Die Geschichte dreht sich um Henri, der in Frankreich unschuldig zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe in der Strafkolonie Französisch‑Guayanas verurteilt wird. Sowohl die Brutalität des Systems als auch vor allem die unerschütterliche Entschlossenheit des Erzählers zur Flucht bilden die Hauptdynamik des Buches. Besonders eindringlich werden die Erzählungen durch die Ich-Erzählperspektive, die einen in die Geschichte saugt. Es gelingt dem Autor stets eine Atmosphäre der Hoffnung zu kreieren.
Der Hauptprotagonist wird durch die Ich-Perspektive besonders nachvollziehbar. Die tiefen Einblicke in seine Gefühle, Gedanken und inneren Konflikte sind sehr lebendig und mitreissend dargestellt und lassen Henri sehr sympathisch wirken. Auch relevante Nebenprotagonisten bereichern die Geschichte.
Wer Abenteuerromane nach einer wahren Geschichte mit sehr viel Gefühl und Spannung mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist sehr facettenreich und voller interessanter und erschreckender Details, die sowohl den Lesefluss als auch die Atmosphäre des Buches sehr gut unterstützen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr sehr empfehlen.
Neue Rezensionen zu Henri Charriere
In dem Buch beschreibt der Autor Henri seine diversen Fluchtversuche aus dem Gefängnis und wie er es letztendlich doch zu einem ehrbaren, vor allem freien Leben geschafft hat.
Dieses Buch gehört zu den Klassikern und sollte gelesen werden. Auch wenn es mir persönlich etwas zu mühsam war, da es sich in vielen Dingen zu sehr gezogen hat, ist es doch ein lesenswerter Tatsachenbericht.
Am besten ist mir sein Aufenthalt bei den Indianern und seinen zwei Frauen in Erinnerung geblieben. Ich frage mich immer noch, warum genau er wieder fortgegangen ist. Immerhin hatte er es doch sehr gut dort. Allerdings hat er sich selber auch oft diese Frage gestellt.
Dieses Buch ist für alle geeignet, die sich für Tatsachenberichte interessieren. Alle, die die große Liebesgeschichte erwarten, werden enttäuscht werden.
Nichtsdestotrotz, auch wenn es meinen Geschmack nicht zu 100% getroffen hat, bin ich froh, einen weiteren Klassiker der Weltliteratur gelesen zu haben.
Teilweise sehr bedrückend.
Ich hatte den Film mal vor zwei Jahrzehnten gesehen. Was ich nicht wußte, dass die Geschichte von Henri Charriere / Papillon (s)eine Wahre ist. Dieser reale Hintergrund ließ mich das Buch mit vielen Pausen zwischendurch lesen, immer ein anderes Buch nebenher.
'Papi' erzählt mit flüssigen Worten, was ihm geschah. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt; war mit ihm traurig und habe mich für ihn gefreut.
Und es ist schon erschreckend, wozu die menschliche Rasse fähig ist. Barbarisch und grausam lesen sich manche Kapitel, wo aus Strafgefangenen wieder anständige Menschen erzogen werden sollen.
Bewundernswert finde ich seinen ungebrochenen Willen, aus allem als Mensch mit gesundem Geisteszustand hervorzugehen. Das war gewiss nicht einfach.
Henri Charriere schrieb noch eine Fortsezung: Banco.
Er verstarb bereits 1973 an Kehlkopfkrebs.







