach wäre, wie es in diesem Buch zunächst scheint, wären wir wohl alle glücklicher.

Jules und Jim verbindet eine tiefe Freundschaft. Ein Franzose und ein Österreicher lernen sich im Paris der Belle Epoque kennen. Beide haben eine Vorliebe für Literatur und können sih stundenlang darüber unterhalten. Aber sie teilen auch noch eine andere Vorliebe: die Vorlebe für Frauen. Beide führen dahingehend ein ausschweifendes Leben, tauschen teilweise auch die Partner und für alle scheint es in Ordnung zu sein. Dann tritt Kathe in ihr Leben. Eine Französin, die Jules für sich alleine beansprucht. Die beiden heiraten und bekommen zwei Töchter. Kathe ist eine wilde Frau, die ihren eigenen Kopf hat. Sie liebt wie ein Mann und hält es mit der Treue nicht so genau. Daher verwundert es auch nicht, dass sie dann noch etwas mit Jim anfängt. So richtig funktioniert diese mehr oder weniger 3er-Geschichte jedoch nicht. Und der Kinderwunsch von Jim und Kathe erfüllt sich ebenfalls nicht. Was also bleibt? Zurück zu Jules? Dann möchte Jim mit einer anderen Frau ein Kind haben. Obwohl beide ihre Freiheit lieben und gegenseitig akzeptieren, dass der Partner hin und wieder die Nächte woanders verbringt, scheint der Kinderwunsch Jims mit einer anderen ein weitaus größeres Problem als ihre bisherigen Uneinigkeiten.

 

Ein sanfter Ton, der die Geschichte um Untreue und Fremdgehen irgendwie herunterspielt. Es scheint gar nicht schlimm zu sein andere Sexualpartner zu haben. Alle haben sich irgendwie lieb und mögen sich, trotz kleinerer Streitigkeiten. Insbesondere für die Männer kann ich Sympathie und Verständnis aufbringen, Kathe ist in meinen Augen eine kleine Furie, die ich nicht ganz verstehen kann.

Eine schöne, dahinplätschernde Geschichte mit einem tragischen Ende, in dem vielleicht doch jeder seinen Seelenfrieden findet. Sehr schön, aber nichts für Leser, die Aktion in einem Buch erwarten.

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